SS-Depressionen --> Citalopram im letzten Drittel! Jemand Erfahrungen ??

Hey,

bin seit neuestem wegen Schwangerschaftsdepression in therapeutischer Behandlung. Geht mir ziemlich schlecht und ich hab noch einen kleinen Sohn (1,5) für den ich da sein muss.

Meine Ärztin hat eigentlich empfohlen die Gesprächstherapie mit dem AD Citalopram zu kombinieren. Habe gesagt, dass ich es gerne erstmal ohne versuchen möchte aber so langsam kommen mir da Zwiefel ob ich es schaffe.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Medikament im letzten Drittel der Schwangerschaft?
Meine Ärztin meinte wenn ich es anfangen würde würde sie trotzdem versuchen es vor der Geburt wieder runter zu dosieren...

Was kann das für Auswirkungen auf mein Kind haben? Sie sagt wegen Anpassungsstörungen nach der Geburt muss man auf jeden Fall in einer Klinik mit Baby-Intensiv entbinden (hatte ich eh vor)...

Vielen Dank und Grüße,

Herrminchen

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Meine Freundin hatte die wegen ihrer Panikstörung nehmen müssen, allerdings schon weit vorher.... Das Absetzen und die dann evtl. folgenden Attacken wären lt. Arzt schlimmer fuers Baby gewesen.... Das muss der Arzt abwegen, letztendlich musst du das entscheiden. Mit der Kleinen meiner Freundin ist alles in Ordnung.... Es gab keine Probleme... Mit der Baby Intensivstation hat deine Ärztin recht, aber da du das eh möchtest, gibts da ja kein Problem... Alles Gute

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Hallo,

ich bin Psychotherapeutin UND hatte in der SS mti meinem Großen SS-Depressionen. Ich bekam ebenfalls Citalopram in der niedrigsten und damit vertretbaren Dosis verschrieben, als ich 33.SSW war. Allerdings war das für meinen Arzt schon der letzte Ausweg, weil die Therapeutin, bei der ich war, sagte: Sie sind vom Fach, Sie wissen, was los ist, ich kann IHnen nicht helfen.
Und ich hatte ab der 26.SSW schon vorzeitige Wehen immer mal - was auch von meinen Depressionen kam.

Ich habe mich dennoch gegen die Tabletten entschieden.

Citalopram ist verträglich in der SS, 10mg kann man wirklich nehmen- ABER: Es wird empfohlen, die MEdikamente im letzten Drittel abzusetzen, weil die Kinder Entzugserscheinungen haben nach der GEburt, wenn man sie länger nimmt. Dies kann zu Anpassungsstörungen führen und für keine Mutter ist es toll, das Baby nicht bei sich zu haben (ich mußte das leider erleben, mein Sohn kam 3 Wo zu früh und mußte auf die ITS- da beißt sich aber die Katze in den Schwanz- hätte ich die MEdis genommen, hätte er evtl nicht früher geholt werden müssen, weils mir besser gegangen wäre-aber die Gefahr ihn danach nicht zu haben wäre genau so groß gewesen- ist ne Sache des eigenen Bauchgefühls: was tut man?!?)

Ich wollte stillen, ich wollte nicht Entzugserscheinungen für mein Baby: also hab ichs gelassen.
Mein Baby wurde 3 Wo vor ET geholt, weils mir so schlecht ging psych. das ich Wehen hatte und der Arzt nachher sagte: Wir holen ihn, Sie bleiben heute gleich hier.

Übrigens: nach der SS hatte ich keinerlei Wochenbettdepressionen, mir gings mit dem Hormonabfall stetig viel besser und in der 2. SS hatte ich gar keine Probleme:-D

Du solltest das Thema mit einem Neurologen besprechen und dann auf dein Bauchgefühl hören.

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Hallo.
Davon kann ich Dir nur abraten und ich finde es vom Arzt unverantwortlich.
Ich nehme etwashomöophatisches und komme damit gut klar.
Gruss root

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Aurum metallicum praeparatum D10
3 x 10 tropfen.
Braucht 1-2 Wochen bis es anschlägt.

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Hilft das auch bei angststoerungen u panikattacken?lg

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http://www.homoeopathie-homoeopathisch.de/homoeopathische-mittel/Aurum-metallicum.shtml

Keine Ahnung.
Bei den Mitteln muss man eh ausprobieren.
Ist mir aber lieber + am Riemen reissen, als irgendwelchen Schrott einzuwerfen.

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Huhu,

ich habe vor meiner SS Citalopram 30mg bekommen und habe sie nun abgesetzt.
Auch in geringerer Dosis konnte ich es einfach nicht verantworten. Ich mache weiterhin meine Therapie nebenbei und mir geht es gut!

LG Verena und #ei (6+6)

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Hallo!

Ich musste in meiner ersten SS Citalopram nehmen wegen Angstzuständen und Panikattacken!
Mir gings extrem schlecht und konnte mir kaum vorstellen das !Wunsch!kind großzuziehen. Mein Frauenarzt verschrieb mir die Medikamente mit denen es mir viel besser ging. Ich nahm sie ab der 17 SSW bis ca. 2 Monate nach der Entbindung, um einer Wochenbettdepression vorzubeugen.

Ich hatte damals schreckliche Gewissensbisse weil ich diese Medikamente nehmen musste und ich meinem Kind das 'antue'. Aber jetzt weiß ich dass ich das richtige getan habe! Ohne diese Medikamente hätte ich glaub ich die Kurve nicht gekratzt und wäre aus dieser Gedankenspirale nicht rausgekommen. Bin natürlich auch zur Psychotherapeutin gegangen!
Mein Sohn wurde übrigens gesund geboren! Er hatte nur etwas Gelbsucht die aber nach ein paar Tagen wieder besser wurde. Ich hab ihn auch gestillt und war (und bin) überglücklich ihn zu haben! Keine Spur von Wochenbettdepression!

Meine zweite Schwangerschaft schaffte ich übrigens ganz ohne Medikamente!

Ich finde es schrecklich wenn andere meinen dass man sich doch 'am Riemen reissen soll'. Wer sowas sagt, dem gings psychisch noch nie richtig schlecht. Ich glaube solche Menschen können eine normale depressive Verstimmung nicht von einer richtigen Krankheit unterscheiden.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles, alles Gute. Halt die Ohren steif und wenn du dich doch für die Medikamente entscheidest, dann mach dir nicht zu viele Sorgen deswegen.

Lg Karin#liebdrueck

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Vielen Dank für eure Antworten.

Werde es weiterhin ohne versuchen und mich mal homäopathisch informieren...

Mein schlechtes Gewissen und die Angst davor, dass was mit dem Baby aufgrund der medikamente nicht stimmen könnte würde wahrscheinlich die nächste Krise heraufbeschwören...

Liebe Grüße