Kleinkind

  • 18.04.17 - 22:46
    puschel16 (1)

    Als baby verwöhnt, folgen?

    Hallo, ich stehle mich mal vom babyforum hierher.
    Es geht darum dass mir jeder sagt, mein Sohn (8 Monate) sei verzogen und das wird im Kleinkindalter folgen haben. Ich lasse ihn nicht schreien, laufe mit ihm durch die Wohnung wenn er nicht mehr spielen mag, er schläft mit meiner Hand ein und in der früh kommt er zu uns ins Bett, da schläft er nochmal 2 Stunden.

    Ich hab auch eine große Tochter mit 12 Jahren aus der ersten Ehe. Damals hab ich ein Tipp bekommen Sie mal schreien zu lassen damit sie alleine einschlafen lernt. Hab so ein Buch gekauft und es durchgezogen. Es war sehr schwer für mich, ich saß vor ihrem Zimmer am Boden und weinte. Es hat 2 Tage gedauert und nicht länger als 15 min. Seit dem war sie viel zufriedener, sie war selbstständig, konnte sich viel alleine unterhalten, sie war ausgeruhter. Hat auch dann tagsüber super geschlafen. Sie ist noch heute sehr selbstständig, es gibt nichts im Haushalt was sie nicht kann. Sie ist super lieb und sonst auch ganz nach ihren Alter. ABER ich hatte immer das Gefühl dass sie nach diesen Schreinächten etwas verloren hat, etwas kindliches in ihren Augen, sie wurde sehr ernst, als hätte sie was schlechtes fürs Leben gelernt. Ich hab mir geschworen das nie mehr zu machen. Meine babys müssen nicht weinen.

    Nun, mein kleiner ist überhaupt nicht selbstständig, selber beschäftigen ist nicht drin. Beim wickeln versucht er mir immer abzuhauen, beim anziehen gibt's Geschrei, er schlägt gern mit den Füßen gegen alle die er erreicht und erst recht mich beim anziehen. Er beißt gerne, zieht alle an Haaren, egal wie oft man Nein sagt, er hasst es wenn ich mal für ihn keine Zeit hab.....kochen ist alleine kaum noch machbar. Er schläft sehr schlecht, ob tags oder nachts. Am Tag immer nur 30 min und dann gehen die schlechten Launen los.

    Ok, lange Rede.....

    Was könnt ihr so berichten, wie werden die Kinder wenn man ihnen 120 Prozent gibt?

    Gibt es etwas was ihr anders gemacht hättet?

    Tut mir echt leid für diesen langen Text.

    Antworten  0
    • 18.04.17 - 23:01

      Ein Baby kann man nicht verwöhnen. Babys haben Bedürfnisse und die sollt3n nach Möglichkeit erfüllt werden, da es sich um existenzielle Bedürfnisse wie liebe, Nahrung, trockenen po und schlafen handelt. Grundbedürfnisse eben. Diese zu erfüllen ist kein verwöhnen sondern das, was Eltern tun müssen damit das Baby überlebt. Die verwöhnt dein baby nicht, du gibst ihm das, was es braucht. Und genau das ist richtig und normal. Mach genau so weiter, denn dein baby verhält sich auch völlig normal und altersentsprechend.

      • 18.04.17 - 23:10

        Oh Dankeschön, hab gerade mit einem Riesen Lächeln die Sätze gelesen.
        Aber ist es auch ein grundbedürfniss wenn er bespaßt wird sobald ihm etwas nicht gefällt. Hab schon oft gelesen dass man nicht verwöhnen kann, aber wie sieht es mit angewöhnen aus?

        • 18.04.17 - 23:13

          Du musst dein baby nicht dauerbespaßen aber auch nicht einfach ignorieren. Der gesunde Mittelweg machts. Er darf ruhig weinen, wichtig ist, dann bei ihm zu sein. Ihm zu vermitteln, dass du da bist.


        • Für mich ist das kein Grundbedürfniss, dauerbespasung von Mama zu bekommen. Sobald meiner Kinder "selbstständiger" wurden, bin ich garantiert nicht ständig gerannt. Das bedeutet natürlich auch mal weinen und Frust.

          Z. B. Kochen.... Ähm, wenn ich koche dann koche ich. Ich habe eine Familie zu ernähren und es würde garnicht anders gehen.

      Verwöhnt werden bedeutet Dinge abzunehmen die derjenige selbst tun könnte. Denk mal darüber nach! Meine kleine ist 18 Monate und wird Einschlafgestillt. Wir dürfen bei ihr im großen Bett schlafen. :) Juchhu! ;)

      Ich glaube du übertreibst maßlos!.... Dein kind hat etwas verloren? Etwas kindlichen verloren? Weil es nachts mal 10 min geweint hat? Und du hast heulend vor der tür gesessen? Was für ein Drama! Kein Wunder das andere Leute dieses Bild von dir haben.

      Jeder sieht es anders, ich habe kein Problem ein Baby/Kind mal weinen zu lassen, zumindest renne ich nicht sofort los wie von der Tarantel gestochen. Ich habe nie "Einschlafbegleitet" und auch sonst bin ich kein Mensch der großes bohei veranstaltet. Ich mach mich nicht zum Sklaven meiner Kinder.

      • Wenn ich sowas wie "Sklave meiner Kinder" lese, wird mir echt anders.

        Du bist entweder eiskalt oder ein Troll, aber rumzulaufen und sich damit zu brüsten, seine Kinder wirklich weinen (und nicht nur meckern) zu lassen, finde ich persönlich sehr viel schlimmer als das Verhalten der TE.

        An die TE: bitte schmeiße das dämliche Buch weg und vertraue auf dein Bauchgefühl. Ich kann dir auch den Blog vom "gewünschtesten Wunschkind" empfehlen, dort wird auch auf das Thema Schlafen und Schreien lassen eingegangen.

        Alles Liebe

        Herzerwärmend. Es entspringt richtige Geborgenheit aus dem Text. Kinder müssen sich schließlich an die Eltern anpassen und nicht umgekehrt, nicht wahr? Warst Du nicht auch diejenige, die meinte man soll sich seine Kinder finanziell leisten können, sprich mit Harz 4 keine Kinder bekommen?

        Materielles ist wichtiger als Nähe?

        Ich bin doch sehr für die Einführung eines Elternführerscheins.

        Aber um auch etwas konstruktives beizutragen: ein 8 Monate altes Baby kannst du nicht erziehen. Und es denkt auch nicht, du seist sein/ihr Sklave. Im Gegenteil: es schreit weil es die Bedürfnisse erfüllt wissen will. Und zwar jetzt. Weil es kein "gleich" kennt. Wie auch? Es kennt keine Zeit und handelt nicht rational. Es denkt "Hunger! Jetzt! Hunger! Schmerz ich muss Sterben! Hilfe!" Und nicht "haha! Hab ich es wieder geschafft dass die Mama kommt!"

        Bin da ganz deiner Meinung.
        Dieses ewige überbehüten was heutzutage fast nur noch gehandhabt wird muss nicht unbedingt sein.
        Und da ist man als Mutter auch nicht herzlos wenn man nicht 24/7 an seinem Kind klebt.

        Was überhaupt nicht nötig ist!

        Erziehung wird heute als Eingriff in die Persönlichkeitsentwicklung gesehen.
        Was nicht normal sein kann!

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