Fernbeziehung, wer hat Erfahrungen und kann mir Mut machen?

Guten Morgen,

hoffe ich finde hier Leute die mir Positives oder auch Negatives über eine Fernbeziehung erzählen kann. Bei wem es ein Happy End gegeben hat und wie ihr die Zeit zwischen dem Wiedersehen überstanden habt.

Hab seid Kurzem jemanden kennengelernt, hab zwar bisher nur telefoniert und geschrieben, aber die Sympathie ist auf jeden Fall bei beiden da.

Nächste Woche hat er Urlaub und kommt zwei drei Tage zu mir.
Was mich halt die ganze Zeit beschäftigt ist, das er 300 km weit weg wohnt, was hat es für eine Zukunft? Da er unter der Woche viel arbeitet und ich am Wochenende (kann da aber auch immer mal frei machen), zudem hat er noch eine kleine Tochter die unregelmässig an den Wochenenden bei ihm ist.
Meine Kinder sind schon groß, von daher bin ich nicht ganz so gebunden wie er.
Falls es wirklich passen würde bei uns, was für eine Zukunft hat das Ganze?
Er ist noch mindestens 8-10 Jahre aufgrund seiner Tochter gebunden. Ich hab hier meine Kinder und Familie. Irgenteiner muss etwas aufgeben. Wer hat von euch den Schritt gewagt und seine Kinder "zurückgelassen"?
Ich weiß es ist alles etwas voreilig, aber es beschäftigt mich die ganze Zeit, soll ich mich überhaupt drauf einlassen?

Wäre schön wenn ihr mir eure Meinung und Erfahrungen mitteilt.

Danke!

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Hallo :)

Ich hatte 2 jahre lang eine Fernbeziehung über 600km. Er war im dualen Studium, hat also viel zu tun gehabt und auch am Wochenende gearbeitet. Es war hart, aber nach 2 Jahren kam er zu mir gezogen. Jetzt sind wir 6 jahre zusammen, 1,5 jahre davon verheiratet und bekommen unser zweites Kind.
Die Zeiten zwischen den treffen haben wir mit telefonaten und webcam überbrückt :)

Alles gute :)

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Danke, das hört sich doch schonmal positiv an und nach einem Happy End. Aber einer von Beiden muss den Schritt wagen und alles aufgeben. Meine Kinder bleiben meine Kinder und der Gedanke,auch wenn sie irgendwann erwachsen sind, hier allein zu lassen fällt mir schwer. Aber bei ihm wird es arbeitstechnisch und auch wegen der Tochter nicht leichter werden.
Denke, wenn man sich liebt, finden sich Mittel und Wege.

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Erfahrungen: JA

Mut machen: NEIN

FG acentejo

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Acentejo, du warst auch schon gesprächiger!

:-D

Grüße

Luka

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Hallo Luka.

War das Dir nicht Antwort genug?

Kurz und knapp habe ich meine Antwort auf Deine Frage gegeben.

Was möchtest Du den noch wissen?

Gruß von acentejo

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Ich habe seit 2011 eine Fernbeziehung, auch 300km einfache Strecke.

Seit dem 18.5.- nach relativ genau 4 Jahren wohnen wir jetzt zusammen und wenn das gut klappt , denke ich, werden wir wohl heiraten.

Wir sind sehr glücklich

Pina

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P.S.

Ich habe zwei Kinder, die jetzt junge Erwachsene und somit flügge sind, er pflegt seine greisen Eltern.

Wir haben immer gesagt, wer zuerst weg kann, der zieht zum Anderen. Jetzt bin ich zu ihm gezogen, fahre aber mindestens einmal im Monat für mehrere Tage in die alte Heimat.....

Pina

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Danke, für eure Antworten.

Das hört sich doch schonmal positiv an. Erstmal abwarten wie sich das Ganze überhaupt entwickelt.

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Ich habe meinen Mann über´s Internet kennengelernt und anfangs auch viel geschrieben und paar Mal telefoniert. Beim ersten treffen hat´s dann gefunkt #verliebt. Er wohnte

180 km von mir weg und trotzdem bin ich jedes Wochenende zu ihm gefahren ;-) nach 3 Monaten habe ich mein "altes Leben" aufgegeben und bin zu ihm gezogen :-) und ich wusste auch nicht ob´s richtig oder falsch ist. Aber es hat sich gelohnt, ich habe es bis heute nicht bereut den Schritt gemacht zu haben. Wir sind jetzt fast 4,5 Jahre zusammen und haben mittlerweile eine 2 jährige Tochter und sind glücklich #verliebt

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Ich finde bei der Entscheidung das jemand zu dem Anderen zieht auch ausschlaggebend das wir Beide Kinder haben und das die Entscheidung wer von Beiden zu wem zieht nicht so ganz einfach ist.
Denke wenn keine Kinder im Spiel sind ist es einfacher. Könnte hier schon am ehesten alles aufgeben zumindest wäre ich Jobtechnisch nicht gebunden, in meiner Branche kann ich überall arbeiten, was bei ihm wahrscheinlich nicht so einfach werden würde.

