Geburt & Wochenbett

  • 15.02.17 - 15:42
    tine1012 (1)

    HILFE!!! - Angst vor geplantem Kaiserschnitt und Folgen

    Hallo zusammen,

    ich bin jetz in der 39. SSW mit meinem ersten Kind (Wunschkind) und bei mir wird es leider ein geplanter Kaiserschnitt, da sich der Kleine bisher nicht gedreht hat :-(.

    Mit meiner Hebamme habe ich schon alle alternativen Möglichkeiten ausprobiert (Indische Brücke, Moxen), hat aber leider nicht zur Drehung geführt, auch wenn der Zwerg dann immer fleißig aktiv im Bauch war.
    Ich war auch zur Beratung für sämtliche andere Möglichkeiten (äußere Wendung, spontane Geburt bei BEL) in einer anderen Klinik die darauf spezialisiert ist, dies kommt aber auch nicht in Frage, da mich das nur noch mehr stressen würde.
    Mir wurde da nämlich mitgeteilt, das ein äußere Wendung dort schon mit PDA und direkt im OP versucht würde, so das man wenn etwas sein sollte oder die Wendung nicht klappt direkt einen Kaiserschnitt machen könnte. Bei einer spontanen BEL Geburt würde man als Erstgebärende auch pauschal eine PDA bekommen da es ja eine etwas riskantere Geburtsform ist und sich der Geburtsverlauf etwas hinziehen könnnte, außerdem würde diese Art der Entbindung nur in dem speziellen OP-Kreissaal stattfinden, da man ebenfalls jederzeit kurzfristig einen Kaiserschnitt machen könnte.

    Von einer äußeren Wendung war ich von vorn herein etwas abgeneigt, da ich von einer Bekannten und auch aus dem was man im Netz ließt weiß das es auch sehr unangenehm sein kann. Nun unter dem Umstand das man schon komplett für einen OP hergerichtet ist und im OP liegt und es dann versucht wird ist für mich noch beängstigerd und deshalb kam dies nicht in Frage. Die spontane BEL Geburt hätte ich unter anderen Voraussetzungen (keine pauschal PDA und auch keine bereitstehendes OP-Team) also wie eben eine sonstige normale Geburt mit freier Positionswahl (was ja bei PDA auch nicht unbedingt möglich ist) und auch die Möglichkeit für Wanne und alternative Schmerzlinderungsmethoden (Aromatherapie, Akkupunktur...) evtl. sogar versucht, allerdings ist die Vorstellung an die ganzen vorgegebenen Maßnahmen für micht nicht beruhigend und entspannend und so kann einen normale Geburt meiner Meinung nach nicht funktionieren, wenn schon von vornherein so viel rein gepfuscht wird.

    Also gibt es nur noch die Möglichkeit Kaiserschnitt wenn nicht noch ein Wunder geschieht und der Zwerg sich dreht.
    Bisher war meine SS eigentlich bis auf ein paar kleine übliche Begleiterscheinungen völlig ohne Komplikationen und ich war auch die ganze Zeit immer sehr entspannt, da alles so gut lief hab ich auch nie darüber nachgedacht, das es ein geplanter Kaiserschnitt werden könnte, für mich war Kaiserschnitt immer so einen Not Option wenn etwas nicht so läuft wie es soll.
    Nun weiß ich seit 2 Wochen, das es zu 99 % ein Kaiserschnitte wird und seit dem ist absolut vorbei mit entspannt, ich bin täglich stundenlang am heulen #heul, schlaf sehr schlecht, bin zu nicht mehr viel zu gebrauchen (essen kochen, Sachen fürs Baby zu Ende vorbereiten) und kann mich überhaupt nicht mehr auf meine Wunschkind freuen. Für mich ist das der reinste Alptraum #zitter#heul.

    Ich hab total Angst vor Nadeln, jedes mal Blut abnehme ist schon eine rießen Herausforderung für mich, aber das kenne ich inzwischen und kann es mit viel Selbstbeherrschung über mich ergehen lassen.

