Wie damit umgehen?

        • Hi :)! Ich habe jetzt nicht alles gelesen, schreibe dir aber mal als selbst vernachlässigte Frau durch den Paten... Ich kann dir wirklich aus eigener Erfahrung sagen, dass einem Kind das sowas von egal ist ob sich ein Pate kümmert oder nicht.... Ich habe nie Geschenke oder Ähnliches von meinem Paten bekommen und schon gar nicht viel Zeit mit ihm verbracht. Und vermisst hab ich da echt gar nichts und es wurde auch von meinen Eltern einfach so hingenommen ohne sich künstlich aufzuregen.... Und deine Tochter ist gerade mal 2 Jahre alt! Da versteht sie doch eh sowas gar nicht....ich hab manchmal echt den Eindruck das heutzutage alles immer so derartig übertrieben wird, was die Kinder angeht...die Paten sollen am besten wöchentlich mehrere Stunden Zeit mit den Kindern verbringen, zu Ostern müssen die Großeltern mindestens was für 50Euro schenken und wehe es ist nicht genau das was die Eltern für das Kind haben wollen... Und zur Einschulung muss eine Riesenparty mit allen Verwandten veranstaltet werden und wehe Tante xy hat da schon was anderes vor....ich versteh echt nicht warum man heute alles so derart übertreiben muss....

          Naja. Wenn man all zu viel Blödsinn von sich gibt dann passiert es in einen Forum eben schnell das man nicht ernst genommen wird und auch angegiftet wird.

      14.02.17 - 14:38

      ..eigentlich klingt es eher, als wärst du neidisch auf deren "allerliebste" Freundin.

      Du findest es moralisch nicht okay, wenn private Nachrichten anderen zugänglich gemacht werden? Na, dann sag, dass du das nicht willst. Hör nicht zu - verbitte es dir. Dann hast du auch für die Zukunft gezeigt, wie du dir eine Freundschaft vorstellst.

      Zur eigentlichen Sache: Klar denkt man, die Bindung müsste stärker sein. Aber mit Babies ists ja noch leicht. Gerade kinderlose haben aber mit 2jährigen schon mehr Mühe. Da kommen auch erste Erziehungsfragen und -differenzen...

      Die Patentante meines Jungen war die ersten drei Jahre auch nicht oft physisch vor Ort. Sie hat keine Kinder, kennt keine Kinder und kann damit auch nicht umgehen. Kaum war der Kleine sauber, einigermassen sprachgewandt und konnte sagen was er will, war sie die beste Patin der Welt. Sie gehen gemeinsam an die Kinderuni, fahren in den Tierpark, gehen Steine schürfen - sie besucht jede noch so grässliche Schulaufführung und Musikshow von ihm. Auch wenn er nur das Bühnenbild gemacht hat! Und egal wie weit die Anreise ist. Sie hat seine Basteleien im Büro aufgestellt... Einfach als Kleinstkind war er ihr eher unheimlich. Aber sobald das (und wir) lockerer wurden, war es einfach toll.

      Ich finde, das mit der 2. Patin ist doof. Im Notfall guckt kein Jugendamt darauf, wer die Patin ist. Das hat keine gerichtliche Relevanz.

      Ich möchte dich nicht angreifen. Aber das alles klingt nach dem klassichen "Kind vorschieben und Grundsätze vorschieben weil man die Macht hat" und "Kind vorschieben um etwas moralisch zu legalisieren". Es klingt, als ob du eher der "Freundin" die neue/alte Freundschaft übel nimmst, dich zurückgesetzt fühlst und daher jetzt mit der "ich mach das für das Kind"-Masche einen Rachefeldzug startest.

      Dabei weisst du noch nicht mal, was wirklich los ist.

      Hast du - statt ihr zu sagen, was "im Namen des Kindes nicht als fair empfunden wird" - ihr mal Zeit gegeben, ihre Seite zu zeigen? Bockst du wegen der alten/neuen Freundin? Hast du während der Babyzeit wie ein Argus beobachtet, was sie mit dem Kind alles "falsch" macht? Fühlt sie sich einfach mit einem so jungen Kind nicht wohl? Fühlt sie sich mit dir nicht mehr wohl?

