Kleinkind

  • 19.03.17 - 20:05

    ,,Reiten" mit 3 Jahren

    Hallo

    Meine Tochter (3,5Jahren ) hat seit sie 1,5 jahre alt ist den wunsch zu ,,reiten".

    Das erste mal hat sie Pferde auf einer messe gesehn wo sie auch geritten ist was ich allerdings ungern befürworte.

    Seither will sie alles von Pferde haben ob Bücher, schleich pferde, baby born pferde uvm.

    bzw. Äußert sehr oft den wunsch zu reiten

    Wir überlegen jetzt ob wir einfach mal auf ein Reiterhof gehen sie sitzen ja nicht gleich drauf und galopieren los.
    KLeinkinder werden ja spielerisch ganz langsam auf das pferd (shetland pony) drauf vorbereiten bzw. Laufen mit pony und begleitperson (reitlehrer) spatzieren.So stand es zumindest auf der Homepage.

    Heute wurde ich nun von meinen Tanten zur Sau gemacht wie wir eine 3 Jährige überhaupt soetwas machen lassen können es sei viel zu früh usw.

    Was meint ihr ? Klar ich möchte mir nicht vorstellen was da alles passieren kann wenn selbst ein pony mal durchgeht und mein kind trotz Begleitperson runterfällt geht ja ganz schnell aber dann dürfte sie ja überhaupt nichts machen oder ?

    Vl gefällt es ihr ja auch nicht.

    Liebe grüße

    Antworten  0
    • Hallo,

      Ich hab jetzt keinen wirklichen Rat für dich aber ich würde gerne meine Meinung äußern. Ich halte 3,5 zum reiten zu früh. Ich reite seit ich ca. 8 Jahre alt bin und seit ich 12 bin habe ich ein Pferd. Ein Pferd ist immer eine unbekannte. Das liebste Pferd kann mal ausbrechen. In der Regel ist aber reiten weniger gefährlich als z.B Mororrad fahren. Ich selbst hatte schon 2 schlimme (wirklich schlimme) reitunfälle. Das Risiko hat man und wird es aber auch bei allem anderen haben. Ich finde nur, dass eine 3,5 jährige noch zu wenig versteht, was ein Pferd bedeutet. Das bewusst sein für Dinge, nicht hinter einem Pferd laufen, keine erschreckenden Bewegungen machen oder irgendwo dran ziehen und reinpieken.

      Für mich persönlich liegt die Grenze bei 5 Jahren.

      Aber gegen mal auf den Reiterhof fahren und schon mal einen Grundstein legen spricht nichts.

      Liebe Grüße

      Ich habe mit 4 Jahren voltigiert. .Mit 5 Jahren normaler Reitunterricht. .Mit 8 Jahren Springreiten.

      Ich bin gefühlt 100x vom Pferd geflogen. .Am meisten aber erst mit ca 15.. höhere Hindernisse. .junge Pferde. .Selbst Pferde eingeritten etc

      Passieren kann immer was. Sie kann auch die Treppe runterfallen und blöd auf den Kopf landen mit schweren folgen. Vllt sehe ich es auch lockerer da ich selbst reite bzw geritten bin bis vor 2 Jahren.

      Ich finde auf ein schulpferd setzen. .paar Runden führen. .langfristig an der longe etc. .Man reitet ja nicht sofort alleine durch den Wald :) wichtig ist natürlich qualitativ hochwertige Ausstattung (und da gilt: Finger weg von gebrauchten kappen!)

      Ich muss babyjule recht geben ich war vier als ich anfing mit Pferden zu trainieren und es hat mir sicher nicht geschadet. Ich war mit 15 sehr erfolgreiche Springreiterin und liebe Pferde bis heute leider hatte ich mit 17 einen schweren reitunfall und musste von einer Profi Laufbahn absehen. Aber meine Tochter die erst 17 Monate ist wird auch auf jeden Fall in den Genuss einer reitausbildung kommen ob sie sich später dazu entscheidet diese weiter zu führen bleibt ihr offen. Ich finde Umgang mit Tieren egal welcher Art risikoreich aber auch Wahnsinnige erfüllent und förderlich für eine gute psychische Entwicklung.