    Ich wurde aber noch nie in meinem Leben irgendwo operiert, somit ist das meine erste OP und ich weiß nicht wirklich auf was ich mich einstellen muss. Klar kann man das nachlesen und bekommt es ja auch im Vorgespräch erklärt was passiert aber so richtig weiß ich nicht wie es wird.

    Deshalb hab ich umso mehr Angst wie das wird, als erstes mal einen Zugang (Kanüle) zu bekommen, dann natürlich die Betäubung (Spinalanästhesie) ansich und wie man sich dann halb betäubt fühlt, dazu dann wach im OP und alles zu hören was passiert #zitter. Allein die Vorstellung an das alles ist schon schrecklich #zitter#heul.

    Außerdem hab ich dann Angst wie es mir danach geht, kann ich mich wegen der Schmerzen überhaupt um mein Baby kümmern, stört der Zugang arg danach, Thrombosespritzen :-( hilfe, wann kann ich dann heim da fühlt man sich immerhin am wohlsten (wollte bei einer normalen Geburt evtl. sogar ambulant entbinden oder nur max. 3 Tage im KH bleiben), klappt das stillen und vor allem wie geht es mir psychisch damit, ich kann ja jetz schon nicht mit dem ganzen umgehen, weil ich hab ja keine Wehen (das wird fehlen), der Kleine ist dann einfach so aus meinem Bauch raus zu einem geplanten Termin den nicht er bestimmt hat sondern die Ärzte (völlig unvorbereitet, da ja keine Wehen).

    Für mich war irgendwie immer klar das ich halt irgendwann Wehen habe, man dann ins Krankenhaus fährt und dann das Kind bekommt, ich hatte keine Angst vor den evtl. Schmerzen die da auf mich zukommen, da man als Frau ja anathomisch dazu gemacht ist einen Schwangerschaft und Geburt zu meistern und meine SS ja auch super lief und mir war auch klar das es dann evtl. zu einem Kaiserschnitt kommen könnte wenn ein Notfall eintritt. Aber so geplant mit festem Termin eine OP ohne richtigen Notfall fühlt sich für mich irgendwie total falsch an und außerdem hab ich ja wie oben beschrieben auch total Panik davor.
    Ich weiß das es keine andere Möglichkeit gibt und wir (mein Freund und ich) haben das ja auch gemeinsam so entschieden das das wohl dann die beste Lösung für mich und unser Kind ist aber trotzdem weiß ich nicht wie ich das durchstehen soll.
    Jeder sagt mir immer wird bestimmt halb so schlimm, und ich soll mich nur auf mein Kind freuen und mein Freund meint er ist ja auch so weit es geht immer dabei und unterstützt mich und hat dann auch frei um mich bei der Versorgung von unserem Kleinen zu unterstützen.

    Allerdings hab ich ja jetz schon wie ne Depression und kann mich überhaupt nicht auf mein Kind freuen #heul (was bis vor 2 Wochen noch ganz anders war). Also wie soll das denn erst danach werden.
    Ich hab grad nur so viele Gedanken im Kopf und bin dauernd nur am heulen :-(.

    Ging oder geht es jemand vielleicht genauso?
    Was hat euch geholfen das so zu akzeptieren?
    War es für noch jemand auch die erste OP der Kaiserschnitt?
    Habt Ihr Tipps für mich was ich gegen die Angst machen könnte?
    Wie ging es euch danach?

