huhu,
ich weiß gar net so recht wo ich anfangen soll. ich habe einfach das gefühl nie auf der gewinnerseite zu stehen.
beruflich wie privat. es fing schon in meiner kindheit an, in der schule gemobbt, schule gewechselt dann war alles gut.
daheim hat mein vater volle 3 jahre nicht mit mir geredet, mit meinen schwestern schon, nur nicht mit mir. den grund dazu kann er mir bis heute nicht sagen, war beim psychologen habe das halbwegs aufgearbeitet.
aber nun habe ich immer und überall das gefühl nur 2 wahl zu sein.
Bei der Arbeit mußte ich um aufzusteigen doppelt gas geben um mich zu beweisen, die anderen bekamen was ich wollte einfach so.
dann hatte ich es und mein chef hat mir trotzdem das gefühl gegeben das die anderen es besser können. so habe ich mich zu nem absoluten workaholic entwickelt.
dann wurde ich schwanger baby da, dort wird mir bis heut das gefühl vermittelt es nicht richtig zu machen. mittlerweile ist meine tochter 4 und ein ganz tolles mädel. aber die leiseste kritik an meiner erziehung lässt mich schon verzweifeln, wie das ich sie nachts einfach nicht trocken bekomme.
ich habe seit einem jahr einen supertollen freund, wir haben uns gesehen und es hat geknallt. vor kurzem sind wir zusammen in ein superschönes haus gezogen. und nun hab ich wieder angst, angst das er vllt was besseres wie mich findet.
es beherrscht mein ganzes leben. ich habe das gefühl das ich mir selbst nix wert bin. ich habe früher ne zeit lang gemodelt, habe die gleiche figur wieder, pflege mich, mach und tue. wenn ich aber mit freundinnen unterwegs war (vor meinem partner) kam ich mir immer vor wie die graue maus obwohl ich es gar nicht bin.
bei freundinnen muß ich immer das gefühl haben das alles gut ist, würde mich sogar bei nem streit entschuldigen obwohl ich der meinung bin das der andere das tun sollte.
kennt das jemand, kann mir jemand sagen wie er aus dem teufelskreis fliehen konnte!?!?
kennt ihr das gefühl nie glück zu haben oder nie erste wahl zu sein?!
>>>>war beim psychologen habe das halbwegs aufgearbeitet.<<<<
Halbwegs ist leider nicht ganz!
Vielleicht solltest du dich nochmal mit deinem Psychologen zusammen setzen und das ganz aufarbeiten und an deinem Selbstwertgefühl und deinem Selbstbewusstsein arbeiten.
Vieles wirft dich sehr schnell aus der Bahn.
Versuch deine Ängste abzulegen. es kommt eh wie es kommt. Da sind deine Sorgen eher hinderlich
LG
Hallo,
eine dreijährige Missachtung ( Misshandlung )durch den Vater benötigt sicherlich nicht nur eine "halbwegs Aufarbeitung ".Hier würde ich noch mal mit fachlicher Hilfe ansetzen.
L.G.
Ich schreibe dir mal was knallhart: Es wird immer Menschen geben, die viel schöner, viel intelligenter, viel verträglicher, viel leistungsfähiger, in allem viel besser sind als du es bist und jemals sein wirst!
Klingelt da was bei dir?! Tut das weh, ja?!
Du legst dir eine unrealistische Latte auf und sagst zu dir selbst komm, spring doch. Egal ob es im Beruf, bei Freunden, deinem Freund oder das Modeln ist. Du wirst niemals die ganzen Ansprüche erfüllen können die du dir selbst auflegst!!!
Fehler machen und unperfekt sein gehört zum Dasein dazu. Du bist die liebe Freundin obwohl du sauer bist? Ist es ein Fehler für dich, sauer zu sein?! Was willst du sein, du, nicht das was deine Eltern wollten und so weiter. Der perfekte fehlerfreie Automat der super arbeitet, den alle lieben?!
Bevor du an deinem Perfektionismus eingehst such dir einen guten Therapeuten und arbeitet das mal zusammen auf.
Ich denke nicht, daß Dir einer von uns mit seiner hausgemachten Psychoanalyse behilflich sein könnte.
Du hast überdimmensionale Schuldgefühle (woher auch immer) und tutst Dir gleichzeitig selbst leid - eine gefährlich Kombination. Das ist nichts, was hier mit einigen schlauen Beiträgen gelöst werden könnte. Diese Dinge kommen von ziemlich weit unten. Es wird einen Grund gehabt haben, warum Dein Vater komplette 3 Jahre nicht mit Dir sprach... - und wenn dieser Spacken nicht in der Lage Dir soetwas zu erklären, dann hat er natürlich erstmal einen "Arschvoll" verdient und Du dann eine Aufarbeitung - und zwar keine halbherzige. Du möchtest es jetzt allen Recht machen und leidest definitiv daran, allen gefallen zu wollen. Tödlich... - irgendwann tatsächlich "tödlich".
Beschaffe Dir Hilfe.
GzG
Irmi
Hallo!
