Meine Mutter klammert. Vorsicht: lang!

Hallo ihr Lieben! :-)

Meine Mutter wohnt leider ca. 260 km von uns entfernt (3 ½ Stunden Autofahrt),
was immer wieder zu einigen Problemen führt...
Sie hat einen festen Partner (nicht mein Vater) und wird nächstes Jahr in Rente gehen.
Ich bin -leider- ihr einziges Kind.

Mein Mann und ich, beide Ende 30, erwarten im Sommer unser erstes Kind,
welches auch das erste Enkelkind meiner Mutter sein wird.

Nun merke ich aber, dass sie aufgrund meiner Schwangerschaft,
immer anhänglicher wird...

Sie schreibt mir ständig WhatsApp-Nachrichten mit eher belanglosem Inhalt und schickt mir irgendwelche Kitschvideos mit singenden Mäusen, Blumenbildern, "Weisheiten", Kettenbriefen usw...ihr wisst sicher, was ich meine.

Wenn ich dann nicht innerhalb von 2 Stunden zurückschreibe, fragt sie gleich, ob alles ok sei und ob es mir gut ginge. Da wird auch gerne mal 3x hintereinander bei mir angerufen, auch mit unterdrückter Nummer. Das geht mir aber auf den Keks!
-Ich möchte keine Geisel meines Handys werden und ständig ein schlechtes Gewissen haben, weil ich schon länger nicht mehr auf´s Handy geschaut habe...

(Muss dazu sagen, dass ich generell kein Freund von WhatsApp, Facebook und co. bin und am liebsten gar kein Handy hätte! -Was heutzutage leider nicht umsetzbar ist.
Bei meiner Mutter ist es das Gegenteil! Sie wechselt fast täglich ihr Profilfoto und ist sehr aktiv.)

Wenn ich sie (freundlich) darauf anspreche, wird sofort die "Mitleidskarte" gezogen, dass wir uns doch nur so selten sehen und sie sich nunmal Sorgen macht, wenn sie "nichts" von mir hört. Der letzte Kontakt war aber erst vor 2 Tagen. -Ich versteh das nicht.

Es stimmt schon, dass wir uns viel seltener sehen, als andere Familien. Ich kann an der Entfernung aber nichts ändern! Bei 360km, kann man leider nicht mal spontan auf nen Kaffee rüberkommen. Unsere Treffen müssen immer lange geplant werden, mit Übernachtung, "Bespaßungsprogramm" etc., sonst lohnt sich die lange Anfahrt ja gar nicht.

Kürzlich hat sie einfach geplant, mir einen unangekündigten
"Überraschungsbesuch" abzustatten. -Mit Übernachtung.
Gott sei Dank hat sie früh morgens, auf Anraten ihres Lebensgfährten,
noch meinen Mann angerufen und "eingeweiht".
Er konnte ihr dann gerade noch mitteilen, dass wir gar nicht zuhause sind.

Fast wäre sie also mit Sack und Pack bei uns vor verschlossener Türe gestanden.#schock Und sie hätte nicht einfach wieder heimfahren können, denn sie wollte mit dem Zug kommen. -Das macht mir irgendwie Angst!

Ich versuche schon, sie jetzt mehr in meinen Alltag zu integrieren...
Schicke ihr Fotos von unseren Ausflügen und natürlich auch alle Ultraschallbilder etc.,
trotzdem scheint es ihr nie genug zu sein.

Wenn wir telefonieren, kommt sie nie zum Ende. Selbst nach Stunden!!!
Freundliche Schlüsselsätze wie "Also dann..." oder "Dann wünsch ich dir noch einen schönen Tag..." versteht sie einfach nicht, oder möchte sie nicht verstehen.

Deshalb bin ich immer gezwungen, ihr ganz direkt zu sagen: "Mama, wir telefonieren jetzt schon sehr lange, ich muss jetzt mal auflegen!"
Und selbst dann hört sie oftmals nicht auf zu sprechen und beginnt wieder ein neues Thema...Das empfinde ich als sehr unangenehm, weil es mich irgendwie zur "bösen Tochter" macht.

Ich habe jetzt schon Angst davor, wie es wird, wenn das Baby da ist und meine Mutter in Rente geht. #zitter
Sie hat keine Hobbys oder so, ihr einziges Hobby werden wir sein!#baby
Ich habe Angst, ihr dann noch weniger gerecht werden zu können...

