Freundin hat sich für Abtreibung entschieden

Hallo liebe Community,

ich möchte mich einmal an euch wenden da mich seit der Trennung von meiner Freundin ein Thema besonders belastet.

Wir waren ein halbes Jahr zusammen und haben uns in der Vergangenheit bereits darauf geeinigt, dass wir irgendwann gerne eine Kind zusammen bekommen möchten. Meine damalige Freundin hatte bereits einen vierjährigen Sohn, der mich super akzeptiert hat und ich stetig in die Vaterrolle reingewachsen bin. Nach einem halben Jahr hat sich dann meine Freundin plötzlich getrennt und wir sind nach zwei Monaten wieder zusammengekommen. In der Beziehung hat meine Freundin immer mit der Pille verhütet. Als wir uns dann an dem ersten Abend wieder versöhnt hatten, hatten wir Sex ohne Kondom. Anschließend meinte meine Freundin, dass sie die Pille danach holen muss, da sie seit zweiten Monaten die Pille nicht mehr eingenommen hat, dass wusste ich vorher nicht. Am nächsten Tag hat sie dann die Pille danach eingenommen. Scheinbar war das zu spät und der Eisprung hatte schon stattgefunden. Bei meiner Freundin blieb die Regel aus, aber der Schwangerschaftstest war negativ. Daher ist sie zum Frauenarzt gegangen und ihre Blutwerte wurden geprüft. Der Arzt hat ihr dann später mitgeteilt, dass sie schwanger sei. Meine Freundin selber war damit überfordert hat es mir auch erst Tage später erzählt als ich sie fragte was denn nun los sei. Sie hat geweint und wusste nicht wie sie damit umgehen soll. Ehrlich gesagt war ich damit auch überfordert und wusste nicht was ich dazu sagen soll, dass ich mir das überlegen muss, da wir erst wieder ein paar Wochen zusammen waren. Wir haben mit niemanden darüber geredet und haben das Geheimnis für uns behalten. Ich hatte ihr gesagt, dass der Zeitpunkt ungünstig ist, aber wir das zusammen schaffen können. Ich dann direkt bei ihr mit in die Wohnung einziehe und ich mein teures Auto verkaufen kann, damit wir im Monat mehr Geld zur Verfügung haben. Andererseits war der Zeitpunkt nicht perfekt, daher hatte ich ihr die Option offen gehalten, dass beide Wege für mich okay sind. Meine Freundin wusste erst nicht was richtig und was falsch ist das war bis zum Ende hin so. Aber sie hat alles Termine schnell wahrgenommen und erledigt. Sie meinte, dass sie das schnell durchziehen muss bevor der Herzschlag da ist, dann kann sie das nicht mehr. Einen Abend war sie dann wieder verunsichert, ob sie das machen soll.. Ich hatte ihr gesagt, dass ich nicht will das es ihr danach schlecht geht und sie die Entscheidung bereut und unsere Beziehung daran kaputtgeht. Sie meinte das wird es nicht und sie hat da ihre Schublade wo sie das dann reinsteckt und mit sich selber ausmacht.. Zu einem anderen Zeitpunkt war ich dann voll für das Kind und war in Euphorie.. Dann wollte meine Freundin mich etwas runterholen und hat mir vor Augen gehalten was es alles bedeutet ein Kind zu haben (kurze Nächte, weniger Geld, keine Freiheiten).. Aber das war mir egal ich wollte zu diesem Zeitpunkt das Kind… Ein paar Tage später schrieb meine Freundin mir dann per whatsapp, dass sie sich die letzten Nächte Gedanken gemacht hat und das Kind nicht haben möchte und ich ihr doch nicht böse sein soll. Daraufhin war ich angepisst, aber hatte ihr gesagt das es ihre Entscheidung sei und ich beide Wege akzeptiere, da wir auch so verblieben waren, dass war wir dann nochmal in 1-2 Jahren alles geplant machen wenn wir bereits zusammenwohnen und der Sohn schon etwas eigenständiger ist.

Der Tag kam immer näher und ich hatte meine Freundin dann zur Klinik gefahren. Auf dem Weg dorthin brach sie schon in Tränen aus, aber sie hatte den Termin wahrgenommen. Nach dem Termin schrieb sie mir das sie erleichtert sei und stolz auf ihren Sohn ist was er bisher alles geschafft hat.