    Vielen Dank schonmal fürs lesen von meinem doch sehr langen Text und ich freue mich auf Antworten :-)

    Gruß Tine

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    • Hallo Tine!
      Ich hatte zwar nicht wie du einen geplanten ks aber da mein kleiner Schatz sich mit Kopf und Schulter im Becken verkantet hatte vor drei Wochen auch einen ks.
      Zu deinen Ängsten jm Vorfeld kann ich dir leider nicht wirklich helfen da es für mich von Anfang an nicht das Problem war per ks zu entbinden.wenn es sein muss dann ist es halt so hab ich mir immer gesagt.
      Zu deiner Angst jm Nachhinein: Stillen klappt bei mir ohne Probleme und hat es auch von Beginn an.kümmern konnte ich mich eigentlich nur am ersten Tag nicht wirklich.Da wurde mir die Maus nur zum stillen gebracht.Ab dem zweiten Tag habe ich dann alles selbst machen können (wickeln,stillen,anziehen,...)Mi h hat es auch gestört das ich fünf Tage bleiben musste da ich mich schon nach den normalen drei Tagen gut gefühlt hab aber es nützt ja nix.
      Zu den Nadeln:wenn du Schwestern hast die n bissl was können dann ist es halb so schlimm. Genau wie die Nadel Dienste Narkose.und nen Zugang legen die dir auch bei ner normalen Geburt.
      Hoffe ich konnte dir vielleicht n bissl helfen.
      Ich wünsche dir alles gute und lass dich einfach auf den ks ein.es gibt echt viel schlimmeres.

      Liebe Tine,

      lass dich erstmal unbekannterweise #liebdrueck

      Ich habe drei Kinder geboren und dabei alle möglichen Formen der Entbindung kennen gelernt. Darum möchte ich dir meine Erfahrungen erzählen. Ist natürlich alles meine persönliche Erfahrung ohne allgemeine Gültigkeit aber vielleicht hilft es dir trotzdem weiter.

      Die Große lag ganz lange in BEL. Es war alles für eine Spontangeburt aus BEL vorbereitet in einer Klinik die darauf spezialisiert ist und alle dort hielten das nach den Untersuchungen für problemlos möglich. Dann drehte sie sich drei Wochen vor ET und kam dann auch spontan in SL zur Welt. Diese Geburt war der pure Horror, mein Körper wehrte sich die ganze Zeit dagegen: MuMu ging wieder zu, Kind rutschte immer wieder zurück über Stunden. Als sie es dann richtig ins Becken geschafft hatte blieb sie stecken und war für über vier Stunden im Beckenausgang gefangen. Für einen KS war es zu spät, man hätte sie zurückschieben müssen was aber nicht möglich war oder mir alternativ das Becken brechen. Irgendwann klappte dann endlich ein Versuch mit der Saugglocke und unbändiger Kraft des Oberarztes (ich wundere mich heute noch wie dieses Babygenick das augehalten hat #zitter). Später waren alle die vorher gesagt haben "BEL-Geburt kein Problem" gaaanz kleinlaut und ich habe von allen gehört, dass sie diese Geburt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht überlebt hätte. Für mich wäre es ein Segen gewesen wenn ich mich wie du direkt für eine primäre Sectio entschieden hätte. Alles hat irgendwas Gutes, versuche positiv zu denken. Nach der Geburt war ich ein körperlicher Totalschaden und drei Monate unfähig mich um mein Kind zu kümmern. Bis heute habe ich mit Spätfolgen zu kämpfen obwohl das Ganze mittlerweile fast neun Jahre her ist. Ach ja, ich habe mich nach einer Woche selbst aus der Klinik entlassen.

      Die Mittlere kam nach gescheitertem Spontangeburtsversuch durch eine unspektakuläre sekundäre Sectio zur Welt. Mir ging es nach wenigen Stunden gut, bereits ab dem nächsten Tag (KS war spät abends) habe ich mein Kind alleine versorgen können. Nach drei Tagen bin ich nach Hause gegangen und habe ab da Haushalt und zwei Kleinkinder weitestgehend alleine gemacht (wenn auch langsam am Anfang, Stichwort Wochenbett).

      Nach der Erfahrung stand für mich fest, dass die Kleine durch eine primäre Sectio geboren wird. Für mich war das die beste Entbindung der drei und ein viertes Kind käme wieder so zur Welt. Mir ging es so gut, dass sie mir am zweiten Tag (keine 24 Stunden nach der OP) angeboten haben nach Hause zu gehen. Ich bin aber auf eigenen Wunsch noch zwei Tage länger geblieben was ich beim nächsten Kind aber auch nicht mehr machen würde.

