Gestern Abend ist mein Papa gestorben. Ich kann kaum noch klar denken. Habe Gott sei Dank einen tollen Partner. Könnte mir trotzdem jemand einen Rat geben, was ich zur Beruhigung , zumindest für die Nächsten Tage, machen kann? Ich bin wirklich kein "Tablettentyp", aber ich merke gerade, dass nur das im Moment helfen könnte. Mir ist ganz klar, dass ich die Trauer aufarbeiten muss. Werde ich auch machen. Es geht mir im Moment nur um das ganz profane beruhigen.
Danke schon einmal
Mein Papa ist tot ... Kann mich nicht beruhigen - was hilft?
Erst mal mein Beileid!
Ich denke, erst mal ist es völlig normal, dass Du Dich noch nicht beruhigt hast, es ist ja noch keine 24 h her. Du kannst natürlich pflanzliche Präprate (Baldrian etc.) nehmen, ansonsten geh zu Deinem Hausarzt und laß Dir etwas verschreiben.
Gut, dass Dein Partner Dich unterstützt! Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommenden Tage.
Mein beileid . Ich kann dir nur raten lass for trauer raus ... es ist noch ganz ganz frisch . Mein papa starb im dezember und ich war ein sbsolutes papakind . Du schaffst das . Lg
Hallo,
auch von mir ein herzliches Beileid.
Ich kann dir nur raten: fange nicht erst mit Medikamente an, die bringen nur kurzzeitig "Linderung" anschl. trifft es dich mit voller Wucht. Versuche lieber dich mit der Trauer auseinander zu setzen. Es wird dir gelingen auch wenn du evtl. 2, 5 oder 7 Tage an Schlafstörungen leidest. Das geht vorbei, aber Medikamente können evtl. bleiben und DAS wäre furchtbar.
Ich habe den Tod meines Vaters im Dez. 2010 und den Tod meines Mannes im April 2011 auch ohne Medis überstanden, bin nebenbei auch noch für meine Kinder und meine Mutter (bin ich immer noch) dagewesen, musste meine eigene Trauer auch verarbeiten aber ich habe nicht 1x Medikamente genommen. Ich hatte furchtbare Angst davor evtl. von Schlaf- bzw. Beruhigungspillen abhängig zu werden oder nie wieder sie ohne schlafen zu können.
LG
Mein Beileid!
Das kenne ich nur zu gut. Sprich mit deinem Hausarzt. Um die ersten Tage gut zu überstehen, hat mir mein Arzt, damals als meine Eltern starben, etwas aufgeschrieben. Ich glaube, sonst hätte ich die ganzen notwendigen Dinge (Beerdigung, Papierkram usw.) nicht regeln können.
Manchmal ist es nicht verkehrt, wenn man sich Hilfe sucht - auch wenn es in Tablettenform ist. Ich bin davon nicht abhängig geworden und nachdem alles geregelt war, was geregelt werden musste und die Beerdigung überstanden, war noch genug Zeit für Trauerbewältigung ohne Tabletten.
Liebe Grüße
Juli
Mein Beileid...
Am schlimmsten fand ich immer das Warten auf die Beerdigung. Bis dahin ist immer viel zu erledigen, aber Du hast auch ruhige Momente und fällst dann runter (ging mir immer so). Beerdigung war dann so ein Meilenstein, das der Lebenskreis sich geschlossen hat - richtig dolle traurig kam erst danach, manchmal noch ein halbes Jahr später. Ganz schlimm war Wohnung ausräumen für mich ...
Und sei einfach traurig und lass das auch raus, das ist völlig in Ordnung. Da kommen mal gute Tage - und auch mal richtig schlechte; und auch die vergehen.
Tabletten würde ich mir nicht verschreiben lassen - -man rennt einfach wie durch Watte und trauern tust Du da auch nicht richtig. Wenns hilft, emotional runterzukommen, versuch es mal mit Zincum Valerianicum von Hevert (30 Tropfen in Wasser und runter damit; 3 x am Tag bzw. wenns akut ist auch sofort). Hat mir gut geholfen, enthält aber Alkohol.
LG