Wir haben danach oft miteinander geredet über die Abtreibung und ich war immer für meine Freundin da wenn es darum ging. Manchmal wurde ihr es sogar zuviel dann habe ich es auch nicht weiter angesprochen. Im Laufe der Beziehung wurde dann immer weniger drüber gesprochen.. irgendwann hat meine Freundin dann immer anmerkende gemacht, dass sie uns beide dafür hasst was wir getan haben. In dem Moment habe ich nicht gehört, dass sie mit mir darüber reden will. Aber sie hat auch nie zu mir gesagt, mir geht es richtig schlecht damit ich muss mit dir darüber reden oder sonst was.

Nunja meine Freundin war damit dann anscheind so überfordert, dass sie auf Abstand ging und mich erst eine Woche später sehen wollte. Im Vorfeld hat sie kein „ich liebe dich“ mehr erwidert und ich dachte mir okay dann lasse ich sie mal in Ruhe. Weil sie mich am Wochenende zuvor aus der Wohnung geworfen hatte und sie nichtmal mehr Körperkontakt wollte.. Sie war einfach nur noch generft von mir.

Sie hatte mir per WhatsApp mitgeteilt, dass sie mich dann erst am Wochenende wiedersehen will, dass war am Montag. Ich sagte ihr das ich das akzeptiere, aber schade finde. Daraufhin folgten in den Tagen nur Sätze wie, „habe einen schönen Tag“, „guten Morgen“, „gute Nacht“… Irgendwann schrieb ich dann auch nicht mehr“ich liebe dich“, weil nichts zurückkam.

Am Wochenende habe ich dann gehofft, dass sie sich meldet. Hatte sie auch aber erst am späten Abend wo ich dann unterwegs war, weil ich nicht wusste ob sie sich meldet. Ich sagte ihr das ich dann am Sonntag vorbeikommen kann, damit wir reden können, weil ich nicht wusste was los ist. Am Sonntag schrieb ich ihr dann das ich mich auf heute Abend freue. Sie hat meine nachricht gelesen, aber nicht geantwortet. Meinen Anruf gegen Abend hat sie weggedrückt und meinte ich soll bitte schreiben. Als ich fragte, ob wir uns heute Abend sehen meinte sie, dass der Tag zu lange war. Lieber morgen. Am nächsten Tag ist sie dann abends eingeschlafen. Den Tag darauf hatte ich keine Zeit und am Mittwoch konnte der Sohn nicht einschlafen.. Eigentlich wollte ich persönlich mit ihr sprechen, aber dann hat es mir gereicht, da es für mich so vorkam als will sie sich nicht mit mir treffen. Und ich sagte ihr sie soll mir schreiben was los ist.

Anschließend schrieb sie mir das sie die Abtreibung bereut und es ihr sehr schlecht damit geht. Ich es nicht gehört habe und ich nur zu ihr meinte, ich habe dir ja gesagt das wir es schaffen können etc. Dann haben sie noch viele Kleinigkeiten gestärkt, dass ich sie nur noch stresse nerfe und abfucke. Es fing gerade alles an so schön ruhig ohne mich zu werden. Dann meinte ich das mir das alles leid tut und ich mit ihr darüber persönlich sprechen will. Sie meinte dann aber nicht sofort. Also lies ich sie zwei Tage lang in Ruhe und habe mich nicht gemeldet. Nach den beiden Tag meldete sie sich bei mir und hat wieder einen neuen Streit provoziert. Sie wollte mich nicht sehen, daher bin ich auch nicht hingefahren und habe nicht geklingelt bei ihr. Im Nachhinein bereue ich das.

Nach 14 Tagen haben wir uns dann getroffen. Durch die Situation war ich so sauer und wütend, dass ich in dem Moment nicht für sie da sein konnte und ich ihr erstmal gesagt habe was mich alles gehört hat in der Beziehung. Anstatt erstmal für sie da zu sein in diesem Moment. Das bereue ich sehr, aber ich war einfach nur wütend, dass sie die ganze Zeit so respektlos zu mir war. Ich hatte ihr gesagt, dass es so nicht weitergehen kann, aber ich sie liebe und niemals verlassen werde.

Ein paar Tage später hat sie dann mit mir Schluss gemacht per WhatsApp, weil ich sie in so einer trauenden Phase alleine gelassen habe anstatt für sie dazu sein. Ich hätte ihr es nur noch schwerer gemacht als es sowieso schon war. Am Ende meinte sie, dass wir unser Baby umgebracht haben und warum ich sie denn davon nicht abgehalten hätte.

