Umgangsrecht

Hallo,
Jetzt muss ich mich mal wieder an euch wenden….
Die Kinder meines Partners sind alle 14 Tage am Wochenende und theoretisch immer die Hälfte aller Ferien bei uns. Ich muss dazu sagen, auch ich hab zwei Kinder die alle zwei Wochen und auch die Hälfte der Ferien bei ihrem Papa sind.
Das Problem ist aber die Ex meines Partners.
Er hat leider kein Sorgerecht für beide. Jetzt ist es so das dies voll ausgenutzt wird. Letztes Jahr hat sie sich an so gut wie keine Abmachungen bezüglich der ferienaufteilung gehalten. Es wurde immer kurzfristig (2-3 Tage) vor Ferienbeginn angerufen, sie muss arbeiten hat doch keinen Urlaub wir müssen die Kinder nehmen. Wir sind allerdings auch beide berufstätig. Das heißt die Kinder wurden dann zu Oma und Opa gebracht. Für dieses Jahr haben wir im Januar einen Plan gemacht mit Urlaub, Wochenenden etc. an denen wir die Kinder nehmen würden. Da kam bis heute keine Reaktion.
An Wochenenden wo die Kinder Heinzes sein sollten kann sein sie ruft Donnerstag abends an die Kinder bleiben bei ihr sie muss das Wochenende tauschen usw. Was das tauschen betrifft ist dann ja auch immer schwer, da ja hinten dran noch viel
Mehr Organisation hängt und es einfach immer viel zu kurzfristig ist. Wir haben alles so organisiert das alle zwei Wochen alle vier Kinder da sind und wir dann ein kinderfreies Wochenende haben.
Jetzt hab ich meinen Partner nach vielen langen Diskussionen soweit das er es auch einsieht das es so nicht weiter gehen kann. Aber wie löst man dieses Problem am ehesten? Mit ihr darüber sprechen wird nicht viel bringen, das hat man das ein oder andere mal schon versucht. Auch gab es schon Gespräche mit dem Jugendamt wo im Nachhinein nichts gebracht haben.
Ich bin mit meinem Latein am Ende. Gerichtlich festschreiben? Wie verhält sich das dann aber mit dem Sorgerecht? Ich denke das spielt erst mal gar keine Rolle bei der ganzen Sache oder?
Ich hoffe ihr habt mir den ein oder anderen top….
Liebe Grüße

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Ihr könntet auch bevor ihr Gericht oder JA einschaltet folgendes versuchen:
Die Friss oder Stirb Methode wie ich sie gerne nenne. Heißt, keine Tausch Wochenenden anbieten. KM sagt kurzfristig das WE ab? Sehr schade wir haben und schon auf die Kinder gefreut. Ein anderes Wochenende können wir leider nicht anbieten, wir sind verplant.
Die Kinder können nicht wie geplant in den Ferien kommen? Schade, aber wir haben nur da Urlaub, anders geht es nicht, dann fällt es leider aus.
Was meinst du wie schnell KM sich dann bemühen wird sich an die Absprachen zu halten, wenn sie sonst kein freies Wochenende hat.

Bei uns hat es so funktioniert, nach ein paar Mal durchziehen.
Ja, es klingt hart, und ja es leiden dann auch die Kinder darunter und der KV.
Aber man kann sich eben auch nicht alles gefallen lassen. Und die Kinder werden nicht sofort einen Schaden davon tragen wenn das Wochenende 2,3 mal ausfällt.

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Es leiden nicht "auch" die Kinder drunter, sondern NUR.
Auch würde ich als eh schon nur Wochenendpart nicht noch mehr verzichten wollen.

Wenn man Probleme hat, dann sollte man das mit externer Hilfe machen und nicht genauso auf Kosten der Kinder wie hier die Mutter.

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Kann ich verstehen, würde ich genauso handhaben wenn man merkt das KM einem auf der Nase rumtanzen will und es nur um Schikane geht.

Im Endeffekt wird es wohl nur 2 - 3x passieren, wenn KM merkt, das KV nicht mehr mitspielt und sie nicht mehr nach Lust und Laune rumswitschen kann, wird es sich wohl gegeben haben.
(Außer man hat ein sehr Resitenten Exemplar ;-))

Und da nimmt auch keine Kinderseele schade von oder die Beziehung zum Papa wird gestört, wir gehen mal davon aus das es nicht jedes Wochenende so ein heckmeck gibt und i.d.R. dann zwei Wochen später der reguläre Umgang statt findet.

Es müssen sich halt alle mal ein wenig zusammen reißen und sich an Regeln halten, da kann weder eine Kindsmutter ständig dazwischen grätschen noch der Kindsvater ständig absagen oder verschieben.
Wenn es ein geben und nehmen ist, dann ist auch MAL ein verschieben okay. Wenn ein Part stänidig übertreiben muss, dann ist logo das Frust entsteht und man schaut wie man den anderen "erzieht".

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Hallo,
euer Problem betrifft das Umgangsrecht und nicht das Sorgerecht. Auch ein nicht sorgeberechtigter Elternteil hat Anspruch auf und Pflicht zum Umgang.
Wenn es tatsächlich so chaotisch abläuft, bleibt meist nur der Weg übers Gericht. Dann ist das festgeschrieben und sie kann belangt werden, wenn sie sich nicht daran hält. Mit dem Jugendamt funktioniert das nur, wenn beide freiwillig mitmachen.

Alles Gute und liebe Grüße
Thala

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Und das Sorgerecht gleich mit einklagen. Kriegt man ja problemlos.

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ihr könntet auch einfach mal einen Gesprächstermin im Ja vereinbaren, um die Kommunikation zu verbessern und dort den Umgang festlegen

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Hallo, war bei uns ganz ähnlich. KM hat ständig nach ihrem Befinden getauscht oder das Kind gar nicht erst zu Papa gelassen weil sie irgendeinen Ausflug geplant hatte. Mein Mann hatte das zu Beginn brav mitgemacht, weil er immer nur seine Tochter im Blick hatte.

Als er dann das erste Mal "Nein" sagte, fing die KM an, das Kind derart aufzuhetzen und emotional zu erpressen (z.B. unter Tränen vor dem Umgangswochenende zum Kind sagen "Mama ist jetzt sehr traurig, dass du weg gehst. Ich bin dann ganz alleine hier und werde auf dich warten"), dass das Kind nicht mehr zu Papa wollte. Hier blieb nur der Gang vor Gericht. Seither ist Ruhe und wir haben klare Termine und Planungssicherheit.

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Wenn schon das Jugendamt nicht helfen kann, bleibt euch nur der Gang zum Anwalt und Gericht. Natürlich ist es teuer, aber wenn nicht zum Anwalt/Gericht geht wird es alles so bleiben wie es jetzt ist. Es braucht einfach vernünftige Regelungen die sich alle Parteien halten müssen. Besonders die KM. Die spontane Umänderungen zwecks Betreuung sind total unmöglich. Allein, weil man im Vorfeld überhaupt nichts planen kann wie man sein We und Urlaub verbringt. Auch für die Kinder ist so eine Situation unmöglich, weil alles eine Überraschung ist und sie auch nie wissen, wo sie wann und bei wem sind.