Guten Abend,
Mein Mann und ich sind seit 7 Jahren verheiratet, sind Anfang 30 und haben 3 Kinder.
Mein Mann arbeitet in seinem gelernten Beruf (Handwerk).
Ich kann gar nicht sagen wann genau er sich so verändert hat, schätze so vor 1,5 -2 Jahre ..
Plötzlich wollte er einen anderen Job! Nicht wegen dem Job, sondern wegen seinem Chef der hier und da was auszusetzen hat. Schon da hatte ich das Gefühl das er nicht mit der Sprache rauskommt .. einige Leute erzählten mal was sie so verdienen, Arbeitszeit etc., da begriff er endlich wie gut er es hat. 38,5 std/Woche 2.200€ netto, kein WE oder Schichtdienst. Firmenwagen.
Dann erwähnte er Anfang des Jahres beiläufig bei Freunden(!) das sein Chef ein GPS Gerät in Firmenwagen eingebaut hat. Ich war völlig fassungslos! Angeblich grundlos! Und das glaube ich absolut nicht!
Zuhause veränderte er sich auch.
Er war schon immer ein Ja-sager, er denkt überhaupt nicht mit, zb. Er nimmt unsere Tochter ohne Jacke in die Kita, obwohl es draußen nur 5 grad sind.
Ich muss ihn tatsächlich daran erinnern.
Ich frage „kannst du bitte Wasser und Milch mitbringen, es ist leer“
Er bringt mit : zwei Flaschen Cola für sich, denn alles andere hat er vergessen ..
Sein Wecker klingelt um 6.00 Uhr, aufstehen so gegen viertel vor 7.
Er trödelt .. er ist langsam.. bis er aus’m Auto aussteigt, da bin ich mit den Einkaufstüten schon an der Haustür. Er nimmt NUR Befehle entgegen und macht. Selbst denken, mitdenken, vor denken und Eigeninitiative = 0
Er schreibt mir nur Jammer WhatsApp Nachrichten „mir ist kalt“,“bist du auch so müde?“ „ich hab das, ich hab jenes“..
sind wir nicht alle müde? Haben wir nicht alle irgendwas? Sein Gejammer zieht mich richtig runter.
Vor 3 Wochen war sein Chef 5 Tage im Urlaub, da hat mein Mann nichts besseres zu tun als um 13 Uhr Feierabend zu machen „er müsste aufs Klo!“
Das sein Chef ihn via gps App verfolgt weiß er ! Dann sagt er Mittwoch „ich bleiben morgen und Freitag zu Hause, ich glaub ich hab Magen-Darm.
Er hatte nichts! Das war allerdings das erste mal dieses Jahr das er „krank“ war..
den Montag darauf gabs wohl schon ein ernstes Gespräch, mein Mann erzählt nichts im Detail .. reden ist sowieso ganz, ganz schlecht.. er sitzt lieber aus und schluckt bevor er etwas sagt.. mein Mann muss wöchentlich eine gewisse zahlt kunden abarbeiten, und selbstständig Termine vereinbaren.. die Zahl würde angeblich nicht stimmen, er würde sehr wohl die Zahl schaffen, Er würde gar nicht das Problem verstehen.
Und die Kunden ruft er auch nicht hinterher, und Termine nach 15 Uhr?? Nö.
Dann vergisst er wahrscheinlich noch Termine ..
Freitag ist er früh heim gekommen, angeblich abgesprochen mit dem Chef (vor einigen Wochen) sein Chef hat ihn auf den Heimweg angerufen und ihn gefragt ob’s noch geht, er hätte Termine!
Puh.. lange rede kurzer Sinn : heute kam mein Mann OHNE Firmenwagen nachhause. Sein Chef hat ihn gefahren und gemeint er könne jetzt erstmal daheim bleiben, Er müsste jetzt erstmal eine Nacht darüber schlafen und drüber nachdenken wie es weitergeht!
Was soll ich noch machen? Ich habe das Gefühl das er mir nur die halbe Geschichte Erzählt! Er spricht nicht!
Es sieht fast so aus als wäre es ihm egal! Er ist der Hauptverdiener und brauchen jeden Cent.. ich hab ihm vorgeschlagen zum Hausarzt zu gehen, um mal ein großes Blutbild zu machen ,um organische Ursachen für sein Larifari Lotterleben auszuschließen.
