Kinder und Smartphones und Tablets

    • ich stehe durchaus kritisch tablet / handy usw. gegenüber. Meine Kinder dürfen nicht alles bzw. ich kontrolliere, was sie alles so tun.

      Aber die Aussage, früher sei alles harmloser geworden, stimmt nicht. Ich habe (Kind der 70 in einer intakten und gebildetetn Familie mit engagierten Eltern groß geworden)

      a.) in der 5. Klasse mit einer Freundin die Pornohefte ihres Vaters durchgeblättert
      b.) mit 7 bei meiner Oma XY geguckt

      c.) stundenlang Spielzeugkataloge gewälzt und mir ausgemalt, wie schön es wäre, das alles zu haben
      d.) Zeit meines Schullebens habe ich Hausaufgaben abgeschrieben und - ganz ehrlich - ich war auch nur an der Lösung interessiert
      e.) Computerspiele gespielt, stundenlang, eines der Spiele hieß "girls just want to have fun" - zu sehen war eine Frau, die masturbierte und je schneller man den Joystick bewegte, desto lauter stöhnte sie und desto mehr Punkte bekam man. Meine Güte, was haben wir gelacht damals!

      Nein, es ist nicht alles schlimmer - nur anders.

      LG, Cherish

      • Dann fass ich Deine Aussagen mal zusammen und dann kannste ja mal reflektieren, ob Du das so unterschreiben würdest:

        - In gebildeten intakten Familien mit engagierten Eltern ist es normal, dass die Kinder an die Pornos ihrer Eltern rankommen.
        Daraus folgt für mich: Dann finden sie auch Pornos im Internet. Denn sie suchen sie.
        Nur so am Rande: In meiner Familie gab es keine Pornos oder ich hab sie nie gefunden.

        - Ein Pornoheft aus den 70ern ist vergleichbar mit Pornovideos aus dem Internet heute.
        Bist Du Dir da ganz, ganz sicher?

        - In gebildeten intakten Familien mit engagierten Eltern spielen Kinder stundenlang Computerspiele, am liebsten Masturbationscomputerspiele.

        Wenn das so ist, dann muss man sich ernsthaft Sorgen machen, was Kids heute spielen, denn es gibt da bestimmt noch viel, viel mehr Auswahl heute.

        - Masturbationscomputerspiele sind vergleichbar mit dem, was man heute im Internet finden kann. Man findet nix Schlimmeres, nur "anderes".
        Sicher?

        - Die Sendung Aktenzeichen XY ist vergleichbar mit dem, was schlimmstenfalls ein Kind heute im Internet finden kann.
        Ernsthaft?

        • Dann antworte ich mal: - In gebildeten intakten Familien mit engagierten Eltern ist es normal, dass die Kinder an die Pornos ihrer Eltern rankommen. == Ja, wenn sie nicht gut versteckt sind, werden sie sie finden. == Daraus folgt für mich: Dann finden sie auch Pornos im Internet. Denn sie suchen sie. == ja, ab einem bestimmten Alter ganz bestimmt. == Nur so am Rande: In meiner Familie gab es keine Pornos oder ich hab sie nie gefunden. == in meiner auch nicht - war bei einer Freundin :-) == - Ein Pornoheft aus den 70ern ist vergleichbar mit Pornovideos aus dem Internet heute. Bist Du Dir da ganz, ganz sicher? == nein, da bin ich nicht sicher, ich schaue keine Pornos im Internet. Ein Film ist auch was ganz anderes als ein Schmuddelheft. Obwohl: Die Hefte, die wir damals fanden, waren ganz schön heftig (also kein Playboy oder sowas) == - In gebildeten intakten Familien mit engagierten Eltern spielen Kinder stundenlang Computerspiele, am liebsten Masturbationscomputerspiele. == nein, aber es kommt sicher vor, zumindest wenn die Kinder um die 14 sind und Zugang haben. == Wenn das so ist, dann muss man sich ernsthaft Sorgen machen, was Kids heute spielen, denn es gibt da bestimmt noch viel, viel mehr Auswahl heute. == ja, das ist sicher richtig == - Masturbationscomputerspiele sind vergleichbar mit dem, was man heute im Internet finden kann. Man findet nix Schlimmeres, nur "anderes". Sicher? == ich bin sicher, dass es heute EINFACHER ist, auch schlimmeres zu finden. Und natürlich ist Wachsamkeit gefordert und für Kinder ist natürlich alles pornographische tabu. Wir waren damals 13 oder 14 und dachten wunders was wir da tun. Für mich eigentlich normales Verhalten von Menschen dieser Altersklasse. Ein Geheimnis. - Die Sendung Aktenzeichen XY ist vergleichbar mit dem, was schlimmstenfalls ein Kind heute im Internet finden kann. Ernsthaft? == sicher nicht. Deswegen ist es ja auch wichtig, dass die Eltern - so gut sie können - ihre Kinder schützen. Ich gebe mich aber keinen Illusionen hin - auch meine Kinder werden sich irgendwann aus meinem Einflussbereich entfernen und alles mögliche im www finden. Sie werden wahrscheinlich auch andere Dummheiten machen und ich werde jeden Tag hoffen, dass sie vernünftig bleiben (so wie ich es in meiner Jugend auch geblieben bin).

