Umgangsrecht beantragen ?

Hallo

Es geht um die Tochter meines Freundes .. die kleine ist 5,5 Jahre alt und lebt bei der Mutter 140 km entfernt von uns. Leider hat er sie die letzten 4 Jahre nur sporadisch besucht stand aber mit der Mutter in Kontakt und war im Bilde wie es ihr geht etc .

Jetzt hat sich mein Freund leider ein paar Monate nicht mehr gemeldet und hatte ihr vor Weihnachten geschrieben wie es der kleinen geht etc. Keinerlei Reaktion der Mutter . Er hat jetzt schon sehr oft geschrieben sie reagiert auf nichts.

Es muss keiner was sagen ich weiß das es absolut nicht ok ist von meinem Freund sich solange nicht zu melden .
Er bereut es auch sehr und möchte jetzt da sein … was kann er jetzt tun ?

Gemeinsames Sorgerecht besteht nicht .

Soll er sich ans Jugendamt wenden ?

Danke für Tipps

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Jetzt mal vermutet aus Sicht der Mutter und vermutet aus Sicht des Kindes.

Das Kind hat ein stabiles Umfeld, stabile Beziehungen, eine stabile Beziehung zur Mutter, vielleicht zu den Großeltern, vielleicht zu Kitafreunden, Babysittern, Nachbarn...
Das Kind hat einen stabilen Alltag, Tagesablauf, Wochenrhythmus, Jahresplan, vielleicht Kita, Hobbies...
Das Kind ist emotional stabil und entwickelt sich gut. Vielleicht gibt es auch einen Ersatzvater oder andere, die die Rolle in Teilen übernehmen (Opa, Onkel, Pate..)

Die Mutter und das Kind haben die letzten 5,5 Jahre ohne die Unterstützung des Vaters gerockt. Vielleicht geht die Mutter arbeiten und rödelt, um Job und Kind mit Hilfe der Kita unter einen Hut zu bekommen. Wenn sie mal müde oder krank ist oder Lust hat, etwas für sich zu tun, und sei es nur 10 min Schwimmen, muss sich die Mutter kümmern, sich auf andere verlassen, vielleicht andere anbetteln. Alles Handwerkliche hat sie sich sowieso angeeignet oder jemanden gesucht, der ihr hilft. Finanziell geht es gerade so, wäre natürlich leichter, wenn man sich wirklich zu zweit reinteilen könnte.

Und jetzt käme da ein Vater, der jahrelang kein Interesse hat und jagt Mutter und Kind das Jugendamt auf den Hals? Ich würde mir so verarscht vorkommen. Im besten Falle ist das Kind neugierig, im schlimmsten Falle hat es Angst, weil es die Situation nicht einschätzen kann. Wer ist der Fremde, was will der und wieso muss ich da mit, obwohl ich heute eigentlich wie immer [Aktivität der Wahl einsetzen] tun will?

Geh mal davon aus, dass die Mutter keine Zeit hatte, den Kontaktversuch von vor Weihnachten zu beantworten. Oder keine Lust. Oder versucht, ihr Kind davor zuschützen, dass es total aufgewühlt wird.

Dein Freund kann erneut eine freundliche Nachricht schicken (wie die Erinnerungsmails, wenn man eine Rechnung vergessen hat) und vielleicht kann er anrufen.

Und dann halte ich es für die kommenden Monate, wenn nicht gar Jahre angemessen, wenn er in der Besucherposition bleibt, es sei denn, das Kind möchte mehr.

Rechtlich gesehen hat dein Freund ein Umgangsrecht (dito das Kind). Dass das Kind seinen Vater kennt, halte ich auch für sinnvoll. Insgesamt aber finde ich die Rosinenpickerei deines Freundes unter aller Sau. Erst lässt er alle im Stich und dann, wenn sich die Betroffenen ein Leben aufgebaut haben, will er mit Hilfe des Amtes kommen und alles, was sich die anderen aufgebaut haben, einreißen.

