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Fehlbildungen verhindern

Folsäure: Wichtig schon bei Kinderwunsch

Ein offener Rücken und andere Neuralrohrdefekte zählen zu den häufigsten Fehlbildungen bei Babys. Experten weisen seit langem darauf hin, dass ein Großteil der Fälle durch eine ausreichende Versorgung mit Folsäure zu vermeiden wäre. Trotzdem sind die Zahlen seit 20 Jahren nicht rückläufig.

Autor: Janine Glugla
Folsäure schon bei Kinderwunsch

Eine ausreichende Folsäureversorgung ist wichtig für die Entwicklung des Babys und kann das Risiko schwerer Fehlbildungen verringern. Die meisten Menschen nehmen über die Nahrung jedoch zu wenig auf. In einigen Ländern werden deshalb sogar Grundnahrungsmittel wie Mehl mit Folsäure angereichert. Hierzulande setzen sich viele Frauen erst während einer Schwangerschaft mit dem so wichtigen Vitamin auseinander. Doch: Um das Risiko für kindliche Fehlbildungen zu verringern, sollte bereits zu Beginn einer Schwangerschaft der Folsäurespiegel ausreichend hoch sein, da schon in den ersten Schwangerschaftswochen Organe und Körpersysteme des Embryos beginnen sich auszubilden – darauf weist der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit hin. Die Einnahme sollte bei einem bestehenden Kinderwunsch deshalb nicht erst während der Schwangerschaft begonnen werden, sondern spätestens vier Wochen vor der Empfängnis.

Folsäure: wieso, wie viel und wie

Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Denn der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen wie Folsäure, Jod, Eisen, Calcium und Magnesium ist während dieser Zeit erhöht. Eine ausgewogene Vollwertkost mit viel Obst und Gemüse sollte deshalb das A und O sein – vor allem grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten viel Folsäure. Da der Bedarf in der Regel durch gesunde Ernährung allein nicht gedeckt werden kann, wird Schwangeren wie auch Kinderwünschlern zudem geraten, Folsäurepräparate zu ergänzen. Viele andere Präparate sind jedoch nicht in jedem Fall notwendig. 

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