Hallo zusammen, meine Lebensgefährtin und ich (beide um die 40) haben eine Tochter (2). Sie ist in Elternzeit, ich bin berufstätig. Ich bitte um Rat wegen folgender Probleme:
1.) Sie mag meine Familie nicht (ohne echten Grund, hier gibt es nur Vorwände - das bestätigen auch Andere), deswegen besuchen wir meine Eltern seit einem Jahr nicht, das letzte mal war meine Tochter dort Weihnachten 2021. Außerdem darf ich auch nicht mit meiner Tochter allein dort hin, d.h. also die Kleine darf generell gar nicht mehr bei den Großeltern sein. Als einziges erlaubt ist ein Besuch der Großeltern bei uns einmal pro Monat. Der ist dann immer auf 4 Stunden begrenzt, die Großeltern dürfen nie vor 15 Uhr da sein. Generell deprimierend ist, dass sie schon sagt, das wird sich niemals ändern und sie wird niemals einen Besuch der Kleinen bei den Großeltern erlauben, auch keinen sonstigen Kontakt, bei dem sie nicht selbst dabei ist.
2.) Bzgl. unserer Tochter ist meine Lebensgefährtin die eindeutige Chefin in der Beziehung. Die letzte/finale Entscheidung bei allen Themen bzgl. unserer Tochter trifft immer sie. Es ist nie eine gemeinsame Entscheidung oder auch nur eine Absprache auf Augenhöhe, wie ich es mir wünschen würde. Außerdem "darf" ich viele Dinge mit unserer Tochter nicht unternehmen. Ich darf mich nur zu Hause um sie kümmern und manchmal kurz mit ihr draußen spazieren gehen (aber auch nur Spaziergänge zu Fuß in der Nähe). Ein Ausflug mit dem Auto irgendwohin ist verboten, das geht nur, wenn die Lebensgefährtin auch dabei ist.
Die Begleitung meiner Tochter zum Musikkurs oder zum Turnen ist auch verboten, das macht nur meine Lebensgefährtin. Einiges anderes darf ich auch nicht (z.B. die Tochter abends zum Einschlafen bringen), aber das wäre so das Wichtigste.
Das wären die Probleme. Gespräche dazu nützen nichts, sie bleibt bei beiden Dingen. Zuletzt habe ich gebettelt und erklärt, dass es mir schlecht mit diesen Dingen geht. Bisher geht sie nicht darauf ein, alles bleibt beim Alten.
Weil ich mir Harmonie wünsche und der Tochter zuliebe gab ich bisher immer nach.
Ich möchte das nicht mehr hinnehmen. Ich kann mich selbst nicht ernstnehmen als der Part in einer Beziehung, der eindeutig untergeordnet ist. Das mit den Großeltern finde ich auch traurig.
Meine Frage an euch:
Was würdet ihr hier tun?
Ich weiß nicht, wie ich mich wehren könnte - reden und bitten hilft nicht.
In dem Thema stecke ich auch schon so lange drin, dass ich keinen Blick mehr dafür habe, ob wegen der obigen Themen eine Trennung angemessen oder übertrieben wäre. Was meint ihr?
Vielen Dank im Voraus.
Frau ist Chefin in Familie, erteilt auch Großelternverbot
Warum lässt du dir das gefallen?
Du hast doch auch Sorgerecht, oder nicht?
Ich würde mit ihr eine Therapie machen. Wenn sie das ablehnt, würde ich mich wahrscheinlich trennen.
Du bist doch nicht der große Bruder, sondern der Vater!
Sie darf dir gar nichts verbieten!
Hallo Caliban
Warum läßt du dich so von deiner Lebenspartnerin behandeln?
Habt ihr gemeinsames Sorgerecht?
Dann kannst du natürlich deine Tochter auch zum Sport bringen usw.
War deine Lebenspartnerin schon immer so???
Großeltern haben normalerweise ein Recht auf Umgang mit ihrem Enkelkind, auch wenn sich dessen Eltern trennen oder scheiden lassen. Im Streitfall muss das Gericht entscheiden, ob der Kontakt auch zum Wohle des Kindes ist.
Das Jugendamt unterstützt die Großeltern bei der Durchsetzung ihrer Rechte.
Rede nochmal mit deiner Lebenspartnerin, und ansonsten sag ihr das du zum Jugendamt gehst.
Setzt deiner Lebenspartnerin Grenzen es wirkt so das du dich völlig unter buttern läßt.
Beziehung läuft nur auf Augenhöhe.
Wenn sie dazu nicht bereit ist würde ich mich trennen weil das für mich so keine gute Beziehungsform wäre. Nimm dein Kind und fahr zu deinen Eltern. Warum sollst du darauf verzichten ? Warum werden dem Kind die Großeltern vorenthalten? Tut mir leid aber deine Lebenspartnerin ist entweder eine totale Glucke die das Kind nicht abgibt oder hat sonst andere Probleme aber normal ist das nicht
Oh je. Klingt, als ob du in eurer Familie lediglich das Wirtstier und Samenspender wärst.