      Die Zeiten in denen man eine Woche oder so in der Klinik bleiben musste sind längst vorbei. Es ist ein Bauchschnitt der einfach Zeit braucht um zu heilen. Dabei kann die Klinik dir aber auch nicht helfen.

      Woran du dringend arbeiten musst ist deine Einstellung dazu. Ich weiß, man bekommt von überall (gerade wenn man bei Urbia liest) den Eindruck, dass nur spontane Geburten gut sind und dass nur Frauen die das schaffen (was für ein blödes Wort in dem Zusammenhang) wirklich was geleistet haben. Das ist Blödsinn. Mein Körper hat drei tolle Kinder in meinem Bauch wachsen lassen über viele Monate - was sind da die wenigen Stunden der Geburt dagegen? Ich habe mich nie als Versager oder so gefühlt. Die Kinder waren gesund, ich weitestgehend auch und das ist und bleibt die Hauptsache.

      Akzeptiere die Sache wie sie ist. Frauen die einen Wunschkaiserschnitt anstreben sind viel schneller wieder fit als Frauen die eigentlich eine Spontangeburt wollten. Das ist die ganze Einstellung dahinter. Das einzig wichtige nach einem KS ist, dass du so schnell es geht auf die Füße kommst. Das erste Aufstehen ist echt fies, da würde ich mir vorher ne Ladung Schmerzmittel reinpfeifen #schein Aber ab da geht es rasant bergauf.

      Glaub an dich, dein Kind und freue dich auf den Moment.

      Ich habe mal eine Zusammenfassung mit Infos und Tipps & Tricks rund um den KS für eine andere Userin geschrieben. Wenn du daran Interesse hast schicke ich es dir gerne per PN.

      Liebe Grüße
      Ina


        • Hallo Tine,

          ich habe dir grad eine PN geschickt. Hoffe das hilft dir weiter.

          Weil es hier aufkam möchte ich zu zwei Sachen noch etwas sagen.

          Ein Kaiserschnitt nach Wehenbeginn ist grundsätzlich möglich. Allerdings ist es dann keine primäre Sectio mehr sondern eine sekundäre und eine sekundäre Sectio birgt immer höhere Risiken. Zum einen ist die Gebärmutter während der Wehen stärker durchblutet was die Blutungsgefahr während der OP erhöht. Dann ist es nicht so leicht eine PDA/SPA unter Wehen zu legen, oftmals wird dann ein Wehenhemmer gespritzt was stark auf den Kreislauf schlagen kann. Und je nachdem wie lange schon Wehen da sind bzw wie intensiv rutscht das Kind schon tiefer ins Becken hinein was eine Entwicklung aus dem Bauch schwieriger macht. Der Hauptgrund warum ich mich aber dagegen entschieden habe war ein anderer: Ich wollte nicht, dass ein Arzt am Ende einer 24 Stunden-Schicht "noch schnell" den KS macht bevor er übermüdet ins Bett fällt weil ich halt grad mit Wehen da stehe. Ich stand ganz regulär im OP-Plan. Der Oberarzt war gerade zwei Stunden im Dienst und auch das Team drumherum war total entspannt - einfach weil sie auf mich vorbereitet waren. Jeder kannte meine Akte, der Anästhesist wusste Bescheid was es für Probleme mit Narkosen bei mir gab etc. Diese Vorbereitungszeit hat ein Team das spontan handeln muss einfach nicht und das war für mich keine Option. Die Kleine war übrigens die Fitteste von allen dreien obwohl sie zehn Tage vor ET geholt wurde und mit Abstand die kleinste und leichteste von ihren Geschwistern war. Wann ist denn dein Termin?

