Patchwork funktioniert nicht - Trennen oder nachgeben?

Ich bin seit 2,5 Jahren mit meinem Partner zusammen. Er hat einen 12 jährigen und ich einen 4 jährigen Sohn aus der jeweils früheren Beziehung. Mein Sohn lebt dauernd bei mir, sein Sohn bei der Mutter, besucht uns alle 2 Wochenenden. Seit 2 Jahren wohnt mein Partner bei meinem Sohn und mir. Es war eine gemeinsame Entscheidung, die bis vor kurzem auch noch niemand bereut hat, auch wenn ich das Verhältnis zwischen ihm und meinem Kind nur als "OK" bezeichnen würde.
Ab Mai diesen Jahres musste nun sein Kind aufgrund der immer fortschreitenden Alkoholsucht der Kindsmutter bei uns wohnen. Für mich war das im ersten Moment OK, weil ich natürlich Verständnis habe, dass mein Partner sein Kind in dieser Situation zu sich holen muss. Außerdem versprach er mir, falls die ganze Sache länger anhalten würde, dass er für sich und seinen Sohn eine eigene Wohnung suchen wird, weil er wusste, dass ich das auf Dauer nicht schaffen würde, da ich bei den Umgangswochenenden oft schon von der Enge genervt war. (Meine Wohnung hat nur 56qm und 2,5 Zimmer)
Die Wochen und Monate zogen ins Land. Ich ließ mich netterweise auf immer neue Fristen ein. Im August war dann endlich eine Termin bei Gericht, in dem beschlossen wurde, dass der Sohn meines Partners alle 2 Wochenenden wieder zur Mutter darf. So weit so gut. Ein Ende der ganzen Sache war aber trotz Therapie etc. nicht in Sicht.
Meine Stimmung regelmäßig auf dem Tiefpunkt. Keine Privatsphäre mehr, kaum noch Zeit als Paar, Aufeinanderhocken in der engen Wohnung... Es kam regelmäßig zum Streit und zur totalen Eskalation. Ich war immer zu 100% der schlichtende Part. Mein Partner scheint sie ganze Sache einfach aussitzen zu wollen. Gespräche sind kaum möglich. Er argumentiert immer, dass er hier in München keine bezahlbare Wohnung findet, dass er mit einer Frau, die sein Kind nicht akzeptiert und mit ihm nicht zusammenwohnen kann/will, keine Beziehung haben will,... Und er sagt, wenn ich sie "rausschmeiße" (was ich nie so gesagt oder forciert habe), dann sieht er das automatisch als Trennung von meiner Seite aus.
Natürlich sagt jetzt jeder, wie kannst du dir das nur gefallen lassen! Gute Frage! Ich hänge sehr an uns. Er auch. Das weiß ich. Bevor sein Sohn bei uns gewohnt hat, waren wir ein Herz und eine Seele. Ich hatte endlich das Gefühl angekommen zu sein.
Aktuell sind die Fronten komplett verhärtet. Jeder wirft dem anderen Unverständnis vor. Es ist sogar schon so weit, dass mein Partner hat nicht mehr mit mir redet, im begehbaren Kleiderschrank schläft und mich auf allen Kanälen blockiert hat. Ja, so ist er. Ja, ich kenne ihn so. Und ich liebe ihn trotzdem. Darum geht es gar nicht. Und ich verstehe ihn, er fühlt sich hilflos. Was ich aber nicht verstehe, ist, dass er ein Getrenntwohnen nicht mal ansatzweise in Erwägung zieht. Er fühlt sich abgelehnt und wirft mir vor sein Kind nicht zu akzeptieren, wo er meins doch von Anfang an akzeptiert hat. Dass es mir darum nicht geht, will er nicht verstehen. Sein Sohn ist nett und lieb, da gibt's nix zu meckern.
Seit Tagen sagt er mir, dass ich sie bald los bin. Dass sie dann weg sind... Wann und wohin? Keine Ahnung. Vielleicht hofft er auch, dass ich ihm wieder die Hand reiche und ihn bitte, nicht zu gehen. Wie schon so oft.
Aber ich kann nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Es wird mir alles zu viel. Vor allem auch sein fehlendes Verständnis mit gegenüber. In Familien muss man halt mal die Arschbacken zusammenkneifen, sagt er.
Was kann ich noch tun?
Gespräche lehnt er ab.
Momentan scheint alles sehr endgültig.
Ich bin psychisch am Ende.
Ich bin kein besonders autonomer Mensch. Leider. Alleine sein macht mir Angst und versetzt mich in Panik. Deshalb habe ich ja auch seit 3 Monaten "mitgemacht".
Ich weiß, dass da noch Liebe ist. Und im Grunde will ich doch nur, dass alle glücklich sind.
So langsam weiß ich gar nicht mehr, was mich wirklich so sehr stört. Die Anwesenheit seines Sohnes oder die Tatsache, dass er für mich keinerlei Verständnis hat, direkt dicht macht, eingeschnappt ist, schmollt und kein Gespräch möglich ist?
Vielleicht hat jemand den ultimativen Tipp für mich.
Danke! ❤️