(Meine beste Freundin hat kürzlich entbunden und ich sehe an ihr, dass nach der Geburt noch weniger Zeit für Telefonate, spontane Besuche etc. bleibt.)

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und könnt mir Tipps geben,
wie ich meine Mutter trotz großer Distanz besser miteinbeziehen/zufriedenstellen könnte?

Vielen Dank schonmal und sorry,
für den langen Text! #blume

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Hallo 🖐

Kann deine Situation teilweise nachvollziehen, da wir gerade auch unser erstes Kind erwarten und es für meine Mutter der erste Enkel wird. Sie klammert auch schon seit Wochen mehr als sonst 😐

Was die Nachrichten/ Anrufe etc betrifft würde ich ihr an deiner Stelle klare Grenzen setzen. Du hast keine Zeit/ Lust dich damit ständig zu "beschäftigen" und das muss sie akzeptieren. Sie kann sich nicht einfach immer sofort sorgen um dich machen immerhin bist du mittlerweile erwachsen! Setzt euch an einen Tisch und klärt das. Am besten sogar noch bevor das Baby da ist. Wenn Sie dann eine Zeit beleidigt ist dann ist das so, da müsst ihr beide dann durch.

Was die Treffen und die Entfernung betrifft würde ich einfach 1 bis 2 Treffen pro Monat versuchen zu planen. Wenn man sowas "rechtzeitig" in Angriff nimmt dann schafft man das auch auf diese Entfernung hin sich 1-2 mal pro Monat zu sehen. Und euer Baby soll ja auch einen guten und regelmäßigen Kontakt zur Oma haben.

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Hallo Kathi,

das hört sich super an, vielen Dank!

Vielleicht finden wir sogar 2 feste Termine im Monat,
damit da eine gewisse Routine stattfinden kann.
(z.B. jeden 2. und 4. Freitag im Monat.)

Das werde ich mal so mit meiner Familie besprechen, Danke!:-)#blume

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Und alles Gute für euch und deine Schwangerschaft! :-)

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Kauf ihr einen Hund :-D

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Wie kommst du denn darauf? #kratz

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Na, weil Du ein Hobby für Deine Mutter suchst #gruebel

Beschäftigung wenn sie in Rente geht........ jemanden, den sie mit Liebe überschütten kann und vielleicht hat sie dann auch weniger Zeit ständig zu schreiben ;-)

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Liebe Sameena,

du schreibst:
>>Ich habe jetzt schon Angst davor, wie es wird, wenn das Baby da ist und meine Mutter in Rente geht.
Sie hat keine Hobbys oder so, ihr einziges Hobby werden wir sein!
Ich habe Angst, ihr dann noch weniger gerecht werden zu können...<<

Es gibt für zukünftige Rentner auch Programme, damit ihnen nicht die Decke auf den Kopffällt. Deine Mutter könnte ja ehrenamtlich tätig werden. Vielleicht redest du mit ihr mal so beiläufig darüber. Verreist mit ihrem Lebensgefährten oder macht mit Freunden
etwas. Es muss eben halt Sorge getragen werden, dass bei ihr keine Langeweile aufkommt. Vielleicht mal mit dem Lebensgefährten darüber sprechen. Gibt soviele Möglichkeiten. Dann hat sie auch weniger Zeit zu anhänglich zu sein.

Das mit der anhänglichen Mutter kenne ich. Allerdings lebt sie im Pflegeheim. Und manchmal hat sie Langeweile und brauch Ansprache. Da sind allerdings schon viele Freunde weggestorben. Deswegen kommen immer weniger von denen zu Besuch.
Dafür besuchen wir Kinder sie eben halt öfters.

LG Hinzwife

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Hallo Hinzwife,

vielen Dank für deine Nachricht! :-)

Ja, es wäre toll, wenn meine Mama noch ein schönes Hobby hätte...
Ich werde sie bei Gelegenheit mal fragen, was sie denn alles mit ihrer
neuen Freizeit ab nächstem Jahr anfangen möchte. :-D

-Vielleicht kann ich sie in was Neuem unterstützen und bestärken.;-)

Es tut mir leid für deine Mutter, dass die Kontakte immer mehr schwinden...
Schön, dass ihr sie oft besuchen kommt! #blume

Liebe Grüße

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am liebsten gar kein Handy hätte! -Was heutzutage leider nicht umsetzbar ist.

