Baby

  • 20.03.17 - 17:03

    von ängsten und kaiserschnitt

    Hallo , hier schreibe ich nochmal meinen Bericht zu meinem Kaiserschnitt nieder da ich es damit besser verarbeiten kann und es mir hilft immer wieder darüber zu sprechen .. Die ganze Schwangerschaft hatte ich keine Beschwerden .keine Müdigkeit ,Übelkeit , Rückenschmerzen ..einfach nichts . Mir ging es super . Bis auf meine Angst die mit jedem weiteren Tag schlimmer wurde da ich in der ersten Schwangerschaft eine fehlgeburt hatte . Meine Angst wurde sehr irrational und heute kann ich es gar nicht verstehen wie man so viel Angst haben konnte und mache mir vorwürfe und habe auch keinen Kind gegenüber schuldgefühle das ich die schwangerschaft nicht genossen habe denn es ist so eine wunderbare Zeit . Ich dachte immer nur daran es könnte etwas passieren und wenn ich in das neu eingerichtete babyzimmer kam habe ich nur geheult und habe gebetet ,einen kleinen Schutzengel ins frisch aufgestellte bett gelegt . Immer nur Angst Angst Angst .. Ich war total blockiert davon . dann war ich in der 40 ssw und konnte es kaum abwarten das mein baby kommt.Ich bin stundenlang spazieren gegangen in der Hoffnung das sich etwas tut .Ich hatte wahnsinnige Angst das auf dem letzten Meter noch was passieren könnte . Bei 39 + 2 war ich bei meiner fa und die stellte eiweiß im Urin fest und ich hatte sehr viel Wasser im Körper . Sie dachte direkt an eine schwangerschaftsvergiftung und wollte kein Risiko eingehen .also Einweisung ins Krankenhaus. dort ans ctg . Mein baby musste sehr oft geweckt werden und bewegte sich Nicht so viel wie sonst . Sie hat sich sonst immer wahnsinnig viel bewegt . Jetzt im nachhinein denke ich das sie sich einfach nur ausgeruht hat für die bevorstehende Geburt .denn das machen ja viele Babys .aber ich hatte einfach mal wieder nur so schreckliche Angst . dann habe ich mit den Ärzten gesprochen . sie stellten noch ein angebliches Becken Missverhältnis fest .mein geburtskanal wäre schon eng .Ich durfte wählen zwischen Einleitung und kaiserschnitt aber ich war blockiert von meiner Angst das mein Blick sich wie ein Tunnel auf den kaiserschnitt richtete . Und die Ärzte sprachen auch viel mehr für einen KS . gerade der chefarzt .wobei ich mir auch denke ja klar die Wollen ja auch was verdienen und gehen weniger Risiko ein . aber wie gesagt ich hatte einfach nur Angst . Angst das mein baby einen Knoten in der narbelschnur haben könnte oder das war anderes schief geht während der Geburt . Ich hatte einen Zettel bekommen wo angekreuzt wird ob lebendgeburt oder totgeburt. es sah für mich aus wie eine 50 :50 Chance und meine Augen richteten sich auf zweiters und meine Angst viel ins unerlässliche . Hätte ich länger in mich hineingehört und wäre ich nicht so dermaßen voller Angst gewesen hätte ich nie diesen tunnenblick für einen kaiserschnitt gehabt .denn eigentlich habe ich mir immer so sehr eine natürliche Geburt gewünscht und ich habe immer gesagt das man das doch mal erlebt haben muss und Angst vor den schmerzen hatte ich auch nicht . Es war einfach nur diese reißen Angst das mein Kind noch im Mutterleib sterben würde oder bei der Geburt .Ich weiß es sind ganz furchtbare Gedanken die ich mir da genamfht habe . So willigte ich in den KS ein und abends ging es los . Es waren alle furchtbar unfreundlich und der KS wurde kein bisschen liebevoll begleiten obwohl ich es so sehr gebraucht hätte .Ich habe gezittert vor Angst und weil es furchtbar kalt war im op. Meinen Mann haben sie auch erst ganz spät zu mir geholt . Als die kleine aus dem bauch herausgeholt wurde und ich habe den ersten schrei gehört war ich überglücklich und wahnsinnig erleichtert . Mein Mann hielt sie und ich konnte in ihre wunderschönen Augen schauen die mich so süß anschauten .Ich hatte so das Verlangen sie auf dem arm zu nehmen und sie anzufassen ,aber ich konnte nicht weil ich angeschnallt war . Sie hatte 3000 Gramm und einen KU von 33 cm .So viel zu Becken Missverhältnis. Sie durfte mit meinem Mann in den kreißsaal bonden und ich freute mich nach dem zunähen zu ihnen kommen zu dürfen .So dachte ich zumindestens .meine Hormone waren so weit oben und ich war so glücklich . Statt in das kreißsaalzimmer zu meinem Mann und Kind kam ich in einen aufwachraum . Wo ich ganze 3 Stunden gelegen habe ... Und nach zwei Stunden merkte ich wie mein Hormonhoch immer weiter abflachte. Meinem baby ging es gut ,mir ging es gut und trotzdem haben Sie mich 3 stundnw mutterseelenallein im aufwachraum gelassen . Da war nie die Rede von gewesen und so was hatte ich zuvor noch nie gehört . als ich dann endlich in den kreißsaal geschoben wurde wurde mir nicht mal gratuliert . Ich wurde nur gefragt ob ich stillen wollte . Und mir wurde die kleine an die Brust gedrückt fast schon mit Gewalt und ohne das sie irgendwie erstmal so die Chance hatte bei mir anzukommen . Dann wurde sie direkt wieder weg genommen und gebadet . Meine gefühle diese tiefe liebe die ich empfand als ich sie gesehen habe als sie aus dem auch geholt wurde waren irgendwie nicht mehr so da .es war eine komische Stimmung . und so viel ich in eine tiefe wochenbettdepression und heute nach 10 Monaten bin ich immer noch nicht drûber hinweg . Ich hatte eigentlich eine traumschwangerschaft ,mein baby lag in perfekter Lage und Wochen vorher schon tief im Becken mit einem kopfumfang von nur 33 cm .Sie war so gesund und es hätte wahrscheinlich auch noch eine traumgeburt werden können wenn ich nicht so von meiner Angst blockiert gewesen wäre . Ich mache mir immer noch große Vorwürfe und habe starke schuldgefühle wegen all dem und ich habe das Gefühl das es ein Stück weit immer prägen wird .Ich war froh das es mit dem stillen klappte und eine so gesund Tochter . da ich immer so Angst um sie hatte. Aber ich hätte mich nicht nur mit der Angst beschäftigen dürfen die ganze ss . Das war der größte Fehler .Hätte ich einen klaren Gedanken fassen können hätte ich mich niemals für einen KS entschieden . Es macht mich so traurig und ich habe das Gefühl meinen Körper und meine Tochter um so ein wunderschönes natürliches Erlebnis betrogen zu haben. I ch bin zurzeit in einer Therapie .momentan sehe ich noch keinen Fortschritt aber ich hoffe irgendwann darüber hinwegzukommen und mir selbst verzeihen zu können. Versucht eure Schwangerschaft so gut es geht zu genießen und postiv zu sein .das wünsche ich mir für euch .Danke fürs zuhören