PS: Ende des Monats wird meine neue Wohnung bezugsfertig. Da hätten wir dann 30qm mehr. Ich befürchte aber, dass das auch nicht die Lösung des eigentlichen Problems sein wird.

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Hallo Zuckerkringel,

ich bin selbst auch Stiefmutter und sage Dir ehrlich: mir tut Dein Stiefsohn echt leid.
Der Junge hat eine alkoholkranke Mutter und ist vermutlich froh, jetzt beim Vater wohnen zu können.
Muss es denn wirklich sein, dass er bei euch auch Ablehnung spürt?
Du musst da auch gar nichts zu ihm direkt sagen- Kinder spüren sowas.
Dein Kind wurde voll von Deinem Partner angenommen und lebt bei Euch, wie in einer Familie.
Ich verstehe Deinen Partner, dass er sagt, wenn ihr getrennt wohnt, braucht ihr auch nicht mehr zusammen sein. Er fühlt sich von Dir vermutlich auch zum Teil abgelehnt- sein Kind ist ja ein Teil von ihm.
Er wünscht sich für sein Kind die selbe Akzeptanz, die er Deinem Kind auch entgegenbringt.

Ich würde Dir für alle Beteiligten raten, Dich von Deinem Partner zu trennen, wenn es Dir so schwer fällt, sein Kind zu akzeptieren.
Für Dich, weil man Dir das nicht aufzwingen kann.
Für Dein Kind, weil es eine unbeschwerte Mutter braucht ( und jetzt bist Du belastet mit der Situation).
Für den Stiefsohn, weil er es schon schwer genug hat.
Und für Deinen Partner, weil er dann eine Chance auf eine Partnerin hat, die alle Teile von ihm akzeptiert.

Man kann nicht krampfhaft zusammenhalten, was nicht wirklich zusammen passt.

Ich wünsche Dir alles Gute,
Cersei

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Lies mal genauer! Es war Teil der Absprache.

"Außerdem versprach er mir, falls die ganze Sache länger anhalten würde, dass er für sich und seinen Sohn eine eigene Wohnung suchen wird, weil er wusste, dass ich das auf Dauer nicht schaffen würde, da ich bei den Umgangswochenenden oft schon von der Enge genervt war."

Der Mann hat von Anfang an angeboten, dass er eine eigene Wohnung nimmt, falls das Kind dauerhaft bleibt, weil er weiß, dass sich seine Partnerin wegen der Enge unwohl fühlt.
Daher finde ich es nun legitim, dass sie ihn bittet, das Angebot umzusetzen. Nun erpresst er sie aber: Alle sollen weiterhin zusammenwohnen, die TE diese Kröte (Enge, keine Privatsphäre) schlucken, sonst sieht er es als Trennung.
Ganz ehrlich: Das hätte eine saubere Sache werden können, der Partner hätte seine Versprechen halten müssen. So läuft es unsauber- das ist die Verantwortung des Mannes. Scheint so, als hätte er damit kalkuliert, Geld auf Kosten der TE zu sparen, in dem sie zu 4. in einer 50qm-Wohnung bei ihr wohnen. Das will er nun durchdrücken. Geht gar nicht, statt sein Versprechen einzulösen und in Ruhe nach einer passenden Wohnung zu gucken.

An Stelle der TE würde ich nach dieser Aktion die neue Wohnung ohne ihn beziehen.

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Du, danke- ich lese ganz genau.
Und ich sehe es genau so, wie oben beschrieben.