    • Ich sehe das genauso wie deine Tante! Es ist viel zu früh!

      meine Tochter "reitet " seid sie laufen kann , so wie du es beschreibst haben wir auch angefangen finde ich super das ist alles wirklich spielerisch und super für die Koordinatorik . Die Ponys kennen das klar jedes Pferd oder Pony kann sich erschrecken aber die Kinder werden zunächst geführt und auch von einer Begleitperson festgehalten damit sie nicht runterrutschen im Trapp . Selbst wenn die Kinder später mal runter fallen, genau das finde ich sogar sehr wichtig und gehört dazu, passiert im allgemeinen nicht viel .

    • Moin,

      mein Kleiner sitzt seit er eineinhalb ist immer wieder auf einem Pony, er hat einen Sattel mit einem Haltegriff vorne oder einen Westernsattel oder einen Voltigurt. Anfangs waren wir zu zweit unterwegs, einer führte das Pony und einer hielt den Kleinen an der Hand. Inzwischen führe ich das Pony selber und hab immer eine Hand bereit ihn zu fangen. Wir laufen nur auf unserem Gelände, da ist die Scheugefahr kleiner als draußen, wobei Kinderponies in der Regel sehr sicher sind. Außerdem hab ich noch nie so die Kontrolle über ein geführtes Pony verloren dass ich nicht ein Kind das darauf gesessen wäre runter bekommen hätte. Klar kann ... sie kann aber auch vom Laufrad fallen und genau die Bordsteinkante treffen ...

      Wenn Ihr es öfter macht kauft einen vernünftigen Helm, Fahrradhelme schützen nicht die Stellen die normalerweise bei einem Reitunfall betroffen sind.

      Reittherapien nehmen in der Regel auch Kinder ab 3. Also für geführtes Rumführen ist das Alter denke ich ok. Und vielleicht kannst Du ja auch erst mal zur Sicherheit daneben mitlaufen?

      Alles Gute Euch

      Pikku

      mit 3, such dir was wo kinder voltigieren können, ist viel sinnvoller indem Alter, richtig reiten erst ab 5 an der longe und ab schulalter alleine da die Koordination und Reaktion der Kinder vorher noch nicht reif genug ist

      Hallo :-)

      ich bin selber so ähnlich wie deine Tochter :-D !

      Gleich nachdem ich das 1. Mal ein Pferd gesehen hab, hatte ich nichts anderes mehr im Sinn.

      Ich halte richtigen Reitunterricht auch für zu früh aber gegen Ponyführen spricht meiner Meinung nach nichts.
      Selbst habe ich mit 6 Jahren zum Voltigieren begonnen und mit 8 Jahren reiten.

      Bis heute ist diese Leidenschaft eine große Bereicherung in meinem Leben, habe mir auch vor 15 Jahren mein Pferd gekauft das ich heute noch habe und auch in den schlimmsten Zeiten hat mir das Reiten immer großen Halt gegeben.

      Einerseits würde ich es mir für meine Kleine auch wünschen andererseits denke ich da schon auch an die Gefahren :-D und natürlich das es sauteuer is ;-) !
      Naja lange Rede kurzer Sinn ich würde zum Ponyführen gehen.

      Es gibt da auch so nen tollen Spruch , der geht so ähnlich :

      "Lasst eure Kinder reiten gehen, dann haben sie später kein Geld für Drogen"

      :-D

      Lg
      Chestnut

      Huhu,

      Mein Junior ist auch 3,5 und letzten Herbst warn bei ihm grade Indianer "in" und dementsprechend lag er mir in den Ohren, er will reiten :-)
      Bin mit ihm auf einen Reiterhof in der Nähe, die haben einmal die Woche Kinderreitstunde, da werden kleine Kinder auf dem Reitplatz von älteren Mädels auf Ponys um den Kreis geführt, das war ab 3...

