Stiefkind nervt mich momentan

Hallo, ich wollte mal ne andere Meinung hören aber vielleicht tut es mir auch einfach mal gut das loszuwerden… mein Stiefkind wird bald 9 und ist jedes zweite Wochenende sowie jeden Mittwoch Nachmittag und Feiertage/Ferien geteilt. Wir haben dafür zwei Jahre gekämpft, vor allem ich habe mich da echt ins Zeug gelegt. Mir war es wichtig dass mein Mann seinen Sohn regelmäßig sieht und die Beziehung gestärkt wird. Die ersten Jahre waren sehr schwer, ich habe mir Mühe gegeben, war aber immer das fünfte Rad am Wagen. Der Junge hat mich nicht einmal angeschaut oder mit mir gesprochen. Mittlerweile haben wir die Kurve bekommen ( es sei denn wir sind nur zu zweit) jetzt ist es so dass ich jedes Mal frustriert bin wenn er da ist und manchmal auch schon sehr stark gereizt. Ich bin schwanger und merke auch dass ich jedes Mal Bauchweh habe wenn er da ist, ob es nur daran liegt weiß ich nicht. Was mich nervt ist dass er total unselbstständig ist, kann sich kein Brötchen schmieren, keine Schnürsenkel binden, kann sich nicht alleine an oder ausziehen oder sich den Po abputzen und sich mal 5 min alleine beschäftigen… daran ist nicht zu denken. Er nimmt meinen Mann das ganze Wochenende total ein… dazu hört er nur auf Papa und will auch selten was essen was ich koche… am liebsten immer nur Fast Food. Er ist übergewichtig und ich schaffe es einfach nicht bei ihm die Ernährung umzustellen. Dauerhaft hört man nur Papa und man kann sich als erwachsene nicht mal 2 min normal unterhalten. Ich fühle mich das Wochenende total alleine und das andere Wochenende erledigen wir alles was so ansteht( Möbel aufbauen, Kindersachen organisieren usw) in der Woche sind wir auch immer stark beschäftigt und so haben wir kaum noch Zweisamkeit. Das läuft übrigens schon seit Jahren so und nach fast 5 Jahren belastet mich das jetzt extrem. Wir planen unser gesamtes Leben um das Kind herum. Er hat bei uns ein Zimmer, nur leider haben wir jetzt für das Baby kein Platz und umziehen kommt finanziell nicht in Frage. Ich möchte auch dass die beiden später als Geschwister eine gute Bindung haben und dass die Beziehung nicht von Eifersucht geprägt ist. Daher möchte ich ihm das Zimmer ungern weg nehmen. Ich habe auch Angst um ehrlich zu sein dass mein Kind kein Respekt vor mir haben wird, weil mein Stiefkind ihm damit irgendwie ein Vorbild sein wird. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken aber das belastet mich halt alles momentan. Ich weiß nicht mehr wie ich damit am besten umgehen soll. Vielleicht hat jemand ein Rat für mich. Sorry für den langen Text und ich bedanke mich schon mal 😊

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Du schreibst sehr reflektiert und ja, es ist eine schwierige Situation. Wenn ich einige Kommentare hier lese von wegen du dürftest dem BK sein Zimmer nicht "wegnehmen" denke ich, ich bin im falschen Film. Das Kind, das fest und ständig in der Wohnung lebt, soll also kein eigenes Zimmer bekommen damit ein Kind, das 4 Tage/Monat da ist, eins hat das meistens leer steht? Auch Geschwister die ständig zusammenwohnen teilen sich manchmal ein Zimmer. Wenn sich die Familie vergrössert, bringt das nun mal Veränderungen für alle, und die wenigsten können es sich leisten, für meist leere Zimmer Miete zu zahlen.

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So denke ich manchmal auch, aber auch so dass ich trotzdem mit dem Umgang mit dem BK vorsichtig bin. Er ist halt ein Scheidungskind und hat auch in seinen jungen Jahren so einiges mitmachen müssen. Natürlich werden wir die Situation abwarten und dann schauen wir wie wir es am besten regeln. Es ist nur so dass genau das mich manchmal traurig macht, weil jetzt einfach mit der Schwangerschaft ein riesen Wunsch in Erfüllung gegangen ist und ich hätte einfach so so gerne ein Babyzimmer gehabt, was ich voller Liebe einrichten würde. Liegt auch daran dass ich allgemein mich viel mit Einrichtung beschäftige. Ich konnte mich damit irgendwann beruhigen dass das Kind eh bei uns ne Zeit schläft und in anderen Familien auch nicht unbedingt mehr Platz ist. Ich verstehe dass man da auch Geduld haben muss bis so einiges möglich ist.

