Richtige Kommunikation bei Risikobewertung

Liebe Community,

ich habe schon öfter gelesen, dass bei Patientinnen dieser abstrakte 1:xy Wert eher Unsicherheit auslöst.

Daher bin ich umso freudiger überrascht, wie sinnvoll mir mein Arzt das Ergebnis übermittelt hat.

Das Hintergrundrisiko ist aufgrund der Vorgeschichte Recht hoch, aber nachdem er beim ETS die meisten Organe sehen und analysieren konnte ist das adjustierte Risiko niedriger geworden.

Trotzdem ist der Wert des T18 bei 1:3.346, das würde ich ohne Erläuterung als hoch empfinden, aber da alle Werte im Normbereich waren, hat mir der Arzt gesagt, dass er sich sicher ist, dass das Baby gesund ist und der freiwillige Nipt Test würde dies zeitnah bestimmt bestätigen.

Ich bin froh, dass mir die Ergebnisse nicht einfach so in die Hand gedrückt worden. :)

Ich wollte einfach mal eine positive Erfahrung hier teilen. :)

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Hallo Cheesy,

es freut mich, dass dein Arzt dich damit beruhigen konnte, das ist sehr viel wert.

Ich persönlich glaube ja, dass es, wenn, schon ausreichen würde, das Risiko statt in 1:x
in % anzugeben.

1:3346 bedeutet nämlich nichts anderes, als (aufgerundet) 0,03%
Selbst 1:100 bedeutet „nur“ 1%

Wohlgemerkt für ein betroffenes Kind!
Kommt dir das (vor allem deins) so auch sehr hoch vor?
Von der Aussagekraft dieser 1:x Aussagen mal ganz abgesehen, denn egal wie groß oder klein die rechte Zahl ist: man kann ja am Ende bei keiner genau sagen „war klar“ oder „war nicht klar“, sondern eben nur: war wahrscheinlicher oder war unwahrscheinlicher.

Trotz der minimalsten Wahrscheinlichkeiten gewinnen Menschen im Lotto, treffen aber beim Glücksrad drehen bei einem Cityfest trotzdem nicht den Hauptgewinn, obwohl es sogar 2 von 10 Möglichkeiten dafür gibt (=20%).
Soll einfach nur heißen: egal wie groß oder klein die Wahrscheinlichkeit ist, es kommt am Schluss eh nur darauf an, auf welcher Seite man steht (1 oder x)

Letztendlich spielt es aber natürlich auch eine große Rolle, wo das eigene Sicherheitsempfinden bzgl Wahrscheinlichkeiten liegt.
Aber ich denke, eine Angabe in % würde schon sehr viele Tränen und Ängste ersparen - vor allem bei denen sie am Ende unbegründet sind/waren. Was immernoch den mit Abstand größeren Teil ausmacht.

Das sind nur meine Gedanken dazu 😉

LG

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Ich denke auch, es wuerde schon sehr helfen, wenn die Aerzte die statistische Wahrscheinlichkeit als "1 von XYZ" ausdruecken wuerden. Bzw, noch besser: "Diese Wahrscheinlichkeit von 1:362 bedeutet, dass von 362 Babys, die genau diese Werte aufweisen, im Schnitt 361 gesund sind und eines unter einer Trisomie leidet".

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Ja genau, man muss selbst überlegen, was es bedeutet

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