Aber werde erstmal abwarten wie und in welche Richtung sich alles entwickelt.

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Vor über 6 Jahren begann ich eine Wochenendbeziehung mit meinem Mann. Wir lernten uns etwas unkonventionell kennen und hatten das Glück, uns trotz dmals 400km Entfernung über einen zeitraum von 3 Monaten recht intensiv kennen lernen zu können. Danach begann eine Wochenendbeziehung mit häufigeren Abwesenheiten von mehreren Wochen bis hin zu mehreren Monaten. An Entfernungen haben wir inzwischen von 200 - 600 km alles durch (die monatelangen Abwesenheiten sind dann natürlich weiter weg).

Obwohl dieses Beziehungsmodell für mich vorher unvorstellbar gewesen wäre, sind wir inzwischen verheiratet und haben Kinder bekommen. Noch immer leben wir dieses Beziehungsmodell und das Ende ist derzeit nicht absehbar. Für mich persönlich ist es nicht unbedingt ideal, aber ich kann durchaus sehr gut damit leben.

Meiner Ansicht nach muss jeder ein Stück weit aufgeben in einer Wochenendbeziehung. Es wird dann immer einer zu dem anderen fahren, sodass das ganze Wochenende "Zweisamkeit" bedeutet, andere Dinge aber auf der Strecke bleiben. Man muss immer sein eigenenes Leben leben und darf auch in einer Wochenendbeziehung nicht erwarten, dass einen der Partner glücklich macht. Für sein Glück ist man selbst verantwortlich. Man braucht einen Freundeskreis, Arbeit, Hobbys und muss in der Lage sein, sich zu beschäftigen, anstatt sich zu Hause nach dem Partner zu verzehren. Außerdem braucht man ein recht dickes Fell. Die meisten Menschen können so ein Beziehungsmodell nicht verstehen und werden dein "Gejammer" wegen Sehnsucht etc. nicht lange hören können. Das ist erfahrungsgemäß leider so.

Auch darf man nicht unbedingt erwarten, dass der Partner immer erreichbar ist, ständig über whatsapp schreibt und jeden Tag telefoniert werden muss. Man setzt den Partner und sich selbst damit unnötig unter Druck. Es werden immer Phasen kommen, in denen man mal keinen Bock auf so viel Kontakt hat oder schlichtweg keine Zeit, das muss man akzeptieren können.

Insgesamt kann eine Wochenendbeziehung gut funktionieren, es braucht aber viel Vertrauen, Verständnis und Freiheit.

Langfristig gedacht müsstet ihr sicherlich beide viel aufgeben, wenn einer zum anderen zieht. Aber so weit würde ich anfangs gar nicht denken. Es kommt immer anders, als man denkt (auch hier erfahrungsgemäß)! Also schalte dein Kopfkino aus und denke erstmal nicht weiter als 6 MOnate.

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Danke für deine ausführliche und ehrliche Antwort.
Man muss jetzt erstmal abwarten was kommt .
Nächste Woche kommt er erstmal zu mir und je nachdem wie wir uns verstehen,bleibt er einen Tag oder die ganze Woche. So haben wir genügend Zeit uns auch direkt im Alltag kennenzulernen.
Freuen uns schon drauf, obwohl wenn ich dann schon wieder an den Abschied denken muss.wird mir ganz komisch.
Aber werden die Zeit die wir gemeinsam verbringen geniessen.

Lg

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Hallo.

Meine Meinung ist sicher nicht repräsentativ, aber ich finde, dass eine Wochenendbeziehung durchaus auch ihre Vorteile hat - vor allem natürlich in so einer Patchworksituation wie bei euch, wo es auf beiden Seiten Kinder gibt, die man nur ungern "verlassen" würde.