Es belastet mich so sehr, weil ich mir die Frage stelle was nun wäre wenn wir das Kind bekommen hätten und bei mir kommen durch diese Aussagen auch Schuldgefühle hoch und ich kann damit schwer leben. Auch die Situation mit der Trennung ist schwer, da ich nicht nur sie verloren habe. Ich habe noch versucht um sie zu kämpfen und habe mich dafür entschuldigt, dass ich nicht für sie da war. Aber Fakt ist auch, dass sie mich garnicht sehen wollte und ich nicht an sie rangekommen bin. Mich plagen Schuldgefühle und ich frage mich was ich hätte anders machen sollen, dass es so nicht passiert wäre.

Sie liebt mich nicht mehr wegen meinem Verhalten und hätte niemals gedacht, dass ich so sein kann. Es ist vorbei.

Es fällt mir sehr schwer damit abzuschließen, weil ich die beiden über alles geliebt habe/liebe. Die letzten Monate sind so an mir vorbeigelaufen.

Was ist eurer Meinung?

1

also ich weiß es nicht.
ich bin ja auch ne Frau.
wenn mich ein Problem beschäftigt und der Partner das merkt, dann geht er mir auf den Keks, damit er erfährt,was los ist 😀 und wenn ich nicht darüber reden mag, dann sage ich das so. fertig.


ich verstehe, dass sie die Entscheidung bereut.
die Gefühle an dir rauszulassen, ist nicht OK.

dir zu unterstellen, dass du für sie nicht da warst, finde ich ekelhaft. SIE wollte dich nicht sehen. so hat sie das auch kommuniziert. was hättest du ihrer Meinung nach machen sollen? ihr noch hinterherrennen?


sorry, in meinen Augen trägst du keine Schuld

2

Ich hatte ja versucht mit ihr zu sprechen, aber sie hat am Ende nur noch abgeblockt. Da war es wohl schon zu spät für sie.. Als sie keinen Körperkontakt mehr wollte hatte ich sie gefragt was denn los sei, ob alles okay ist. Sie meinte zu mir, dass sie durchgehend Kopfschmerzen hat und aktuell nur noch funktionieren muss.. Danach kam der Abstand.

Als dann Schluss war meinte sie zu mir, dass ich sie die ganzen Wochen zu vor nicht gehört hätte. Sie hat angeblich mit mir reden wollen. In einem damalige Streit hatte ich ihr bereits gesagt, dass sie mir das direkter sagen soll wenn ich etwas nicht merke. Warum sie denn nichts gesagt hat als wir zusammen auf dem Sofa saßen abends.. Sie meinte das hätte ich merken müssen, sie hat doch nicht zwei kleine Kinder zu Hause..

Ich habe die Vermutung, dass sie mich aus ihrem Leben entfernen musste um mit der Abtreibung besser abschließen zu können. Im Endeffekt war ich immer für sie da und mir dann am Ende noch vorwerfen, dass ich sie zur Klinik gefahren hätte. Warum ich sie nicht abgehalten habe, dass macht mich wirklich sauer.

Trotzdem hat sie mich soweit gebracht, dass ich mir Vorwürfe mache. Wieso habe ich sie nicht abgehalten, wieso bin ich nicht für sie da gewesen…

Sie hat halt nicht einen Fehler eingesehen und sieht die Schuld nur bei mir. Wenn ich das nächstes mal eine Frau schwanger soll ich nicht so ein Arschloch sein etc..

3

du hättest es merken können und nicht merken müssen!!!

sorry dass ich das so sage aber sie soll sich mal wie eine erwachsene Frau verhalten.

mal ehrlich, woran hättest du es merken müssen?! du hast doch nachgefragt, sie hat abgeblockt. was sollst du denn noch tun?


ich finde es sehr schade,dass sie sich in der Situation nicht helfen lassen hat.
dann hätte es -abtreibung ja oder nein- ganz anders laufen können 😵‍💫

möchtest du denn, dass sie dir "verzeiht"? (auch wenn es mMn nichts zu verzeihen gibt?)

4

Boah.. das ist schon krass.
Du bist nicht schuld. Das kann ich dir auch bestätigen.
Es war klar das sie die abtreibung bereuen würde wenn sie sich nicht mal zu 100% sicher war. Sowas muss gut überlegt sein.

Ganz ehrlich? Ich verstehe sie das sie leidet, und alles drum und dran. ABER sie darf dir nicht die Schuld geben da es ihre Entscheidung war.
Ich würde mich auf deiner Stelle ne Zeit lang distanzieren und ihr die Zeit geben die sie braucht. Vielleicht merkt sie das dann auch selbst oder kann so besser heilen.
Aber auch für dich würde ich sagen das das bis jetzt der bessere Weg wäre erstmal Abstand zu halten. Du kannst ihr ja trotzdem sagen das wenn sie Hilfe braucht du für sie da bist, aber das du das eben selbst so nicht mehr aushältst. Du bist eben auch nur ein Mensch mit Gefühlen.
Das ist meine Meinung.
Ich hoffe ihr bekommt es wieder hin
LG

5

Meine Meinung ist: das es nicht nur ihr Kind war sondern auch deins und die frage ganz klar lautet wie es dir denn damit geht ?