Natürlich kann ich mich täuschen. Vielleicht ist die Mutter und ist das Kind auch happy, dass er sich meldet. Aber es sieht gerade nicht danach aus, oder?

P,S, Hast du ihm eingeflüstert, dass er sich kümmern soll?

Bearbeitet von kkjj
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Hallo. Ja es war wohl ein ons… was es natürlich nicht entschuldigt . Er hat ihr jetzt nochmal eine Nachricht geschickt und sich dafür entschuldigt und mal sehen ob sie antwortet

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Auch wenn er sich schon mehrmals erfolglos gemeldet hat, würde ich ehrlich gesagt noch einmal versuchen eine Nachricht zu schreiben. Er seie sich seines Fehlverhaltens bewusst, möchte sich dafür entschuldigen und möchte gemeinsam eine Lösung finden. Ansonsten sehe er sich gezwungen sich durch das Jugendamt beraten zu lassen.

Wichtig ist: das Jugendamt kann da nur beratend zur Seite stehen, im schlimmsten Fall läuft es auf eine Gerichtsverhandlung hinaus, denn nur das ist verbindlich.

Bevor er das alles in Gang setzt, soll er aber mal ein paar Tage in sich hineingehen.
Schlimmer für Kinder ist ein Vater, der sich immer nur phasenweise kümmert.
Ich will da auch gar nicht verurteilen, sondern einfach nur ans Herz legen ehrlich zu sich zu sein und fürs Kind zu handeln.
Das kann je nach Situation ja immer anders aussehen.

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Ja das war auch mein Gedanke und mein Tipp.
Also das Jugendamt kann kein Umgangsrecht gewähren ? Das würde nur übers Gericht gehen ?

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Fairerweise, angesichts der Vorgeschichte, könnte dein Freund signalisieren, dass er für Kontakt offen ist, ein Angebot machen und sich bereit zeigen zu warten, bis das Kind den Wunsch verspürt, ihn zu sehen.

Bearbeitet von kkjj
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Was das Kind will interessiert kein Gericht,denn der Grund warum es Umgang gibt auch für gewalttäter ist der Unterhalt der gezahlt werden soll. Auch beim Vorschuss soll es ja wieder geholt werden wenn möglich .Es wird vom anderen Elternteil was gefordert egal ob Mutter oder Vater.Wenn eine Mutter ihren Mann erniedrigen würde und das Kind wäre bei ihm ,hätte auch sie Umgang .Auch wenn sich einer nie kümmern würde hätte er Umgang ,da man ja von ihm Unterhalt verlangen kann .Das Kindeswohl spielt keine Rolle Deswegen heißt es ja Rechte aber auch Pflichten und ginge es ums Kind, würden ihre wünsche akzeptiert werden denn ein Kontakt sollte immer freiwillig sein, es seihe denn es wurde zu unrecht manipuliert.

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Hallo,

Weit kann es mit der Vaterliebe ja nicht sein. Er hat nie das gemeinsame Sorgerecht beantragt (für mich das Anzeiechn, dass er kein Interesse hat) und dann nur sporadisch Kontakt. Jetzt ist das Kind 5,5 Jahre und versteht langsam was für einen Vater sie hat. Einen der sich nicht interessiert. Er hat sich monatelang nicht gemeldet und wundert sich jetzt, dass die Mutter nicht springt, weil er sich meldet.
Jetzt bekommt er mal seine eigene Medizin zu schmecken. Und er sollte mal überlegen wie miss er sein Kind behandelt.

Wenn du Mutter den Kontakt abblockt und er Umfang will, dann muss er über das Gericht gehen. Nur dieses kann Umgang anordnen. Wenn dieser Umgang den Kindwohl dient. Das Ehe ich hier nicht,denn es gab ja nie regelmäßigen Kontakt.

