Teenager in Patchwork einbinden - Erfahrungen gesucht

Hallo,

ich habe 2 Töchter (11 und 15) und mein Lebensgefährte hat 3 Töchter (6, 11,14). Wir verstehen uns alle bestens und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Bis auf meine 15-Jährige Tochter. Sie nimmt an nichts teil und will am liebsten, das ich immer zuhause bleibe und bei ihr bin. Sie trifft sich auch sehr viel und lange mit Freunden, aber ich soll immer da sein. Meinen Lebensgefährten (wir sind etwas über 1 Jahr zusammen) und seine Töchter hat sie bisher nicht wirklich kennenlernen wollen.
Wir wohnen bisher nicht zusammen.
Wir haben uns alle ab und an getroffen, aber sie ist entweder in ihrem Zimmer oder nimmt sich sonst aus der Situation heraus. Bei gemeinsamen Aktivitäten am Wochenende (Ausflüge, Essen gehen etc.) kommt sie nicht mit und verlangt von uns, das wir auch zu Hause bleiben.
Ich weiß, das Pubertät schwierig ist. Aber ich kann ja nicht alles nach ihr richten.
Ich habe sie schon gefragt, was ich anders machen soll, damit es ihr besser geht, aber da hat sie auch keine Idee.
Ich möchte ihr gern helfen, besser mit der Situation klarzukommen.
Ihre jüngere Schwester ist ach gern mit meinem Lebensgefährten und seinen Töchtern zusammen. Sie möchte auch nicht zurückstecken.
Gibt es Erfahrungen, was ich hier tun kann, um ihr zu helfen. Ich rede viel mit ihr, aber reden ist auch nicht immer leicht für sie.
Bin ratlos...
Viele Grüße

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Joa wer nicht will.. wie du sagst, sie ist schon 15.. Bei uns gibt es gewisse Aktivitäten, da *muss* der Teenie mit (z.B. Hochzeitsfeier innerhalb der Familie welches aufs Umgangswochenende fällt) aber sonst darf sie gerne zu Hause bleiben. Aber sicherlich nicht von uns verlangen, ebenfalls zu Hause zu versauern. Frag sie doch mal, wieso DU zu Hause sitzen sollst während sie mit Freunden weg ist. Wieso darf SIE Spass haben aber DU sollst bitte versauern? Sie möchte dir das doch bitte begründen...

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Wenn ich sie zwinge, an einer Aktivität teilzunehmen, sitzt sie teilnahmslos mit Leichenbittermiene dabei und ningelt ständig herum, wann wir denn gehen. Das verhagelt allen anderen die Stimmung...
Lasst ihr sie auch am Samstag über Nacht allein? Meine Tochter mag es nicht, wenn wir bei meinem Lebensgefährten übernachten. Sie soll ja mitkommen, aber will nicht. Da ist sie natürlich mal allein zu Hause...Meine kleine Tochter übernachtet fast immer dort, auch ohne mich, weil sich alle so gut verstehen...

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Deine Tochter ist 15. Die kann auch mal eine Nacht alleine bleiben.
Mein Großer ist auch 15 (am Dienstag 16) und war jetzt für 4 Nächte alleine, weil wir in den Urlaub gefahren sind und Monsieur keine Lust darauf hatte.
Er hatte dann eben "Kater-Dienst" und die Zeit, wo wir nicht da waren, ausführlich mit dem neuen großen Fernseher zum Zocken verbracht (hatte Ferien).
Wenn sie keine Lust hat - ihr Ding. Aber euch zwingen, deswegen zu Hause zu bleiben - nö. Würde ich auch nicht einsehen.

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Dass teenies nicht so Bock auf die Familie haben ist jetzt nicht so ungewöhnlich- meistens wird es ja so ab 18,19 besser!
Dass deine Tochter aber will, dass du auch daheim bleibst, klingt für mich wie ein Loyalitätsgefühl dem Vater gegenüber! Vielleicht empfindet sie die gemeinsame Zeit als Familie als Verrat dem Vater gegenüber.

Ich bin deutlich älter als deine Tochter, hatte aber öfter im Leben „ähnliche“ Probleme! Mein Bruder hat sich nach 12 Jahren Beziehung von seiner Freundin getrennt (die eine sehr gute Freundin von mir ist bis heute) und recht schnell geheiratet und 2 Kinder bekommen… irgendwie war das für mich sehr komisch, Bilder von meiner Nichte zu zeigen, obwohl ich die kleine total liebe!
Ähnliches auch bei Trennungen im Freundeskreis… gepaart mit normalen Teenie Schwierigkeiten ist da Drama vorprogrammiert!

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Das kann natürlich auch sein. Allerdings geht sie gar nicht mehr zu ihrem Vater, sondern ist dauerhaft bei mir. Sie will nicht zu ihm, auch nicht stundenweise...Ihre Schwester wechselt wöchentlich, sie gar nicht. Sie fühlt sich dort bei und mit ihm unwohl. Sagt sie...

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Warum ist der Vater da nicht mal richtig "fies" und spiegelt? Wenn sie sinngemäß sagt: ich geh zu meiner Freundin und ihr sollt daheim bleiben", klare Ansage. Entweder "wir bleiben alke daheim" oder "wir machen es genau umgekehrt, wir gehen weg und du bleibst hier und denkst drüber nach, ob du wirklich bestimmen darfst, wer weggeht und wer nicht".

Das geht ja wirklich gar nicht, egal ob Stiefkind oder eigenes.

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Teenager. Natürlich hat sie keine Lust, bei Happy-Family-Kram mitzumachen. Das gibt ihr nichts, es ist pure Qual in dem Alter für sie. Und natürlich hängt sie gern mit ihren Freunden rum, sie ist 15. Und natürlich (!) will sie emotional rückversichert sein, dass du immer noch so wie vor deiner neuen Beziehuung für sie da bist und sie jetzt nicht zugunsten anderer Kinder und eines neuen Partners von dir abserviert wird. Daher das Klammern. Sei lieb zu ihr, spiegl ihre Gefühle ("Du bist dir nicht sicher, ob du immer noch meine geliebte Tochter bist. Natürlich bist du das!"), macht oft was Schönes nur zu zweit (Bummeln, Kino, Eis, Kaffee, Joggen gehen, was ihr halt beide mögt). Das wird schon.