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Vielleicht ein kleiner Trost: Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass dieser ganze Babyeinrichtungsschnickschnack größtenteils nur Geldmacherei ist, da verdient sich die Industrie eine goldene Nase an den Traumvorstellungen der Eltern :). Das Baby kriegt nichts davon mit und die Sachen werden vergleichsweise nur kurz gebraucht. Ich wollte auch das Möbelset mit bemaltem Babyschrank, alles farblich abgestimmt usw., im Nachhinein bin ich froh, den praktischen Weg gegangen zu sein (normaler Schrank, Wicketisch den sich zum Regal umfunktionieren lässt usw). Ein gesundes Baby ist wichtiger als jede Ausstattung. Alles Gute für deine Schwangerschaft und ich hoffe dass ihr eine gute Lösung für die Wohnsituation (und den Rest) findet!

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Und wie wäre es, wenn ihr in kleinen Schritten mal damit anfangen würdet, diese Dinge alle zu lernen
- Schnürsenkel binden
- Hintern abwischen
- an- und ausziehen

Vielleicht auch miteinander kochen, damit er die gesunden Lebensmittel kennenlernt.

Ihr solltet mit der Kindsmutter an einem Strang ziehen. Es hilft kaum, wenn er jedes 2. WE mit gesunder Ernährung in Berührung kommt, wenn es zuhause so wie es scheint komplett anders läuft.
Man kann dem Jungen da keine Schuld geben. Es ist Sache von euch Erwachsenen, ihn in die richtige Richtung zu leiten.

Und dass ihr 1 Zimmer zu wenig habt, dafür kann er auch nichts. Natürlich solltet ihr ihm das nicht wegnehmen. Er käme sich ja komplett "rausgeschmissen" vor. Die erste Zeit braucht euer Baby ja eh kein eigenes Zimmer und vielleicht könnt ihr euch eine größere Wohnung leisten, sobald du nach der EZ wieder arbeitgen gehst.

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Ja, natürlich kann er nichts dafür und in kleinen Schritten ihm das beibringen machen wir auch schon, dann ist er aber wieder bei der Mutter kommt wieder und hat irgendwie gefühlt alles wieder verlernt. Natürlich macht er auch kleine Vortschritte und er wird auch immer von uns ermutigt. Morgen macht er unter Aufsicht das erste mal Rührei für uns 😃
Ich übernehme auch die Mutterrolle wenn er da ist, was irgendwie für mich als erwachsene normal ist, nur ist es verdammt anstrengend weil es trotzdem nur jedes zweite WE ist.( es ist schwer ein Kind an 4 Tagen im Monat zu erziehen, vor allem zeitlich wird es oft knapp) Ich denke auch das momentan meine Hormone auch eine Rolle spielen, nur kann ich einfach nichts dagegen tun. Mit der Mutter an einem Strang ziehen, hört sich immer super an, ist in diesem Fall aber absolut nicht möglich. Ging alles nur über Ämter und eine Anzeige hat sie auch schon kassiert weil sie zu uns unangekündigt ankam und mir einfach mal an der Tür ins Gesicht geschlagen hat. Sie hat mich Jahre gestalkt und hat uns bedroht. Aber jetzt geht es um den Jungen… wir haben das Gefühl dass sich keiner so richtig mit ihm beschäftigt und wenn er dann am WE da ist, braucht er ganz viel Aufmerksamkeit. Mein Mann ist von der Woche schon total erschöpft und fällt Sonntag wenn er ihn weg gebracht hat einfach nur noch ins Bett. Ich verstehe dass er auch Papa vermisst aber manchmal wäre es auch schön wenn er mal sich kurz alleine beschäftigt damit wir mal zur Ruhe kommen. Dass das Baby erst bei uns schläft habe ich auch gemeint und haben jetzt Platz in unserem Schlafzimmer gemacht. Wir haben lange für diese Schwangerschaft gekämpft und für mich war es immer ein Traum ein Zimmer einzurichten. Jetzt steht es unbenutzt und wird praktisch nur 4 Tage im Monat bewohnt… es fühlt sich manchmal nicht richtig an ☹️
Die Situation ist gerade echt irgendwie knifflig. Ich habe auch natürlich schon Sorge darum wenn das Baby da ist. Soll ich dann das ganze Wochenende alleine mit dem Baby sein, weil mein Mann jede Minute eingespannt ist? Ist auch nicht richtig, weil schließlich ist es auch sein Kind und braucht natürlich anfangs mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge als ein 9 jähriger. Ich kann echt viel dazu schreiben 🫣
danke für deine ehrliche Antwort/ Meinung