Doch, natürlich ist das umsetzbar. Ich habe auch kein Handy und lebe wunderbar ohne.

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Ehrlich? Das ist super.#pro

Es wäre schon beruflich ein Problem, wenn ich auf Geschäftsreise muss...
Wobei mir da sicherlich auch ein Geschäftshandy zustehen würde. -Habe leider nie gefragt.

Stößt du bei Verwandten und Bekannten nicht auf großes Unverständnis?
Ich hatte mich z.B. lange geweigert, mir WhatsApp zu installieren und wurde jahrelang von vielen Seiten bequatscht, bis ich es letztendlich gemacht habe.
Vermutlich bin ich selber schuld...;-)

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Hallo

ja, das was du schreibst kann schon sehr anstrengend sein. Meine Eltern wohnen auch 1,5 Stunden entfernt. Um Sie mehr zu integrieren vergebe ich oft Aufgaben an sie... so was wie: "Unsere Tochter (5) möchte unbedingt ein eigenes Portemonnaie, du hast doch bestimmt mehr Zeit als ich eines zu kaufen und uns dann zuzuschicken... oder "wir brauchen dringend Matschhosen, könntest du welche besorgen"...?

Das ist total nett, da Oma dann drei Vormittage mit shoppen beschäftigt ist um auch ja das Richtige zu finden und die Kinder freuen sich über regelmäßige kleine Geschenke von der Oma. So ist sie auch über die Distanz immer präsent. Außerdem gibt es dann immer ein "Dankeschön" als Feedack, von uns und den Kindern und das freut die Oma natürlich auch.

Es wird noch etwas dauern, bis dein Kind in einem Alter ist um das zu verstehen aber auch jetzt im Säuglingsalter kann man ja der Oma kleine Aufgaben zukommen lassen (bei uns manchmal das Einkaufen eines Angebots im Aldi-Prospekt oder so...) Damit ist allen geholfen. Ich freu mich, dass ich es nicht selbst kaufen musste, die Kinder freuen sich über regelmäßige kleine Geschenke von der Oma und die Oma freut sich, dass sie trotz der Distanz so in die "Kindererziehung" eingebunden ist.

Liebe Grüße und alles Gute für die Restschwangerschaft... bei uns noch ca. 6-8 Wochen ;-)

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Hallo Lula,

danke für die tolle Idee, die Oma mit Besorgungen einzubinden!:-)

Ich merke auch, dass meine Mama uns gerne was für´s Baby kaufen möchte...
Da wir momentan aber schon alles haben, hatte ich meine Mama gebeten,
erst mal nichts zu kaufen.
(Wir haben die komplette Erstausstattung von meiner Schwägerin "vererbt" bekommen und ersticken sowieso schon in Kleidung und Spielzeug.)

Meine Mutter strickt aber gerne. Vielleicht frag ich sie mal nach einer Babydecke...;-)

Vielen Dank! #blume
Ich wünsche dir auch eine gute Restschwangerschaft und eine schöne Zeit mit deinem Baby! #herzlich #baby

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Ich würde ihr vielleicht einfach mal einen Brief schreiben und darin erklären, dass du sie wirklich sehr liebst und auch ihre Vorfreude aufs Enkelkind verstehen kannst, aber dass dich die Art, wie sie sich freut, sehr belastet. Schreibe es ruhig und sachlich, erkläre ihr, dass du dich unter Druck / Stress gesetzt fühlst, wenn sie mit der "Ich mache mir halt Sorgen"-Keule kommt, während du einfach nur nicht dauernd zum Sklaven deines Handys werden möchtest.

Versichere ihr, dass sie ganz sicher informiert wird, wenn es dir wirklich mal nicht gutgehen sollte und dass ansonsten der kluge Spruch "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten" gilt (dass sie sich Sorgen macht, ist gut und schön, aber übermäßig Sorgen machen ist nicht normal und ist im Grunde ihr Problem, dass sue in den Griff bekommen muss und dass nicht durch dich und deinen Mann aufgefangen werden sollte). Versichere ihr auch, dass du sie gerne besuchst und auch von ihr besucht wirst, aber dass du sicher sein musst, dass sie nicht plötzlich unangemeldet vor der Tür steht, da ihr ja auch euren Alltag plant und nicht immer Angst haben wollt, dass sie ohne Bett für die Nacht vor eurer Tür steht, wenn ihr was anderes geplant habt.