„An Stelle der TE würde ich nach dieser Aktion die neue Wohnung ohne ihn beziehen.“

Das ist Dein Rat an die TE.
Was in Konsequenz so ungefähr das Gleiche bedeutet, wie mein Rat an die TE: Trennung.
Nur, dass es dieses Mal von ihm ausgehen wird.🤷🏼‍♀️

LG
Cersei

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Ich hätte jetzt tatsächlich in den Raum geworfen, ob ihr nicht gemeinsam eine größere Wohnung suchen könnt, aber das löst ja scheinbar nicht das Problem.
Du schreibst auch "Deine neue Wohnung wird bezugsfertig". Was wäre denn mit deinem Freund, wenn sein Sohn nicht zu ihm gezogen wäre? Wäre es dann auch deine Wohnung, er würde aber selbstverständlich bei dir einziehen? Wo ist das "gemeinsame"?

Oder kann er mit Sohn in der jetzigen Wohnung bleiben während du in die neue gehst? Was dann mit der Beziehung wird, wird man dann schon sehen.

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Danke für deine rasche Antwort!
Ich habe geschrieben "meine Wohnung", weil ich sie alleine noch vor unserer Beziehung gekauft habe. Jetzt ist sie fertig gebaut und fast einzugsbereit. Natürlich war geplant, dass mein Partner dort mit einzieht und sich wie jetzt auch an den Kosten beteiligt. Für ihn voll ok.
Leider können sein Sohn und er nicht hier in der aktuellen Wohnung bleiben. Es ist eine Art Genossenschaftswohnung, auf die ich wegen meines Jobs ein Anrecht habe, er alleine aber nicht.

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Dann ist DAS doch der Zeitpunkt, zu sagen, dass er in die neue Wohnung eben nicht mit einziehen kann. Das war doch sicher absehbar, wann diese fertig wird?
Für ihn also genug Zeit, sich voruzubereiten?

Ich sags ehrlich, mein Mitleid hielte sich da in Grenzen und auch mit der Liebe wäre es eher schnell vorbei.
Für mich ist das ein Ausnutzen, da er sicher nie ernsthaft vorhatte, sich eine eigene Wohnung zu suchen.

Eines möchte ich aber noch anmerken - niemals Paarzeit - damit muss man aber rechnen, wenn man sich einen Partner mit Kind wählt. Du hast ja auch ein Kind...Das ist eines der Dinge, die mir an deiner Perspektive aufgestoßen ist.

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>>Sein Sohn ist nett und lieb, da gibt's nix zu meckern.<<

Daher verstehe ich das Problem nicht.

Eure Wohnung ist sehr klein für 4 Personen, aber eine größere Wohnung ist in Aussicht, also ist das auch kein dauerhaftes Problem.

Ich finde es auch nicht "nett" von dir, die Verlängerung der Fristen zu akzeptieren, sondern sehe das tatsächlich in einer Beziehung als selbstverständlich an. Wo soll er denn in München innerhalb von wenigen Wochen eine passende Wohnung finden? Wie soll er denn irgendwelche Fristen einhalten, wenn die Ex schwer Alkoholkrank ist? Da ist es mit einem Entzug über ein paar Wochen oder Monate auch nicht getan, die eigentliche Arbeit beginnt erst hinterher, bei der Rückkehr in den Alltag.
Eigentlich war doch von Anfang an klar, dass der Junge nicht zeitnah zu seiner Mutter zurück kann, sondern das eine langwierige Geschichte wird.

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Danke für deine Antwort! Das Problem ist nicht das Kind an sich. Es geht darum, dass mich seine Omnipräsenz einfach nervt. Es ist einfach so ein beklemmendes Gefühl, das ich nicht in Worte fassen kann. Warum sonst bin ich seit Monaten dauergenervt? Ja, vielleicht wird das in der neuen Wohnung anders. Aber was, wenn nicht? Keine Ahnung, ich fühle mich ja selber hilflos, sonst hätte ich diesen Post nicht verfasst.
Und naja, in 3-4 Monaten ist es auch in München möglich eine Wohnung zu finden. Wenn man denn will. Ich finde es einfach sehr egoistisch seine eigene Bequemlichkeit vor die Bedürfnisse des Partners zu stellen und nicht mal vernünftig reden zu wollen, sondern nur vollendete Tatsachen zu präsentieren...

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Meiner Meinung nach sollte dein Partner sich von dir trennen. Er ohne Sohn kann bei euch leben, mit aber nicht, weil dich seine Präsenz nervt. Deinen Sohn aber soll er akzeptieren und respektieren?