          LG, Cherish

      15.02.17 - 00:08

      Gut..angenommen das durchschnittliche Kind nutzt seinen Zugang zu Tablet/Smartphone wirklich so intensiv zur Suche nach pornos bzw Gewaltvideos (was ich immer noch bezweifle genauso wie die Tatsache das es allen Eltern egal ist, die meisten kontrollieren sehr wohl) was wäre denn deine Lösung?

      Du hast geschrieben die Politik müsste etwas machen....aber was? Was könnte denn die logische Konsequenz sein aus dieser für dich so erschreckenden Studie?

      Es liegt nunmal im Verantwortungsbereich der Eltern ihre Kinder mit diesen Medien vertraut zu machen und einen vernünftigen Umgang beizubringen. Niemand kann sein Kind 24/7 überwachen und sicher gehen das es nicht bei (älteren) Freunden sowas mitbekommt. Wichtig ist also eher wie es reagiert.

      Man sollte keinesfalls denken das von den mordernen Medien gar keine "Gefahr" ausgeht und auch als Elternteil informiert sein....aber diese Panik die man bei dir meinen könnte ist einfach übertrieben und hilft nicht...wenn man schon Angst hat das die eigenen Kinder, die noch nicht schreiben können, über Spracheingabe nach Sex googeln ist man in meinen Augen schon leicht paranoid...

      Wie willst du so jemals entspannt sein wenn dein Kind älter wird?

      • Für jeden Bereich des Lebens gibt es zig Gesetze...

        Bestimmte Sendungen im TV dürfen nur nach einer bestimmten Uhrzeit gesendet werden. Manche Inhalte dürfen gar nicht im Free TV laufen.
        Warum darf jeder alles unbegrenzt ins Internet stellen?

        Man könnte ja mal darüber nachdenken, dass für Inhalte, die jugendgefährdend sind, geschützte Bereiche erstellt werden müssten, so dass man sich erst dafür authentifizieren müsste (und zwar richtig).

        Klar, kann es dann trotzdem zu Missbrauch kommen. Aber man hat eine Handhabe.
        Du kannst nicht verhindern, dass eine Verkäuferin Deinem minderjährigen Kind Alkohol verkauft. Aber Du kannst dagegen vorgehen, wenn Du willst, da es dafür entsprechende Gesetze gibt.

        Oder warum darf jedes Kind ein Smartphone ohne Kindersicherung besitzen?
        Wobei hier eine Umsetzung und Kontrolle ziemlich aussichtslos ist.

        Aber ich hab mich erst seit kurzem mit dem Thema befasst. Es müssten sich mal Experten damit auseinandersetzen.

        • Das mit den viel zu leicht findbaren Inhalten die ab 18 sind stimmt. Teilweise reicht ja ein kleiner Klick auf "ok" und schon kann man auf diverse Inhalte zugreifen. Da könnte man sicher ansetzen und zumindest den Zugang erschweren.

          Ansonsten sind Gesetze eben schwer umsetzbar. Kindersicherung auf dem Smartphone lässt sich wirklich kaum kontrollieren und manche sind wahrscheinlich sogar von den Kindern selbst deaktivierbar. Schließlich sind diese meist technisch fitter als die Eltern.

          Zumindest an vielen Schulen hier gibt's aber zB ein Smartphone/Handyverbot. Das Gerät muss ausgeschaltet und im ranzen bleiben. Da gibt's also schon etwas das geregelt ist.

      Lass mich raten... Du bist Siri oder Alexa ;-)

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