Hey ihr Lieben!
Wir haben einen Traum. Auswandern. Am liebsten in die Schweiz und wir informieren uns gerade wie wir das anstellen und ob das machbar ist.
Ich rechne also gerade aus was wir an Ausgaben hätten, was wir beide mit Arbeit verdienen würden. Habe mich informiert auf was ich achten muss, Katzen, was eine Wohnung kosten würde, Krankenkasse etc. Nur um zu schauen ob wir dort unten leben könnten. Habe auch tolle Übersichten gefunden. Eine Bekannte meinte wir wären noch nicht bereit weil wir rechnen würden. Aber ich kaufe mir doch auch kein Haus ohne zu gucken ob ich es mir überhaupt leisten kann.
Meine Bekannte sagte ihr Sohn würde dort unten etwa 4300 Franken verdienen, hat Auto, 3 Zimmer Wohnung, ein intensives Leben (War schon mehrmals im Urlaub)
Was mir Sorgen bereitet ist unsere Tochter. Wie machen es die Schweizer? Wie viel Ausgaben habt ihr? Wir sind zwei Erwachsene, eine Tochter und 2 Katzen. Ich habe gesehen, dass die Ausgaben für Kita bzw. Tagesmutter doch ordentlich sind. Was gibt man für eine dreiköpfige Familie für Lebensmittel etc. aus? Oder mache ich mir wirklich einfach zu viele Gedanken?
Herzliche Grüße, Sabrina
Auswandern mit Kind
Nein, du machst dir nicht zu viele Gedanken.
Vieles ist wirklich anders, gerade im Bereich Familienpolitik und Sozialabgaben.
Beispielsweise bezahlt man Krankenkassenprämien pro Kopf und nicht pro Haupteinkommen. Was alles kostet, beziehungsweise wie es mit Löhnen aussieht hängt extremst vom Wohn- und Arbeitsort ab, da gibt es gewaltige Unterschiede. Es gibt Orte da sind Krippen subventioniert, es gibt Tagesschulen usw. Es gibt Orte da gibt es nichts, ausser hohen Steuern und vielleicht gesunder Luft
Bildungswesen ist im Prinzip sehr gut, insbesondere auch bei speziellem Förderbedarf, aber so Dinge wie freie Schulwahl usw. gibt es nicht.
Als Single lebt es sich sehr gut in der Schweiz, wohl besser als in Deutschland, als Familie fallen enorm viele Erleichterungen/Vorteile weg. Es gibt u.a. keinen Erziehungsurlaub, Mietzuschüsse nur für finanziell äusserst Benachteiligte usw.
Weisst du denn schon in welche Gegend ihr ziehen möchtet? Und in welchen Berufen würdet ihr arbeiten?
Kennst du die Seite:
http://www.budgetberatung.ch/
Da kannst du dir einen Überblick über durchschnittliche Lebenskosten machen.
Hallo!
Danke für deine Antwort!
Genau auf der Seite habe ich mich informiert und bin erstmal auf den Boden der Tatsachen angekommen. :) Welche Gegend...mhm ich dachte da so Richtigung Winterthur oder St. Galen.
Ich bin gelernte Bürokauffrau und mein Mann ist Hausmeister/Handwerker.
Wir sind hier sehr verwöhnt. Zahlen für die Kita mit Essen 60 Euro pro Monat. 600 Euro Miete warm für Haus mit Garten. Das ist schon ein riesiger Unterschied zu den Ausgaben in der Schweiz, auch wenn man dort mehr verdient.
<<<< Ich bin gelernte Bürokauffrau und mein Mann ist Hausmeister/Handwerker.<<<<<<<
Tolle Berufe - aber ich denke, davon hat die Schweiz schon genug.
Und großartig Geld könnt ihr damit auch nicht verdienen, so dass es sich lohnt in die Schweiz auszuwandern. Was nützt es euch, wenn ihr gerade mal so über die Runden kommt. Überlegt es euch gut.
Vor einer Auswanderung kann man sich NIE zuviele Gedanken machen,im Gegenteil!