Dein Freund sollte sich überlegen, warum er jetzt auf einmal wieder Kontakt will. Will er es wirklich? Will er auf Druck von dir/Umfeld? Etc. Denn wenn er den Umgang einklagen u d dann nach ein paar Wochen wieder den Kontakt abbricht, verletzt er die Kinderseele mal wieder.

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Hmm..also das klingt für mich ehrlich gesagt, um erstmal zusammenzufassen welches Bild für mich entstanden ist durch deinen Text, so, als wären die beiden getrennt, seit das Kind 1,5 Jahre alt ist. Und als habe er bisher keine Vaterrolle übernommen. Sporadische Besuche und auf dem Laufenden halten reicht nicht um eine Vaterrolle zu übernehmen und Vater-Kind-Bindung aufzubauen.

Er war also kein zuverlässiger aktiver Vater. Nun ist er in den letzten Monaten sogar gänzlich abgetaucht.

Jetzt taucht er auf und möchte "da sein". Was auch immer das heißt.

Ich denke die Frau kommt langsam an den PUnkt zu sagen "das Kind checkt zu viel, als dass ich ihm das Hin und Her zumuten möchte und außerdem ist es mir auch viel zu anstrengend und außerdem bist du ein Arsch und Scheiß Vater".

Ich sage das so, weil ich denke der Vater sollte sich bewusst machen, dass vermutlich so ihr Blick ist und so ihr Erleben mit ihm ist und diese Vorwürfe werden ihm vermutlich , und irgendwie berechtigt, entgegen geschleudert werden. Und ich denke die muss er schlucken. Nicht auf Abwehr, Ausrede und sonstwas gehen..sondern dazu stehen.

Wichtig: Er soll sich überlegen was heißt, "er möchte da sein". Er sollte wissen was genau möchte und kann er konstant für eine Rolle im Leben des Kindes einnehmen?

Dann soll er erst versuchen, ob die Frau sich nochmal auf Gespräch einlässt, wenn nciht soll er versuchen, ob sie mit einer Beratungsstelle/oder Jugendamt weiterkommen...wenn nicht soll er, aber er soll bloß nicht wieder untertauchen, einen Antrag zur Regelung des Umgangs beim FAmiliengericht stellen.

Zum Rechtlichen/den Möglichkeiten der Instanzen.
Das Jugendamt berät und die Eltern können sich dort einigen. Die Einigung der Eltern ist nicht rechtlich bindend, also ein Verstoß gegen eine beim Jugendamt gefundene Umgangsregelung kann nicht sanktioniert werden.
Das Jugendamt kann den Eltern da nichts vorschreiben, oder Einigung erzwingen oder so.
Vor dem Familiengericht kann dann eine Umgangsregelung beschlossen werden, die theoretisch auch sanktionierbar wäre.

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Hallo "Ere-Katha"
,

wir diskutieren ab und an aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Welche Umgangsform oder welchen Umgangsrhythus fändest du im oben genannten Fall im Sinne des Kindes angemessen? (völlig neutraler Unterton, echte Frage aus Interesse)

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Guten Morgen,

hmm...die Frage ist eigentlich nicht zu beantworten. Ich habe ja viel zu wenig Infos. All diese Familienangelegenheiten sind Prozesse und man muss, so schwer es auch oft fällt, immer Schritt für Schritt gehen. Du kannst heute nciht wissen, was morgen im Gespräch rauskommt und wie es dann weitergeht und welche Möglichkeiten es gibt usw.

Ich bräuchte also Gespräche mit allen Beteiligten, ich bräuchte Infos über das Leben des Kindes, der Eltern, über die Vorstellungen der Beteiligten, ihre Idee wie sie es umsetzen wollen usw. usw.

