Mann beschäftigt sich so viel mit dem Tod

Hallo ihr...

Nach Monaten des Grübelns wende ich mich jetzt an euch. Hoffentlich kann mir jemand weiterhelfen, weil man es auch kennt oder so. Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Entschuldigt, dass es so lang ist.

Mein Mann und ich (beide Mitte 30) sind seit 7 Jahren zusammen und haben zwei Kinder. Eigentlich eine BilderbuchFamilie, aber seit einigen Monaten hat er sich verändert. Mein Mann hatte mit 10Jahren einen schweren Unfall, bei dem er fast gestorben wäre. Er hat es erstaunlich gut überstanden damals, selbst die Ärzte nannten es "ein Wunder", und bis heute keine Einschränkungen außer Narben und einer fehlenden Milz, was aber nichts macht. Natürlich kannte ich die Geschichte von Anfang an, sie hatte aber keine besondere Bedeutung. An den Unfall und die folgenden Tage hatte mein Mann keine Erinnerung, er hatte schwere Kopfverletzungen und lag im Koma. Und wie gesagt: keine Auswirkungen außer einer zusätzlichen Impfung, die er braucht.

Vor einem halben Jahr ist er nachts schreiend aufgewacht und hielt sich den Kopf, er war fix und fertig und sagte, er wisse jetzt wieder, wie alles abgelaufen ist. Laut unserem Hausarzt ist das sehr selten, aber nicht unmöglich, auch nach so vielen Jahren kann die Erinnerung wiederkommen. Seitdem ist alles anders.

Mein Mann beschäftigt sich seitdem viel mit dem Thema Tod. Zuerst hat er seine alten ArztBriefe durchgelesen und recherchiert, was das alles genau bedeutet. Dann hat er Bücher, das Internet, FernsehSendungen etc genutzt und sich über Nahtoderfahrungen und den SterbeProzess informiert. Mich zieht das alles runter. Er sagt morgens beim Frühstück lächelnd so Sachen wie: "Übrigens, wenn ich mal sterbe möchte ich bitte in diesem Hemd beerdigt werden". Er hat seine Lebensversicherung erhöht und mir erklärt, wie alles abläuft und wie die Kinder und ich versorgt wären. Er hat seinen Organspendeausweis vernichtet und einen neuen ausgefüllt, auf dem steht, dass er keine Organe spenden würde - er sagt, das würde den SterbeProzess ganz schlimm gestalten. Er hat jetzt öfters an ein Hospiz bei uns in der Nähe gespendet und fährt ab und an da vorbei, um den Leuten da etwas auf der Gitarre vorzuspielen.

Er sagt, er sei nicht depressiv (wirkt auch glücklich, obwohl er teilweise so ernste und beängstigende Dinge sagt) und dass es ihm richtig gut geht, weil er dankbar ist für seine zweite Chance. Psychologische Hilfe verweigert er, er müsse nichts aufarbeiten. Ich sei naiv und blind, wenn ich den Tod so ausblende. Letztens sagte er ganz kalt "du bist ja noch nicht fast gestorben, aber ich schon".

Mich macht das einfach fertig. Ich möchte nicht über sowas nachdenken und diese Sachen hören. Könnte heulen, wenn ich nur daran denke, dass er stirbt. Wir sind jung und gesund und haben zwei kleine Kinder, muss man sich dann mit solchen düsteren Dingen beschäftigen? Ich weiß, dass jeder irgendwann mal stirbt, aber Gedanken über die eigene Beerdigung machen? Gruselig.

Entschuldigt, dass ich so viel geschrieben habe, ich musste das einfach mal jemandem mitteilen. Wie soll ich damit nur umgehen? Braucht er Hilfe und will es nicht einsehen? Oder ist das normal und geht auch wieder vorbei?

Liebe Grüße von einer traurigen Sie

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Hallo du,

ioch kann dir nur meine eigene Erfahrung mitteilen. Ich bin 29 und habe mich, nach dem Tod meines besten Freundes, meiner Stiefmutter, meiner beiden Oma´s und meinem Opa, mit dem Tod "beschäftigt".