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Zum Thema Babyzimmer einrichten:
Habe ich auch mit Hingabe gemacht. Doch dann war Kind 1 ein absolutes Schreikind, das nur mit Körperkontakt mit mir ein paar Stunden geschlafen hat. Heißt: Kind 1 hat ab Geburt bis zum 4. Lebensjahr ausschließlich im Elternbett geschlafen, da ansonsten keine Minute an Schlaf zu denken gewesen wäre. Babyzimmer war komplett für die Katz.... So viel dazu....

Außerdem: WO soll dann der Junge schlafen, wenn aus seinem jetzigen Zimmer das Babyzimmer gestaltet werden sollte? Auf der Wohnzimmercouch?

Entweder richtet ihr beide Kinder in 1 Zimmer, oder ihr braucht ne größere Wohnung. Ist nunmal so, wenn die Familie vergrößert wird. Ihr wusstet aber doch um das Problem, bevor ihr euch für ein 2. Kind entschieden habt. Also sollte auch eine passable Lösung gefunden werden, womit alle Familienangehörigen zufrieden sind.

Zudem fällt mir auf, dass du sehr abgrenzend denkst.
Zum einen ist da der Junge, der seine Aufmerksamkeit braucht und die du ihm auch gönnst.
Zum anderen siehst du dich und das Baby am WE alleine, weil dein Mann und sein Sohn zusammen was unternehmen.
Warum siehst du euch nicht als vierköpfige Familie??? Wäre der Große euer gemeinsamer Sohn, dann würdest du doch auch nicht mit dem Baby zuhause bleiben, nur weil die anderen beiden was unternehmen möchten, oder?
Lass das nicht von Anfang an so einreißen, dass du in WIR (du, dein Mann, euer Baby) und SIE (dein Mann u. sein Sohn) denkst. Ihr seid 1 Familie und der Große sollte gleichermaßen dazu gehören. Dann wird sich auch ganz schnell ein gutes Verhältnis zwischen den Kindern entwickeln und dein Mann muss sich nicht zerreissen, um es jedem Recht zu machen.
Und auch für dich wird es friedvoller werden.

Alles Gute!

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Ich verstehe dass du genervt bist, wäre ich auch.

Warum macht ihr alle Besorgungen immer nur am freien Wochenende? Das würde ich ab sofort ändern. Man kann auch mit BK in den Supermarkt oder Möbelmarkt oder sonstiges. Oder meint ihr die KM macht all ihre Besorgungen wenn BK bei euch ist und ansonsten bespasst sie ihr Kind rund um die Uhr.
Einfach euren Alltag leben, egal ob BK da ist oder nicht, wenn ihr nicht mehr so um ihn kreist wird es dich auch hoffentlich nicht mehr so nerven .

Zum Kinderzimmer: wir haben quasi die identische Situation. BK ist 9 und unser gemeinsames Kind 5 Monate. Und haben auch nur ein Kinderzimmer. Es ist jetzt eben das Kinderzimmer von beiden. Es steht jetzt ein babybett drin und Wickelkommode usw.
Aber aktuell schläft das Baby eh noch bei uns. Wenn es dann mal im Kinderzimmer schläft werden wir sehen wie wir es machen. Entweder passt das dann für BK, oder GK schläft bei uns an den wenigen Tagen, oder BK muss eben ins Wohnzimmer, keine Ahnung. Kompromisse und Änderungen akzeptieren müssen eben alle, auch BK.