Was ich grob sagen kann ist, dass natürlich auch hier, wenn es die Möglichkeit gibt bestenfalls am Ende ein Kind steht, welches das Gefühl hat von beiden Elternteilen geliebt zu werden und auf beide Elternteile als Bezugsperson zurückgreifen kann. Es ist dafür wahrlich nicht zu spät. Es kann ncoh eine wunderbare und stabile Vater-Kind Beziehung entstehen und wenn das möglich ist, sollte man es dem Kind nicht verwehren, auch, wenn der Vater sich bisher nicht wie ein Vater verhalten hat. Zum Wohle des Kindes bedeutet ihm diese Beziehung zu ermöglichen und zwar nicht mit angezogener Handbremse, sondern so wie allen Kinder.

Der Weg ist natürlich ein anderer, wie der bei vielen anderen Kindern und ein längerer und wie es sich entwickelt weiß man nicht.
So wie ich es lese hat der Vater sich bisher nicht aktiv im persönlichen Kontakt um das Kind gekümmert, Verantwortung übernommen wohl auch nicht und eine Bindung zum Kind besteht vermutlich nicht.

Ich denke es wären 2-3 Schritte auf der Elternebene nötig, um dann das Kind miteinzubeziehen. Ich denke der Vater sollte für sich reflektieren, warum es bisher die Vaterrolle nicht übernommen hat und warum er denkt, dass er das jetzt tun wird und zwar bis das Kind kein Kind mehr ist...und er sollte sich sehr gut überlegen wie er das umsetzen kann.
Diese Infos sollte er der Mutter im gemeinsamen Gespräch zur Verfügung stellen und muss bestimmt auch dne ein oder anderen Vorwurf hören. Wenn er ehrlich Reue zeigt und bereit ist in einen ehrlichen Kontakt mit der Mutter zu gehen, dann wird er die Vorwürfe als "ja so ist es" annehmen (wobei ich hier sagen muss, dass man die Beziehung und Trennung und was da auf Paarebene ablief eigentlich auch einbeziehen muss...das kann ich jetzt natürlich nicht. Aber, wenn da noch Dynamik drin steckt..also z.B. die Mutter in der Beziehung dem Vater immer Vorwürfe gemacht/Schuld gegeben hat und er das schlucken sollte, dann wird es ihm schwerer fallen jetzt die Vorwürfe anzunehmen, selbst, wenn er weiß und erkennt, dass die Mutter dieses Mal Recht hat).

Naja jedenfalls denke ich sollten die Eltern versuchen ein Minimum an Gemeinschaft herzustellen. So viel Gemeinschaft, dass sie die Kontaktanbahnung als gemeinsames Projekt ansehen können. Ein Projekt, welches beide gut voranbringen wollen.

Da keine Bindung da sein dürfte geht es zunächst darum diese aufzubauen. Wie das aussehen kann hängt von den Möglichkeiten ab. Also wie oft kann der Vater es einrichten, wie oft kann die Mutter es in ihren Alltag einbauen, gibt es andere Familienmitglieder (Oma/Opa oder so) die die Umgänge begleiten können, wenn die Mama es nicht kann. Für den Vater wird das zunächst ein ganz schönes Gefahre. Eigentlich wäre es natürlich schön, wenn er es schon so 2x die Woche schafft (das muss ja nicht ewig so gehen, aber um wirklich zügig Beziehung aufzubauen, wäre das schon gut). Videotelefonie kann bei der Entfernung auch helfen.

Wären der Umgänge sollte er die Mutter (oder andere Vertrauenspersonen) dabei sein. Dann sollte man anfangen ins unbegleitet übergehen (Vater geht alleine mit Kind auf Spielplatz, Eisessen..holt es vom KiGa) oder so. Dann Tagesausflüge, dann erster Ausflug zu Papa und bei Zeiten die erste Übernachtung.