          Und das zweite: Vollnarkose. Eine Vollnarkose schlägt IMMER auf's Kind weil es an deinen Blutkreislauf angeschlossen ist. Darum bekommst du sämtliche OP-Vorbereitungen mit und erst unmittelbar bevor sie schneiden kriegst du das Narkosemittel gespritzt. Dann muss es schnell gehen damit das Kind möglichst wenig von dem Mittel abbekommt. Es ist viel weniger Zeit schonend mit dem Gewebe umzugehen. Es wird viel mehr geschnitten als gerissen und gedehnt wie es bei einer Teilnarkose der Fall ist. Auch der Bauchschnitt ist meistens größer als bei Teilbetäubung. Die Wundheilung darum entsprechend schlechter. Und je mehr das Gewebe verletzt ist umso größer ist das Risiko für Verwachsungen danach. Selbst wenn sie sich wirklich beeilen ist es normal, dass die Kinder erstmal wachgerüttelt werden müssen, die Gefahr von Atemproblemen bei den Kindern ist auch erhöht. Die Vollnarkose ist ein Segen wenn es wirklich schnell gehen muss und keine andere Option da ist. Aber "nur" wegen Angst vor dem Eingriff sollte es keine Alternative sein. In dem Fall würde ich wenigstens empfehlen es mit SPA/PDA zu probieren und wenn es wirklich gar nicht mehr geht sich erst dann "abschießen" zu lassen. Aber dann sind sie dem Kind schon näher und die Risiken für das Kind sind deshalb minimiert.

          Viele Grüße
          Ina

        Dem gibt es nichts hinzuzufügen - super geschrieben!

        LG
        Dani

      15.02.17 - 19:31

      Hallo,

      Ich kann deine Angst verstehen.

      Mir graut es auch etwas wenn ich an meinem bevorstehenden KS denke!

      Aber ich habe schon eine natürliche Gevurt hinter mir mit vielen Komplikationen, auch lange danach. Und da ist den Zugang legen etc. das kleinste Übel!

      Aber da ich mir überhaupt nicht vorstellen kann auf dem Tisch zu liegen und das gefummel und gerüttel zu merken und dabei Oanik zu bekommen, will ich eine Vollnarkose!

      Das ist für mich ein beruhigender Gedanke!

      Auch das es alles ein planbares Risiko ist!

      Lg costa

      Hallo Tine,

      Also, ich hatte vor 11 Tagen meinen dritten Kaiserschnitt. Der erste war ein not- Kaiserschnitt unter Vollnarkose und ist 12 Jahre her. Ich war nach 5 Tagen zu Hause. Vor 6 Jahren dann der zweite. Geplant, weil ich einen schlimmen Nierenstau hatte. Mit spinaler und schon besser als der zweite. Dienstags war der KS, Freitag hab ich meinen großen aus der Kita abgeholt. Und nun vor 11 Tagen den dritten. Ich habe leider keine Klinik gefunden, die mich normal entbinden ließ. In erster Linie, weil ich diesmal gleich mit zwei Wundern schwanger war :-)

      Freitag sind meine Zwillinge geholt worden, Dienstag bin ich nach Hause. Der Kaiserschnitt war fast schön! Mein Mann saß neben mir und dann durften wir bis fast zum Schluss mit beiden kuscheln. Ich war nur die letzten 5-10 Minuten alleine. Nur das aus dem Bett kommen hat diesmal n bisschen länger gedauert. Ansonsten war es echt gut.

      Glg

      Du Arme.

      Also ich bin eigentlich auch total gegen Kaiserschnitt. Aber in deinem Fall würde ich sagen: Augen zu und durch.

      Wäre es für dich denn eine Option, wenn du eine Vollnarkose bekommen würdest. Mit der Folge, dass du dein Kind erst etwas später siehst?

      Wenn du so einen Streß hast, ist das doch auch nicht gut.

      Wenn mein Kind in BEL liege würde, würde ich aber auch einen Kaiserschnitt machen lassen. Mir wäre das zu riskant.

      Das Krankenhaus muss sich ja absichern. Daher muss auch genügend Personal für den Notfall da sein. Aber das ist ja nur positiv.

      Sprich auf jeden Fall noch mal mit deinem Frauenarzt und mit dem Krankenhaus. Dass die sich gut darauf einstellen können, dass du solche Angst hast.

