Machen wir etwas falsch?

    • 16.03.17 - 11:23

      Hallo!

      Zum Einen haben Kinder ein Einsehen in gewisse Regelungen, wenn sie den Sinn davon begreifen. Habt ihr das sichergestellt?
      Es scheint so zu sein, dass Ihr (Eltern) den PS-/Handy-Konsum anders seht als Eure Kinder. Gibt es dafür Regeln? Zudem bestraft ihr andere Regelmißachtungen mit Hand-/PS-Entzug - wie geht das mit den schon bestehenden Regeln zu Handy-/PS-Konsum zusammen?
      Zum Zweiten gibt es umso weniger Diskussionen und Hinterfragen von "Regeln" wenn man als Vorbild mühelos und selbstverständlich das vorlebt.

      Und zum Dritten: auch wenn 1. und 2. da ist, reden wir immer noch über Kinder, die wohl auch in einer pubertären Phase sind und Grenzen testen wollen, oder einfach in Faulheit verfallen.

      Brüllen hilft da gar nicht, indirekte Konsequenzen (PS-/Handy-Einschrönkung) für andere Regelverstöße sind eher kontraproduktiv.

      LG, 2.

      16.03.17 - 13:42

      Hallo,

      wenn sie die Handys nicht freiwillig abgeben, würde ich das Handy am nächsten Tag komplett einbehalten. Am Tag danach haben sie die nächste Chance zu kooperieren.
      Wenn sie unerlaubt an die Playstation gehen, wird die eben irgendwo eingeschlossen, und kommt nur noch am Wochenende raus.

      Wer die Brotdosen nicht ausräumt, hat irgendwann den Ranzen voller dreckiger Brotdosen und keine sauberen mehr für sein Brot.
      Dreckwäsche würde ich liegen lassen. Irgendwann ist der Schrank leer. Sie können ja weiter die dreckige Wäsche anziehen. Da wird schon irgendwann ein Kommentar von den Klassenkameraden kommen, wer aussieht und riecht, wie ein Schwein. ;-)

      Ans Zähne putzen und Unterwäsche wechseln, würde ich erinnern. Da sind die Kinder schonmal einfach verplant. Wenn das nicht hilft, gibt es als Argument für's Zähne putzen schöne Bilder im Internet von kariesbefallenen Zähnen.
      Bei der Fussballtasche würde ich auch nochmal fragen, ob sie alles haben, mit Aufzählung, was mit muss. Wenn sie dann nicht reagieren, ist es ihr Problem, wenn etwas beim Training fehlt.

      Unser Sohn (7) verliert auch häufig Sachen. Seit wir neue Handschuhe von seinem Taschengeld gekauft und ihm mitgeteilt haben, dass das ab jetzt immer so läuft, läßt er aber weniger liegen bzw. weiß zumindest meistens, wo er es liegen gelassen hat, so dass es nicht ganz weg ist.
      Handy- und Playstation-Verbote sind in diesem Fall keine logische Konsequenz.

      Nach meiner Erfahrung funktioniert es am besten, wenn die Kinder die Folgen ihres Tuns erfahren, anstatt davon unabhängige Strafen zu bekommen.
      Dann braucht man mit den Kindern auch nicht so viel zu diskutieren, weil viele Dinge sich selbstständig rächen. ;-)

      LG

      Heike

      • 16.03.17 - 13:57

        Hi. Danke für deine Antwort. Wir haben das auch vor geraumer Zeit eingeführt das sie verlorene Sachen vom eigdnen Geld ersetzen müssen(Füller, Stifte,Radiergummis,Schienbeinschoner ect.). Was soll ich sahen? Es imteressiert sie nicht.
        Das mit der Wäsche werde ich ausprobieren und das mit den Brotdosen auch.

      16.03.17 - 14:40

      Hey Du,

      das könnten auch unsere älteren Jungs sein (8 und 11).