Oma u Opa starben zu letzt, kurz hintereinander, ich habe beide, im Hospiz, in den Tod begleitet.

.... Vorher war der Tod für mich schrecklich! SO wie du es beschreibst. Dann, anfangs auch!!!! Aber, man lernt damit zu leben, man muss sich damit auseinander setzten u lernt damit zu leben.

Dein Mann hört sich nicht depressiv an. Er sichert euch ab. Das ist gut. Viele denken gar nicht daran ... Dann steht man da...

Meine Eltern, haben nach der ersten Beerdigung eine Versicherung abgeschlossen... Vorher hat niemand daran gedacht wer diese tausende von Euros bezahlt.

Ich denke, deinem Mann ist vielleicht einfach bewusst geworden, dass das Leben nicht endlos ist. Das es von heute auf morgen vorbei sein kann... ABER er denkt ja nicht das es so ist. Er sorgt nur vor.

Solange er nicht depressiv ist, lass ihn. Er ist einmal fast gestorben, er weiß das Leben jetzt einfach mehr zu schätzen!

Alles Liebe

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Hallo,

Du könntest damit umgehen, in dem Du versuchst ihn auf seinem Weg, seinen Lebensfragestellungen zu begleiten. Einfach Interesse an seinen Gedanken, Überlegungen zeigst und damit auch deine Sicht auf die Dinge erweiterst.

Jeder Mensch verändert sich nach solch einschneidenden Erfahrungen. Manchmal dauert es Jahre, bis man sich damit beschäftigen kann. Dein Mann scheint jetzt in eine solche Phase zu kommen. Ich finde, dass das gut und sehr gesund ist.
Er verdrängt nicht - er versucht mit dem Vorgefallenen umzugehen.

Es wird vorbei gehen und genau dann vorbei sein, wenn er seinen emotionalen Umgang mit der schrecklichen Situation damals gefunden hat.

Liebe Grüße

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Dein Mann hat Recht! Jeder von uns muss irgendwann sterben und auf dem Weg dahin, so man gern alt werden möchte, auch irgendwann den Tod geliebter Menschen erleben! Dieses Thema komplett im eigenen Leben ausblenden ist völlig naiv, um so mehr wird es dich irgendwann umhauen, wenn jemand aus deinem nahen Umfeld stirbt. Zeit also m.E., dass auch DU dich mal mit diesem Thema beschäftigst!

Es ist doch logisch: Du möchtest gern mit deinem Mann alt werden. Was ist dann die logische Konsequenz? Ihr werdet dann viele Menschen überleben, die jetzt noch um Euch sind. Und irgendwann wird einer von Euch beiden sterben und der Andere übrig bleiben. Dein Mann sieht dieser unvermeidlichen (!!!) Tatsache realistisch ins Gesicht, während du lieber so tust, als ob Tod und Sterben überall geschieht, nur nicht bei Euch irgendwann! Wer von Euch beiden gehört denn da wohl zum Psychologen? DU hast den totalen Realitätsverlust, wenn du dieses Thema einfach ausblendest in deinem Leben!

Das heißt nicht, dass du zum Grufti werden sollst und nur noch daran denken. Man kann auch den Tod als Teil des Lebens akzeptieren und trotzdem - oder gerade DESWEGEN - das Leben um so mehr genießen, weil man sich dann erst richtig bewusst ist, wie wertvoll es ist, wenn man den Gedanken daran zulässt, wie schnell es jederzeit vorbei sein kann. Du hast da noch nicht erlebt, dein Mann schon, das ist ein Weckruf für ihn gewesen, er nimmt das leben viel dankbarer nun an, während es für dich eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint, gesund und munter zu sein!

Ich finde toll, was er macht, und würde ihn darin unterstützen! Im Hospiz sind Menschen, die können auch nicht mehr einfach weggucken, so wie du das versuchst. Sind die auch verrückt in deinen Augen? Oder irgendwelche Aussätzigen, die schon jetzt nicht mehr zum Leben für dich gehören und deshalb gefälligst mit ihrem Sterben keine Gesunden und Glücklichen wie dich belästigen sollen? Vielleicht solltest du da mal mit ihm hingehen und dir das selbst anschauen, wie nah Tod und Leben, Lachen und Weinen zusammenliegen!