Wer nicht alles genau plant ist meiner Meinung nach einfach leichtsinnig und fast schon grob fahrlässig
Eine Auswanderung muss sehr gut geplant sein, finanzielle Rücklagen die man für die Not hat ,einen Job (also eine sicher Zusage die auch Zukunft hat und da kommen sich wieder die finanziellen Rücklagen ins Spiel denn arbeitslos könnte man immer werden aber man ist nicht in jedem Land so abgesichert wie in D) und schulplatz für die Kinder sind erstmal das wichtigste
Dann kommt natürlich noch Haus und Co dazu
Man sollte auch einen Notfall plan haben was man in Heimatland machen kann falls im Ausland alle Stricke reißen
Ich bin in meiner Kindheit in die USA ausgewandert da mein Vater von der Firma aus ein Angebot kam da zu arbeiten
Das hat einiges erleichtert denn die Firma nahm einige der "schwersten" uns schon vorher ab und dadurch waren wir vollständig abgesichert
Hi,
vor einem Wegzug in die Schweiz würde ich mich auch unbedingt steuerlich beraten lassen. Die Schweiz ist ein Niedrigsteuerland und mit der Schweiz besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen, das es in sich hat. Ggf. bleibt man in Deutschland noch 5 Jahre steuerpflichtig. Da hier niemand eure persönlichen Voraussetzungen kennt, wäre es also ratsam, ggf. mal einen Steuerberater aufzusuchen. Das sind Dinge, die auch gern übersehen werden, u. U. mit einem bösem Erwachen.
LG
Hallo!
Danke für die Info.
Der Sohn der Bekannten ist schon paar Jahre dort. Aber davon haben sie nichts erzählt.
LG zurück.
Es kommt darauf an, "wie" und mit welchen Zielen man in die Schweiz geht und welche Einkünfte man hier hatte und ggf. nach Wegzug noch hat. Möglicherweise trifft das bei euch nicht zu, wenn ihr "nur" nichtselbständig gearbeitet habt. Aber man weiß ja nie, ob nicht noch andere Einkünfte hinzutreten. Deshalb nur: Vorsicht.
LG
Darf ich dich fragen, warum ihr ausgerechnet in die Schweiz auswandern wollt? Rein aus Neugier...
Das Geld reizte am Anfang. Da wir hier auch nicht viel verdienen. Ich habe am Anfang gesagt: Schlimmer als hier kann es uns gar nicht gehen.
Aber vor allem die Landschaft und die Ruhe die wir im Gegensatz zu hier hätten. Dieses Familienchaos, diese Streitereien nerven mich und machen mich kaputt. Wie im Käfig.
und du denkst, mit einem umzug in die schweiz wäre alles "einfacher" und super
Vielleicht kommt das nur fuer mich so rueber, aber ich glaube die Voraussetzungen zum Auswandern sollten andere sein, als es in Deinem kurzen Post jetzt rueberkommt...
Wenn ich Leuten damals erzaehlt habe, dass ich nach Chile gehen wollte, oder nach spaeter eben nach England, was ich dann auch gemacht habe, dann ging es meist erstmal um die Motivation und die Leidenschaft. Warum will ich und was es mir bedeutet, bevor ich ueberhaupt angefangen habe mir ueber eine moegliche finanzielle Umsetzung Gedanken zu machen...
Innerhalb Europas ist ja heutzutage fast schon nicht mehr von Auswanderung zu sprechen, sondern fast eher von einem Umzug. Okay. Die Schweiz hat es nicht ganz so mit der Freizuegigkeit, wie der Rest der EU, trotzdem. Ein Schritt in die USA oder nach Austrailen bedingen wesentlich mehr Ueberlegungen, als ein Umzug innerhalb Europas.
Ich bin jetzt iinerhalb Europas mehrfach umgezogen. Zuerst von Deutschland nach England, wegen der Wirtschaftskrise wieder zurueck nach Deutschland, dann nach Polen und jetzt wieder nch England, wo wir eigentlich auch bleiben moechten...
Den einen Rat, den ich jedem als Startpunkt an die Hand geben wuerde, wohlgemerkt innerhalb Europas, waere, den Hauptverdiener (also den durch den der Umzug initiiert wurde) erstmal alleine vorgehen zu lassen, und dann die Familie nachzuholen, wenn man drueben alles vorbereitet hat...
Man hat dann fuer einige Monate (zB Probezeit) immer noch die Moeglichkeit relativ unkompliziert zurueckzufallen, falls die Situation sich als anders herausstellt, als man sich das vielleicht urspruenglich vorstellte...
Ein gewisses Masz an Flexibilitaet sollte man mitbringen.
Vieles kann sich anders entwickeln und man kann sich gar nicht auf alle Eventualitaeten vorbereiten. Da muss man dann natuerlich seinem Charakter entsprechend Vorbereitungen treffen...
Auf jeden Fall wuensche ich euch viel Erfolg bei dem Umzug, wenn ihr euch dazu entscheidet. Und das eben alle eure Erwartungen und Wuensche auch so in Erfuellung gehen...
Danke für deine Antwort.
Der Drang ist da einfach wegzugehen. Schlimmer als hier kann es nicht werden. Rücklagen hätten wir zur Not.
