Kleinkind

  • 12.02.17 - 20:00
    bieni31 (1)

    Krippe vs Oma

    Unser Mädchen (12 Monate) geht seit kurzem in die Krippe. Die Eingewöhnung hat ziemlich gut geklappt, und ich habe den Eindruck, sie fühlt sich wohl.
    Die Einrichtung ist an den Kindergarten angecshlossen, in den ihr Bruder (4 Jahre) begeistert geht!
    Durch unsere Arbeit sind wir ab und zu auch abends beschäftigt, sodaß die beiden 2-3x pro Monat bei Oma&Opa schlafen.
    Die Einstellung meiner Eltern zu Kindi/Krippe ist sehr ablehnend, allerdings basiert dieses "Wissen" auf den Erfahrungen von damals, als wir klein waren. Dies ist nun gut 30 Jahre her;-)
    "Kinder brauchen die Eltern, sie sollen nicht fremdbetreut werden, Krippe ist schädlich für die Kinder...uswusw", das sind die Sätze, die wir uns regelmäßig anhören müssen.
    Letzte Woche hatte unsere Kleine gerade einen Infekt inkl. 2 Backenzähne überstanden, und war bei Oma wohl nicht so gut drauf "da seht ihr, daß ihr die Krippe nicht guttut, das arme Kind. Sie spielt nicht wie sonst und wollte nicht viel essen. Sie braucht ihre Eltern"...
    Meine spontane Reaktion wäre gewesen, den Kontakt erstmal zu reduzieren, aber die Kinder sind wirklich gerne bei Oma&Opa. Die Kinder können ja nichts dafür, daß wir Erwachsenen uns so blöd auseinandersetzen.
    Aber wie reagiert man da, ohne gleich ausfallend zu werden#schwitz?!

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    • 12.02.17 - 20:05

      So Unrecht haben deine Eltern nicht.

      Ich war schon in einigen Fortbildungen, die aktuell sind, bei denen die Referenten gemeint haben, daß U3 Betreuung für ein Kind nicht das optimale sei.
      Die ersten Jahre sollten die Eltern die Bedürfnisse des Kindes erfüllen und keine Fremden.

      Also von dem her : nicht nur, weil der Staat alles dafür macht, damit man so schnell wie es geht sein Kind abgeben kann, heißt das nicht, daß das richtig ist!

      lg

      • 12.02.17 - 20:53

        Ich lasse auch jedem seine Meinung und kann gut damit leben, daß meine Eltern anders denken! Mir geht es nur darum, nicht ständig darauf aufmerksam gemacht zu werden - Sohnemann möchte zB bei ihnen mittags mal nicht schlafen: Kindergarten ist schuld, er ist zu aufgedreht!

        Tochter will mal mehr getragen werden: Das kommt von der Krippe, sie klammert!
        uswusw. Irgendwann ist doch auch mal gut mit Diskutieren!? Und man kann sich seine Argumente auch an den Haaren herbeiziehen...



          • 12.02.17 - 21:04

            Sie würden die Betreuung natürlich übernehmen.
            Aaaber: Sie fahren oft in den Urlaub, oder übers Wochenende weg.
            Meine Mutter arbeitet auch noch 3 Tage die Woche.
            Und ich gönne ihnen ihre Freizeit von Herzen - aber das passt eben nicht mit unseren Bedürfnissen für Kinderbetreuung zusammen.
            Wir sind froh, wenn die Kinder über Nacht bei ihnen sein können, oder wenn sonst mal "Not am Mann" ist...

            • 12.02.17 - 21:08

              Ich denke mal, daß sie ihren Urlaub bestimmt mit deinem absprechen würden, wenn sie das Baby hätten , denn dann wärst du darauf ja angewiesen.
              Und je nachdem wie die Arbeit der Mutter mit deiner vereinzbaren wäre......ich kenne einige Omas, die ihre Arbeit aufgegeben haben oder reduziert haben, um ihre Enkel zu betreuen.

              Übers Wochenende können sie ja wegfahren wann sie wollen, Krippe hat da ja auch nicht offen.

              Ich denke aber mal, das war nie eine Option für dich , sonst hättet ihr das Ganze ja schonmal ordentlich durchgesprochen.
              Dann kann ich verstehen, wenn sie die Krippe schlecht machen. Bestimmt sind sie enttäuscht, daß sie keine Option waren

              • Betreuung durch die Großeltern wäre für mich allerdings auch keine Option gewesen. Das Risiko, dass diese erkranken, sich dann dauerhaft nicht mehr ums Kind kümmern können und man sooo schnell dann keinen Ersatzplatz findet, wäre mir zu hoch.

                Das Argument sprach bei uns z.B. auch gegen eine Tagesmutter.

                Außerdem möchte nicht jeder seine Kinder durch die Eltern "erziehen" lassen, da die Ansichten zur Erziehung nicht selten erheblich abweichen. Großeltern der Kinder haben doch leider auch nicht unbedingt Zugang zu dem Wissen, dass eine ausgebildete, wesentlich jüngere, Erzieherin hat.