Problem : Vorschlag ist kein klarer Befehl und deshalb wird Er es wahrscheinlich ignorieren ..
Was soll ich bloß mit meinem Mann machen? Bald arbeitslos?!
Nun, du wirst ihn nicht zwingen können. Wie sieht es denn aus, wenn du dir schnell eine Arbeit zulegst?
Alles Gute für dich 🙂
Ich arbeite Teilzeit,
Mehr ist Mangel Betreuung nicht möglich.
Naja, wenn man Mann daheim bleibt, wäre das Problem zumindest gelöst!
Hallo,
kann es sein, dass er einfach ausgebrannt ist, der Job ihn fertigmacht? Irgendwas ist los mit ihm - sicher.
LG
Der Mann scheint am Ende zu sein!
Warum gehst Du nicht arbeiten und versorgst die Familie?
Ich arbeite Teilzeit, sorry mit 3 Kindern nicht mehr möglich!
Aber wie es aussieht scheint er nicht mehr den Ernähren von der Kraft hinzubekommen.
Ehrlich gesagt bin ich über Deine Aussagen entsetzt,in deinen Augen scheint er. Ur faul und vernantwortungslos zu sein.
Du hast drei Kinder mit diesem Mann und erwartest etwas von ihm. Was Du auch nicht leisten willst und kannst.
Ich sehe ehrlich keine gemeinsame Lösung bei der Lieblosigkeit die man da rauslesen kann.
Ihr braucht dringend Lösungen.
Wir haben auch vier Kinder und bei jeden haben wir überlegt ob WIR dies leisten können und zwar JEDER von uns.
Habt Ihr Dich sicher auch bei jedem Kind gemacht.
Vielleicht sammelst Du Dich mal und suchst ohne Vorwürfe das Gespräch.
Vielleicht Burn Out
Hi, kann es vieleicht sein, das es deinen Mann Momentan alles zu viel wird.
Ich kann dir von meinen Mann nur erzählen, das er auch immer ja sagte, immer sofort alles fertigmachte ( er hatte das Gefühl das es von im verlangt wurde auf der arbeit ) und immer für andere eingesprungen ist, er wurde mit der Zeit vergesslich, ihm wurden viele einfache Dinge einfach zuviel und egal ob Arbeit oder Familie.
Es war so weit, das er im Auto saß und geweint hatte , weil er nicht mehr konnte ,nur weil er meinte das er als Mann so viel arbeiten muss.
Er hat sich auf mein einreden dann in einer Klinik begeben, was das beste war .
Den Job hat er gekündigt und erstmal seine Probleme gelöst ( so weit es halt geht).
Jetzt macht er eine umschulung und es geht ihm deutlich besser.
Setze dich mit deinen Mann am Tisch und redet miteinander, auch wenn es dann halt mal heißt weniger Geld , hauptsache er fängt sich wieder und findet etwas was spass macht.ĺ
Ich weiß nicht ob es ihm zu viel wird..
So entspannt wie die aktuelle Familienzeit ist, Kann ich mir nicht vorstellen was ihn so überlasten könnte. Eigentlich hat er einen entspannten Job, wenn er organisieren könnte ..
er macht keinen gedrückten Eindruck, traurig oder in sich gekehrt. Er lacht, er hat Lust auf Unternehmungen etc. Deshalb habe ich nicht an eine Depression gedacht
Ich würde auf eine depressive Episode mit starker Tendenz zum Burn out tippen. Es ist eine Frage der Zeit, bis er völlig zusammen bricht.
Sorry, damit möchte ich dir keine Angst machen, aber alles deutet darauf hin. Ich habe es schon selbst durchgemacht und ähnlich agiert wie dein Mann.
Sein Verhalten deutet nicht auf Faulheit hin, sondern ist Zeichen einer Depression. Depression bedeutet nicht zwangsläufig weinen und Niedergeschlagenheit, sondern kann sich auf verschiedene Arten zeigen. Vermutlich ist es ihm selbst nicht mal bewusst.
Tatsache ist, er muss die Notbremse ziehen! Arzt - Reha - Berufliche Entlastung! Heißt auch, du müsstet da aktiver werden und ihm die finanzielle Hauptverantwortung nehmen.
Klingt nach Burn Out, Schilddrüse, Depression oder anderer Erkrankung.