Mein Bauch und mein Herz sagen: Pack die verdammten Koffer und hau ab. Geh in die Ferne um zur Ruhe zu kommen. Aber da gibt es noch meinen Verstand. Aber so wurde ich erzogen: Immer auf Nummer sicher gehen. Bürokauffrau habe ich nicht gelernt weil ich es wollte, sondern weil meine Mutter meinte ich bräuchte erstmal irgendeine Ausbildung. Naja und damit ich mein eigenes Geld verdiene.
An sich sage ich mir sonst auch immer: es geht weiter. Mein Vertrag läuft Ende Juli aus, mein Mann ist seit Ende Juni zu Hause. Trotzdem geht es weiter und irgendwie schaffen wir das. Und eigentlich müsste es auch woanders klappen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Hab nur etwas Sorgen ob wir das eben mit der Kleinen hinbekommen, aber hier frage ich mich das manchmal auch.
Warum gerade die Schweiz?
Die fahren ja nun, wie auch aus einigen Antworten schon ersichtlich wird, immer ein wenig ihr eigenes Ding.
Irgendwo innerhalb der EU waere einfacher...
Und ja, das mit dem wegwollen kann ich sehr gut nachvollziehen... Ich bin jetzt seit Januar bereits in England und Mittwoch kommen Frau und Kind (3,5) endlich nach...
Und Du hast Recht. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...
Tja, eigentlich kenne ich genau 2 Leute (mittlerweile mit Familien), die das Ziel Schweiz hatten.
Der eine macht bei Swissair eine Ausbildung zum Piloten. Er und seine Frau haben aber entschieden, dass die Schweiz zu teuer ist und sie sind in Deutschland geblieben.
Die andere wurde als Hebamme von einem Krankenhaus dort übernommen (italienischsprachiger Teil). Dort hat sie ihren jetzigen Mann - einen Arzt kennengelernt. In Deutschland waren sie seitdem nicht wieder.
Man kann es in der Schweiz schaffen, aber nur mit sehr guten Jobs. Müßiggang wird dort nicht belohnt. In der Regel müssen auch beide Partner arbeiten gehen. Der Arbeitsvertrag sollte definitiv schon unterschrieben sein, bevor man wechselt und der AN sollte als erstes gehen und erst einmal allein die erste Zeit dort überstehen. Man hat zwar ein wahnsinnig hohes Einkommen, aber alle Sachen muss man selbst zahlen...das Einkommen wird dort brutto ausgezahlt, nicht netto.
Die Schweiz ist ein sehr teures Pflaster.
Ich würde mich ganz ganz genau erkundigen wie es dort mit der Arbeit aussieht und welche Zuassungsbedingungen dort herrschen.
Ich kenne eine Familie, die sind zu dritt ausgewandert, zwei Erwachsene ein Kind, sie haben hier alles aufgegeben, alle Möbel verkauft, Auto verkauft und sind nach Australien ausgewandert. Er ist Arzt und hatte sich genau erkundigt ob er dort arbeiten darf.
Tja, anscheinend nicht genug erkundigt. Irgendeine Bescheinigung aus Deutschland wurde ihm dort nicht anerkannt und er durfte nicht als Arzt arbeiten.
Nach 3 Monaten kamen sie ohne Kohle und total frustriert wieder zurück nach Deutschland und der Traum war geplatzt.
Ich würde alle Möglichkeiten genau durchgehen und alle Eventualitäten beachten.
Schweiz ist meiner Meinung nicht so einfach mit dem Auswandern.
Ja, wir machen uns schlau und sind über jeden Rat dankbar.
Oh je. In der Schweiz gibt es wohl auch die Möglichkeit sich seinen Beruf anerkennen zu lassen. Wenn man dort angestellt ist braucht man die wohl nach den Infos im Netz nicht zwingend. Nur wenn man sich selbstständig macht. Gibt auch Berufe wo man diese überhaupt nicht braucht.
Bzw. habe ich bisher von niemanden gehört der diese Anerkennung benötigte. Die Tochter unseres Nachbarn war für ein Jahr, allein, in Neuseeland. Ohne Probleme. War unter anderem Erntehelferin.
Wir selbst sind da eigentlich, was den Job betrifft, sehr flexibel. Auch hier in Deutschland. Wenn der Arbeitgeber einem die Chance gibt, kann man auch als gelernte Bürokauffrau im Supermarkt als Verkäuferin arbeiten.
Ihr seid jetzt schon arbeitslos bzw. bald arbeitslos. Wovon wollt ihr denn überhaupt einen Umzug finanzieren? Eine Kaution bezahlen? Und dass ihr beide dort einen Job findet, ist mehr als unwahrscheinlich, da ihr keine besonderen Berufe habt, die händeringend gesucht werden.
