Hallo ihr Lieben,
Mein Mann und ich sind seit 16 Jahren zusammen. Wir haben schon super viel erlebt hatten Höhen und Tiefen, aber waren immer ein tolles Team! Vor einem Jahr haben wir geheiratet und eine kleine Tochter bekommen. Alles haben wir zusammen gemeistert. Er war immer da, wir waren bei der Geburt und im Wochenbett ein super Team! Ich muss gestehen, das ich teilweisen ein bisschen mit meiner neuen Rolle gehadert habe. Ich liebe meine Tochter über alles und mittlerweile bin ich voll in der Mutterrolle angekommen, aber zwischendurch habe ich mein altes Leben vermisst und konnte ihm seine Freiheiten oft nicht gönnen. Ich war unfair und nichts konnte er mir recht machen... Es lief also eine Zeit nicht so gut... Im Juni ist ein Streit eskaliert und er hat gesagt, er weiß nicht mehr ob er mich noch liebt. Ich habe eine Paartherapie vorgeschlagen, will er nicht. Er will auch nicht reden. Seitdem befinde ich mich im Ausnahmezustand... Aktuell läuft es ganz gut, aber es gibt kaum Zärtlichkeiten. Ich habe so Angst ihn zu verlieren, das er sich wirklich entliebt hat!! Ich glaube er war sehr erschöpft und einfach an seinen Grenzen (auch er musste in die Vaterrolle finden) Aber dann gleich so eine Konsequenz? Das erste Jahr mit Baby ist doch oft schwer. Ich habe es noch an und zu angesprochen. Darauf reagiert er gereizt, man könne Sachen auch zerreden... Ich bin so unsicher und traurig...
Ist unsere Ehe am Ende?
Ach je das ist richtig mies.
Ich an deiner Stelle würde schauen, dass ich ihm die Zeit gebe die er braucht um sich und seine Gedanken zu sortieren.
Kann er mal ein paar Tage alleine in Urlaub fahren oder so? Oder lade ihn doch mal zum Essen ein, nur ihr zwei, vielleicht kann er dir zumindest sagen, was er aktuell braucht.
Ruhe, Zeit alleine, mehr Aufmerksamkeit, what ever.
Wenn er noch nicht darüber reden will und kann, dann kannst du nur abwarten und versuchen positiv zu bleiben.
Zum Reden drängen, wird in dieser Situation eher kontra produktiv sein.
Schlussendlich kannst du nur abwarten bis er auf dich zukommt.
Wenn du an dem Punkt bist, dass du die Ungewissheit psychisch nicht mehr packst, dann musst ihm das ohnehin sagen, wenn irgendwie möglich ohne Vorwürfe.
Ich wünsche dir und euch viel Kraft und ich hoffe, dass alles für euch zum Guten ausgeht.
Entweder das, oder ihr habt einfach gerade eine schwere Zeit.
Es ist halt schon eine Riesen Umstellung nach 16 Jahren (egoistischem) Paarleben nun ein kleines Wesen zu haben, das seitdem an erster Stelle steht. Klar, dass man sich da erstmal reinfuchsen muss.
Ja, ich glaube er hat es auch einfach unterschätzt... Aber mich verletzt es so, das er unsere bzw. seine Liebe in Frage stellt. Er spricht halt auch mit niemandem!!
Also als unsere erste Tochter geboren wurde und ich so fertig war, hab ich auch ab und zu an meinen Gefühlen gezweifelt,
Ich glaube schon, dass sie da waren, aber ich konnte sie in dem Moment einfach nicht richtig spüren, weil ich so unzufrieden war!
Vielleicht ging/geht es deinem Mann ähnlich? Er ist vielleicht auch überfordert, genervt, findet nicht in seine Rolle usw.
Wir haben es auch ohne Paartherapie geschafft. Durch viele, sehr viele Gespräche und gegenseitiges (!) Verständnis. Und dann ging es auch bergauf. Und mit zunehmender Freiheit für mich (da Motte älter wurde), wurde auch ich wieder entspannter 😜
Bleibt am Ball, redet, nehmt euch auch bewusst mal Paarzeit (geht auch mit Kind daheim) und dann nähert ihr euch wieder an ❤️
Ja, ich glaube genau das ist es. Ich habe einfach zu viel von ihm verlangt und war sehr missgünstig! Reden mag er nicht mehr, aber ich gebe mir viel Mühe, das er sich wieder sicherer fühlt und gerne nach Hause kommt 🙈 Ich habe auch das Gefühl, es wird schon viel besser.
Ich war auch missgünstig, das war nicht fair. Aber er hat eben auch lange nicht verstanden, WARUM. Als er das dann mal begriffen hat, konnte er auch emphatischer reagieren und daher ging es dann wieder besser. ;)