      Aber du wirst sehen, dass du das schaffst!

      16.02.17 - 09:57

      Huhu!

      Bei mir war es sehr ähnlich und ich habe mit KH und Hebamme abgesprochen auf die Wehen zu warten sofern meine Maus nicht sehr über Termin ist. Ist sowas möglich bei euch?
      Ich hab meiner Schnecke ab da jeden Abend gesagt, sie solle sich bitte selbst auf den Weg machen und sie tat es. :)
      Das ganze ist ziemlich genau ein Jahr her.
      Ich hatte wahnsinnige Angst genau wie du. Durch die Wehen war ich aber irgendwie dann als es losging total abgelenkt denn man ist dann in einer körperlichen und psychischen Ausnahmesituation.

      Die OP war wirklich super schnell und easy! Davor brauchst du wirklich am wenigsten Angst haben.
      Danach wirst du Schmerzen haben, klar. Das hat jede Frau nach der Geburt aber die gehen schnell vorbei und du bekommst ja Ibuprofen. Ich bin an Tag 3 aufgestanden und konnte meine Tochter am Anfang nicht allein heben aber das musste ich auch fast nie weil sie 24 Std in meinem Bett ganz nah an mir gekuschelt lag. Wenn ich Hilfe brauchte beim Wickeln hat das entweder mein Mann gemacht oder nachts eine Schwester. Stillen hat bei mir gut geklappt nur meine Maus war sehr zart (das wussten wir) und schwach und deswegen musste ich am Anfang mit Stillhütchen stillen - sie konnte die Brustwarze nicht fassen.
      Ich habe mir bzgl des Stillens aber auch nie Stress gemacht! Ich bin ehrlich gesagt mit der Einstellung dran gegangen: wenn es klappt ist es perfekt und wenn ich zufüttern muss dann ist das so. Ich musste nur die ersten Tage etwas zufüttern im KH weil der Milcheinschuss auf sich warten ließ und Maus einfach zu hungrig war und auch zu schwach mit ihren 2600 Gramm. Alles war aber super nach 1 Woche: der Milcheinschuss kam und zwar SEHR doll und ich hatte Milch für 3 Babys :D
      Ich bin ehrlich: ich wünsche mir eine natürliche Geburt fürs zweite Kind. Ein Kaiserschnitt ist kein Spaziergang aber es ist auch nichts wovor du solche Angst haben musst!!! Du schaffst das genau wie alle anderen Frauen auch.

      Alles Liebe!

      16.02.17 - 20:00

      Liebe Tine,

      Eins vorne weg ich habe keine Kaiserschnitt Erfahrungen. Möchte dir aber trotzdem gerne antworten, denn meine Nr 2 lag bis zur 37. SSW in BEL und ich hatte quasi schon den Kaiserschnitttermin. Ich hatte nach viel hin und her rausgehandelt einen Kaiserschnitt nach Wehenbeginn zu machen. Das machen sie hier nur ab der 2. Geburt und wenn Geburt Nr 1 keine Sturzgeburt war. War aber auch im zweiten in Frage kommenden Krankenhaus, da würden sie einen Kaiserschnitt nach Wehenbeginn auch bei Kind Nr 1 machen. Natürlich müssen ein paar Dinge zutreffen, das tun sie aber bei Kaiserschnitt nur wegen BEL eigentlich immer. Vielleicht wäre das aus für dich?

      Mich hat das enorm erleichtert und ich konnte dem Kaiserschnitt gelassener entgegen Blicken, als wenn es einen Termin x Tage vor ET gegeben hätte.
      Gut letztendlich hat sie sich in der Nacht nach dem der Kaiserschnitt nach Wehenbeginn gefixt war doch noch gedreht und kam spontan. Sie hatte aber bedingt durch ihren riesigen großen Bruder auch nicht viel Platz und Fruchtwasser.