Das stellt ihr euch aber rosig vor. Ich kenne genau einen, der in die Schweiz ausgewandert ist. Und einen anderen, der jetzt in Österreich lebt. Beide sind Top-Rennfahrer und können sich das inzwischen leisten.
Außerdem hört man immer wieder, dass viele Schweizer Deutschen und anderen Ausländern gegenüber nicht gerade wohlgesonnen sind.
Klar ist die Schweiz ein feines Land. Wer würde da nicht hin wollen.
Aber ich denke, bei eurer Vorgeschichte ist es ziemlich aussichtslos und eher nur ein Traum.
Dass deine Eltern gegenüber wohnen, ist doch von unschätzbarem Wert. Wenn ihr demnächst arbeitlos seid und euch bewerben müsst, was ja an sich schon schlimm ist, habt ihr wenigstens jemanden, der auf euer Kind aufpasst.
Und auch hinterher. Wenn das Kind mal krank ist und ihr gerade neu angefangen habt etc.
In der Schweiz wärst du ganz allein und auf dich gestellt!
Kommt auch drauf an was man für einen Lebensstandart pflegt. Der Durchschnittslohn liegt bei 6000 Franken. Die, die ich kenne verdienen 4000 -4500 Franken. Der Sohn der Bekannten kommt mit seinem Gehalt gut klar und will nie wieder weg.
Hier muss ich mit Arbeit auch rechnen. Es gibt Leute die lieber zu Hause sitzen weil es sich nicht lohnt. Und auch hier gibt es genügend Bürokaufleute und Handwerker. Das ist kein Grund sich nicht zu bewerben. Ich kann doch deswegen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern muss kämpfen. Mehr als eine Absage kann nicht kommen. :)
Ich habe weder vor arbeitslos zu bleiben, noch arbeitslos in die Schweiz zu gehen. Ich trage auch keine rosa Brille. Ich habe jetzt etliche Seiten durch, habe mich informiert was am Ende übrig bleiben würde. Ob es für uns machbar ist. Auch gehe ich nicht runter ohne dort einen Job zu haben, oder Geld gespart zu haben. Rücklagen sind vorhanden und wir könnten die nächsten Monate auch sparen. (Sobald ich wieder Arbeit habe und was das betrifft bin ich flexibel, ich arbeite auch als Verkäuferin) Wir haben keinen Zeitdruck. Wir haben nicht vor morgen in die Schweiz zu gehen.
Deutsche sind Ausländern gegenüber auch nicht immer wohlgesonnen. Es gibt in der Schweiz Vermieter die mit Schildern ausdrücken: Deutsche nicht erwünscht. Gibt aber auch nette Schweizer die damit überhaupt keine Probleme haben. Und es gibt auch Deutsche die keinerlei Interesse haben sich anzupassen. Das möchte ich aber und möchte auch den Schweizer Dialekt lernen.
Es kann immer was passieren. Ja, wir sind jetzt arbeitslos. Aber haben nicht vor das ewig zu bleiben. Spätestens Anfang September werde ich wieder Arbeit haben und mein Mann hatte auch Vorstellungsgespräche. Das meinte ich: Überall kann was passieren. Ob ich in Deutschland lebe oder in der Schweiz etc. Irgendwie geht es immer weiter und man findet eine Lösung.
Mit meinen Eltern. Könnte man denken. Aber ist leider nicht so. Gehen beide lange arbeiten. Sie schläft alle paar Monate eine Nacht dort. Auch wenn sie krank ist haben wir niemanden. Hier mussten wir das schon so machen: Einer Frühschicht, der andere Spätschicht. Normalerweise geht sie für 6 Stunden am Tag in die Kita. In der Zeit werden Bewerbungen geschrieben, oder auch wenn sie schläft. Oder wir wechseln uns mit Aufpassen und Bewerbungen ab. Es geht alles, wenn man denn auch will!!!
Ich denke bei euch könnte es wirklich klappen, du gehst sehr reflektiert an das Ganze ran. Das mit dem Dialekt lernen, nun ja, wenn ihr ihn verstehen lernt ist das schon super, aber zu sprechen? Da klingt Schriftdeutsch wahrscheinlich vorteilhafter.
Nochmal mein Rat schau dir die Option Schaffhausen wohnen und Zürich arbeiten mal genauer an.
Du darfst mich auch jederzeit anschreiben, da wir als Grossfamilie mit 6 Kindern immer ein Einkommen von unter 8000.-Fr. hatten, zeitweise richtiggehend unterirdisch, kenne ich wohl so ziemlich alle finanziellen Tricks und Stolperfallen hier.