Mir geht es in machen Punkten genau so wie dir.
"kennt das jemand, kann mir jemand sagen wie er aus dem teufelskreis fliehen konnte!?!?"
Aus diesem Teufelskreis konnte ich nie fliehen. Es ist leider so, dass manchen alles in den Arsch geschoben wird und so gibt es Menschen, denen jeden Tag ein Keil zwischen die Füße geworfen wird. Damit muss man sich abfinden und schauen das man das Beste daraus macht. (in machen deiner punkten die du beschrieben hast, nicht in allen)
Bei mir ist es so, das sich meine brutale Kindheit wie ein roter Faden durch mein Leben zieht und mir immer wieder Schwierigkeiten bringt. Trotz Therapie, die ich schon länger mache. (Mein Vater ist in der Öffentlichkeit der große Held, aber im privaten Bereich ein Versager, nur weis das niemand.)
Mein Tipp: Mach noch einmal eine Therapie und beende diese erst, wenn es dir wirklich gut geht. Und entschuldige dich nicht, wenn andere Fehler gemacht habe. Ja und denke an dich und an deine Gesundheit. Lerne Dir gutes zu tun.
Gruß
Alles Gute
Ja, mir geht es genauso.
Ich nehme an, dass die Wurzeln dazu in meiner Kindheit liegen, denn auch schon meinen eltern war ich nie gut genug, habe immer um ihre Liebe / Aufmerksamkeit / Lob kämpfen müssen und es dennoch nie bekommen. Immer nur Vorwürfe: nichts war gut genug, andere immer besser, schöner, klüger, gewitzter.
Das begleitet mich mein Leben lang....ich fühle mich immer hässlich, dumm, schlecht.
Obwohl ich viel Lob erhalte: für meine Kinder, für mein Aussehen....
Ich freue mich kurz und zweifele sofort wieder. Oder glaube, amn sagt mir die guten Dinge nur, weil man eigentlich das Gegenteil meint. Ich reime mir da die dollsten Dinge zusammen.
Ich kann das einfach nicht glauben!
Die Vorschläge, eine Therapie zu machen sind nett gemeint.
Ich habe 2 Therapien hinter mir:
der erste Therapeut sagte mir nach kurzer Zeit: "Sie sind völlig normal, jeder zweifelt mal an sich, Sie brauchen keine Therapie."
die zweite Therapeuten tat mir zunächst ganz gut. Irgenwann drehten sich unsere Gespräche im Kreis. Sie machte seltsame Verhaltensvorschläge, die absolut nicht umsetzbar waren (z.B. Kontakt zu meinen Eltern komplett abbrechen; diese wohnen im selben Ort, die Kinder lieben sie....ich kann doch nicht komplett den Kontakt beenden! ich kann ihn nur reduzieren, aber das habe ich auch vor der Therapie schon getan; oder um meinen Stresspegel zu reduzieren sollte ich nur noch ann einem einzigen Tag in der Woche wacshen udn bügeln: in einem 5-Personen-Haushalt und ich arbeite jeden Tag. Wie soll das denn gehen? ). Ich konnte mioch also nicht so umstellen wie sie wollte und deshalb kreisten unsere Gespräche immer und immer wieder um dasselbe. Irgendwann habe ich die Therapie beendet. Es hat mich viel Geld und Zeit gekostet, mehr nicht!
Letztlich bin ich immer noch die kleine verschüchterte Maus ohne Selbstbewusstsein, die Angst vor Streit hat, es allen recht machen will und ständig an ihren eigenen Maßstäben verzweifelt.
Hallo,
also, als Erstes möchte ich dir sagen, dass ich dich verstehen kann.
Mir ging oder geht es manchmal ähnlich wie dir.
Auch ich hatte eine Kindheit, in der ich immer nur das Gefühl hatte, nicht gút genug zu sein. Brachte ich Einsen nach Hause, war es normal, brachte mein kleiner Bruder Dreien, wurde er auf Teufel komm rausgelobt. Auch habe ich nie die Nähe und Liebe meiner Eltern bekommen, die ich mir gewünscht habe.
Das zog sich weiter durch mein ganzes Leben. Ich hatte das Gefühl, nur liebenswert zu sein, wenn ich perfekt bin. Also habe ich gerackert, um alles zu erreichen, habe mich verstellt, habe meine negativen Gefühle unterdrückt (oder sie gegen mich selbst gerichtet).
Ich habe indirekt immer noch versucht, die Liebe, die ich in der Kindheit schmerzlich vermisst habe, zu finden.
Irgendwann, nach dem Abi und in einem Studiengang, den ich meinen Eltern zuliebe angefangen hatte, brach meine Fassade unter dem ganzen Druck zusammen. D.h. ich hatte eine schwere Depression mit Suizidgedanken.
Ich liess mich in eine psychosomatische Klinik einweisen, soviel war ich mir wert. Irgendwie habe ich wohl doch noch genug Selbstwertgefühl gehabt, um zu erkennen, dass ich doch eigentlich von Natur aus ein wertvoller Mensch bin. Ich sehe nicht schlecht aus, bin gesund und relativ intelligent - was will man denn mehr? Die Welt hätte mir offengestanden, wenn ich nur gewollt hätte und nicht mehr in der Vergangenheit gelebt hätte.