Umziehen müsst ihr aber nicht sofort, bis euer Kind wirklich das Kinderzimmer nutzt zum Spielen usw. Wird es noch dauern

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Genau, wir werden sowieso die Situation abwarten müssen und vielleicht kommen dann auch optimale Lösungen fast von alleine. Momentan ist es nur so dass so vieles auf einmal kommt und auch so viel Neues. Ich muss zugeben dass mich das manchmal alles leicht überfordert. Zudem auch das Verhalten vom BK. Mein Mann sagt auch dass er momentan so extrem anstrengend geworden ist. Wir hoffen dass es nur ne kurze Phase ist. Vielleicht muss er das auch mit der Schwangerschaft erst verarbeiten und ich hatte schon den Gedanken dass eventuell ihm von der anderen Seite eingeredet wird dass wir ihn bald nicht mehr brauchen wenn das Baby erst da ist. Vielleicht ist sein Verhalten daher noch extremer geworden. Es steht auf jeden Fall eine spannende aber auch anstrengende Zeit bevor. 🫣

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Genau und zu den Besorgungen am Kindfreien WE hat sich das irgendwie so eingependelt, da er früher vllt. Nur ein Tag da war bevor es richtig geregelt war. Ich habe es schon mehrmals erwähnt, über Jahre… ich habe einen tollen Mann und er macht auch super viel und ist ein super Vater aber manchmal ist er einfach ein Mann 😂
Hier und da haben wir schon was mit dem Jungen erledigt. Dann kann er aber nicht mehr laufen weil ihm die Füße weh tun und bis vor ca 1,5 Jahren musste ihn Papa dann immer auf den Schultern tragen 🫣 war auch absolut nicht in Ordnung da er leicht übergewichtig ist und da ja schon 7 war. Liegt vielleicht auch an seinen Füßen( ist aber wieder ne neue Geschichte) manchmal ist die Zeit auch zu schade um zuhause rum zu werkeln. Wir versuchen da auch gerade ein Mittelpunkt zu finden.

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Ich finde, dass sind alles Dinge, die du zwar auf das Kind projizierst, die aber eigentlich Themen sind, die du in Zusammenarbeit mit deinem Mann klären müsstest.
Wie handhaben wir das, dass er selbstständiger wird? Wie lösen wir, dass er gesünder isst? Dass er sich mehr alleine beschäftigt?
Klar ist das frustrierend, aber wenn nur du da das Zugpferd bist, wird das Kind dir gegenüber irgendwann negativ eingestellt sein.
Ist ja bei Einzelkindern oft, dass sie so unselbständig sind. War bei meiner Stieftochter auch so früher. Mittlerweile aber nicht mehr. Wir haben da viel geredet, manchmal auch gestritten, auch mit den Kindern geredet, was sie zum Beispiel brauchen, um alleine einzuschlafen. Also ein Miteinander.
Mit dem Zimmer- das hat ja noch Zeit. Ein Baby braucht ja erst einmal kein Zimmer für sich. Und dann würde ich das einfach offen besprechen. Mit dem Sohn. Dass ihr da ein Platzproblem habt und ob er Ideen hat, wie man das lösen könnte. Kinder haben auch gute Ideen und dann lässt du ihn nicht außen vor, sondern involvierte ihn, musst das auch nicht über seinen Kopf hinweg entscheiden.

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Da gebe ich dir so recht. Manchmal wenn das Thema zu weit gegangen ist und man zu frustriert ist, erkennt man gewisse Dinge nicht. Das Forum hat mir zusätzlich paar Gedankenstöße gegeben und ich habe ausführlich mit meinem Mann darüber gesprochen. Mir ist bewusst geworden dass auch einiges an ihm liegt und ich oft versucht habe mich da alleine durchzukämpfen, was natürlich zu folge hat dass man vom BK als negativ empfunden wird, weil Papa sagt ja nicht so oft was oder Papa stört ja dies und jenes nicht so sehr. Er ist ein sehr guter Vater und auch ein emotionaler Mensch ( was ich an ihm wirklich liebe) mit unserem Nachwuchs haben sich ebenfalls bei ihm Ängste gebildet, er würde das erste Kind, zumindest in der ersten Zeit vernachlässigen müssen und dadurch gibt er jetzt natürlich alles um es auszugleichen. Als ich das angesprochen habe musste er plötzlich weinen. Er hat aber eingesehen dass er auch daran arbeiten muss. Das erklärt natürlich nicht alle Probleme die wir haben, aber zumindest eins der Wichtigsten 🙏🏻
Das mit dem Zimmer ist an sich überhaupt kein Problem, nur wenn einem alles zu viel wird, ist man gleich über Dinge traurig, die eigentlich nicht so relevant sind. Momentan ist es halt so und ich darf mich ja trotzdem über die schöne Ecke bei uns im Zimmer freuen 🙂
Ich weiß ganz genau dass im Leben sich noch andere Möglichkeiten öffnen, alles zu seiner Zeit.