Dein Mann braucht keine Hilfe, und das geht auch nicht wieder vorbei, denn er ist durch sein Erlebnis um eine Einsicht erleuchtet worden, die dir völlig abgeht. Und wenn du dich dem so sperrst, wird er sich mit der Zeit immer weiter entfernen von dir innerlich, denn da fehlt ihm einfach dann auch mit der Zeit der geistige Input, den er sich dann automatisch bei anderen Menschen suchen muss, die ihn im Gegensatz zu dir - seiner eigenen Frau ! - NICHT für verrückt halten!

4

Hallo,

nein, ich finde nicht, dass ER Hilfe braucht. Im Gegenteil, er hat viel an Lebensqualität gewonnen dadurch, dass er wieder weiss, was damals passiert ist, wie es scheint.

Es kommt mir so vor, dass der Tod für IHN nicht düster und bedrohlich ist, er ist ein Teil seines Lebens.

Was genau macht dir denn da Angst? Dass das ein Teil von ihm ist, den du nicht teilen kannst? Oder macht dir der Tod an sich Angst? Das ist ja im Prinzip bei vielen Menschen so. Ich finde aber, es ist eine grosse Erleichterung für deinen Mann, wenn er ohne viel Angst mit dem Thema umgehen kann.
Wie ihr gemeinsam damit umgehen könnt, kann ich dir nicht sagen.

Vielleicht suchst du das Gespräch und erklärst ihm nochmals, dass dir das Thema Angst macht. Dann gestehst du ihm zu, dass das "sein Ding" ist, und er teilt seine Gedanken etwas weniger oft mit dir, sondern lässt seine Gedanken beispielsweise im Hospiz, wo der Tod allgegenwärtig ist und kein Tabu, wie es bei dir scheinbar der Fall ist.

L G

White

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huhu
mein sohn fängt auch ab und zu an,mit mir über den tod zu reden.
das "schmerzt" mir sehr, denn er war mal von 3-6 jahren an leukämie erkrankt.
und nach und nach kommen jetzt mehr fragen von ihm.
"was wäre wenn...was war da? habe ich..?"
mir bricht jedesmal eine welt zusammen wenn das thema wieder aufkommt,
aber JA, es gehört zum leben dazu und JA,das leben kann schnell zuende sein!
und selbst ich,die noch nicht an der kippe stand, habe schon erwähnt, dass ich keineswegs verbrannt werden will oder sowas. insgeheim denkt doch jeder schon mal dran.
die,die doofe erlebnisse hatten, natürlich eher als welche, die noch nichts arg schlimmes erlebten.

6

Hallo!

Ich kann Dich verstehen, die meisten Menschen blenden völlig aus, dass sie selber oder ihre nahen Angehörigen sterben könnten, und beschäftigen sich gar nicht damit. So wie Du eben.

Andere werden gezwungen sich mit dem Tod auseinander zu setzen, weil Verwandte sterben oder sehr krank oder alt sind, oder wie bei Deinem Mann springen sie dem Tod knapp von der Schippe.

Es ist auch gar nicht so ungewöhnlich, dass so eine Erinnerung später erst wieder kommt - als Kind hätte er das nicht verarbeiten können, aber durch seine Familie als Erwachsener war sein unterbewusstsein wohl der Meinung, dass er diese Erfahrung jetzt verarbeiten kann und hat sie daher frei gegeben aus der Verdrängung, und er hat sie ja auch verarbeiten können.

Vielleicht erschreckt er Dich manchmal damit, aber es ist ein gesunder Verarbeitungsprozess, und er ist ja auch nicht depressiv, sondern durchaus ausgeglichen.

Nur Du hast ein Problem, weil er sich eben verändert hat, und Du nicht so schnell mitkommst. Aber das kannst Du aufholen, vielleicht begleitest Du ihn ja mal ins Hospiz?