Bei der Entfernung würde ich meinen, dass es letztlich vermutlich am ehesten umzusetzen wäre, wenn der Vater das Kind dann 14-tägig am WE und hälftig in den Ferien nimmt. Immer vorausgesetzt er kann das wirklich verlässlich leisten. das ist was vorher eben abgeklärt gehört. Kann er das nicht, ists besser nur 1 Papa-WE zu machen, welches dann aber halt auch stattfindet.
Man kann natürlich auch einen Telefontag einrichten oder so.

Wie lange das ganze dauert kann kein Mensch vorhersehen. Es hört sich nach monatelanger Arbeit an. Aber, wenn die Eltern zusammenarbeiten und das beide wollen und der Vater liebevoll im Kontakt ist und eben wirklich häufig kommen kann, dann dauert das nicht so lange wie man meint. Nach einigen wenigen Wochen ist man vermutlich bei den unbegleiteten Umgängen. Dann da mal laufen lassen und im nächsten Schritt gut reinspüren, wann das Kind soweit ist und mit dem Kind reden "magst du mal schauen wo der Papa wohnt? Dann gehen wir das nächste mal nicht zum Spielplatz, sondern fahren mit dem Auto in meine Wohnung..die ist in XY..ich kann dir das mal zeigen wie man da hinfährt" usw. Die Besuche in der Wohnung anlaufen lassen und dann auch wieder gut hinfühlen, wann es soweit ist zu übernachten. Das kann ggf. etwas länger dauern, als die Schritte zuvor. Aber auch hier...wenn die Eltern zusammenarbeiten und jedes Elternteil beide Ausgänge in Ordnung findet (also der Vater nicht stur auf Übernachtung drängt und die Mutter nicht stur auf "das Kind ist noch ciht so weit", sondern man es als gemeinsames Projekt (Projekt klingt immer blöd..aber eigentlich verbildlicht es das Ganze ganz gut und nimmt etwas die persönliche emotionalität raus und ermöglicht Distanz, macht die nötige Teamarbeit und das gemeinsame Ziel verständlicher) sieht an dem man gemeinsam arbeitet und man es gemeinsam gut zu Ende bringen will...kein Kampf...dann wird das gut gehen.)

Bearbeitet von ERE-Katha333
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Wie wär's erstmal mit Blumen, Pralinen und sonstigem Entschuldigung-Zeugs?!

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Und was soll sie damit?

Das würd mich null interessieren und ändert doch auch gar nix? Ich käme mir da ehrlich gesagt eher vera***t vor, wenn ein Kerl, der sich vorher null für das Kind interessierte, dann mit Blumen und Pralinen aufkreuzt?!

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Ich schlage auch nicht vor, DIR Blumen oder Pralinen zu schicken. Es gibt auch Menschen, die eine ernst gemeinte Entschuldigung akzeptieren.

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Die Frage ist doch, was genau er will.. Er kann selbstverständlich das Umgangsrecht einklagen und er muss auch nicht mit Schokolade und Blumen angekrochen kommen, das hat damit ja wohl gar nichts zu tun. Aber wofür? Ist er ernsthaft daran interessiert, sein Kind regelmässig zu sehen? 140km einfacher Weg ist ja nun auch nicht ohne.. Angenommen, er möchte sie 14tägig am Wochenende nehmen, da kann das ganz schön reinfräsen diese Distanz z.B. Freitag-Abend im Feierabendverkehr zu leisten. Dann am Sonntag-Abend gleiches Spiel zurück. Oder würde er dann in die Nähe seines Kindes ziehen?

Er sollte sich also meiner Meinung nach erst Mal klar werden, was er genau will bevor er hier was anzettelt.
Wenn es ihm nur darum geht, ab und zu mal "Hallo" zu sagen und sich sonst aus dem Leben des Kindes raushalten will, sollte er es lassen.

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Hallo… wie oben bereits geschildert waren die beiden kein Paar es war ein nie Night stand . Mein Partner ist die ersten 1,5 Jahre zum Teil 3 x die Woche 140 km einfachen Weg gefahren um die kleine zu sehen. Ist natürlich auch alles eine finanzielle Frage und wenn man berufstätig ist bleibt nur das Wochenende .