      Er fand es dann doch nicht so toll, von dem her war es bei uns ne einmalige Sache... Aktuell steht er auf Feuerwehr und Polizei :-)
      Aber wenn sie es sich schon so lange wünscht... Geh doch einfach ausprobieren mit ihr, und mach dir nicht so viel Gedanken :-) sonst muss sie ja immer daheim sitzen, es kann soviel passiern...
      Viel Spaß

      Lg

      Herzlichen Glückwunsch! Dein Kind ist mit dem Pferdevirus infiziert! #rolf

      Bei mir war das damals ähnlich, meine Mama denkt immer noch wenn ich damals das Schaukelpferd nicht bekommen hätte wär das nie passiert. ;-)

      Aber mal im Ernst. Pferde sind toll! Klar kann mal was passieren, aber dann darf das Kind auch nicht Fahrrad fahren. Wenn du das Reiten erlaubst, ermöglichst du deinem Kind Verantwortung zu lernen, eine bessere Körperwahrnehmung, Zeit in der Natur, Freundschaften zu Gleichgesinnten. Und den Umgang mit einem ganz sensiblen, wunderbaren Wesen.

      Wir haben unsere Pferde am Haus, meine Tochter wächst damit auf. Sie hat mit sechs Monaten zum ersten Mal mit mir zusammen drauf gesessen. Wir "reiten" regelmäßig ein paar Runden gemeinsam. Sie hat wahnsinnig viel Freude dran.

      Wichtig ist, dass ihr einen guten Stall findet, in dem es brave, gut ausgebildete Kinderpferde gibt (die Größe der Pferde ist zweitrangig). Und in dem man verantwortungsvoll mit der ganzen Sache umgeht. Dann kann deine Kleine natürlich mit drei Jahren schon auf's Pferd!

      Ich wünsche euch viel Spaß, und ein kleiner Tipp: Verhindern wirst du's eh nicht! ;-)

      Liebe Grüße,
      Mellie und der Minimensch

      • "und ein kleiner Tipp: Verhindern wirst du's eh nicht!"

        Da fällt mir ein, kleiner "Schwank" aus meinem Leben:
        Meinen schlimmsten Unfall in Bezug aufs Reiten als Jugendlicher hatte ich als ich heimlich zum Reiten war, mit dem Fahrrad wie eine Bekloppte heimgeradelt bin und auf einmal ein Trekker mit Pflug hinter einer Böschung hervor auf den Feldweg fuhr, das Rad donnerte unter dem Trekker durch und ich schaffte es gerade noch in den Graben zu hechten. Rad Totalschaden und ich total verschrammeriert und verstaucht und geprellt, aber hätte ich den Hechter nicht geschafft ...

        Die schlimmen Stürze als Erwachsene hatte ich vor allem mit einem Pferd, im Nachhinein waren wir einfach nicht kompatibel, das Vollblut zu heißspornig und ich nich athletisch genug im Sattel wenn mans mal so ausdrücken darf.

        • Ja, so ist da im Leben. Ich hab auch oft Angst um mein "Baby", aber ich darf sie ja damit nicht belasten.

          Ähnliche Geschichten wie du hatte ich zur Genüge, habe damals ein junges Pferd gekauft, mich ziemlich überschätzt und bin dauernd im Dreck gelandet. Meine Mama ist fast wahnsinnig geworden, obwohl ich schon "erwachsen" war. Aber die Mühe hat sich gelohnt, heute kann ich mich mit meiner Tochter zusammen auf mein Pferd setzen, ich hab großes Vertrauen zu ihm.