Dein Partner hat nun mal einen Sohn, den solltest du auch respektieren und akzeptieren und eben auch deinen Partner mit Sohn.

Wäre ich du, wäre für mich die einzige Lösung eine größere Wohnung und zusammen leben. 80qm sind übrigens genug für 4 Personen. Da sein Sohn 12 ist, ist es ja auch absehbar, wann er auf eigenen Beinen stehen kann.

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Ich lebe seit fast 12 Jahren in Patchwork mit allen Kindern, ein Stiefkind und ein eigenes Kind sind bereits ausgezogen. Ich konnte von Anfang an auch nicht viel mit meinen beiden Stiefkindern anfangen. Sie waren mir eigentlich immer lästig. Es hat viele Jahre gedauert bis ich sie einigermaßen akzeptiert habe. Mein Mann hatte mit meinen beiden allerdings kein Problem. Du kannst mir auch gern per PN schreiben.

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Du solltest dich trennen.
Wie soll das funktionieren, wenn du den Sohn nicht mit in der Wohnung haben willst? Ich hatte selbst einen Alkoholiker in der Familie, so ein Problem löst sich nicht von heute auf morgen und der Sohn ist bei deinem Partner auf jeden Fall besser aufgehoben als bei der Mutter. Ich würde wohl auch nicht an einer Beziehung festhalten wollen, in der ich getrennt vom Partner lebe weil mein Sohn nicht akzeptiert wird. Ich sehe es schon ein wenig wie dein Partner: wenn man sich liebt muss man in schwierigen Situationen eben mal die Arschbacken zusammenkneifen. Ist man dazu nicht bereit, reicht die Liebe wohl nicht aus.

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Es ist doch gar nicht der Punkt, dass die TE nicht akzeptiert, dass ihr Partner einen Sohn hat. Zumindest verstehe ich ihren Post nicht so. Aber klar, es wird hier wieder auf die böse Frau eingehackt, die das arme Kind nicht akzeptiert. Darum geht es ihr doch aber gar nicht.

Es gab eine Absprache mit ihrem Partner, dass er sich eine Wohnung sucht, wenn sein Sohn länger bei ihm bleiben sollte. Daran hält sich ihr Partner nicht. Klar ist es nicht einfach, zumal sie in München wohnen, eine bezahlbare Wohnung auf die Schnelle zu finden. Aber weder in München noch sonstwo findet man eine Wohnung, wenn man gar nicht sucht. Mir scheint, der Partner sitzt die Sache aus, hält sich nicht an Absprachen, macht auch noch total dicht und redet nichtmal mit der TE (wobei ich den Eindruck habe, dass sie für Kompromisse durchaus offen wäre) und bockt wie ein kleines Kind. DA liegt m.E. das Problem und ich finde, dass sich hier nicht die TE unmöglich verhält, sondern ihr Partner. Und das hat nix mit dem Kind zu tun. Und dass PW schwierig ist, und dann noch unter den Umständen (alkoholkranke KM) und in einer so kleinen Wohnung, das muss ich glaube ich nicht weiter erwähnen. Ich verstehe total, dass das nervt. Da muss eine konstruktive Lösung her, allerdings muss da ihr Partner auch seinen Teil beitragen.

Und zu einem Beitrag weiter oben: Es ist m.E. im PW genau der falsche Ansatz, mit dem Argument zu kommen, dass man ja wusste, dass der Partner Kinder hat und deshalb ja auch klar ist, dass es keine Paarzeit gibt. Das ist mit Verlaub der größte Quatsch, den man machen kann. In jeder Beziehung ist Paarzeit wichtig, auch wenn das mit Kindern natürlich nicht so oft geht wie ohne. Im PW ist es fast noch wichtiger als mit gemeinsamen Kindern. Gibt es das nicht, ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt. Man muss sich diese Paarzeit natürlich aktiv schaffen und es müssen beide Partner wollen.

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Wo habe ich denn bitte auf die TE eingehackt? Aber ganz nüchtern betrachtet: für den Sohn des Partners ist es auf jeden Fall das Beste bei seinem Vater zu bleiben. Die TE möchte aber nicht mit dem Sohn zusammen wohnen. Das ist ja ok. Aber dann muss man sich eben auch eingestehen, dass eine Trennung am sinnvollsten ist.