Dann, wenn es plötzlich kam,
Problem 1: ohne seine Zustimmung kannst du gar nichts tun
(erst wenn er sich oder andere selbst gefährdet und dazu muss es schon sehr weit kommen)
Problem 2: freiwillig wird er nicht zum Arzt gehen, wie du es beschreibst.
Problem 3: klar kannst du finanziell die Hauptverdienerin werden.
Das würde ihn zwar entlasten. Das gibt dir Sicherheit (auch bei Trennung)
Aber es ändert bei ihm NULL
Er hat dann viele Gründe mehr, warum er nicht zum Arzt muss.
Noch mehr Zeit alles auszusitzen (Familie wird ja ernährt)
Nur vom Aussitzen wird man nicht gesund.
Bei Ja-Sagern, würde mich Burn Out/Depression andere Erkrankung nicht wundern. Nur braucht es dann oft eine Therapie.
Diese kann nur er selbst machen. Dazu braucht er Motivation.
Wenn er weiß, dass du das Geld verdienst
- kann er sich noch unmännlicher fühlen, als Versager (je nachdem wie seine Erziehung war - Therapie)
- braucht er nicht zum Arzt, weil es finanziell ja klappt.
Von seinem Chef wirst du auch nicht viel erfahren.
Einerseits wäre ich sehr wütend, wenn ein Partner hintenrum bei meinem Chef nachfragt.
Andererseits würde ich mich auch wertgeschätzt fühlen, wenn Partner sich ernsthafte Sorgen um meine Gesundheit macht.
Einen Versuch würde ich wagen und mit dem Hausarzt sprechen.
Wann MUSST du handeln (Selbstgefährdung/Fremdgefährdung), welche Warnzeichen solltest du beachten.
Was kannst du tun (ihn zur Praxis zu bringen, dass er freiwillig geht, aber eben geht)
Was darfst du nicht tun, weil du deine Kompetenzen als Partner überschreitest?
Wann geht "schön reden" in "Wahnvorstellungen" oder gesundheitlich verschobene Wahrnehmung über?
Wie gut/lange kennt ihn der Arzt schon?
Familienarzt seit der Kindheit?
Ein neuer Hausarzt bei dem er in 10 Jahren einmal war?
Und dann als letzten Schritt: wo sind deine Grenzen?
Was tust du, wenn DEIN Punkt erreicht ist?
WIe setzt du das um?
Ich bin durchaus bei Ehe für "auch in schlechten Zeiten". Dazu gehört aber auch, dass beide Partner mitmachen.
Ich bin durchaus dafür Menschen mit Erkrankungen zu helfen, Last abzunehmen, unterstützen etc.
Wenn diese aber alles ablehnen, sich weigern zum Arzt zu gehen und man nur zusehen kann, wie sie unter die Räder kommen, bis sie unter die Räder kommen, dann mache ich das nicht mit.
Dann kann Trennung den Tiefpunkt auslösen, dass sie was tun MÜSSEN oder sie gehen unter. Mehrere Jahre zusehen, wie jemand unter die Räder kommt und keinen Grund sieht, was zu verändern, ist auch meine Zeit, die kaputt geht.
Wer zum Arzt geht, gesund werden möchte, mitmacht
oder eine Diagnose hat (beim Arzt war) und entsprechend der Diagnose trotzdem um Leben/psychisches überleben kämpft, da unterstütze ich gerne.
Da es nach einer sehr schweren Zeit klingt: such dir selbst dringend Unterstützung für Angehörige von psychisch Kranken.
Selbst wenn er keine Diagnose hat und auch nie zum Arzt gehen würde.
DU brauchst unterstützung
- als Partnerin
- als Partnerin mit vielen Unklarheiten
- als Elternteil
- als Elterteil, das unklare Verhaltensweisen ausgleichen muss
- Umstellung finanzielle Probleme
- Umstellung organisatorische Abläufe
- Fragen was man ihm noch zu trauen kann, muss, sollte
- wie wann wo man ihn entlasten sollte (ohne dass er abrutscht und ganz verfällt)
- wo es Hilfe für rechtliche Fragen gibt (Klinikentscheidungen, Vollmachten als Partner - wenn der Partner selbst nicht entscheiden kann, wann man eingreifen muss / wann man nicht eingreifen darf)
- Entlastung der Kinder und wie man ihnen die Situation erklärt (wenn man selbst keine Antworten hat)
usw.
Stimme dir zu 99.9% zu...
