Hallo,
mein Mann und ich haben eine 5 Wochen alte Tochter. Er ist ein herziger Mensch und prinzipiell auch ein guter Papa, das Problem ist, er ist so extrem aufbrausend und meines Erachtens zu aggressiv. Er verliert sehr schnell die Fassung, schreit unsere Tochter an, dass sie Ruhe geben soll, wenn sie abends schreit, nennt sie Sachen wie "Psycho Baby" Und heute wurde meiner Meinung nach eine Grenze überschritten, als wir gestritten haben und er mich dann mit einem Polster abgeschossen hat, als ich die Kleine gerade gehalten hab. Er wird auch extrem laut und schreckt nicht vor Schimpfwörtern zurück, auch wenn sie dabei ist.
Wieviel würdet ihr dulden und wo würdet ihr eine Grenze ziehen?
Ich will einfach so gut es geht meine Tochter beschützen und fühle mich furchtbar wenn ich daran denke, was sie bis jetzt bereits mitanhören musste.
Neugeborenes und Verhalten von Mann
Hallo,
zuerst schreibst du, er sei ein guter Papa...so wie du ihn beschreibst, sehe ich das nicht so.
Ein Baby schreit man nicht an.
Ein Baby beleidigt man nicht mit Worten wie "Psycho Baby".
Streit kommt in jeder Beziehung vor, aber er ist körperlich geworden und hat damit euer Baby gefährdet. Mal ganz davon abgesehen, dass er laut geworden ist und dich offenbar beleidigt. Stichwort Streitkultur.
Klar, man kann jetzt sagen, er hat doch "nur" ein Polster geschmissen... Aber kannst du deine Hand dafür ins Feuer legen, dass er beim nächsten Streit nicht etwas schwereres wirft, was dir oder dem Kind am Kopf landet?...oder dass er anfängt zu schubsen, zu schütteln und final dann doch zuzuschlagen.
Bei deiner Beschreibung muss ich an die überforderten Menschen denken, die ihr Baby aus Wut zu Tode schütteln...worst case.
Ich würde an deiner Stelle das Baby nehmen und vorübergehend zu meinen Eltern ziehen. Je nachdem, ob er bereit ist eine Aggressionstherapie zu machen, würde ich über weitere Schritte entscheiden.
Schütze dein Kind.
PS: Auch verbale Gewalt ist Gewalt. Und bei euch ist es sogar schon schlimmer...
Alles Gute
Wenn man einmal laut wird, weil das Kind nicht aufhört zu schreien und man verzweifelt ist, is das ja ok. Aber was dein Mann macht, geht wirklich gar nicht. Das Baby bekommt die Stimmung mit und fühlt, wie du dich fühlst. Ich würde schauen, das ich bei der Familie oder guten Freunden unterkomme, bis alles weitere geklärt ist. Entweder zieht dein Mann erstmal aus, oder du. Wenn er etwas an seinem Verhalten ändern will, sollte er sich bei einem Therapeuten melden. So etwas alleine zu schaffen ist quasi unmöglich, vorallem wenn es momentan dabei ist, schlimmer zu werden. Bei einem so jungen Baby kann so viel passieren und wenn er keine Therapie macht, wird es auch damit aufwachsen. Dein Baby braucht eine sichere Umgebung.
Hallo,
tatsächlich würde ich hier auch eine schnelle Trennung in Erwägung ziehen. Und ich rate wirklich nicht oft zu so etwas.
Es geht hier auch nicht um "mal laut werden" oder aus Überforderung und Erschöpfung MAL etwas Blödes zu sagen. Diese Schreizeiten sind hart, ohne Frage.
Aber nach Deiner Schilderung hat Dein Mann ein großes Problem.
So jemanden kannst Du mit dem Baby ja auch nicht allein lassen. Was, wenn Du mal weg möchtest, einen Arzttermin hast oder einfach mal tief schläfst und er hat in dieser Zeit das Baby?
Ich hätte null Vertrauen in so einen Menschen.
Im Streit mit einem Polster abgeworfen... Mal Hand aufs Herz- war das wirklich das erste Mal, dass er gewalttätige Tendenzen Dir gegenüber gezeigt hat? Und wenn kein Polster griffbereit gewesen wäre? Ein Buch? Ein Teller?
Er hat sich nicht unter Kontrolle.
Du bist absolut verpflichtet das Baby zu schützen.
Hatte er das Aggressionensproblem schon immer, auch in anderen, schwierigen Situationen?
Ich würde ihn in einer ruhigen Minute, wenn es gerade entspannt ist, zu einem Gespräch bitten und ihm ganz klar und deutlich sagen, dass Du nicht weiter mit ihm zusammen bleiben kannst, wenn das weiterhin vorkommt. Das er Dir Angst macht, Du das Vertrauen in ihn verlierst und das Gefühl hast, Eure Tochter vor ihrem eigenen Vater schützen zu müssen.
