Prüfungsangst

Hallo,
Weiß jemand wie man am besten mit Prüfungsangst umgeht? Die Prüfungs ist erst in 6M, es gibt auch keine Note, aber es ist wichtig für eine Art Abschluss, dass ich 6J in einem Gebiet tätig war. Und ich habe Angst davor, weil es neben einem Vollzeitjob sehr anstrengend ist zu lernen und ich meistens sehr kaputt bin, weil wir auch Überstunden machen müssen. Hatte auch schon die Idee, dass ich nach Eingang des Prüfungstermines den Job wechsel und 6 Wochen Überstunden frei dafür nutze. Muss natürlich vorher dann auch eine andere (einfachere) Stelle erstmal finden. Man kann auch durchfallen und sich später noch einmal anmelden oder die Prüfung noch später machen. Durchfallen wollte ich nicht. Man muss das auch nicht im Lebenslauf angeben. Ich habe einfach Angst vor dem vielen Stress, es sind auch sehr viele Themen zu lesen und es hat etwas mit den Themen zu tun, mit denen ich mich beruflich seit Jahren auseinandersetze, dennoch sind es viele Details, die man dazulernen muss für die Prüfung. Wenn ich jedoch einen Fachwechsel vornehme, ist die Motivation eine andere als wenn man darin tätig bleiben würde. Andersrum ist es auch das "Tor" zur Freiheit, man kann damit in einem anderen Job eventuell bessere Konditionen ausschlagen.
Auch wenn mir niemand Rat geben kann, möchte ich über das Thema geschrieben haben. Dieses Jahr fühlt sich jetzt schon nach einem Horror an. Freue mich dennoch über Ideen, Meinungen, vielleicht kennt das jemand.. lg

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Was ist deine konkrete Angst? Nicht bestehen der Prüfung? Oder Zeitmanagement?

Ich studiere nebenberuflich. Dauert durch die Doppelbelastung mit Job leider ewig. Und ich habe teils auch Angst Prüfungen nicht zu bestehen. Meine Befürchtung ist dabei tatsächlich zu versagen und was andere von mir denken könnten.
Mittlerweile habe ich mich etwas von meinem Perfektionismus (ich trete erst an, wenn ich alles sicher super kann) gelöst und denke oft "better done, than perfect". Mir hilft mittlerweile die absehbare Zeit, weil ich im Sommer fertig sein werde. Deshalb plane ich schon schöne Sachen für die Zeit danach ein. Endlich wieder ein Urlaub ohne zu lernen.

Im Zeitmanagement waren 80% der Urlaubstage der letzten Jahre nur fürs Lernen eingeplant. Auf der Arbeit achte ich kurz vor Prüfungen darauf keine Überstunden zu machen. Und nehme teils noch Urlaubstage. In den akuten Lernphasen bleibt leider auch einiges im Haushalt liegen (bzw muss mein Mann dann mehr übernehmen) und Essen bringt dann oft der Lieferdienst.

Von Jobwechsel in der Vorbereitungsphase rate ich persönlich ab. Ich Gatte während des Studiums einen selbstangestrebten Wechsel und einen erzwungenen. Das hat soviel Kapazitäten gefressen, die ich dringend fürs lernen benötigt hätte. Zum einen Zeit für die Suche nach was anderem. Zum anderen war es auch immer anstrengend in der Einarbeitungszeit im neuen Job. Da war ich abends von den vielen neuen Eindrücken so erschlagen, dass ich lerntechnisch nichts mehr hinbekommen habe.

Viel Kraft für die nächste Zeit - es wird eine Herausforderung. Aber danach ist es geschafft.

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Es ist tatsächlich die Angst zu versagen, nicht zu bestehen und vor dem Stress. Wenn ich plane durchzulernen, werde ich entweder krank oder bin völlig durch vom Job oder ich stelle fest, dass ich etwas anderes machen muss. Der Lernplan geht dann nicht auf und ich habe ein schlechtes Gewissen bzw habe einen Druck im Hinterkopf, wenn ich mich anderen Dingen widme. Jetzt merke ich zunehmend, dass ich nicht mehr drumherum komme. Ich muss mich hinsetzen, denn wenn ich nichts tue, wird der Druck größer.
Ich habe im Sommer auch eine Reise geplant. Hatte sogar schon überlegt die Reise nicht anzutreten. Wenn sie zB sagen, dass der Termin erst später möglich ist.
Ich kann mich so oder so wegen der Stresssituation erstmal auf keinen Urlaub freuen.
Im baldigen Urlaub werde ich dann sitzen, davon habe ich 3 Tage frei am Ende des Urlaubes genommen, um mir zur Belohnung etwas schönes zu gönnen. Hatte wieder überlegt, ob ich das lasse. Es ist schon eine Herausforderung diese 3 Tage frei zu machen.
Danke für deinen Beitrag! Nicht auf Perfektion lernen ist ein Anfang. Für einen Jobwechsel hab ich derzeit auch so gar keinen Kopf.