Es geht ja ganz klar nur um sie.

Sie hatte die Optionen alle offen. Sie hat sich dafür entschieden.
Damit klar zu kommen ist nicht leicht.

Aber du bist nicht schuld.

Zieh dich zurück und sage ihr auch mal wie es dir damit geht.

6

Ich würde mal sagen wenn eine Frau prinzipiell mit dir als Partner einen Kinderwunsch hat egal zu welchem zeitpunkt, dann kommt für sie (so sehe ich ich das jedenfalls) niemals zu 100% eine abtreibung in Frage.
Allein diese Aussage sie müsse es schnell hinter sich bringen da sie es ab Herzschlag nicht mehr könnte, wäre ein Fettes Alarmzeichen gewesen das sie das eigentlich gar nicht wirklich will.
Wenn man sich sicher ist mit sowas, dann ist einem der Zeitpunkt ziemlich egal, auch würde eine Frau die ein Kind definitiv nicht will wohl kaum auf den Weg zum Abbruch in Tränen ausbrechen.
Ich würde fast behaupten (das dachte ich schon bevor ich weiter gelesen habe) sie hat gehofft das du es ihr ausredest.
Vielleicht wäre das am Ende für sie aber auch wieder falsch gewesen.
Ich kann nur zu ihrem Verhalten danach sagen das es immer einfacher ist einem anderen die Schuld zu geben als sich selbst. Sie bereut diese abtreibung zutiefst und da du es ihr nicht ausgeredet hast (wie gesagt kommt für mich sehr so rüber als wäre das ihre Hoffnung gewesen) projektiert sie eben all ihre Wut und ihren Hass den sie eigentlich vor allem auch sich selbst gegenüber empfindet, auf dich, weil sie dich eben einfach los werden kann, was mit sich selbst nicht so leicht geht.

Dein Verhalten danach war, finde ich jedenfalls, vorbildlich, abgesehen von dem kleinen Aussetzer aber das wäre mir wahrscheinlich ähnlich gegangen.

Für mich sieht es so aus als würde sie einfach einen Schuldigen brauchen um nicht daran denken zu müssen das sie am Ende ganz allein dafür verantwortlich ist was passiert ist, denn es ist nun mal ihr Körper und ihre Entscheidung gewesen. Und ich denke auch je näher der Entbindungstermin für das nicht mehr vorhandene Baby rückt destso schwerer wird es auch für sie werden damit umzugehen.

Ich denke nicht das du dir in der Hinsicht für etwas die Schuld geben müsstest. Du hast, laut deiner Schilderung, niemals gesagt Bruch die Schwangerschaft ab, oder hast sie sonst wie unter Druck gesetzt. Du wolltest, soweit ich es erkennen kann, die Verantwortung übernehmen für das was ihr beide verbockt habt.
Und ja das sagt eine die nun zum 2. mal trotz über korrekter Pillen Einnahme schwanger wurde. Die einzig sichere Verhütung ist Enthaltsamkeit.
Ich habe immer klar gesagt ich könnte niemals eine abtreibung durchführen, maximal wenn ein schwerwiegender Defekt vorliegt, wobei sich das ganze bei sowas normal von selbst regelt. Somit war hier auch immer klar, sollte es aus unerfindlichen Gründen dazu kommen dann würde das Kind ausgetragen und natürlich auch behalten werden.

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Ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ehrlich? Ausgehend von dem was Du schreibst, hat sie die richtige Entscheidung für sich getroffen.

Wahrscheinlich hat sie irgendwie unbewusst geahnt, dass ihr beide doch nicht so gut zusammenpasst, wie erhofft, erwünscht und erträumt. Ich kenne natürlich niemanden von Euch und was man hier schreibt, sind alles Mutmaßungen, die auch komplett falsch sein können, aber solche - ich nenne es mal Ahnungen - können einen durchaus dazu motivieren sich gegen ein Kind zu entscheiden und das zu Recht, denn mit der Geburt fängt der Stress, fangen die Sorgen und die Konflikte erst so richtig an, egal wie sehr man sich gegenseitig und wie sehr man sein Kind selbst liebt. Ein Kind ist bei aller Freude, die es macht, eben für jede Beziehung auch ein sehr großer Stressfaktor und wenn man nun seine Beziehung beim Eintritt der ungeplanten Schwangerschaft schon als nicht beständig oder unsicher empfindet, dann kann (kann!) es eine Frau zu der Entscheidung motivieren, die Schwangerschaft nicht fortzusetzen.