      Ihr hattet eine Freundschaft, die so tief war, dass du ihr das Amt zugetraut hast. Vielleicht hattest du auch strategisch im Kopf, dass du sie mit der Patenschaft an dich binden kannst (das ist nicht abwertend! Das ist nämlich durchaus legitim!) . Gib das nicht so schnell auf, nur weil es "für das Kind" unfair wäre. Das empfindet überhaupt noch nicht so.

      Und eben bedenke - ggf. kommt das gut, wenn sie älter wird. Mein Sohn hängt wahnsinnig an seiner "Gotte" auch wenn er sie die ersten drei, vier Jahre seines Lebens nicht gross gesehen hat.

      • 14.02.17 - 16:12

        Das mit ihrer Freundin ist mir egal. Weil ich gesehen habe, dass man sowas nicht macht. Wöchentlich bei mir auf der Matte stehen, intime Sachen ausplaudern und dann doch wieder BestFriends. Sowas ist nicht in Ordnung. Und seither sind wir angeschrieben. Viell war es ein ungünstiger Zeitpunkt mit der Paten-Wahl. So, dass es ihr gelegen kam. Ich weiß, dass sie eher der unzuverlässige Typ in manchen Sachen ist. Ist auch völlig ok. Aber ich denke, dass man wenigstens mal daran denkt, wenn es nur mal nach dem Befinden zu erkundigen ist... Ist in meinen Augen nicht zu viel verlangt. Und sie ist ja alt genug, um zu wissen, ob sie das Patentamt ausfüllen kann oder nicht. Sie hätte auch gern mitkommen können zur Kindermesse am Heiligen Abend... Das ist mir mehr wert wie Geschenke. Einfach nur zu wissen, dass sie da ist und auch mal fragt. Ihren Sohn habe ich auch mehrfach betreut, abgeholt oder mit zur Messe genommen. Sicher soll man nicht gleiches mit gleichem vergelten, aber ist es dennoch zuviel verlangt, dass sie mal eine Std zeit hat. Wenn mein Mann was für sie machen kann (im Verein), kennt sie auch Klingel oder Telefon.
        Das ist nur, was ich nicht verstehe. Daher fragte ich einfach wie am besten umgehen damit... finde es eben schade, dass man hier in solchen Foren platt gemacht wird. Das zeigt doch auch wieviel Toleranz hier herrscht. Schade.

        • 14.02.17 - 16:42

          (Fast) keiner hier hat dich platt gemacht. Nur lachen halt viele - fröhlich und ohne Bosartigkeit - über das Thema. Weil man sich in deinem enttäuschten TE selber sieht - oder deutlich fühlt, dass du gekränkt bist und das Kind vorschiebst. Dem es total egal ist.

          Die bissigen Reaktionen kommen fast ausschliesslich auf deine Feedbacks, in denen du oft ja auch nicht annehmen kannst, dass du dir mal den Spiegel vorhalten sollst. Mal ruhiger werden sollst.

          Und weil man - als Mutter älterer Kinder - weiss, dass das alles in fünf Jahren kein Problem mehr ist. Weil die Beziehung sich dann entwickelt hat, oder eben nicht. Du wirst in einigen Jahren sehen, dass es immer die eine Tante gibt, die eine Oma oder der eine Onkel, der kein Geschenk bringt, der sich nicht meldet, der die anderen Enkel/Nichten/Cousinen bevorzugt - und dass Kinder lernen damit umzugehen.

          Die Leute geben sich Mühe, dir zu antworten.

          Du stellst es hier so hin, als ob man dein Kind seelisch misshandeln würde. Als ob es Schaden nehmen würde. Und DAS ist es, was man dir vorwirft. Das du so tust, als ob das ein Problem für das Kind ist. Das ist es nicht. Es ist DEINS.

          Du wirst merken, dass man Kindern etwas als grässlichen Missbrauch und schlimme Vernachlässigung "verkaufen" kann, wenn man es negativ beeinflussen und auf seine Seite ziehen will - oder dass man es mit einem Lachen "Ach, die Tante XY ist halt so - schon wieder das Geschenk erst im Februar" entschärfen oder liebenswert machen kann. Du hast erst die Macht der negativen Beeinflussung gelernt. Das andere wird hoffentlich kommen. Und nur das versuchen dir die Ladies / Gents hier zu erklären. Sei lockerer. Sie war es mal wert, ein unglaublich tolles Amt zu übernehmen. sie hat es ernst genommen, hat sich das 3 Tage überlegt... lass der Sache Zeit.