                Meiner Ansicht nach haben Großeltern auch nicht das Recht, ständig an der Betreuungsentscheidung der Eltern herum zu mäkeln und ich persönlich würde mich auch nicht jedes Mal dafür rechtfertigen wollen.

                • Ja das hab ich mir schon gedacht.

                  Ist aus dir was geworden? Wenn ja, dann haben das deine Eltern nicht soo schlecht gemacht, oder?
                  Und glaub mir, JEDE Erzieherin lässt ihren eigenen Erziehungsstil mit in die Arbeit einfliessen,auch wenn sie es evt anders gelernt hat.

                  Deine Eltern machen sich Sorgen um ihr Enkelkind und das äußern sie halt.
                  Und wenn sie - wenn Not am Mann ist- zur Stelle sind, dann dürfen sie in gewisser Weise auch "miterziehen".

                  Meine Schwiegermutter nimmt meine Kinder einmal in der Woche und macht da auch Dinge, die ich nicht machen würde (ich rede da nicht von Gewalt oder so). DAs gestehe ich ihr dann auch zu, da ich froh bin, daß sie die beiden nimmt

                  • Ja, aus mir ist etwas geworden. Ich ging bereits mit einem Jahr in die Krippe, es hat mir nicht geschadet.

                    Ich denke auch nicht, dass es DEINER Ansicht entsprechen muss, viele Elternpaare würden ihre Kinder aber eben nicht unbedingt durch die eigenen Eltern betreuen lassen. Diese können sich im Laufe der Jahre leider auch verändern, das ist nunmal der Lauf der Dinge.

      12.02.17 - 20:14

      hallo,
      frag doch, ob sie dein gehalt übernehmen, sodass du zuhause bleiben und deine kleine selbst betreuen kannst ;-).
      vg

      12.02.17 - 20:20

      Hallo,

      oh Mann, meine Schwiegermutter ist auch so eine ... ich konnte es irgendwann nicht mehr hören! Sind das deine Eltern? Wenn ja, dann würde ich mal mit den Großeltern in die Krippe gehen, meine SM war ganz begeistert, als sie die schöne Krippe gesehen hat und wie mit den Kindern dort umgegangen wird, danach kam eigentlich nichts mehr von ihr in der Richtung. Falls du darauf keine Lust hast oder das eh nichts bringt, sag ihnen ganz deutlich, wie du denkst / fühlst. Du kannst sie ja auch fragen, ob sie stattdessen die Kinder in der Zeit betreuen würden oder eben dann eure Miete etc. bezahlen, denn woher das Geld nehmen, wenn Mama oder Papa daheim bleiben. Frag sie doch, wie sie sich das genau vorstellen, wenn einer von euch jahrelang daheim bleibt um die Kinder zu betreuen, wie ist das mit der Rente, wie ist das, wenn ihr euch (Gott bewahre) mal trennt usw.

      LG

      12.02.17 - 20:20

      Ich bevorzuge die Methode 1 Ohr rein - 1 Ohr raus und gar nicht mehr darüber diskutieren. Es bringt dir nichts und die Kinder würden ja auch unter der Kontaktreduzierung leiden. Auf dumme Kommentare gar nicht groß eingehen und vorallem nicht stressen lassen. Die Einstellung der Großeltern zur Krippe wirst du wohl kaum ändern können.

      Meine persönliche Einstellung geht zwar eher mit der eurer Großeltern konform aber ihr werdet eure Gründe für die frühe Fremdbetreuung haben und damit müssen einfach alle leben und Punkt. Steht einfach hinter eurem Modell :-)

      12.02.17 - 20:21

      Ich finde, so unrecht haben deine Eltern nicht! Ich persönlich halte auch nichts von u3 Fremdetreuung! Den Kontakt der Kinder zu deinen Eltern würde ich auf gar keinen Fall reduzieren wenn sie da gerne hingehen! Es sollte nicht zu ihrem Nachteil sein, dass ihr unterschiedlicher Meinung seit!

      12.02.17 - 20:21

      Huhu,

      Finde es ein bischen übertrieben, da gleich den Kontakt einschränken zu wollen... Sie wollen doch nur das beste für deine Kinder und meinen es gut..
      Bzw du für dich kannst ja den Kontakt einschränken, wenn du das wirklich für richtig hältst. aber meinen Eltern die Kinder -und umgekehrt- vorenthalten nur weil wir eine Meinungsverschiedenheit haben, würde ich nicht...
      Allerdings würde ich für mich auch so eine frühe Betreuung nicht wollen, und hätte die Kleine eher zur Oma, als in die Krippe gegeben :-)
      Nun ist sie aber ja schon eingewöhnt, und du hast ja das Gefühl, ihr gefällts, also würde ich die Sprüche einfach überhören, und so weitermachen, wie bisher...
      Familie ist doch zu wichtig, um wegen solchen Kleinigkeiten gleich den Kontakt einzuschränken, andere Eltern wären froh, so engagierte Großeltern zu haben :-)
      Lg

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