Du selbst hast glaube ich nicht mehr und nicht weniger falsch gemacht, als andere Menschen auch. Ihr habt einfach nicht zueinander gepasst (wart ja auch noch nicht so lange zusammen bis es zur ersten Trennung kam und bei Eintritt der Schwangerschaft war ja auch noch alles ganz frisch) und diese Schwangerschaft hat vielleicht ans Tageslicht befördert, was ansonsten noch eine Weile im Dunkeln vor sich hin gearbeitet hätte und Deine Ex hat dies gemerkt, sonst hätte sie weder das Kind abgetrieben, noch sich von Dir getrennt.

Die momentane Situation für Dich will ich gar nicht marginalisieren - es ist schon eine ziemliche emotionale Achterbahn, wenn man als Mann erst Vater werden soll und dann doch nicht und sich auch noch die Freundin von einem trennt. Nimm Dir Zeit dies zu verarbeiten und überlege, was Du vielleicht in der nächsten Beziehung anders machen kannst bzw. was Dir an Deiner nächsten Partnerin vielleicht für Eigenschaften / Verhaltensweisen wichtig sind, die Deine ehemalige Partnerin nicht hatte.

Über Deine Ex-Partnerin würde ich mir nicht so sehr den Kopf zerbrechen. Sie hat ihre Entscheidung getroffen, mit dieser muss sie zu leben lernen und das wird sie auch früher oder später, denn auch diese ihre Entscheidung hatte ja einen / mehrere gute Gründe. Vielleicht kann sie das jetzt noch nicht sehen, da sie sich noch mitten in dieser Lebenskrise befindet, die die meisten Abtreibungen für Frauen nun einmal bedeuten. Dies zu verarbeiten und zu bewältigen braucht auch Zeit und wenn sie Dich dafür nicht (mehr) brauchen kann, ist das so. Das kannst Du nicht ändern.

Wie gesagt, konzentriere Dich auf Dich - was tut Dir jetzt gut? Was kannst Du vielleicht in der nächsten Beziehung ein bisschen anders machen? Welche Eigenschaften / Verhaltensweisen sind Dir wichtig in einer Partnerschaft, die vielleicht jetzt gefehlt haben und auf die Du bei Deiner nächsten Partnerin vielleicht mehr Wert legen solltest?

Alles Gute!

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Ich denke du bist das Ventil und ein Teil des ganzen
.fair ist sie zu dir aber nicht.. sie ist traurig und überfordert und wütend. Aber wie projektiert ihre Wut auf dich. Also wir haben das auch hinter uns und ich bereue es auch sehr. Aber unser Partnerschaft leidet nicht darunter. Ihr könnt zur Paarberatung gehen. Nun wenn sie dich nicht liebt kannst du nichts machen aber lade dir nicht den Berg Schuld auf. Per WA Schluss machen kenne ich auch. Bin überrascht wie du das übersieht. Mich hatte das sehr getroffen.

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@ Marisa: es berührt mich voll, was du hier schreibst. Und es tut mir so leid, wie es bei dir gekommen ist.
Ungeplant schwanger ist so ein verzwacktes Dilemma. In den ersten Wochen ist es eh schon allein wegen den Hormonen eine Ausnahmesituation. Oft schaut es aus, als wäre keiner der beiden Wege eine gangbarer. Und dann ist noch Zeitdruck da. Ich weiß nicht, was eine Frau bräuchte, dass sie sich selber gut spürt und herausfindet, was sie von sich aus für sich will.
Wie gut, dass ihr es als Paar doch miteinander geschafft habt ❤️

@ Anton – für dich tut es mir arg leid, wie es bei euch mit der Abtreibung gekommen ist und wie euch das alles auseinander gebracht hat. Dabei warst du ihrem Buben schon ein guter Papa.
Oft weiß die Frau selber nicht, was sie will. Ich hoffe, du kannst es mit der Zeit verarbeiten. Eine Seite für Betroffene (bestimmt auch für betroffenen Männer denke ich) heißt Deborah. Es hilft dir vielleicht schon alleine zu lesen, dass du als Mann nicht allein bist, wie es dir geht. Für deine Freundin gilt das natürlich auch. Von Herzen alles Gute!

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Danke für die lieben Zeilen.