Mach auch klar, dass du ganz klar willst, dass dein Baby tolle Großeltern in ihr und ihrem Lebensgefährten bekommt, aber dass ihr auch, gerade am Anfang, Zeit braucht, um euch als Familie zu finden und einen neuen Alltag zu finden (denn für euch wird sich der Alltag grundsätzlich ändern, während er sich für sie nur bereichert). Flechte hier vielleicht als Beispiel ein, dass es so ähnlich sein wird, wie wenn sie in Rente geht. Sie hat ab dann auch einen anderen Alltag als jetzt, nur im Gegenteil zu euch bekommt sie ab dem Tag mehr Zeit, die sie super nutzen kann, um mal was Neues auszuprobieren oder um kleine Reisen an Orte zu machen, die sie immer mal sehen wollte oder gerne mal wiedersehen will. Ihr dagegen müsst euch erstmal einfinden in einen neuen Alltag, der von den Bedürfnissen eines Babys gelenkt wird. Und wenn ihr euch dann noch immer Sorgen machen müsst, ob sie sich vielleicht sorgt, stresst euch dass nur unnötig. Und das könne sie ja nun auch nicht wollen.

Schreibe es wirklich besser, statt nur mit ihr zu reden, damit es besser einsinkt. Ein Brief ist sichtbar da und kann auch immer mal wieder gelesen werden. Gesprochene Worte werden gerne mal vergessen. Vielleicht ergibt sich dann ja auch so eine Art Brieffreundschaft mit der eigenen Mutter und sie ist etwas beruhigter, wenn sie weiß, dass der nächste Brief mit ein wenig Einblick in euer Leben ist schon unterwegs. Und damit sie auch was zu berichten hat, muss sie sich vielleicht auch endlich eine neue Beschäftigung suchen.

Ich hatte übrigens mal eine ähnliche Situation mit meiner Mutter. Allerdings zu Studienzeiten. Ich habe gut 300 Kilometer entfernt studiert und da ich den größten Teil der Strecke Autobahn hatte, konnte man bei guten Verhältnissen nach drei Stunden da sein. Allerdings waren auf der Strecke auch zwei Großstädte mit entsprechendem Verkehr. Und wenn dann Stau dazu kommt oder das Wetter im Herbst und Winter mal schlechter wurde, dauerte es auch mal länger als drei Stunden. Das konnte sie aber nicht verstehen oder wollte es nicht. Deshalb rief sie mach genau drei Stunden bei mir an und sabbelte mir mit immer sorgenvollerer Stimme im 5-Minuten-Takt den Anrufbeantworter voll (war vor der Handy-Zeit). Und wenn ich mich dann endlich gemeldet habe, heulte sie rum, dass sie sich ja sooooo Sorgen gemacht hat und warum ich mich nicht früher gemeldet habe. Ja sorry, ich melde mich ja sofort, wenn ich da bin. Oftmals habe ich noch die Jacke angehabt beim telefonieren.

Das hat mich so gestresst, dass ich irgendwann angefangen bin, zu rasen und immer die Uhr im Blick hatte und übernervös wurde, wenn ich wusste, dass ich es nicht schaffen würde. Und als ich dann fast mal einen Unfall hatte wegen meiner Hetzerei habe ich ihr das dann gesagt und sie gefragt, ob es das hat, was sie will. Zum Glück war mein Vater dabei anwesend und hat für ich die Notbremse gezogen. Er meinte, ich soll in Zukunft um Himmels Willen vorsichtig fahren und sicher ankommen. Und sie würden geduldig warten, bis ich mich melde. Nur melden sollte ich mich, egal ob es drei, vier oder noch mehr Stunden dauerte, bis ich da bin. Das war für mich okay und ab da konnte ich mir Zeit lassen, zwischendurch mal Pause machen und Kaffee trinken, das Gepäck auspacken, was essen und dann in aller Ruhe anrufen.

Ich wünsche euch, dass ihr auch eine solche Kompromisslösung findet.

