Hallo miteinander,
unser Kleiner ist 26 Monate alt und von Anfang an kein einfaches Kind. Angefangen von den ersten 6 Monaten als Schreikind, wo an Schlafen nicht zu denken war sondern stundenlang das Geschreie zu ertragen bis der Kleine vor Erschöpfung einschläft.
Im Moment sind wir mehr als verzweifelt und nervlich komplett am Ende. Er ist im August von der Tagesmutter in die Kita gewechselt. Der Wechsel war problemlos und er ging auch gerne in die Kita. Wir waren dann im Urlaub, der einfach nur Horror war. Er wollte nix essen. Schrie jedes mal beim Essen von jetzt auf gleich und wir konnten ihn nicht beruhigen, sodass wir jedes mal das Restaurant verlassen mussten und ihn in sein Bett setzen bis er sich beruhigt hat. Es war schrecklich. Zuhause geht der Terror weiter. In einem Moment ist er total fröhlich und spielt und redet und explodiert von jetzt auf gleich und schreit in höchsten Tönen, lässt sich nicht beruhigen oder anfassen, stellt sich gegen die Wand oder windet sich auf dem Boden. Diese Wutanfälle gehen ca 15-60min lang, bis er sich dann wieder beruhigt und bei Papa auf dem Arm will. Danach beruhigt er sich dann schluchzend nach einer Zeit wieder. Die Mutter stößt er auch seid Wochen schon ab sobald ich da bin. Abends liegen wir im Bett und unsere Ohren brummen als wären wir in einer zu lauten Disco gewesen. Wir können es mittlerweile nicht mehr ertragen und müssen mehrmals den Raum verlassen um nicht selbst zu platzen. Es ist wirklich jeden Tag morgens nach dem Aufstehen und nach der Kita zuhause und meistens Abends dann auch nochmal. Von der Kita wurden wir auch schon angesprochen, ob etwas vorgefallen wäre weil er so anders ist. Wir würden aber niemals unser Kind misshandeln. Er packt sich auch ständig in den Mund an die vorderen Zähne. Gestern waren wir noch beim Osteopathen zur Kontrolle, da anfänglich Probleme an der Wirbelsäule hatte. Da ist aber alles tutti soweit. Kann also nicht daran liegen. Ist DAS wirklich die Autonomiephase? Wenn das noch lange so weiter geht weiß ich nicht wie lange wir das noch durchhalten. Er war schon immer sensibler als andere Kinder aber das ist im Moment echt heftig. Von unseren Freunden und Bekannten, die Kinder im gleichem Alter haben, hören wir sowas irgendwie gar nicht und auch die anderen Phasen die unser Kleiner immer voll und ganz mitgenommen hat, haben wir von den anderen so garnicht gehört.
Wir wissen einfach nicht mehr weiter und irgendwie hoffe ich hier ein paar aufbauende Worte zu finden.
26 Monate explodiert von jetzt auf gleich und lässt sich nicht beruhigen
Hallo
Das klingt wirklich ungewöhnlich.
Was sagt der kia? Und ich würde, glaub ich, eine Überweisung zum spz nehmen und mein Kind dort vorstellen. Hab sehr gute Erfahrungen im spz gemacht.
Vielleicht hat er eine regulationsstörubg und die haben Tips dabei zu lernen, welche Dinge Erfolg haben.
liebe Grüße
Im kiga ist es halt auch aufgefallen, dass er in letzter Zeit sehr knöte ist. Meinst du mit SPZ, Spezialisten?
Das Sozialpädiatrisches Zentrum oder kurz gesagt SPZ ist eine Einrichtung in der mehrere Ärzte bzw. Fachbereiche zusammen arbeiten und sich dein Kind anschauen. Die schauen ob dein Kind etwaige Entwicklungsstörungen hat usw..
Dafür brauchst du eine Überweisung vom Kiga. Wartelisten für ein Termin sind lang also würde ich keine Zeit mehr verstreichen lassen und mit dem Kiga darüber sprechen und mich informieren.
Lg
Hallo DoGo, so schlimm ist es bei uns zum Glück nicht. Aber es war zeitweise im letzten halben Jahr ähnlich (mein Sohn ist jetzt 2,5). Was mir klar geworden ist: auch bei Selbstverständlichkeiten muss ich meinen Sohn fragen bzw ihm erklären was ich tue und warum. Wenn ich "einfach so" etwas an oder um ihm verändere, explodiert er ebenfalls. Als Beispiel: darf ich dir helfen? Darf ich dir die Schuhe abziehen? Sollen wir jetzt die Jacke ausziehen? Ich kann dir mit der Gabel etwas aufpieken und du führst sie dir in den Mund, ok? Soll ich beim Treppensteigen deine Hand halten oder schaffst du das alleine? In all diesen Situationen ist die Einverständnis meines Sohnes sehr hilfreich (er sagt aber auch selten nein). Vielleicht hilft euch das ja auch?
So versuchen wir es meist auch zu handhaben. Das funktioniert auch soweit gut aber es gibt halt immer noch genug Situationen in denen er explodiert oder aber auch nach dem Nachfragen der Ausbruch kommt. Wie lange ging das bei euch so. Ich hoffe, es ist nur eine Phase und nicht irgendeine Störung. Wenn er nicht in diesen Ausbrüchen ist, ist er ein ganz tolles Kind. Nur momentan sehr anstrengend wegen der Ausbrüche, anhänglich bei mir (Papa), und ich wenn er aus der Kita kommt sehr müde. Er schläft bei uns am Wochenende mittags ca 2 std. Im kiga schläft er maximal 1 Std. Vielleicht kommt das noch in top, dass er damit nicht klar kommt. Bei der Tagesmutter hatte er mittags auch länger geschlafen.
Der Ausbruch nach dem Nachfragen... Ja das gibt es hier auch. Ganz schlimm war es immer nur phasenweise, maximal 2 Wochen würde ich sagen. Dann paar Wochen Pause und dann von neuem. Aber es wird seltener und weniger intensiv. Ich denke dass einfach beide Seiten dazu lernen, er und wir.
Ansonsten ist unser junge tatsächlich auch so wie eurer ein sehr lieber und umgänglicher Kerl. Ich drücke die Daumen, dass es bald auch bei euch besser wird!