    ps. tut mir leid für die Rechtschreibfehler,habe den bericht wieder unter tränen verfasst

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    • Hallo!

      Ganz ehrlich? Du machst aus einer Mücke einen Elefanten. Natürlich muss man nach dem KS in einen Überwachungsraum. Das ist zur eigenen Sicherheit. Das ist nicht wie bei Teeniemütter auf RTL2 wo alle happy beisammen sind. Sorry, aber mich ärgert es immer wieder, wenn Frauen einfach nicht froh sein können, dass die Schwangerschaft gut ging und sie ein gesundes Kind haben. Wieso akzeptiert man das nicht? Deinem Kind interessiert es null wie es aus dir rausgekommen ist. Was denkst du wie es Müttern geht, die ein Frühchen haben. DAS ist schrecklich. Und das ist ein Grund nervlich am Boden zerstört zusein. Mein Sohn kam 7 Wochen zu früh, brauchte eine Bluttransfusion und lag 5 Wochen im Krankenhaus. Die SS war Bescheiden. Und weißt du was? Ich finde ich habe mich Glück im Unglück gehabt. Ich habe auf der ITS ganz schlimme Babys gesehen und viele weinende Mütter. Ich sah Babys mit 900g, die in der 28. SSW geboren wurden. Das ist ein Grund sich einen Kopf zu machen. Bis man das als Mutter versaut dauert ewig. Schließ an damit und genieß die Zeit mit deinem Baby. Geschehenes kannst du nicht ändern, aber du selbst bestimmst deine Zukunft!