Die Vergangenheit habe ich in der Klinik aufgearbeitet. Habe erkannt, dass auch Fehler liebenswert machen und diese zum Menschsein dazugehören. Habe meine Eltern für meine Kindheit gehasst, um ihnen dann zu verzeihen.
Das ist nun 13 Jahre her und ich arbeite immer noch an mir. Ich habe immer noch Tendenzen, die mich an damals erinnern, will immer noch alles schaffen und ja keine Schwäche zugeben. Doch ich fühle mich freier. Frei, so zu sein, wie ich bin. Ich bin nicht perfekt (will ich auch nicht mehr sein), aber ich bin gut so, wie ich bin.
Auch ich kann dir nur als Tipp geben, eine Therapie zu machen und dort zu lernen, dich selbst anzuerkennen!
Liebe Grüße
Hallo!
Wow wie du dich aufgerappelt hast, finde ich gut. Freut mich zu lesen, dass es jemand geschafft hat. Leider bin ich noch sehr weit davon entfernt. Wie lange warst du denn in dieser Klink?
Bei mir würde ein Klinikaufenthalt wohl nichts nützen. Bei mir kommen aber noch viel mehr Ursachen hinzu, wie bei dir.
Gruß
Danke.
Naja, das war eine sehr kurze Zusammenfassung, bei mir kamen auch noch andere Gründe hinzu...
Also, der Klinikaufenthalt war 3 Monate, dann über zwei Jahre ambulante Therapie, damit das neu Gelernte nicht sofort wieder verblasst.
Und wie gesagt, auch heute habe ich noch zwischendurch Probleme, neige auch noch zu emotionaler Instabilität, kann aber, da ich mich mittlerweile selber sehr gut kenne, damit umgehen und auf mich einwirken. Ich arbeite weiter an mir, doch wie gesagt, das Wichtigste - nämlich zu erkennen, dass ich auch ohne perfekt zu sein liebenswert bin - habe ich in der Klinik erkannt.
DAS war ein riesiger Schritt, alles was danach kam, baute nur auf dieser Erkenntnis auf.
Ich wünsche dir viel Glück!
ich habe seit einem jahr einen supertollen freund, wir haben uns gesehen und es hat geknallt. vor kurzem sind wir zusammen in ein superschönes haus gezogen. und nun hab ich wieder angst, angst das er vllt was besseres wie mich findet.
In einigen Punkten fühle ich mich manchmal ähnlich aber das hat bei mir mit andern Dingen zu tun aber der Partner den du liebst und der dich liebt und mit dir vor kurzen zusammen gezogen ist der liebt dich nicht nur wegen deinem Aussehen sondern auch deiner Persönlichkeit wegen ...und wärest du nur zweite Wahl hätte er dich nicht genommen!
Klar kommt Liebe und geht auch manchmal wieder aber nur weil er eine sieht die in "deinen Augen" besser aussieht ...heißt das nicht das sie in seinen Augen besser aussieht als du... Sei stolz so einen tollen Freund zu haben und habe immer mal wieder im Hinterkopf das sich jeder Mensch seinen Partner aussuchen kann und er sicher nicht die zweite Wahl gewählt hätte ...
auch das mit dem Modeln das klingt super wirklich ich könnte es z.B nicht ...und das sind doch wirklich schöne dinge ;)
Zu deiner Erziehung du sagst selber dein Kind ist ein super tolles Mädel ..und das kommt nicht von Ungefähr.. das sie z.b nachts nicht trocken ist liegt nicht umbedingt an deiner Erziehung ...Nimm dir nicht alles so zu Herzen
Ich war für Mama auch nie die Beste aber ich habe definitiv das beste draus gemacht!
grüße ;)
Das kenne ich sehr gut, und du brauchst wirklich Hilfe um deine Seelischen Blockaden los zu werden....
Da ich ewig auf einen Therapieplatz warte habe ich das gemacht,
und ich muss sagen ich fühle mich besser und lerne nach und nach los zu lassen mit dem alten und endlich ICH zu sein... und ich fühle mich gut!!!
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oder Autogenes Training.
Für den Tag Laif 900 (Johanniskraut)
Für die Nach Baltriparan
und das für 1-2 Monate...
Versuch es einfach mal....
Vorallem musst du lernen, alles negative zieht das negative an...
Du musst lernen das DU etwas WERT bist, und das du deine SACHE GUT MACHST
und du musst lernen das die die Meinung ANDERER egal ist, denn wenn es dir gut geht kannst du das auch weiter vermitteln.
Lass dir nicht in dein Leben rein reden, und gegebenenfall trenne dich von dem was dir nicht gut tut, oder halte es auf Abstand....
Ich habe mich von vielen Freunden getrennt die nur immer was von mir wollten,
sowas kostet auch viel Energie....
Hoffe es geht dir bald besser...