Hau mal auf den Tisch. Ansonsten wird sie dich den Rest eures Lebens nicht mehr für voll nehmen.
Hast ja schon gute Tipps bekommen.
Stell dich auf die Hinterbeine. Harmonie hin oder her. SO geht es doch nicht weiter!
Das wäre schon lange nicht mehr meine Partnerin.
Ihr dürft und sollt beide gleichberechtigt entscheiden, wenn es um euer Kind geht (ich gehe mal davon aus, dass ihr gemeinsames Sorgerecht habt).
Wenn du mit deiner Tochter einen Ausflug machen willst, mach einen Ausflug. Wenn du mit ihr spazierengehen willst, mach das. Die Mutter des Kindes ist nicht über jeden Zweifel erhaben und steht in keinster Weise über dir. Ihre Bedürfnisse sollten nicht euer Leben bestimmen.
Sie kann nur über dich bestimmen, wenn du es zulässt. Soll sie schreien, toben, jammern, heulen. Es wird für dich Zeit als gleichberechtigter Vater und Partner aufzutreten und nicht als Witzfigur. Du bettelst doch nicht, du machst einfach. Harmonie bedeutet im übrigen: ein ausgewogenes, ausgeglichenes Verhältnis zueinander. Das habt ihr nicht, so lange die Xanthippe uneingeschräkt herrscht.
Vielleicht nützt es, deiner "Partnerin" zu erklären, dass im Falle einer Trennung, sie (in der Zeit, in der du das Kind hast) keinerlei Mitsprachrecht hat, was die Freizeitgestaltung bestrifft. Von dem "bösen" Wort "Wechselmodell" ganz zu schweigen.
Hat sie vielleicht eine Angststörung? Sowas ähnliches gibt es in meinem Bekanntenkreis, da.sind die Eltern jetzt aber getrennt. Sie hat ständig Angst um ihr Kind und will niemanden ran lassen.
Ich finde es auch für das Kind nicht gut. Was passiert denn, wenn du einfach dein Kind nimmst und los fährst?
Oh, ein armer unterdrückter Mann, da ist das Mitgefühl bei urbia immer besonders groß.
Es gibt die, die es machen, und die, die es hinnehmen. Nimm es halt einfach nicht hin, ihr seid gleichberechtigt.
Zynismus hilft in diesem Fall natürlich unglaublich. 🤦
Erstens gibt es neben physischer Gewalt auch psychische Gewalt. Letztere sieht man halt nicht so.
Zweitens kommt es häufiger vor als man denkt (auch wenn es in diesem Fall (noch?) nicht soweit ist) dass Frauen auch physische Gewalt anwenden. Die meisten Männer sagen das bloß nicht. Weil sie sich schämen. Starkes Geschlecht und so...Schublade auf...Klischee rein...Schublade zu...fertig.
Darum geht es doch gar nicht.
Mir geht es nur um diese typische Urbiadynamik, der arme Mann und die böse Frau.
Wehr dich. Nicht bitten und betteln sondern klare Ansagen und auf den Tisch hauen. Klar kannst du dich trennen, aber glaubst du ernsthaft sie wird erlauben dass du das Kind dann jemals wieder siehst? Also nimm ihr den Wind aus den Segeln und bestimme genauso wie sie. Ihr seid beide Eltern.
"Klar kannst du dich trennen, aber glaubst du ernsthaft sie wird erlauben dass du das Kind dann jemals wieder siehst?"
Da brauch er doch garnicht ihre erlaubnis- er hat dann indestens umgangsrecht!! Da kann sie sich aud den kipf stellen- ob sie will oder nicht!!
Sie sind nicht verheiratet. Wer weiß ob sie erlaubt hat dass er die Vaterschaft anerkennt. Ja, er kann das im Nachhinein machen, aber wenn sie dann behauptet er ist nicht der Vater oder es in die Länge zieht kann das Monate oder sogar Jahre dauern bis es durch ist.
Weglaufen ist keine Option. Sein Anliegen ist, dass er mehr vom Kind hat. Durch eine Trennung hat er erstmal weniger bis gar nichts vom Kind. Deshalb muss er JETZT die Eier in der Hose haben und klare Ansagen machen. Danach kann er sich gerne trennen wenn alles in trockenen Tüchern ist.
Ich würde über die Beziehung nachdenken. Hat eine Beziehung Sinn, in der es keinen respektvollen Umgang gibt? In dem einer bestimmt und der andere nichts „darf“? Überhaupt verstehe ich nicht, warum du dir als erwachsener Mann sagen lässt was du tun und lassen sollst.
Was passiert denn, wenn du deine Kleine nimmst und sagt: „Hilde, ich fahre heute mit der Kleinen zu meinen Eltern. Kommst du mit?“ Reißt sie dir das Kind aus der Hand?
Ich würde mich hinsetzen und ihr sagen, dass es ab sofort neue Regeln gibt, die gemeinsam bestimmt werden. Wenn sie davon nicht abrücken möchte, die Trennung aussprechen.