      • 20.03.17 - 17:46

        Sorry, nicht versaut, sondern verdaut.

        20.03.17 - 18:59

        Ich finde es nicht in Ordnung, die TE so runterzuputzen, weil es ja auch schlimmer kommen kann. Ja, kann es. Es kann auch noch Schlimmeres passieren als eine Frühgeburt; wollen wir den Frühchen-Müttern jetzt ihre Ängste absprechen?

        Es ist auch nicht normal, nach einem KS Stunden in einem Aufwachraum verbringen zu müssen. Ohne Vollnarkose ist das nicht nötig. Meine Tochter wurde mir unmittelbar nach dem KS auf die Brust gelegt und dann verbrachte mein Mann die Zeit, in der ich zugenäht wurde, mit ihr auf der Brust im Kreißsaal. Nach dem Nähen wurde ich sofort zu ihnen gebracht und wir durften uns 2 Stunden kennenlernen, bevor es auf Station ging. DAS ist normal...

        Liebe TE, Ängste sind oft nicht rational und können nicht einfach abgestellt werden. Versuche, nicht mit der Vergangenheit zu hadern, sondern mach das Beste aus Gegenwart und Zukunft!


        • 20.03.17 - 19:49

          Das hat nichts mit runterputzen zutun, sondern ist die schlichte Wahrheit. Es gibt Menschen, die nicht wissen, wie glücklich sie sich schätzen können. Kann man nicht einfach mal mit dem zufrieden sein was man hat? An der Situation geht nichts mehr zu ändern, das muss man einfach akzeptieren. Sie muss sich am Wickel reißen, die Vergangenheit hinter sich lassen und an ihrer Zukunft arbeiten. Sie hat ein Kind um das sie sich kümmern muss und hängt sinnloserweise in der Vergangenheit fest. Natürlich nimmt sowas jeden Menschen anders mit, aber man kann auch übertreiben. Die Verganenheit wird nicht besser, sie versaut sich nur so die Zukunft. In 3 Monaten macht sie sich dann einen Kopf, weil sie die ersten Monate mit ihrem Kind nicht genießen konnte, weil sie im Selbstmitleid baden musste. Das ist ein Teufelskreis. Als Mutter muss man doch stark sein. Und ich sag es nochmal, egal in welcher Situation sollte man einfach auch mal die positiven Seiten versuchen zusehen und einfach mal froh sein mit dem was man hat.

          Hallo also ich lag sogar 5 Stunden im Aufwachraum ohne Kind. Zur Te mach dich nicht so fertig. Ändern kannst dues jetzt leider auch nicht mehr Versuch das postive zu sehen das Stillen klappt( bei mir leider nie richtig) und du liebst deine Maus.
          Lg

      • Man muss keinesfalls in einen Aufwachraum!
        I h wurde nach Not-KS direkt zu meinem Mann und unserem Sohn in den Kreißsaal zurück gebracht und dann konnten wir uns in Ruhe in 4 Stunden kennen lernen.

        An die TE:

        Vielleicht kannst du beim Krankenhaus den Geburtsbericht anfordern, um das Geschehene besser zu verarbeiten?

        Versuch auch weiterhin offen und so oft wie möglich über das alles zu sprechen, damit du damit abschließen kannst.

        • Hattest du eine Vollnarkose?
          Denn dann wärst du sicher nicht direkt wieder in den Kreissaal gekommen.
          Bei einem Notkaiserschnitt (welcher in der Regel unter Vollnarkose stattfindet), muss man erst einmal in einen Aufwachraum.

          Wenn du keine Vollnarkose hattest, war es höchstens ein eiliger KS. Dann ist man natürlich wach und kann direkt in den Kreissaal.