7

" Ich möchte nicht über sowas nachdenken und diese Sachen hören."

DA liegt aus meiner Sicht das Problem - dass er nach der Wiederkehr seiner Unfall-Erinnerung sich mit dem Thema Tod beschäftigt, finde ich normal.

Er stirbt doch nicht davon, dass er Vorstellungen zu seiner Beerdigung äußert! Meine Mutter hat mir schon vor 20 Jahren gesagt, welches Lied mal auf ihrer Beerdigung gesungen werden soll, und sie ist nach wie vor gesund und lebensfroh. Und über "Organspende ja oder nein" habe ich mit meinem Mann auch schon geredet.

Ich denke, das Thema wird auch wieder in den Hintergrund rücken (wer plant schon 50 Jahre lang die eigene Beerdigung). Du schadest aber Deiner Partnerschaft, wenn Du Deinen Mann so auflaufen läßt, nur weil Du das Thema Tod bis zum Tag X verdrängen willst.

8

Hallo du #klee

Das dich das alles etwas runterzieht ist auf der einen Seite verständlich.. aber du mußt die Seite deines Mannes versuchen zu verstehen.

Es ist schwer, auf ihn oder auf dich einzugehen, weil ich euch persönlich nicht kenne... aber ich möchte dir (ich versuche mich auch kurz zu fassen) versuchen einen anderen Blick dafür zu entwickeln.

Im Januar 2003 erkrankte mein Schwiegervater an Krebs.
Es folgten OP, mehrere Chemos und alternative Behandlungen.
Da ich im med. Bereich tätig war, wußte ich mit dem OP Befund, das nur ein Wunder ihn retten könnte.
Meine Schwiegereltern und auch mein Mann haben sich damit nie auseinander gesetzt.
Für sie war nach der OP wieder alles gut.
Neue Befunde wurden gekonnt verdrängt!:-(

Mein Schwiegervater hat ab der Mitteilung "Es tut uns leid, wir können nichts mehr tun. Regeln sie alles, was sie zu regeln haben. Ihnen bleibt wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit!" wohl sein Denken auch umgestellt.

Menschen, die dem Tod mal von der Schippe gesprungen sind, oder gar den bevorstehenden Tod vor Augen haben denken eben ganz anders.

Ich werde dieses Jahr 40. Mein Schwiegervater ist seid 7 Jahren tod.
Ich habe noch während seiner Erkrankung meine Patientenverfügung gemacht und alles geregelt, wie ich einmal beerdigt werden möchte. Was, wie, wo und wann geschehen soll.
Mein Schwiegervater hat das alles nicht getan und sowohl mein Mann als auch meine Schwiegermutter waren total überfordert.

Sie haben sich einfach zu keinem Zeitpunkt mit dem Tod auseinander gesetzt.
Dazu muß man nicht krank sein.
Ein Unfall, wie er deinem Mann passiert ist, kann von einer auf die andere Sekunde alles verändern.

Sollte mir mal was passieren...z.B. tödlich verunglücken, dann weiß ich, das ich meinem Mann mit dem, was ich geregelt habe, viel Kopfzerbrechen erspare!

So schlimm sich das anhört, aber der Tod meines Schwiegervaters, der mir wirklich sehr nah stand, hat mich ungemein reifen lassen.
Ich sehe viele Dinge aus einer ganz anderen Perspektive.

Dein Mann scheint ein wunderbarer Mensch zu sein, der die Menschen im Hospiz ein kleines Stück ihrers letzten Weges begleitet.
So viele Menschen müssen alleine sterben und haben niemanden.
Unser Nachbar ist in einem Hospiz gestorben.
Als ich ihn besucht habe, habe ich ein ganz wohliges Gefühl gehabt.
Die Bewohner werden so liebevoll umsorgt und die ganze Atmosphäre ist wunderschön.

Wenn dir das alles so viel ausmacht, dann rede ganz offen mit deinem Mann darüber.
Sag ihm, das du hinter seinem Willen stehst, das du aber nicht gut über all das reden kannst.

