Ich bin so traurig und enttäuscht.
Ich habe zwei Kinder. 1.5 Jahre und 5 Jahre alt.
Da wir aktuell Kita frei leben, können sie natürlich nicht wissen, dass Muttertag war. Dort wird ja in der Regel ein Geschenk gebastelt.
So liegt die Aufgabe natürlich bei meinem Mann, den Kindern Muttertag näher zu bringen.
Mein Mann hat den Tag gestern mit keinem Wort den Kindern gegenüber erwähnt. Gut, Kind Nr2 ist eh noch zu klein.
Ich kenne es selbst als Kind so, dass ich morgens mit meinem Vater und den Geschwistern aufgestanden bin ... Mama durfte ausschlafen und wir haben Frühstück gemacht.
Gestern Abend hab ich es meinem Mann gesagt, dass ich total verletzt bin und von ihm kam nur: "versteh ich jetzt nicht, wo ist denn nun dein Problem?"
Das hat mich noch wütender gemacht.
Keine Wertschätzung an Muttertag
Kenn ich, mir ging’s gestern genau so. Meine Kinder sind 6 Jahre, 3 und 2 Jahre. In der Kita wird nichts mehr gebastelt. Die Blumen hab ich mir praktisch selbst geschenkt. Gestern Abend um 22 nochwas kam von meinem Partner nur : alles gute zum Muttertag. Ich mein meinen Kindern würd ich nie einen Vorwurf machen. Aber mein Partner der wohlgemerkt auch der Vater ist, hätte sich was überlegen können.
Na ja vielleicht nächstes Jahr.
Viele Menschen halten von solchen Tagen eben nichts oder wenig. Aber es war ja nicht dein erster Muttertag, wie lief es denn die Jahre vorher? Und habt ihr darüber gesprochen, dass dir dieser Tag wichtig ist?
Danke euch. Es tut gut zu hören, dass ich nicht die einzige bin.
Ich erwarte auch kein Geschenke von meinem Mann, aber einfach, dass er es den Kindern sagt. Mein älteres Kind würde mir dann bestimmt ein Bild malen oder mir eine Freude machen.
Ich glaube, dass ich im ersten Jahr als Mama Blumen von ihm bekommen habe und dann nichts mehr.
Letztes Jahr hab ich es schon angesprochen, da ist er dann abends noch zur Tankstelle und hat den letzten Strauß den es gab, Kind 1 in die Hand gedrückt, so dass es mir überreichen konnte.
Aber das ist doch nicht Sinn des Ganzen!!
Und wie gesagt, hatte es letztes Jahr angesprochen und dieses Jahr wieder und bekomme nur diese dumme Aussage von ihm.
Ich versteh den Terz drum nicht, aber meine Mutter hielt/hält schon nichts von dem Tag.
Was hattest du denn zum Vatertag gereicht?
Also wenn du da gemacht hast, würd ich den Fall auch umgekehrt erwarten.
Ich bin zwar nicht die TE, aber bei mir war es in den ersten Jahren so, dass ich schon mit den Kindern etwas für den Vatertag gemacht hatte. Aber wenn man dann am Muttertag leer ausgeht, lässt man das schnell bleiben. Und ich bin ganz ehrlich: Ich muss verdammt weit in die Vergangenheit gehen, wenn ich an das letzte Geschenk meines Mannes denken will. Wenn ich mich nicht täusche, war das zum 40. Geburtstag - ich bin letztes Jahr 50 geworden!
LG
So aus Interesse: Haben denn Deine Kinder dem Papa was zum Vatertag geschenkt? Hast Du ihnen vom Vatertag erzählt und mit ihnen gemeinsam etwas gebastelt oder gekauft?
Da die Familie trotz 5jährigem Kind "Kita-frei lebt" vermute ich mal ganz stark, dass ein Elternteil nicht berufstätig ist.
Ich weiß nicht warum, aber ich vermute, dass das nicht der Vater ist.
Aus solch traditionellen Konstellationen ist dann ja der Muttertag entstanden. Insofern verstehe ich, dass sich die TE - falls sie sich rund um die Uhr um beide Kinder kümmert - eine besondere Feier für diesen Einsatz wünscht.