      Ansonsten liest sich dein Beitrag sehr danach als ob du alles geplant hast. Warum stresst es Dich wenn eine Geburt unter spezieller Beobachtung steht? Du wirkst ein bisschen wie wenn man es dir nicht recht machen kann und nur eine spontane völlig natürliche Geburt das wahre ist. Aber so ist es nicht, zum einen ist nicht alles planbar und zum anderen haben wir Glück auf gewisse medizinische Hilfsmittel zurück greifen zu können. Versuche loszulassen, nicht alles zu fest zu planen in deinen Vorstellungen. Das Leben mit Baby ist genauso wenig wie eine Geburt wirklich planbar.

      Aber auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft für die Geburt!

      18.02.17 - 10:36

      Hallo Tine

      Ich hatte beides: Beim ersten Kind eine Spontan-Geburt (mit vielen Komplikationen) - auch da ging es nicht ohne venösen Zugang und schlussendlich bin ich noch im OP gelandet, da sich die Nachgeburt nicht lösen wollte. Der Babyblues nach der Spontangeburt war gewaltig und stillen klappte überhaupt nicht.

      Das zweite Kind hab ich dann auch - auf Anraten meines Gynäkologen und nach den oben beschriebenen Komplikationen beim ersten Kind - via geplantem Kaiserschnitt bekommen.
      Das Datum konnten wir aussuchen - natürlich hast Du da nicht die volle Spannbreite an Auswahldaten, aber wir konnten innerhalb einer Woche das uns genehme Datum aussuchen.
      Ich empfand den Kaiserschnitt als viel weniger unangenehm als die Geburt meines Grossen. Klar, es ist ein Bauchschnitt und die Schmerzen hast Du dann einfach hinterher - dafür fehlt der Geburtsschmerz. Stillen klappte auch beim Kleinen nicht und der Babyblues hat sich gar nicht eingestellt - mir gings blendend!

      Also: Freu Dich auf Dein Kind - es ist dasselbe Kind, egal, wie es zur Welt kommt! Und mach Dir im Vorfeld nicht so einen Kopf - alles hat Vor- und Nachteile und in Deinem Fall ist es einfach die vernünftigere Entscheidung.

      Alles Gute und lieber Gruss
      Dani mit 2 Jungs, beides Flaschenkinder und trotzdem gross geworden ;-)

      HI

      "Äussere Wendung mit PDA im OP. .... Nun unter dem Umstand das man schon komplett für einen OP hergerichtet ist und im OP liegt und es dann versucht wird ist für mich noch beängstigerd und deshalb kam dies nicht in Frage. "

      Wieso?

      DAS IST DOCH SUPER !!!!

      Wäre es Dir lieber OHNE PDA die ÄW zu probieren????

      Ich arbeite in der Anästhesie und unser Haus macht die ÄW auch IMMER im OP mit PDA und ein komplettes OP / Anäshtesie-Team steht sozusagen bereit und würde im NOTFALL !!! (was in 8 Jahren noch nie vorkam!) einen Sectio machen!

      Die PDA ist NICHT dafür da um gleich die Sectio machen zu können, da könnte man auch schnell intubieren - geht schneller

      Die PDA ist für "schmerzfreier" und "enstpannte Bauchdecke" ... und wenn Du keine Sectio zu dem Zeitpunkt der ÄW willst ... dann wird auch keiner ne Sectio machen, sondern halt 1 oder 2 Wochen später!

      Ne Freundin hat ne ÄW versucht - in einem Haus die das eben mal schnell im Kreissaal machen - natürlich ohne adäquates Schmerzmittel ... hat natürlich nicht funktioniert ... da sie selber sagt "zu verkrampft"

      Mit PDA ist der Bauch total "weiche" ... meist langt schon ein kleiner Schubser und die Zwerge liegen richtig drin ... ich hab bisher noch nie erlebt das ein Arzt auf biegen und brechen versucht den Zwerg zu drehen ... entweder es funktioniert "einfach" oder eben nicht ... und bei den aller aller meisten funktioniert es ...