      14.02.17 - 14:38

      Eine 2 jährige versteht also so viel , na dann mal los :D.

      Findest Du es nicht selber lächerlich?

      Dann ist der Kontakt halt weg, who cares?

      Bist Du immer so verbissen?

      Paten sind dafür da, ihr Patenkind in seinem christlichen Glauben zu unterstützen, nicht mehr und nicht weniger. Paten sind weder dafür da, sich um die Kinderbetreuung zu sorgen, noch Geschenke abzuliefern oder generell Zeit mit dem Kind zu verbringen (wäre natürlich im günstigsten Fall wünschenswert). Auch sind Paten nicht dafür da, im Todesfall als Ersatzeltern einzuspringen.

      Deine 2jährige kapiert vielleicht viel, aber sie ist immer noch 2, wird sich daran also weder später erinnern, noch wird es ihr irgendwie sauer aufstoßen, wenn du es jetzt nicht entsprechend thematisierst.

      14.02.17 - 15:31

      http://www.mein-patenamt.de/patin-oder-pate-sein-was-ist-das/

      14.02.17 - 15:37

      Immer diese Paten-Erwartungshaltungsmist! Pate ist nichts besonderes, stand am Taufbecken...na und? Wenn jemand schon 3 Tage überlegen mus...sagt doch alles!

      Mir wäre es wichtig, dass mein Kind von guten, zuverlässigen und charaktervollen Menschen umgeben ist, die etwas für das Kind empfinden.
      Ich würde von niemanden irgendetwas einfordern, weder Weihnachtswünsche noch Geschenke etc.

      Mach nen Haken dahinter und umgib Dich mit Menschen die Dich und Dein Kind mögen!

      • 14.02.17 - 16:02

        Danke für deine ehrliche und vorurteilsfreie Antwort. Wie ich schrieb sind mir materielle Dinge egal. Auch alles andere... Vielleicht war/ist meine Vorstellung von so einem Amt eine andere wie bei den meisten...

        Du hast recht... Wichtig ist das Umfeld mit solchen Menschen wurden du sie beschreibst.

        • 14.02.17 - 16:34

          Vielleicht war/ist meine Vorstellung von so einem Amt eine andere wie bei den meisten...
          ........................................

          Ich denke, die meisten haben eine verklärte heile Welt Vorstellung....der Pate , der sich kümmert und macht und tut und das Kind mindestens einmal die Woche sieht.

          Betrachte es mal eher so in der Art wie ein Trauzeuge, war dabei, stand den Heiratenden bei und hat aber später keine wirkliche Aufgabe mehr. Dann betrachtet man das vielleicht entspannter und schraubt die Erwartungshaltung herunter.

          Wie gesagt, wichtig sind die Menschen de für Dein Kind da sind, dafür braucht es keine Patenschaft.

      14.02.17 - 15:42

      Ich war auch mal Patin. Vor hundert Jahren, als ich noch in der Kirche war und fromm.
      Leider hat sich der Panz zu einem echten Örx - Kind entwickelt. Und meine damalige Freundin gleich dazu.

      Das wars dann für mich. DAS gepaart mit der gleichen Erwartungshaltung, wie du sie hast - das braucht kein Mensch.

      Naja. Heute komme ich nicht mehr in die Verlegenheit dieses undankbaren Postens. Bin ausgetreten. *gg*

      Gruss
      agostea

      Oh man. Da habe ich nur ein kopfschütteln übrig für soviel Bohei.

      15.02.17 - 13:57

      Ich denke dass deine Erwartungen einfach nicht mit der Patin übereinstimmen.

      Du hast eine Vorstellung und sie hat eine. Vielleicht hättet ihr das im Vorfeld besser aufklären sollen.

      Dein Kind kennt doch diese Dame kaum. Warum sollte es enttäuscht sein? Einzig du kannst ihr solche Sachen einreden. Aber von selber wird sie kaum auf solche Gedanken und Gefühle kommen. Da kann deine Tochter auch noch "weit voraus" sein.

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