Ich habe mal in Betracht gezogen ehrenamtlich in einem Hospiz zu arbeiten.
Meine Kinder sind aber noch zu klein und mein Job fordert mich auch ganz doll.
Aber ausschlißen werde ich das nicht.

Ich glaube nicht, das er negativ drauf ist.
Es ist seine Art das ganze zu verarbeiten.

Alles Liebe und Gute für euch
0815

9

Liebe traurige Sie,

ich habe mir jetzt absichtlich nicht die anderen Antworten durchgelesen, um ganz frei zu schreiben, was in mir vorgeht, wenn ich deine Schilderungen lese:

Auf mich wirkt das Verhalten deines Mannes nachvollziehbar und auch gar nicht so schlecht. Darf ich fragen, wie viel Zeit für diese Gedanken so in der Woche draufgehen? Füllt er damit seine ganze Freizeit? Das fände ich zu viel für ein gesundes Maß. Wenn er aber vielleicht ein paar Stunden unter der Woche dem Thema Tod widmet, indem er in einem Hospiz hilft und vielleicht Abends mal was liest und trotzdem auch noch andere Hobbys hat, dann finde ich es ok und du solltest ihm das lassen.

Der Tod gehört dazu. Irgendwann wird der Tag kommen und ihm ist das durch die Erinnerung nun sehr deutlich bewusst geworden. Versuch doch diese Chance ebenfalls zu nutzen. Gemeinsam könnt ihr überlegen, was sinnvoll ist abzusichern und was man einfach auf sich zukommen lassen sollte. Organspenden sind da ein wirklich interessantes Thema und auch wenn er sich nun dagegen entschieden hat, ist es toll, dass er es immerhin thematisiert und für sich eine Lösung gefunden hat. So hart das klingt: Aber passieren kann immer was; und wenn die Angehörigen und man selbst dann weiß, wie sich der verstorbene Partner/Elternteil den Sterbeprozess oder die Beerdigung gewünscht hat, ist das vermutlich sehr entlastet. Im Nachhinein fragen kann man ja leider nicht.

Welches Shirt er dann tragen will.. nunja. Das ist vielleicht etwas sehr detailliert, aber mein Partner und ich (28,27) unterhalten uns auch über solche Dinge, z. B. dass wir für uns einen Waltfriedhof geeignet fänden. :-)

Ich denke auch gar nicht, dass man depressiv sein muss, um an den Tod zu denken und ihn in seinem Leben als ständigen möglich Begleiter (in Maßen) zu akzeptieren. Omas, Opas, Nachbarn, Verwandte, auch junge Menschen sterben und es ist so traurig, aber es ist auch leider der Lauf der Dinge. Ich glaube, es könnte dir vielleicht auch gut tun, wenn du versuchst, einen etwas entspannteren Umgang mit dem Tod zu bekommen. Dein Absatz

"Mich macht das einfach fertig. Ich möchte nicht über sowas nachdenken und diese Sachen hören. Könnte heulen, wenn ich nur daran denke, dass er stirbt. Wir sind jung und gesund und haben zwei kleine Kinder, muss man sich dann mit solchen düsteren Dingen beschäftigen? Ich weiß, dass jeder irgendwann mal stirbt, aber Gedanken über die eigene Beerdigung machen? Gruselig."

wirkt auf mich, ein bisschen so, als wolltest du durch Augenzuhalten verhindern, dass es den Tod gibt. Das ist nicht so. Die Beschäftigung damit wird einen frühen Tod weder wahrscheinlicher noch unwahrscheinlicher machen, aber FALLS mal irgendwann etwas passieren sollte und ihr habt schonmal darüber gesprochen, dann wird dir vieles leichter fallen. Sieh es nicht als Omen, dass was passieren wird, wo ihr doch noch so jung seid. Stell dir nicht vor, wie es JETZT mit einem Verlust wäre. Sag dir lieber - auch wenn es euch sicher nicht in jüngster Zeit treffen wird - dass im Fall der Fälle ein paar Dinge geklärt sind und das ist doch super :-) Besonders mit kleinen Kindern ist es super und wichtig!

Viele liebe Grüße
blue