Er bereut es auch sehr und er weiß das er einen Fehler gemacht hat. Da ich selbst Mutter bin verstehe ich natürlich auch die Reaktion der Mutter . Inzwischen hat sie sich gemeldet einmal und natürlich gesagt er hat sich die letzten Jahre nicht gekümmert . Mehr kam aber nicht .

Trotz allem bin ich der Meinung das man der kleinen den Vater nicht vorenthalten sollte und beide Seiten reden sollten und eine Lösung finden.

Natürlich ist mein Freund bemüht sie die erste Zeit regelmäßig zu besuchen um vertrauen zu ihr aufzubauen .. auch videotelefonie etc . Aber langfristiges Ziel wäre natürlich schön sie alle 14 Tage über das Wochenende zu holen .. bis dahin ist es selbstverständlich ein langer Weg .

Ich denke man sollte jetzt nur an das Wohl vom Kinde denken und auch so handeln

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Wenn ihr zum Wohle des Kindes denkt, dann hört auf, die momentan stabile Welt des Kindes einzureißen. Vllt. passt ab und zu ein Besuch, aber jetzt fester Umgang jedes zweite Woche würde den Lebensalltag des Kinder komplett durcheinander bringen. (ausgenommen die Situation, dass das Kind den Kontakt wirklich will oder die Fürsorge des anderen Elternteils instabil ist).

Warum kommt dein Freund jetzt plötzlich wieder auf die Idee, das Kind sehen zu wollen?

Bearbeitet von kkjj
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Versetz du dich doch Mal in die Lage der Mutter und des Kindes. Da ist ein Erzeuger der sich nicht Mal Vater nennen kann. Der sah sein Kind sporadisch, meldet sich sogar einpaar Monate gar nicht und plötzlich will er Kontakt. Was soll denn das? Das Kind hat ein stabiles Umfeld und klare Verhältnisse verdient. Ganz ehrlich dein Freund hat es einfach verkackt und damit muss er sich abfinden. Er kann doch nicht das Kind darunter leiden lassen dass es so einen unfähigen Erzeuger hat. Das alles schlimmste was er jetzt machen kann ist Umgangsrecht fordern. Wie kommt er darauf dass er es sich verdient hätte? Das ist doch nur eine egonummer von ihm und hat mit Vaterliebe nichts zu tun. Wäre ihm das Kind wichtig dann hätte er sich gemeldet und wenn ihm das Kind jetzt wichtig ist, dann entschuldigt er sich bei der Mutter und dem Kind. Er kann gerne Bereitschaft äußern dass das Kind sich jederzeit melden kann aber auf gar keinen Fall Umgangsrecht beantragen. Der spinnt doch.

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Ich hatte so einen Vater: monatelang bis jahrelang immer wieder nicht gemeldet, dann wenn ihn das schlechte Gewissen gepackt hatte (oder seine Frau), wollte er sofort Kontakt und auf toller Vater machen. Danach wieder Funkstille. Mich hat das teilweise sehr überfordert und einiges in mir kaputt gemacht. So ging das, bis er verstarb, ich war 22.

Es war furchtbar und ich denke, es wäre für mich einfacher und auch für meine Zukunft besser gewesen, wenn er in meinem Leben gar keine Rolle gespielt hätte.

Wenn dein Freund Kontakt will, dann nur unter der Bedingung, dass er es langsam angehen lässt, die Kleine kennt ihn ja gar nicht. Und er müsste dauerhaft (!) Interesse an ihr zeigen und nicht nur zwischendurch mal aus einer Laune heraus. Ich glaube aber mit seiner Vorgeschichte ehrlich gesagt nicht, dass er dazu in der Lage ist. Seid ehrlich zu euch selbst, bevor ihr das Kind und die Ex mit reinzieht.