Hallo zusammen, seit kurzem weiß ich das ich eine Schwangerschaftsdiabetes habe. Mit der Ernährungsumstellung tue ich mich schwer.
Sonst hatte ich zum Frühstück 2 einfache oder körnerbrötchen mit aufschnitt, Käse oder auch Marmelade und war bis nachmittags satt, also ca 6 Stunden.
Nun esse ich zb zwei Vollkorntoasties oder 2 Scheiben pumpernickel mit magerer hähnchenbrust und trinke dazu einen actimel. Spätestens nach 2 Stunden bekomme ich aber schon wieder solch einen Hunger, dass ich wieder was essen muss.
Heute gab es zb nach 2 Stunden schon wieder eine mini Portion zuckerfreies Müsli mit Nüssen und einigen chiasamen in fettarmer Milch. Nun eben ca wieder 2 Stunden später habe ich mir Gurke und Tomate kleingeschnippelt und habe jetzt danach immer noch Hunger.
Im Normalfall hätte ich mir eine TK Lasagne heute Mittag gemacht und wäre bis zum Abend satt gewesen.
Ich fand das Einkaufen vor der SSD schon schwierig , jetzt weiß ich gar nicht mehr was ich einkaufen soll.
Schwangerschaftsdiabetes-ich verhungere
Aber Körnerbrötchen so wie Käse und Wurst darfst du doch eigentlich essen oder irre ich mich da ?
In Maßen…
Vielleicht hilft dir das durchzuhalten
Welche langfristigen Folgen kann Schwangerschaftsdiabetes für das Kind haben?
Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass ein mütterlicher Schwangerschaftsdiabetes die Entwicklung von Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) des Kindes fördern kann. Daneben scheint sich das Risiko für das Kind zu erhöhen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken oder das Metabolische Syndrom zu entwickeln.
Durch welche Mechanismen die erhöhten Blutzuckerwerte der Mutter die Wahrscheinlichkeit für späteres Übergewicht, einen Typ-2-Diabetes oder das Metabolische Syndrom beeinflussen, ist noch nicht ausreichend geklärt.
Nicht nur der Lebensstil der Mutter beeinflusst langfristig die kindliche Gesundheit, sondern auch der Lebensstil des Vaters – insbesondere zum Zeitpunkt der Zeugung. Expertinnen und Experten empfehlen deshalb einen gesunden Lebensstil der Eltern, um späteres Übergewicht des Kindes und damit ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes oder das Metabolische Syndrom zu verhindern. Der Lebensstil sollte am besten bereits vor der Schwangerschaftsplanung angepasst und während sowie nach der Schwangerschaft beibehalten werden.
Hallo :)
Wie sind denn deine Werte, dass du so extrem beim Essen aufpassen musst? Grad in der Schwangerschaft hungern zu müssen, stell ich mir auch absolut unangenehm vor 😥
Ich hab auch SS Diabetes und hab meine Ernährung teilweise angepasst, morgens statt Weizen-/Dinkelbrötchen gibt halt eher Vollkorn, oder trinke statt meiner vorherigen Paulaner Spezi, abends mal eine Paulaner Spezi Zero. Nachdem bei mir der größere Zuckertest erhöht war (der Nüchternwert lag bei 95, darf 92 nicht überschreiten) hatte ich von meinem Diabetologen ein Blutzuckermessgerät bekommen. Ich würde sagen ich bin noch in der Experimentierphase, ich habe die ersten 4 Tage auch meine Ernährung gar nicht umgestellt um einfach realistische Werte zu haben und bei 4 Messungen täglich waren nach den 4 Tagen lediglich 2-3 werte nach einer Stunde über 140. bspw hatte ich bei einem Wert Pommes mit Ketchup und Majo gegessen, eine Woche drauf hatte ich den Ketchup dann gestrichen und alles prima :) so experimentiere ich herum. Nudeln treiben bspw den Blutzucker auch hoch, da hab ich teils aber keine Probleme, bei Reis bin ich immer drüber oder sehr grenzwertig, sodass ich darauf jetzt eher verzichte, natürlich ist aber alles auch total tagesformabhängig, laut meinem Diabetologen ist es aber auch nicht schlimm wenn der Wert selten mal drüber ist, solange man natürlich das Kind im Auge behält. Grad die Größe, meine kleine ist aber eher Durchschnitt, oder sogar etwas kleiner.
Achso genau grad beim Frühstück habe ich quasi nur das Weizen/ Dinkelbrot gegen Vollkornbrot getauscht, ansonsten esse ich teils wie vor der SS Diabetes, Schinken / Lyoner / Käse auf dem Brot, Tomaten, Gurke, Paprika und dazu gibt’s auch mal ne Portion Obst - Äpfel, paar Blaubeeren etc. Ich hab auch teils Quark und Marmelade auf dem Brot 😊 beim Actimel würde ich auch aufpassen, genauso wie bei vielen Fertiggerichten vom Zuckergehalt..
Hast du keine Liste bekommen bezüglich Lebensmitteln? Ich hab bspw. Eine Liste bekommen welche Lebensmittel nichts am Blutzucker verändern (Käse, light Limonaden, Wurst, Fleisch, Kaffee, Sahne, Quark, Eier etc) welche langsam ansteigen lassen bspw. Vollkornnudeln, Kartoffeln, Vollkornbrot, Milch, Naturjoghurt und welche den BZ Spiegel rasant steigen lassen bspw. Weißbrot, Reis, Nudeln, Fruchtjoghurt, Milchmixgetränke, Zucker, Obstsäfte whatever
Mein nüchternwert lag beim zuckertest bei 113. und der ist auch zu Hause gemessen so hoch, nach einer Stunde war der Wert bei 220 und der Wert nach 2 Stunden lag bei 137.
zu Hause habe ich ähnliche Werte.
Woher hast du denn diese Frühstücks-Ernährungstipps?
Nach einem Toast (und wenn es noch so groß mit Vollkorn gelabelt ist) hab ich auch ruckzuck wieder Hunger. Und nach dem normalen Actimel mit knapp 10g Zucker drin hast du vermutlich einen knackigen Blutzuckerspike und anschließend eben wieder Heißhunger.
Vielleicht möchtest du mal eine Ernährungsberatung aufsuchen?
Ansonsten finde ich die Tipps der Glucosegoddess wunderbar. Hier z.B. ein guter Tipp fürs Frühstück: https://www.glucosegoddess.com/savoury-breakfast-guide
Also erstmal soll man in der Schwangerschaft und vorallem mit SS-Diabetes 5-6 Malzeiten am Tag zu sich nehmen. Also hab da kein schlechtes Gewissen.
Für Morgens würde ich auf Vollkornbrötchen mit Wurst oder Käse OHNE Actimel umstellen. Gehen Vollkornbrötchen nicht, Probier Korn an Korn oder Eiweißbrot.
Actimel enthält ziemlich viel Zucker. Hast du noch Hunger, gönn dir ein zweites Frühstück oder ergänze deine Malzeit noch um Ei und Würstchen (also Proteine und Fett).
Ach ja und bei deiner Zwischenmahlzeit : „Zuckerfreies Müsli mit fettarmer Milch“ solltest du lieber zu griechischen Joghurt mit Chiasamen und Beeren und evtl ein bisschen Müsli greifen. Bloß nicht beim Fett sparen, aktuell ist Fett dein (unser) Freund.
Viel Fett und Proteine lassen den Blutzucker schön langsam ansteigen.