      Was soll ich sagen.... es sind halt Jungs. Ich führe ab und zu ein Bonussystem ein, danach klappt es wieder eine Weile besser.
      Dinge die sehr gut laufen geben einen Punkt, bei x Punkten wird einmal ins Kino/Schwimmbad etc. gegangen. Wenn etwas überhaupt nicht läuft, gibt es auch einen Punkt Abzug. Bei unseren Jungs entsteht dann immer so eine Art Wettbewerb. Durch dieses System lassen sich kleine Marotten gut ausschleichen.

      Schreieen passiert mir auch ab und zu, versuche ich aber zu vermeiden. Bringt außer Bluthochdruck und schlechter Stimmung gar nichts.

      Alternativ bestrafe ich auch mal wenn mir die Hutschnur platzt. (z.B. 3 Tage Spülmaschine ausräumen, 3 Tage Müll ausbringen, Wäschezusammenlegen- ist mir dabei übrigens völlig egal ob es logisch ist - für mich ist es einen Entlastung und entspannt meine Nerven, das wiederum verbessert unsere Stimmung zuhause und die Jungs strengen sich danach auch wieder mehr an)

      Wäsche: Was nicht abgegeben wird, wird nicht gewaschen. Unser Ältester musste letztens in der Früh bei seinem kleinen Bruder nach Boxershorts betteln.:-p
      Brotdose: Generell erinnere ich daran, weil es glaub ich nicht mit Absicht vergessen wird. Trotzdem gehört es zu den normalen Pflichten. Handy, Fernsehen etc. gibt es erst wenn die täglichen Pflichten erledigt sind. Dazu gehört übrigens auch mal Zimmeraufräumen oder so.

      Zähneputzen absichtlich vergessen und sich erwischen lassen, bedeutet eine Woche kein Taschengeld- ich lege das Geld dann an für die ersten Kronen. In diesem Fall achte ich darauf, dass der Vergesser dabei ist wenn der andere das Taschengeld bekommt, dann tut es mehr weh.

      Wenn es immer die selben Dinge sind die vergessen werden. Schreib eine Liste. Erst wenn überall ein Haken ist darf ferngesehen etc. werden.

      Ach ja und das Wichtigste. Jungs vergessen die Dinge nicht um dich zu ärgern- da bin ich mir ganz sicher. Sie mach das nicht weil Sie gerne angeschrien werden oder so. Daher cool down und gute Nerven.

      LG Mori

      19.03.17 - 09:02

      Ich habe den Eindruck ihr gebt zu schnell auf.

      Handy und Playstation würde ich ehrlich gesagt so lange einkassieren und weg schließen bis alles andere rund läuft.

      Auch würde ich liebgewonne Aktivitäten wie den Sport streichen wenn gewisse Dinge nicht gemacht wurden.

      Meine Jungs sind 5 & 7 Jahre alt und aktuell auch nicht immer einfach zu händeln.

      Sie haben ein Digigo und nenn Nintendo 3 DS und wenn sie mal wieder meinen das sie nicht hören wollen dann gibts ein komplett Verbot das locker 1-2 Wochen andauern kann.

      Helfen tut aber auch raus miteinander in den Garten und dort arbeiten. Dann kommen sie nicht auf blöde Gedanken.

      Ich selbst habe als Kind/Teenager mir mein Taschengeld verdienen müssen da ich sonst auch nicht in die Pötte kam. Grund Taschengeld waren 5DM und die waren dran geknüpft das ich das Bad putze. Habe ich das nicht gemacht musste ich die 5DM wieder zurück geben. Wenn ich mehr Geld haben wollte konnte ich mir das zum Beispiel mit bügeln verdienen oder sonstigen Aufgaben. Da wurde extra ne Liste erstellt und die hing in der Küche aus.

      Gelegentlich wenn ich mir was größeres Leisten wollte stand ich dann freiwillig Stundenlang da und habe gebügelt und Wäsche zusammen gelegt.
      Gleiche Regeln bloß mit anderen Aufgaben hatte mein Bruder und es klappte sehr gut.

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