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Das klingt doch prima. Da habt ihr doch einen guten Weg gefunden.
Natürlich hat man als Eltern auch immer das Gefühl, nicht genug zu tun, gerade, wenn ein Baby dazukommt und man die Kinder nicht immer bei sich hat.
Und manchmal wird alles so viel, dass man nur noch Probleme sieht. Ganz normal 😀

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Hallo Natali ,
ich lese ,seit du eröffnet hast, mit .
Deine Ansichten mögen richtig sein 🤷🏻‍♀️, keine Ahnung, kenne euch nicht. Aber , dass die Mutter des Jungen, das alles nicht wollte kann ich schon irgendwie verstehen. Ich könnte mir nichts schlimmeres vorstellen, als eine Frau ,die noch keine Kinder hat und so über mein Kind spricht 😭 ! Es macht dir nichts aus , über den Jungen im Internet zu verbreiten, dass er gewisse Dinge noch nicht zielsicher beherrscht. Eine Mama würde wohl nur in den seltensten Fällen, wenn überhaupt, so über ihr Kind sprechen.
Du hast ja mit dem Mann , den er Vater nennt , noch ein Kind gezeugt . Bedeutet also , dass du 50 % , der Gene , die den Jungen langsamer machen, auch für deine Fortpflanzung gewählt hast . Es könnte also der Fall auftreten, dass dein Kind ,mit 9 ,sagen wir 2te ,3te Klasse ,in der Schule auf die Toilette muss ,ganz dringend... und es nicht adäquat schafft ,sich den Hintern sauber zu machen. Egal , wieviel du an Zeit investiert hast, um es dem Kind beizubringen.
Würdest du dann wollen, dass die dritte Frau deines Mannes sagt , dass das Problem deine Schuld wäre ?

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Hier wird gerne damit geworfen, Diskussionspartner wären reflektiert, aber way bedeutet das wirklich? Licht strahlt von so gut ,wie jedem Material ab ,lässt Möglichkeiten,in fast jede Ecke zu sehen... Scheuklappen und Reflektion gleichzeitig?

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Dieses Forum lebt davon, dass man (anonym) über Probleme diskutiert - "im Internet verbreitet", um bei deiner Wortwahl zu bleiben. Du hast doch auch auf diesen Thread geklickt um zu sehen, was Andere über ihre PW Probleme im Internet verbreiten. Insofern finde ich deine Aussage ziemlich scheinheilig. Was ist daran verwerflich, das ungewöhnliche Verhalten eines Kindes anonymisiert anzusprechen? Im Übrigen sind auch Kinderlose durchaus imstande, auffälliges oder nicht altersgemäßes Verhalten zu erkennen, inwiefern ist es also relevant, dass die TE noch keine Kinder hat? Deiner Logik nach könnten nur Piloten erkennen, wenn ein Flugzeug abstürzt. Und da die Mutter des Jungen anscheinend selbst zweifelhaftes Verhalten (Stalking, körperliche Gewalt gegen die TE) an den Tag legt, ist ein schlechter Einfluss ihrerseits nicht auszuschließen.