Lg Leonora07

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Hallo Leonora,

vielen Dank für deine ausführlichen Tipps und Erfahrungen! Ich weiß es sehr zu schätzen, wenn sich jemand so lange hinsetzt und Gedanken macht, um eine Antwort zu schreiben! :-)

Die Idee mit dem Brief finde ich gar nicht so schlecht. #pro Denn auch, wenn ich ihr in der Vergangenheit gewisse Dinge recht klar gesagt hatte, waren sie schnell wieder vergessen.
-Vielleicht ist das bei einem Brief tatsächlich anders. Natürlich muss ich dann sehr aufpassen, wie ich es formuliere. Ich möchte sie ja auch nicht verletzen.

Deine Situation mit der Autofahrt kann ich total nachvollziehen...
Als ich sie das letzte Mal (über Nacht) besucht hatte, bin ich im Anschluss noch bei meinem Vater zum Kaffee vorbeigefahren. (Mein Vater wohnt ziemlich genau mittig auf der Strecke zwischen meiner Mutter und mir, also musste ich nur kurz einbremsen.)

Na ja, als ich bei meinem Vater ankam, hatte ich schon WhatsApp-Nachrichten und Anrufe meiner Mutter auf dem Handy und bei meinem Vater hatte sie auch schon angerufen, ob ich schon da sei.
Ich fühle mich dann wie ein kleines Kind, das nicht pünktlich von der Schule heim gekommen ist...ich bin 37 Jahre alt!

Na ja, ich werde versuchen, diese grundsätzlichen Dinge mit ihr zu klären.:-)

Vielen lieben Dank!!! #blume

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Mmm sind vielleicht gerade viele Veränderungen, die deiner Mutter Sorge machen. Bevorstehende Rente. Und dann habe ich wirklich das Gefühl dass man sich als Oma mehr sorgen macht als bei der geburt der eigenen Kinder. Meine Mutter war 3 Stunden nach der geburt meines 4. Kindes leichenblass im zimmer gestanden. Es war ein sehr dringlicher ks. Aber es war alles gut. Mir ging es schon wieder gut. Die Kleine lag gestillt neben mir im baby bay bettchen. Aber diese angst um tochter und enkeltochter. Vielleucht mit dem partner der Mutter sprechen. Was die beiden schoenes zusammen machen koennen. Ansonsten wenn es fuerr euch passt. Gemeinsame zeit planen. Zeit in der die oma auf das baby aufpasst mam was allein

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Hallo Sveise,

sicherlich ist meine Mutter etwas angespannt, weil sich so viel in ihrem Leben verändern wird...
Und zusätzlich bin ich bestimmt auch angespannter als sonst, weil mir meine Schwangerschaftshormone alles etwas dramatischer erscheinen lassen, als es vermutlich ist. #schwitz

Ich danke dir für deine Antwort! :-)
liebe Grüße

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Hallo

Du kannst deine Mutter nicht ändern - sie darf sein wie sie will und wenn sie dir jeden Tag 10 SMS schreiben will, dann ist das ihr gutes Recht.
Du kannst allerdings dich ändern. Heisst: wenn das Handy aus ist, ist es aus. Wenn du nicht mehr sprechen magst, dann sag es freundlich, aber deutlich. Du bist nicht über ihr Verhalten frustriert, sondern darüber, dass du dich nicht abgrenzen kannst.
Diese Phase hatte ich mit Anfang 20 jahrelang mit meiner Mutter.. sie war ebenso „klammerig“ und hat sich oft beschwert, ich käme nicht genug vorbei, würde zu wenig anrufen... das war nicht schön, aber notwendig. Heute hat es sich auf ein sehr gutes Mass eingependelt, wir telefonieren alle paar Tage, schreiben zwischendurch ne Nachricht. Sehen uns 1-2 mal im Monat.
Und ich muss sagen ich bin SEHR froh, dass sie sich lieb um ihre Enkel kümmert und ehrlich gesagt, könnte sie fast noch ein bisschen begeisterter sein. :-)
Und wenn deine Mutter vor verschlossener Güre gestanden hätte? Was wäre das Problem gewesen? Dann hätte sie doch am eigenen Leib erfahren, dass es besser ist, sich abzusprechen. Und wenn dein Kind da ist, wird sich ihr Fokus bestimmt von dir weg auf das Enkelchen legen, wobei sie weit genug weg ist, nicht ständig unangemeldet reinzuplatzen. Aber trotzdem nah genug, dass sie dir immer wieder mal ein paar Tage Entlastung bringt, ihr Enkelchen geniessen kann und dann aber auch wieder geht. :)

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Hallo Doppelhelix,

vielen Dank für deine Eindrücke! :-)
Mag sein, dass ich mich mehr von ihrem Verhalten abgrenzen muss...mein Mann hat da eine ähnliche Auffassung wie du.