Natürlich ist das auch eine Typsache, aber ich persönlich könnte mit den Vorzügen eines solchen Arrangements sehr gut leben: Unter der Woche hast du die Freiheit zu tun und zu lassen, was du willst...dich mit Freunden zu treffen, dich um die Belange deiner Kinder zu kümmern...den Haushalt kompromisslos einzurichten und zu führen #schein...und trotzdem weißt du, dass es da jemanden gibt, der an dich denkt und an den du denkst...und genau dann, wenn die Sehnsucht am größsten ist, trifft man sich übers verlängerte Wochende...oh man...ich merke gerade, wie ich ins Schwärmen gerate... :-D

Auf diese Weise könnte ich auf jeden Fall ein paar Jährchen überbrücken. Wenn die Zeit kommt, in der man sich gegenseitig zum Lausen braucht, kann man ja immer noch über eine Änderung der Wohnsituation nachdenken. :-D

Liebe Grüße
Luka

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Danke, deine Antwort zeigt sehr gut auch die Vorteile einer Fernbeziehung auf.

Bin ein Mensch der seine Freiheiten braucht,aber auch gerne eine Schulter zum Anlehnen.

Werde mal abwarten wie sich die ganze Situation in den nächsten Monaten weiterentwickelt.

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"Werde mal abwarten wie sich die ganze Situation in den nächsten Monaten weiterentwickelt."

Ich wünsch dir alles Gute und erst einmal einfach nur Gelassenheit :-)! #klee

Grüße
Luka

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Hallo

So weit würde ich noch gar nicht denken. Du MUSST ihn ja nicht morgen heiraten.

Ihr könnt euch erst einmal wirklich und real kennen lernen, vielleicht wird es dann ein nettes Miteinander, das wieder auseinander geht, oder aber ihr verliebt euch ernsthaft.

Dann sind 300 km je nach Bahnanbindung ziemlich gut zu bewältigen. Ich weiss, wovon ich rede. Ein ICE legt diese Strecke in angenehmen 2 1/2 Stunden zurück, wenn alles gut geht.
Du hast grosse Kinder, die verlässt du ja nicht wirklich, wenn du irgendwann einmal wegziehen würdest (in etlichen Jahren der Fernbeziehung, denn ich denke, es dauert recht lange, den anderen richtig kennen zu lernen in einer Fernbeziehung. Du solltest nicht übereilt umziehen, das kann schief gehen - so wie alles andere auch, das ist mir klar).
Es ist also ein wenig hastig, jetzt schon darüber nachzudenken, was in ein paar Jahren sein wird.

Und ich denke, auch wenn dieser Mensch nicht für den Rest deines Lebens bei dir sein wird, dann ist es doch die Zeit wert, die man glücklich miteinander verbringt. ich finde, oftmals klingt es hier so: "Lohnt sich die Fernbeziehung eigentlich, wenn ich doch niemals dorthin ziehen werde und er nicht zu mir?" NA KLAR kann sich so etwas lohnen! Die schöne Zeit miteinander ist nie verschenkt, so sehe ich das. Und wenn es dann wieder zu ende gehen sollte, dann ist das eben so.

Wir haben 3 1/2 Jahre eine Fernbeziehung geführt. 300 km eine Strecke. 2 1/2 Stunden mit dem ICE und etlichen Tunnels, 3 1/2 Stunden mit dem IC, dafür aber mit schöner, touristischer Aussicht.
Wir haben uns alle zwei Wochen besucht, die Urlaube miteinander verbracht. er kam sogar an meinem Geburtstag direkt nach der Arbeit mit dem Auto zu mir, wir haben ein wenig gefeiert und am nächsten Morgen ist er wieder losgedüst - ach. #verliebt

Seit einem knappen Jahr leben wir nun gemeinsam in seiner Stadt. Es klappt sehr gut, aber das ist keine Garantie für die Ewigkeit. Uns ist das klar.

Bei sehr vielen Paaren klappt es eben gerade auch NICHT. Denn erst wenn man zusammen lebt, merkt man, wie der andere im Alltag agiert. Und das kann dann schon mal zu Problemen führen, die man nicht bedacht hat.

Ich wünsche dir aber jetzt erst einmal einen schönen Start. Du bist ja noch nicht einmal in dieser möglichen Beziehung - schau doch, wie es läuft, denk nicht so viel!

L G

White (hat ihre Kinder mitgenommen. Und die sehen ihren leiblichen Papa genauso oft wie vorher - einziger Unterschied: sie fahren jetzt Zug.)

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Meine Frau und ich haben auch in verschieden Städten studiert und mussten uns immer gegenseitig besuchen und auch das ist nicht jedes Wochenende möglich gewesen, aber wenn das funktioniert, dann kann euch eigentlich auch nichts mehr passieren :D Also, wer nicht wagt, der auch nicht gewinnt. Aber es ist eine ganz schöne Anstrengung und funktioniert sehr oft nicht, aber es ist immer eine Chance da.

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Danke für deine Antwort.

Werden jetzt erstmal gucken wie wir uns nach einer Woche verstehen und dann wird es sicher eine Lösung geben wie es weiter gehen wird.