Bearbeitet von Shquirrel
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Hallo meine Gute. Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Bonus Sohn ist mittlerweile fast zwölf Jahre alt und wir versuchen hier noch ein leibliches Kind zu bekommen. Wenn das nicht klappen sollte, wird es ein Pflegekind. Wir haben lange darüber nachgedacht, umzuziehen, aber ganz ehrlich, für zwei Wochenenden im Monat und die Hälfte der Ferien und Feiertage lohnt sich die Miete einfach nicht. Eine größere Wohnung wäre mit so starken Unkosten verbunden. Sollte der große irgendwann bei uns wohnen wollen, würden wir natürlich eine größere Wohnung nehmen. Aber wenn nicht, muss halt alle 14 Tage mal das Zimmer geteilt werden. Das ist auch nichts schlimmes. Ich habe drei Geschwister und wir haben uns bis zum 15. Lebensjahr alle ein Zimmer geteilt, also zwei Kinder pro Zimmer. Fakt ist ihr könnt überhaupt nicht auffangen alle 14 Tage am Wochenende, was dazwischen schief läuft. Das mussten auch wir schmerzlich lernen. Ich liebe unseren kleinen über alles aber habe auch geschafft die Abgrenzung zu sehen, dass ich nicht die Mama bin und ich leider per Gesetz nicht entscheiden darf, was das Beste für das Kind ist. Wir haben damals vom Jugendamt die Information bekommen, dass so lange das Kind zu essen bekommt Kleidung bekommt und die Mutter kein Alkohol oder Drogen nimmt wir keine Handhabe haben. Bei uns steht es auch im Raum, dass unser Junge eine Bindungs und Trennungsstörung hat. Leider ist es so wenn die Mama nicht mitmacht. Dann können wir an der Situation nicht sehr viel ändern. Inzwischen ist es aber auch so das der Papa nicht mehr alle 10 Sekunden unter Beschlag genommen wird, da das Kind jetzt lieber am PC oder an einer Konsole zockt. Weil die Mama, wenn sie keine Lust mehr hat, das Kind immer davor parkt. Ich verstehe vollkommen, wie anstrengend und zermürbend das für dich oder euch sein muss. Das Kind kann überhaupt nichts dafür – Ja, aber ihr auch nicht.
Ich muss aber auch dazu sagen, dass es Grenzen gibt. Trennungsangst, Verlust, Angst, Bindungsstörung. Das sind Dinge. Dafür kann das Kind nichts und daran muss man arbeiten und dem Kind eine gewisse Sicherheit geben. Aber es gibt auch andere Dinge die haben damit einfach nichts zu tun. anziehen, Schuhe binden, Po abwischen, Zimmer aufräumen, Stulle schmieren… Das sind Dinge die sind reine Erziehung und wenn die Mutter das nicht macht, habt ihr es natürlich schwerer. Mein Tipp und das hat bei uns wirklich super funktioniert wäre folgender: Auch wenn es grausam klingt, wir haben eines Wochenendes dann zu unserem großen gesagt, dass, wenn er auf Toilette geht. Er sich den Po selber abwischen muss wir kontrollieren gerne und helfen aber er fängt erst mal an das selber zu probieren. Und wenn er einfach ohne abwischen sich wieder anzieht und raus kommt oder ohne Hände waschen, dann muss er zurück ins Badezimmer und es versuchen. Es gab natürlich sehr viel geweint, weil er natürlich das nicht machen wollte, aber als er gemerkt hat, dass wir ihn wirklich auf der Schüssel sitzen lassen, hat er es dann doch probiert. Jedes Mal wurde es besser und so circa nach vier Wochenenden war dieses Thema vom Tisch. Er konnte sich super den Po abwischen. Als er das beherrscht hat, haben wir angefangen das Thema Brötchen schmieren. Wir haben die Brötchen aufgeschnitten und er geschmiert. So haben wir Stück fr Stück erreicht das vieles funktioniert. Ich wünsche viel Glück und Erfolg. 😌