Allerdings ist das alles recht neu...

Ich bin 37 Jahre alt und bin in den ganzen letzten Jahren (Jahrzehnten) recht gut mit meiner Mutter klar gekommen, trotz dieser Distanz. Erst seit ich schwanger bin, ist es so extrem geworden...vielleicht hat sie Angst, ihr Enkelkind später nicht oft genug zu sehen und möchte deshalb jetzt schon mehr Nähe aufbauuen...

Wir werden sehen...

Vielen Dank und alles Gute! :-)

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Hi,

Erfahrungen kann ich leider nicht teilen. Meine Mutter wohnt zwar nur 10 km entfernt, aber meldet sich nie... ach doch, letzte Woche hat sie mal angerufen und nachgefragt wie es uns geht. Bin aktuell schwanger, vorgestern war Termin 😊 Da war sie dann auch Mal neugierig genug um zum Telefonhörer zu greifen.

Aber sonst melde ich mich so alle 3-4 Wochen Mal. Sehen tun wir uns nur zu Festen, wenn ich sage, kommt doch Mal vorbei, kommt eh immer nur, ja müssen wir mal schaun wie Zeit ist.... mein Vater ist Rentner und meine Mutter Hausfrau 😉

Ich würde zum einen deine Mutter auch über die Entfernung versuchen in die Babyvorbereitung einzubinden.
Du hast geschrieben, sie strickt gerne. Lass sie was stricken. Babydecke, Mobile, kleines Kuscheltier(das dann ja auch das Allererste ist, also was ganz besonderes) usw. kann man immer brauchen.

Und sonst rede mit ihr, dass ihr vielleicht feste Zeiten zum Telefonieren ausmacht, einfach im Hinbluck auf die kommende Babyzeit.
Also Zeiten, wenn dein Mann da ist und praktisch das Baby bespaßen kann.
So kann sie sich schon langsam dran gewöhnen, dass es eben feste Zeiten gibt und nicht mehr nach Lust und Laune.

Falls du noch Stillkleidung oder so brauchst, geh doch Mal eine Runde mit ihr shoppen. Macht ein Mutter -Tochter Wochenende. Vielleicht hilft das auch etwas gegen das Klammern, zumindestens kurzzeitig.

Es gibt einiges an Möglichkeiten, sie aktiver einzubinden auch über die Entfernung.
Trotzdem wirst du um ein Gespräch nicht rumkommen. Besser jetzt, wie wenn das Baby da ist und du durch Schlafmangel und Stress eh gereizt bist.

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Hallo Thalsch,

vielen Dank für deine Antwort! :-)
Ich habe ihr gestern tatsächlich schon den Vorschlag gemacht, dass wir jetzt immer versuchen wollen, jeden Sonntag zu telefonieren. (Das müsste später auch mit Baby gehen, da mein Mann da ja zuhause ist.)

Mein Mann war von der Idee übrigens nicht so begeistert....Er findet, so lasse ich mich "festnageln" und mache mich unflexibel. Aber ich möchte es jetzt erst mal versuchen.;-)
Lieber gehe ich jetzt "proaktiv" vor, als dass es später wieder Vorwürfe & Enttäuschungen seitens meiner Mutter gibt.

Das mit dem Stricken, werde ich sie auf jeden Fall mal fragen, damit sie sich gebraucht fühlt und für das Baby was machen kann! ;-)

Alles Gute und vielen Dank!#blume

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😊 Ja natürlich ist das in gewisser Weise ein "festnageln", aber wir sind ja erwachsen und wenn es einem anderen Menschen eben ein wichtiges Bedürfnis ist muss man auch Mal Kompromisse machen.

Meine Schwiegermutter hat auch jeden Morgen bei ihrer Mutter angerufen, um zu schaun ob alles ok ist. Sie wohnt alleine und ist 87. Ich sehe da kein Problem in kleineren Verpflichtungen.
Lieber 3x die Woche zu festen Zeiten telefonieren und der Andere fühlt sich ernst genommen und ist dann zufrieden, als 5x die Woche unterbrochen zu werden und sich dann noch rechtfertigen müssen, weil man erst beim 2. Anruf erreicht wurde.😉 ist jedenfalls meine Meinung.