          Ich bleibe dabei, mich hat mein Pferd schon öfters gerettet. Es ist eine Konstante in meinem Leben, gibt mir Kraft und ist mein Ausgleich in schwierigen Zeiten seit nunmehr 13 Jahren. Egal was ist, sobald ich im Stall bin atme ich auf und kann runter kommen. Das Gefühl ist mit Geld nicht zu bezahlen! ;-)

      Hallo,

      bei uns werden Hippolini Kurse für Kinder angeboten. Der erste ist der Hippolini Mini Club. Mein Töchterlein hätte den am liebsten letztes Jahr schon gemacht - da war sie knapp vier. Ich kannte das schon durch die Große und war der Meinung: wir warten mal lieber noch ein Jahr - den Kleinen (auch ihren Freundinnen) fehlt es noch an Körperspannung. Ich muss allerdings sagen, dass sie motorisch durchaus topfit war. Der Kinderarzt war um ihren vierten Geburtstag bei der U völlig von den Socken, fragte nochmal nach, ob es richtig sei, dass sie vier werde, und sagte, sonst sei er froh, wenn die fünfjährigen motorisch so weit wären.
      Eine Bekannte meldete ihre Tochter, die drei Wochen älter ist als meine, tatsächlich letzten Sommer zum Mini Club an. Hinterher meinte sie: das war eigentlich Quatsch und zu früh.

      Wie dem auch sei: mein Töchterlein macht jetzt als mit bald fünf diesen Kurs. Acht bis zehn Kinder kommen auf zwei Ponys und zwei Reitlehrerinnen. Am Anfang und am Ende der Stunde gibt es ein Lied und die Ponys werden geputzt. Dazwischen werden die Kinder in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe ist in einem Spielbereich ohne Ponys, und die anderen beiden Gruppen sind jeweils bei einem Pony. Ein Kind klettert immer vom Cavaletti auf's Pony und wird von der Reitlehrerin und einem Kind geführt (Schritt). Während der Runde über den Reitplatz gibt es z.B. die Aufgabe, Bälle mit der Gerte von Pylonen zu schlagen, oder zwei Wäscheklammern vom eigenen linken Hosenbein ab und an das rechte wieder dran zu machen. Wenn innerhalb einer Gruppe jeder mal auf dem Pony war, wechseln die Gruppen. D.h. im Endeffekt war am Ende der Stunde jedes Kind zwei mal für eine Runde auf dem Pony und hat zwei mal die Ponys geputzt. Die tatsächliche Reit-Zeit ist also sehr überschaubar. Das ist auch durchaus so gewollt, da die Kleinen noch gar nicht so lange und viel auf's Pferd dürfen. Der Mini Club geht über zehn Wochen.

      Ab sechs Jahren gibt es dann den Hippolini 1 Kurs, in dem die Kinder lernen, das Pony selbständig zu führen, mit Zügeln zu reiten, und in dem auch schon mal Trab geritten wird. In den Kursen 2 und 3 kommt dann irgendwann ein richtiger Sattel zum Einsatz (vorher nur eine Decke und so ein Gurt mit zwei Griffen (weiß nicht wie der heißt), und die Kinder lernen nach und nach ohne eine führende Person zu reiten, zunächst Schritt, später auch Trab, und sogar anzugaloppieren. Im Kurs 3 wird auch über kleine Hindernisse gesprungen. Diese Kurse sind immer auf ein halbes Jahr angelegt.

      Aus den Erfahrungen mit meiner großen Tochter und ihren Freundinnen in diesen Reitkursen, sowie dem Start mit der Kleinen würde ich sagen: 3,5 ist wirklich noch zu früh. Ich würde noch warten. Vielleicht habt ihr ja ab und an mal die Gelegenheit, dass sie mal zum Spaß auf einem Pony geführt werden kann. Hier z.B. können die Kinder immer beim Feuerwehrfest reiten. Das sind dann nicht die Ponys vom Rummel, die den ganzen Tag im Kreis laufen, sondern die Besitzerin des örtlichen Aussiedlerhofs kommt für eine Stunde mit zwei Pferden und dreht mit den Kindern ihre Runden um die kleine Koppel neben der Feuerwehr - sogar kostenlos. Auch bei ihrem Hoffest und dem Apfelfest gibt es hier ähnliche Möglichkeiten. Allerdings haben wir hier auch wirklich eine Menge Pferde um uns herum.

      Viele Grüße
      Angel08

Top Diskussionen anzeigen

Passende Artikel aus unserem Magazin