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Ich habe jetzt noch mal ein paar mehr Beiträge gelesen. Daher wollte ich noch eine Kleinigkeit anmerken nur weil man selber keine Kinder hat heißt das nicht, dass man nicht sieht, wenn es in anderen Familienmodellen nicht ganz in Ordnung läuft. Außenstehende haben manchmal einen durchaus besseren Blick auf die Situation, als die Personen, die sich in dieser Situation befinden. Wenn man ein Partner mit Kind wählt, ist man sich immer bewusst, dass man dieses Kind eben mit zu sich in sein Herz holen muss. Aber: Es gibt dann und wann auch mal Situation, mit dem man nicht einverstanden ist und man muss diese akzeptieren, weil man eben nicht die Mama ist. Es gibt aber eben so Situationen die man nicht akzeptieren braucht. Das fängt an bei respektvollen Verhalten, bei hygienischen Fragen und bei Alltagsgeschichten.
Ich entnehme den Texten der Erstellerinnen, dieses postes Dass ihr das Kind total wichtig ist und dass sie keinesfalls negativ eingestellt ist auf das Kind. Sie ist einfach momentan etwas überfordert mit Situationen, die auch schon jemanden überfordern könnte der nicht gerade schwanger ist. Ich habe hier gelesen, dass jemand es nicht schön findet, dass sie so über jemand anderes Kind schreibt nur weil sie selber noch keines hat. Aber mal ganz ehrlich, zum Teil begleitet sie ja auch das erste Kind ihres Mannes beim aufwachsen und beim erwachsen werden. Nur weil sie per Gesetz keine Rechte hat, heißt das ja nur noch lange nicht dass sie nichts zu melden hat. Sie ist die Frau vom Papa und versorgt das Kind sicherlich mit. Und solange man bestimmte Pflichten auf sich nimmt, hat man auch bestimmte Rechte, und somit darf auch sie bestimmte Dinge in der Erziehung einfach mit einbringen. Und so darf auch sie gefrustet sein, wenn beim Kind irgendwas nicht so passiert, wie sie es normalerweise im Umfeld bei anderen Kindern wahrnimmt . Und Ich meine damit nicht Kleinigkeiten, wie das Kind schmatzt, beim Essen oder nörgelt, wenn es Hausaufgaben machen muss. Aber mit neun Jahren sich nicht mal den Po abwischen zu können oder aber den Papa mal 10 Sekunden Zeit zu geben und noch viel schlimmer nicht mal andere Leute ausreden zu lassen und immer in die Gespräche rein zu gehen. Das zeugt einfach von einer sehr, sehr schlechten Erziehung und auch von Respektlosigkeit gegenüber anderen Personen. Das nennt sich schlicht Erziehung. Und sie möchte ja dem Kind auch helfen das es Selbstständiger wird. Sie versucht aufzufangen was die leibliche Mutteraugenscheinlich nicht so richtig hinbekommt Sie möchte das Kind doch nicht abschieben und sie möchte ja auch keinesfalls, dass der Vater dem Kind weniger Liebe schenkt. Sie möchte einfach nur sicherstellen, dass Kind eins und Kind zwei harmonisch miteinander aufwachsen können und dass es ein schönes Familien Leben geben wird.

Was mir gerade noch dazu zusätzlich einfällt, ist folgendes, wir haben irgendwann erfahren, dass bestimmte Dinge, die das Kind bei uns nicht machen wollte oder konnte bei seiner Mutter zum Teil durch aus gemacht hat. Er hat es einfach bei beiden Elternteilen versucht und so kam es dazu, dass er bei uns sich dann waschen konnte, auch anziehen und Zähneputzen stellte kein Problem mehr da. Bei seiner Mutter hat er aber das Zähneputzen immer weggelassen.
Kinder versuchen ja auch regelmäßig ihre Grenzen auszuweiten und zu testen, wie weit sie kommen. Wir haben halt festgestellt, dass unser kleiner bei uns bestimmte Dinge ganz anders handhabt und bei seine Mutter umgekehrt ebenso. So kommt es schon mal vor, dass er Bei seiner Mutter, beispielsweise bestimmte Dinge ohne Probleme macht, die er bei uns nie erledigen könnte. Umgekehrt haben wir aber auch solche Dinge, die er bei uns ganz selbstverständlich macht und seine Mutter den ganzen Tag rumjammert, dass er das nicht tut.
Bis zu einem gewissen Grad ist das ja auch alles normal. Nur wenn es darüber hinaus geht, besteht Handlungsbedarf. Man darf einfach nicht vergessen, dass wir alle Menschen sind mit Bedürfnissen. Und irgendwann müssen wir auch unseren kleinen Bewohnern das erklären.

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Du bringst es einfach so auf den Punkt… viel mehr kann ich dazu schon nicht mehr sagen 🙂