Alles Gute
Also mal ehrlich, ein Polster ist doch nicht schlimm. Wie oft werfen sich Geschwister mit Kissen ab. Man kann’s auch echt übertreiben.
Wenn mich ein erwachsener Mensch nicht etwas abwirft, egal womit, dann ist für mich eine Grenze überschritten.
.Das klingt hier ja nicht nach einem schmerzhaften Austausch der in einer Kissenschlacht ausartet.
Sondern nach einem körperlichen Angriff, egal wie "sanft" dieser war. Wäre für mich in einem Lebenspartner auch ein no go.
Der war doch schon vor dem Baby so....man kann mir doch nicht erzählen, das ein Mensch sich mit der Geburt charakterlich so eine Drehung hinlegt.
Ergo, er war nie ein Kandidat für einen "potenziell guten Vater".
Hier geht es um viel mehr, als das nach der Geburt die Nerven auch öfter mal blank liegen.
Alleine die Tatsache, das du überhaupt darüber nachdenken musst, dein Kind schützen zu müssen, macht doch mehr als deutlich, das die Grenzen längst überschritten wurden.
"Der war doch schon vor dem Baby so....man kann mir doch nicht erzählen, das ein Mensch sich mit der Geburt charakterlich so eine Drehung hinlegt."
Da war wohl wieder die berühmte rosarote Brille im Spiel.
Das muss nicht so sein und einer Frau in dieser Situation so hinzuknallen ist eine absolute Frechheit, finde ich. Das klingt für mich nach "selber Schuld, hättest du mal einen besseren Männergeschmack". Das ist sicher genau das, was eine Frau, die noch im Wochenbett steckt und sich in einer gruseligen Situation befindet, braucht.
Wir haben in meinem Bekanntenkreis einen Mann, der sich nach der Geburt des gemeinsamen Kindes völlig verändert hat und am Ende gewalttätig geworden ist. Vor der Geburt hat das absolut keiner ahnen können, nichtmal er selbst. Postnatale Depressionen und Psychosen können jeden treffen, auch die Väter.
Keiner von uns kennt die TE und ihren Mann, somit können wir es uns auch alle nicht anmaßen hier Ferndiagnosen zu stellen, auch nicht, dass er bestimmt vorher schon so war.
Ihr scheint noch recht jung zu sein oder?
Ja, ein Baby ist dann doch eine etwas andere Sache, wenn es dann wahrhaftig auf der Welt ist und liegt nicht nur wie ein Püppchen im Babybett, sondern hat eben auch lange Schreiphasen. Und ich denke genau damit ist dein Mann total überfordert.
Ich nenn es nicht Boshaftigkeit oder das er ein schlechter Mensch ist, sondern einfach nur Überforderung mit dem Baby.
Daher solltet ihr euch dringend Hilfe holen. Denn genau aus solchen Situationen heraus entstehen dann diese "Schüttel"-Situationen mit Babys ect.
Wenn du weiterhin mit ihm zusammen bleiben willst, informiere bitte unbedingt jemanden, der ihm und euch hilft.
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Puh..., ein 5 Wochen altes Baby anzuschreien und derart die Fassung zu verlieren geht gar nicht.
Da wäre bei mir schon längst eine Grenze überschritten. Das erste Babyjahr ist anstrengend und da kommen noch schwierigere Phasen auf euch zu, wenn er jetzt schon die Fassung verliert und aggressiv wird, würde ich mir echt Gedanken machen.
Das Baby schreit nicht weil es euch ärgern will, sondern weil es nicht anders kommunizieren kann.
Jeder Mensch kann "mal" die Fassung verlieren und was dummes sagen aber das ganze Verhalten klingt bedrohlich. (laut werden, Sachen schmeißen, Beleidigungen), das würde ich nicht akzeptieren.
Wie war er denn vorher? Jeder muss erst in seine Rolle reinfinden und ja...., Babys sind nicht nur süß, sondern auch anstrengend aber er muss sich jetzt sofort ändern und verstehen, dass das nicht geht. Setzt euch in Ruhe zusammen und sprecht darüber andernfalls musst du deine Konsequenzen ziehen. Besorg ihm ein Buch, damit er das Baby besser versteht oder sprecht mit der Hebamme. Unsere war super und hat uns viel erklärt, was geholfen hat das Würmchen besser zu verstehen.
Alles Gute für euch.
Also ganz ehrlich, ich weiß nicht wo dein Mann ein guter Vater sein soll bei so einem Verhalten? Das erschließt sich mir nicht. Aber mal abgesehen davon kann ich noch verstehen wenn man irgendwann überfordert ist, aber so ein Verhalten ist zu arg .Das geht gar nicht. Da würde ich ganz deutlich und dringend Grenzen setzen!
Ela