Kleinkind

  • 18.04.17 - 11:19

    Motorische Entwicklung im 3. Lebensjahr

    Hallo,

    unsere Bezugserzieherin hat mich darauf angesprochen, dass sie der Meinung ist, dass unsere Tochter motorisch ein Grenzfall sei und Beobachtung benötige. Sie konnte es aber nicht an bestimmten Dingen festmachen die sie noch nicht kann sondern hätte allgemein den Eindruck das andere fitter wären.

    Sie wird im Sommer 3 und ist in einer U3 Gruppe in der aber nur ein anderes Kind so alt ist wie sie , durch fehlende Plätze in den Ü3-Gruppen sind einige Kinder - die mit denen sie meistens spielt - ein dreiviertel Jahr bis zu 2 Jahre älter als sie. Mit einigen treffen wir uns auch regelmäßig auf dem Spielplatz und dort sind mir im Vergleich noch keine Defizite aufgefallen, auch nicht zu den Älteren, allerhöchstens auf Grund von Körpergröße, aber selbst da fällt mir nur ein, dass sie bei der Wippe nicht mit den Füßen auf den Boden kommt, was z.B. das klettern angeht macht sie viel durch Kraft wett und weil sie einfach so leicht ist.

    Das einzige was sie wirklich nicht kann ist Bälle fangen, aber das üben wir.

    Wir besuchen auch ein Eltern-Kind-Turnen für 2-4 jährige und dort nutzt sie jede Station, teilweise mit Hilfestellung aber das ist lt. den Trainern auch so gedacht.

    Ich schreib mal was mir einfällt was sie kann und vielleicht fällt ja jemandem auf, was fehlt:
    - sie läuft und geht sicher, stolpert selten, auch lange Strecken (2-3 km) ohne zu murren
    - sie fährt seit ca. einem Jahr sicher Laufrad, stürzt nie, hat ein gutes Gefühl für die Geschwindigkeit, fährt auch mal rasant aber kann immer selbst bremsen. Gerne fährt sie auch auf dem Mountainbikeparcour der großen Jungs
    - sie kann auf einem Bein stehen
    - sie macht Rolle vorwärts seit sie 17 Monate alt ist und mittlerweile auch Handstand/Kopfstand an die Wand - das macht sie von sich aus, das üben wir nicht
    - sie springt mit beiden Beinen von ca 50cm hohen Absätzen und landet sicher
    - sie geht Treppen frei im Wechselschritt hoch, runter nimmt sie noch Stufe für Stufe, da sie aber auch noch keine 90cm groß ist, ist das bei den meisten Treppen glaube ich eher ein Größen als ein Koordinationsproblem

    Feinmotorisch sieht es so aus
    - sie kann die meisten Verpackungen öffnen, also Drehverschlüsse, aufreißen, Joghurtbecher...
    - sie macht auch kleinere Papppuzzel
    - spielt mit richtigem Lego
    - kann theoretisch verschieden Formen malen und an einer vorgegebenen Linie entlang schneiden - z.B. Ostereier - aber dazu hat sie seltenst Lust
    - sie zieht sich selbst an und aus und kann auch Reißverschlüsse selbst einfädeln (an der Jacke), Druckknöpfe und normale Knöpfe bereiten ihr noch Schwierigkeiten

    Wie gesagt, sie ist noch nicht mal 3, was müsste sie denn noch können?

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    • Hallo,

      Vielleicht redest du nochmal mit der Erzieherin ob Sie das an einer Situation erklären kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Erzieher selten ohne Grund so etwas sagen. Sie scheint ja Motorisch super fit zu sein, aber wie sieht es beim geistigen bzw beim sozialen Verhalten aus?

      Meine Kleine ist so alt wir deine Tochter und sie ist Motorisch super fit. Aber ohne das ich es benennen kann, finde ich sie kopfmässig etwas zurück. Auch unsere Erzieher sehen das es irgendwo noch etwas klemmt.(wir beobachten unsere Tochter aber genauer, da sie starke gesundheitlich Probleme das 1. Lebensjahr hatte und viele Ops hinter sich hat)

      Es schadet nie, wenn man genauer hinschaut und wenn es doch ein Fehlalarm ist, dann um so besser;-) aber mach dir keine Sorgen, die Kinder holen im Normalfall alles auf, falls Sie Defizite haben sollte.

      Gruß

      Nicki mit 2 Rackern

      • Geistig ist sie eigentlich durchgehend vorraus, sie spricht sehr gut, zählt und addiert bis 10, im Moment spielt sie z.B. gerne memory und das merken wo was ist klappt genauso gut wie bei uns. Beim Regelverständnis hapert es bei ihr, aber ich denke das ist in dem Alter auch noch normal. Sie kann nach wenigen malen hören komplette Lieder und Bücher auswendig aber man merkt dass sie das gehörte auch versteht und auf andere Situationen überträgt.

        Regelverständnis ist auch im sozialen das, was ihr die meisten Schwierigkeiten bereitet. Sie orientiert sich wie gesagt deutlich an den älteren Kindern und die stellen gerade beim Spielen klare Regeln auf wer welche Rolle hat und sich wie zu benehmen hat und sie hat da überhaupt keinen Sinn für. Das führt zu Unmut ist aber nach meiner Einschätzung noch altersgerecht. Sie entwickelt so langsam einen Sinn für Freundschaft und scheint ihre Clique im Kindergarten zu finden.

        In der vorherigen Einrichtung wurden wir schon darauf angesprochen dass sie motorisch gut entwickelt sei und geistig ein Überflieger und wir das im Blick haben sollten um sie im Kindergartenalter auf eine Hochbegabung testen zu lassen, sie hätte eindeutige Anzeichen. Ich möchte das aber noch nicht überbewerten.

        Jetzt kommt halt das Gegenteil. Geistig gerade so, auffällig nur das schnelle auswendig lernen, motorisch nicht weit genug entwickelt. Sozial eindeutig zurück. Wenn sie in einer großen Gruppe wäre, würde ich sagen die kennen ihr Alter nicht bzw haben sich vertan, aber im U3 Bereich sollten die sich mit der Altersgruppe ja auskennen.

      Hallo,
      Solange dir die Erzieherin keine Beispiele nennen kann würde ich gar nichts machen. Ich schleppe doch nicht mein Kind zum Arzt ohne triftigen Grund.
      Lg


    • Hallo,

      ich kann den andern nur zustimmen: Die Erzieherin bitten, sich mal ein par Situationen zu notieren/merken, an denen sie das festmacht - "Grenzfall" finde ich ja schon recht "heftig" und dann ohne irgendwelche Situationen? Und das soll sie dir dann nochmal in Ruhe, eventuell steht ja eh ein Entwicklungsgespräch an, mal berichten. In wenigen Monaten geht ihr ja eh zur nächsten U, wenn sie im Sommer Geburtstag hat. Dann wird sich die KiÄ deine Tochter ja auch genau anschauen und wenn die Erzieherin noch konkrete Situationen nennt, dann kannst du das ja mit der KiÄ auch mal besprechen!

      LG

      Hi, für mich hört sich das alles super an! Aber ich würde der Erzieherin ungefähr folgendes sagen: "Dass Sie Bedenken wegen der motorischen Entwicklung geäußert haben, gibt mir sehr zu denken, und ich mache mir jetzt Sorgen. Bitte beobachten und notieren Sie für mich konkrete Situationen, damit ich das bei unserem Kinderarzt ansprechen kann." Vielleicht ist dann plötzlich alles doch nicht mehr so schlimm, ODER aber es kommt etwas dabei raus, womit du mehr anfangen kannst.

      LG Julia

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