      Und hör auf zu googeln ... es schreiben doch zu 99% nur Leute im www Ihre Erfahrungen wenn sie schlecht sind ... ich kenn keinen der irgendwelche Arztbewertungen schreibt oder Fragebögen ausfüllt wenn alles gut war!

      "Ich wurde aber noch nie in meinem Leben irgendwo operiert, somit ist das meine erste OP und ich weiß nicht wirklich auf was ich mich einstellen muss. Klar kann man das nachlesen und bekommt es ja auch im Vorgespräch erklärt was passiert aber so richtig weiß ich nicht wie es wird."
      Hör auf zum nachlesen ... frag die Hebammen in dem Haus wo Du entbindest wie es ablaufen wird ... löchere den Anästhesisten beim Vorgespräch wie es ablaufen wird ... es ist in jedem Haus ein klein wenig anders!

      Bei uns wir z.B. der DK schon im Kreissaal gelegt ... in andren Häusern wird er erst im OP gelegt ...
      usw

      VG

      19.02.17 - 20:00

      Also ich hatte 2 geplante KS, der letzte ist 2,5 Wochen her.

      Der erste mit Spinal, der letzte mit Vollnarkose, weil sie keine Spinal setzen konnten und es nach 45 Min aufgegeben haben.

      Beim ersten hatte oh wenig Schmerzen (eher wie ein starker Muskelkater) beim zweiten gar keine. Bin abends aufgestanden und habe geduscht etc.

      Beim ersten bin ich am 3 Tag nach KS heim, beim letzten sogar am 2 Tag, hatte ja keine Schmerzen und die Ärzte standen auch dahinter.

      Bei beim ersten war der Milcheinschuss am 3 Tag nachts. Beim letzten noch im Krankenhaus.

      Ich konnte immer mein Kind versorgen und super stillen.

      Klar muss es nicht immer so gut ausgehen, da es bei mir jetzt aber beide Male so war, ist es wohl auch nicht selten so :-)

      Ich wünsche dir alles Gute und eine tolle Kennenlernenzeit.

      20.02.17 - 20:51

      Hallo Tina,

      hab keine Angst, alles halb so wild und schlimm gleich dreimal nicht.

      Der Kaiserschnitt ist geplant, das ganze OP Team nur für Dich da. Es läuft völlig ruhig und strukturiert ab. Dauert höchstens 45 min. Schmerzen unmittelbar danach hast du auch nicht, stillen klappt auch, wenn gleich der Milcheinschuss etwas verspätet eintreten könnte. Du bekommst unmittelbar nach der OP einen Schmerztropf und ein Hormonersatz der die natürliche Bildung der Nachwehen unterstützt.

      Ich hatte dreimal geplanten Kaiserschnitt, der erste BEL, der zweite auf meinen Wunsch und der dritte logisch medizinisch notwendig. Die Schmerzen danach sind vorhanden aber gut zu händeln. Das schlimmste ist das erste Mal aufstehen kommt aber direkt am ersten Abend auf dich zu. Und von dem Moment an empfehle ich dir laufen, laufen, laufen. 2015 nach dem dritten Kaiserschnitt hatte ich ein Familienzimmer d.h. der Papa war dabei und am zweiten postoperativen Tag sind wir heim. Das Kind wurde ausschließlich von mir und ihm versorgt und war kaum im Schwesternzimmer.

      Ich rate dir, auch wenn ich deine Ängste absolut nachvollziehen kann und auch jedes Mal vorher fix und fertig war, dem Ereignis so positiv wie du nur kannst entgegen zu treten, dann kannst du dem nämlich durchaus auch viel positives abgewinnen. Arnika C30 kannst du im Vorfeld nehmen.

      Äußere Wendung kam für mich 2004 nicht in Frage denn mein Frauenarzt war sich sicher das es einen Grund dafür gäbe, weshalb sich das Kind nicht dreht. Das Mädel stand damals mit einem Fuß in meinem Becken.

      Alles Gute für die bevorstehende Geburt, du schaffst das

      Liebe Grüße

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