Aber das hätte man dann evtl sauber klären sollen, als man sich für das KiTa-freie Leben entschieden hat... denn allein der Begriff klingt ja, als wäre das so eine Grundsatz-Lebensphilosophie-Entscheidung. So wie "wir leben vegan". Und nicht "der Große geht grad zufällig nicht in die KiTa, weil ich eh Zuhause bin und er die KiTa sowieso doof fand...".
In diesem Fall hat sie sich als erwachsene, selbstständige Frau entschieden, dass sie kein Job usw. will, sondern dafür Carearbeitet.
Er geht erwerbsarbeiten und bekommt dafür Gehalt und profitiert von wenig Care.
Sie profitiert von gar keiner Erwerbsarbeit, wird durch den Mann versorgt und arbeitet eben Care.
Im Gegensatz zu unseren Großmüttern hatte sie ja die Wahl und mit Sicherheit lobt sie ihren Mann nicht für seine Erwerbsarbeit.
Was hast du denn Vatertag gemacht?
Ich habe mit meinem Sohn eine Karte gebastelt. Das wird in unserer Kita nämlich nicht gemacht. Genauso habe ich meinem Papa Blumen aufs Grab gelegt.
Und du ?
Wenn es dir wichtig ist, dann solltest du vorher mit deinem Mann sprechen.
Ich wurde dieses Jahr auch "vergessen", weil mein Mann arbeitete. Die Kinder hatte er noch versucht vorher zu impfen. Die haben aber dann nicht daran gedacht.
Ich dachte hinterher, selbst schuld.
Ich hätte einfach vorher sagen sollen "morgen ist Muttertag, ich wünsche mir, dass ich ausschlafen kann und Wir zusammen frühstücken."
Mit dem Bollerwagen wandern gehen, war ich übrigens auch schon. War super. Hat sich dieses Jahr nur nicht ergeben.
Hier wurde auch nichts zum Muttertag gebastelt oder geschenkt (Kinder 4, 7 und 10 Jahre). Ich komme selbst aus einer Familie, in der Muttertag nicht zelebrierte wurde und bin daher weder überrascht, noch enttäuscht. Ich verstehe auch den Sinn dahinter nicht einen Tag im Jahr der Mutterschaft zu widmen, Wertschätzung sollte es ja das ganze Jahr über gleichbleibend geben.
Wenn du bestimmte Erwartungen an den Tag hast (Geschenk, ausschlafen, Frühstück) solltest du das deinem Partner gegenüber kommunizieren. Hier käme auch keiner von selbst auf solche Ideen.
So sind die Menschen unterschiedlich, ich hab‘s dem Kind schon früh „verboten“, mich an dem Tag als Mutter zu beehren.
Ich will keinen Mütterkult, sondern Beziehungen auf Augenhöhe und eine Familie, in der die Kids altersgemäß mit anpacken. Ich würde latenten Brechreiz kriegen, wenn ich 364 mit Mental load uns Co allein da stehe, mich um Haushalt und Brut kümmere, und dann am 365. Tag selig lächelnd am Frühstückstisch sitzen soll, weil Muttertag ist und ich einmal NICHT die Arbeit hatte.
Vielleicht sieht dein Mann das auch so? Vielleicht ist er auch ein unsensibler Stoffel. Das wirst du besser wissen als wir. Am Muttertag würde ich mich nun nicht aufhängen, genauso wenig wie ich die Qualität einer Beziehung am Valentinstag oder den Grad der Nächstenliebe an Weihnachten bemessen würde… alles kommerzielle Kackscheiße, Muttertag darüber hinaus noch mütterfeindliche kommerzielle Kackscheiße.
Entschuldige meine drastische Wortwahl, sie entspringt meiner großen Ablehnung diesem Tag gegenüber.
Danke, danke, danke. Da kann ich mir meinen Beitrag sparen.
Ich kann das absolut nachvollziehen. Mir ist auch nie so ganz klar gewesen, was einem dieser Tag wirklich gibt. Man weiß doch, dass dahinter ein gesellschaftlicher Zwang steht. Ich würde behaupten, dass die wenigsten von sich aus unbedingt da etwas machen wollen. Auch die nicht, die viel und guten Kontakt zur Mutter haben. Muttertag ist genau sowas wie Valentinstag oder romantische Heiratsanträge - am Ende wird aus einer guten Idee nur ein Haufen enttäuschter Erwartungen, die man ohne diese Erfindung nie gehabt hätte.