          LG

          Man muss ggf in den Aufwachraum wenn die Vitalwerte auffällig sind. Ich z.B. Hatte Atemaussetzer und musste 2 Std dableiben. Oftmals wird das den Müttern nur gar nicht mitgeteilt warum sie da sein müssen... :-/

          21.03.17 - 15:06

          Dann macht das wahrscheinlich jedes KH anders. Ich musste in einen Ruheraum. Und bei uns ist das Gang und Gebe. Davon abgesehen, dass mein Kind für mich meilenweit auf einer anderen Station im Inkubator lag, wäre ich aufgrund der Beruhigungsmittel eh nicht in der Lage gewesen es zu halten. Ist trotzdem kein Grund komplett am Rad zu drehen.

      Hallo.

      Ich finde es sehr schade wie das Krankenhaus mit dir umgegangen ist. Ich habe bei meinem 2.Kaiserschnitt darauf bestanden mein Kind sofort bei mir zu haben und anziehen lassen wollte ich meinen Kleinen auch nicht, lieber kuscheln!

      Beim 1.Kind hat man diese konkreten Vorstellungen oft nicht bzw kann diese schlecht einfordern.

      Wegen dem Kaiserschnitt musst du dir keine Vorwürfe machen, es gab ja auch konkrete Momente die dafür gesprochen haben. Ja, es ist schade keine natürliche Geburt erlebt zu haben, aber denke mal an die Frauen, die warum auch immer, noch nicht mal schwanger werden können.

      Ich finde es gut, dass du eine Therapie machst. Du musst deine Depression loswerden und besonders auch deine Ängste. Denn sowas ist im Zusammenleben mit einem Baby sehr unvorteilhaft für euch beide. Das schaffst du aber auch, man merkt dass du abschliessen willst mit der Geschichte. Sowas braucht aber auch seine Zeit.

      Wünsche dir alles Gute

      Hi

      Sorry aber ich bin ganz bei smoti,
      Es ist das höchste gut einer Frau ein gesundes Kind zu bekomm egal wie es geboren wird....stell dir vor ich hatte einen Wunsch Kaiserschnitt.
      Ängste hat jeder in der Schwangerschaft,stell dir vor du hattest es normal versucht und dann wäre irgendwas passiert oder oder oder...
      Deine Ängste sind das was die ganze Situation negativ macht Versuch das ganze mal von einer anderen Perspektive zu sehen .
      Ich kann nur für dich hoffen das du dich in griff bekommst weil sollte das Schicksal es so wollen gibt es auch bei Säuglingen Kinder erwachsen schlimme Sachen die passieren können . Die Angst bleibt immer du musst nur lernen damit umzugehen und die auf das wesentliche zu konzentrieren .
      Lg

      Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich hatte auch eine Wochenbettdepression. Meine Geburt lief allerdings gut. Bei mir war es weil das Stillen nicht klappte, der kleine nur schrie und dann mit Fieber in die Klinik musste. Ich bin nur mit einem Aufenthalt in der Psychiatrie und Antidepressiva so schnell wieder da raus gekommen. Vlt wäre das auch was für dich? Es gibt auch Mutter Kind Plätze. Das wichtigste ist das es dir bald besser geht und du die Zeit mit deiner kleinen in vollen Zügen genießen kannst. Dann wird alles gut!

      Hallo liebe te,

      bei mir war es ähnlich lange belastende Kinderwunsch Zeit wunderschöne Schwangerschaft bis gut zur 36 ssw.
      Mein gyn meinte unbedingt Kaiserschnitt da Kind über 4 kg und da könnte es zu schwierigen Geburtkomplikationen kommen.

      Ich wollte auch immer "normal" entbinden aber dann kamen furchtbare Ängste vor der Geburt. Ich konnte plötzlich keine Minute mehr schlafen u hatte panikattacken.
      Hatte dann einen Kaiserschnitt. Lag auch 3 Stunden im aufwachzimmer allerdings kam meine kleine Maus dann nach zwei Stunden zu mir.
      Auch das stillen klappte super allerdings bekam ich noch mehr Ängste was falsch zu machen- meiner kleinen süßen nicht gerecht zu werden.
      Bekam einen schwere wochenbettdepression die 3 Wochen stationär mit Medikamenten behandelt wurde.
      Meine kleine ist jetzt ein halbes Jahr, die Medikamente werden langsam abgesetzt aber so ganz gut geht es mir immer noch nicht.
      Du bist also nicht allein...
      Alles gute wenn du willst schreib mir eine pn.
      Alles gute

      Charly

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