Nur in zwei Mini-Punkten nicht.
Bei uns (Burnout - körperliche Ursachen abgeklärt) hat Komplettentlastung (ich als Alleinverdienerin) auch geholfen. Hat sicherlich wesentlich länger gedauert und ich möchte auch nicht behaupten, dass er wieder so belastbar ist wie früher, aber er ist insgesamt wieder wie ausgewechselt. Es gibt immer noch Tiefs (wer hat die nicht), aber meist ist er schon morgens voller Elan und Erledigungsdrang 😊
Wenn die TE allerdings auf jeden Euro angewiesen ist, denke ich nicht, dass sie alleine genug für eine fünfköpfige Familie verdienen kann.
Daher wird er nicht um Therapie & Co rumkommen, sollte es Burnout sein.
Und damit sind wir beim zweiten Mini-Punkt, in dem ich dir widerspreche. Einen Ja-Sager kann man einpacken und zum Arzt schleifen 😉
Aber sie muss das JETZT tun. Wenn er erst mal arbeitslos wird (und da scheints ja 5 vor 12 zu sein 😕) ist finanziell Katastrophenalarm. Und psychisch erst, denn dann hat er ja sowas von versagt 🤦♀️
Im Rest gebe ich dir völlig Recht. Die beiden(!) haben jetzt schon eine schwere Zeit, und es wird noch deutlich schlimmer werden, bevor es (hoffentlich) wieder bergauf geht. Und ab einem gewissen Punkt muss er auch mitmachen wollen.
Einen Ja-Sager kann man einpacken und zum Arzt schleifen 😉
Kann ich so voll bestätigen. Als mein Mann in einer massiven Überforderungsphase auf einem "mir doch alles egal" -Standpunkt war, hatte ich überhaupt kein Problem, ihn zu einem Arzttermin einfach mitzunehmen. Er war wohl froh, dass ich einfach für ihn "sorgte".
Erst als er wieder fit war, kam die alte Widerborstigkeit gegen Ärzte wieder zum Vorschein.😎
LG Moni
Oho, und wie frau ihren Mann zum Arzt zwingen kann 😉 Ich hab damals den Termin einfach gemacht und mir selbst frei genommen. Hab ihm morgens gesagt, so Freundchen, heute bist du krank, hab sogar für ihn beim Chef angerufen um dem das zu sagen, und ab die Post hab ich ihn zum Arzt geschleppt 😏
Dem hab ich erst mal brühwarm alles erzählt. Morgens aufstehen und erst mal erbrechen etc. usw. ALLES. Mein Mann saß total bedröppelt daneben (davor bestanden seine Gespräche mit dem Arzt nur aus "brauche gelben Zettel" 🙄 und der Arzt hat auch noch mitgemacht 🤦♀️)
Tja, und wie es dann weitergeht, sagt dir dann der Arzt!
Wir(!) hatten herzlich wenig Lust auf diverse Therapien (wobei ich echt bereue, ihn nicht wenigstens auch noch zur Magenspiegelung geschleppt zu haben... dazu konnte er sich selbst nämlich auch nicht aufraffen) und konnten es uns finanziell leisten, dass er zuhause bleibt. Seither macht er Gelegenheitsjobs und wir sind zufrieden. Er ist wieder ein anderer Mensch!
Bei euch wird das wohl anders laufen (müssen) - aber den Anfang musst DU machen 😊
Wenn einem ein Mensch was bedeutet (und/oder man komplett von ihm abhängig ist), ist man auch in der Verantwortung, denjenigen zu "seinem Glück" zu zwingen (in dem Fall zum Arzt).
Überleg mal dein Mann wird "überraschend" arbeitslos. Dann habt ihr erst mal noch weniger Geld und er ist noch viel mehr unter Leistungsdruck, was neues zu finden 😕 besser jetzt schon zum Arzt, als erst, wenn ne Kündigung auf dem Tisch liegt.
Und so nebenbei: erzähl ihm bloß nicht "wie gut er es hat". Wenn er kurz vor Burnout steht, drückst du ihn damit noch mehr rein, denn er muss(!) seine Situation ja gut finden. Burnout gibts nur in Industrieländern, und dabei haben wir es doch alle "gut". "Zwing" ihn stattdessen, mit offenen Karten zu spielen. Hak nach, was los ist, aber ohne Vorwurf, sonst kommst du nicht an ihn ran.