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Hallo,

also wenn er nicht bei dir im Mietvertrag steht uns somit Wohnungslosigkeit droht würde er vom Amt eine Wohnung bekommen.

Warum hat er das nicht versucht?

VG

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Bekommt man als Alleinerziehender, der relativ gut verdient, einfach so ne Wohnung vom Amt?

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nein, einfach nur nein. Nicht einmal, wenn man wenig verdient

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Ich verstehe nicht ganz. Du findest seinen Sohn lieb und nett und sagst, es gibt über ihn nix zu meckern. Auf der anderen Seite schreibst du, dass du nicht weißt, was dich mehr stört, sein Unverständnis oder die Anwesenheit seines Sohnes.

Ist der Junge nun ein Problem, oder nicht?

Und für was hat dein Freund kein Verständnis?

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Der Junge als Person ist kein Problem. Trotzdem ist mir seine dauernde Anwesenheit oft unangenehm. Ich fühle mich in meiner Freizeit, besonders auch abends, wenn ich gerne mal nur in T-Shirt und Unterhose durch die Wohnung laufe, eingeschränkt. Das mag komisch klingen, aber es ist nun mal so. Auch wenn wir die Vereinbarung hatten, dass er spätestens um 21 Uhr in seinem Zimmer ist. Darüber wird sich gerade jetzt in den Ferien gerne hinweggesetzt. Und ich bekomme absolut kein Verständnis von meinem Partner diesbezüglich. Und das ist nur ein Beispiel. Am Wochenende kommt sein Sohn auch einfach oft zu uns ins Schlafzimmer. Da darf ich dann immer schauen, dass nix Nacktes unter der Decke raus guckt... Kann mir niemand sagen, dass er das auf Dauer nicht blöd findet...
Und noch mal wegen der Sache mit dem Verständnis: Mir wird eben alles schnell zu viel. Ich bin halt dazu auch noch alleinerziehend und mein Vierjähriger ist ein kleiner Wirbelwind. Ich hab nen stressigen Fulltimejob, der mich mental brutal fordert. Plus Haushalt. Und dann jetzt auch noch "Zwangspatchwork". Mein Partner sagt, dass mich mein Leben grundsätzlich überfordert, und sein Sohn auf keinen Fall Schuld an meinen Launen und meiner Frustration sein kann.

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Sein Sohn muss um 21 Uhr auf seinem Zimmer sein und darf nicht mehr rauskommen? Sorry, aber du bist wirklich eine böse Stiefmutter! Wir sind auch eine Patchworkfamilie und ich hatte vorher schon eine mit Stiefkindern in 1. Ehe, ich laufe in unserer Wohnung rum, wie ich will, mein Mann auch.

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Man merkt immer erst, wenn man in der Situation ist, ob man für Patchwork geschaffen ist oder nicht.
Ich halte es nicht für verwerflich, wenn man feststellt, dass es keine Familienform ist, die für einen geeignet ist. Ich weiß, es wäre für mich nichts und von Beginn an ein Ausschlusskriterium. Du hast es versucht und stellst nun fest, du kannst es nicht, das ist ok. Ich verstehe aber deinen Partner, dass es für ihn nicht akzeptabel ist, dass er deinen Sohn akzeptiert, du aber seinen nicht. Aber, dass kann man vorher kaum wissen, manches geht leider nicht, auch wenn man es sich anders wünscht.

Was mich an der Sache stört, ist das bockige Verhalten deines Partners und du solltest in dich gehen, ob du mit so jemandem eine Beziehung führen willst. Sein Verhalten wird bleiben und er wird auch für immer Vater seiner Kinder sein. Diese Komponenten lassen sich nicht beseitigen.
Schau also, ob deine Angst vor dem allein sein so stark ist, oder dieser Leidensdruck höher, als die permanente Belagerung durch sein Kind gepaart mit seinem Verhalten ist.
Auch solltest du dir darüber im Klaren sein, es kann passieren, dass das Kind für immer beim Vater bleiben kann. Wenn dir das Angst macht, ziehe einen Schlussstrich und zwinge ihn Verantwortung zu übernehmen. Ich bin mal ehrlich, jemand der mich ignoriert und blockiert und dabei meine Wohnung besetzt, könnte das zukünftig vor dem Obdachlosenasyl....

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Ja, das sollte ich mir wirklich überlegen. Das ist nämlich aktuell wohl unser größtes Problem...