Angst vor der Veränderung...

Guten Morgen,
mein Mann und ich hatten gestern Besuch von einem befreundeteb Paar mit Baby.

Seit ich schwanger bin höre ich nur noch Horrorgeschichten über Fehlgeburten, die Geburt an sich und das Leben mit Baby.
Wir haben uns das Baby sehr gewünscht und freuen uns (eigentlich) riesig. Vor allem, weil es etwas länger gedauert hat.
Mein Mann ist eh unsicherer als ich, dass er das alles hinbekommt, was bei Männern aber glaube ich auch einfach stärker ausgeprägt ist.

Als die drei gestern Weg waren, waren wir beiden allein und total gerädert.

Den ganzen Tag nur so Sätze wie "Euer Leben wird sich komplett verändern." "Es dreht sich alles nur noch ums Baby." "Du hast keine Zeit mehr für dich, den Haushalt, Essen, Duschen." "Du schläfst nicht mehr und bist die ganze Zeit total am Ende."
Danach war ich total am Boden und mein Mann war auch geknickt. Ich musste echt heulen. Ich hab so Angst bekommen. Natürlich ist mir (uns) bewusst, dass sich einiges ändert und dass man wenig schläft. Aber das hört sich alles nach einem puren Horror an. Versteht ihr was ich meine? Ich habe totale Angst bekommen.

Dann kam der Gedanke, man kümmert sich jahrelang um das Baby und dann wird es erwachsen und meldet sich einmal die Woche bei einem :-D Oh Gott.

Dann war ich traurig, weil ich dachte jetzt fühlt sich unser Baby nicht mehr geliebt. Da kommen ja auch noch die doofen Hormone dazu..

Kann mich jemand verstehen, oder bin ich total bekloppt?? :-(#schmoll#schwitz

Achso... ich weiß, dass meine Freundin und ihre Mann das nicht böse meinen und alle anderen mit ihren Horrorstories auch nicht. Aber das verunsichert mich immer.

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Guten Morgen!

Wenn ich so auf meine Schwester blicke, kann ich nur nicken, wenn ich solche Geschichten wie die deiner Freundin höre. Wenn ich so auf unser Familienleben schaue, kommt mir nur ein Gedanke: "Wie man sich bettet, so liegt man..."
Soll heißen: sie haben keine Zeit mehr für sich? Selbst Schuld! Wir haben viel Zeit für uns, denn wir nehmen sie uns... wenn jemand mal Luft braucht, ist der andere da. Haushalt geht mit Baby in der Trage oder wenn der andere da ist. Schlafen kann man sich aufteilen (Stillzeit ist natürlich für die Frau schwieriger, aber auch da hat mein Mann auch mal ein bisschen geholfen, und wenn er auch nur das Baby zum Stillen ins Bett gebracht hat...)

Man KANN sein Leben aufgeben. MUSS aber nicht! Verändern wird es sich, und die Freizeit wird weniger. Aber das wird von einem Babylächeln IMMER entschädigt!

Mein gut gemeinter Tipp: aufhören auf die zu hören und sie eher als "das will ich nicht" sehen, mache ich bei meiner Schwester genauso... und dann ein gutes soziales Netzwerk aufbauen und auf sich selbst auch mal gucken! Unsere erste Nacht zu zweit (okay, erst nach einem Jahr, aber hey... immerhin etwas ;) ) war schön und unbeschwert - man muss sich nur darauf einlassen und Vertrauen haben!

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Mir ist grade ein Stein vom Herzen gefallen :-) Danke #herzlich

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Es tut wirklich gut zu lesen, dass auch andere nicht bereit sind, sich selbst aufzugeben.

Ich dachte immer schon ich wäre total egoistisch...

Danke! #herzlich

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Mir geht's auch so. Ich habe auch Angst vor der Veränderung. Und auch davor, dass mein Mann und ich alleine sein werden, da in unserem Freundes- und Familienkreis leider niemand Kinder hat und es auch nicht danach aussieht, das bald welche kommen.

Mein Mann und ich schlafen gerne lang, sind gerne mal faul und sind schon das ein oder andere mal spontan in den Urlaub geflogen. Ich bin mir bewusst, dass diese Dinge nächstes Jahr - wenn Gott will - aufhören. Mir macht das schon Angst, aber ich denke da wachsen wir alle rein :) Irgendwie werden wir das schon meistern :)

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Da ist bei uns auch so bzw. halt dieses eine. Das andere sind halt Bekannte oder Arbeitskollegen. Meine Freundin und meine Arbeitskollegin verlassen auch nie das Haus. Wir haben geplant, wenn das Baby fünf Monate alt ist in den Urlaub nach Frankreich zu fahren. Natürlich würden wir das relativ spontan machen, je nachdem wies dem Baby geht und es drauf ist. Da haben die fast nen Herzinfarkt bekommen. Also von meiner Mutter und den Eltern meiner Freunde weiß ich dass das alles entspannter war. Meine Mutter war mit mir mit acht Monaten in Sri Lanka im Urlaub. Die hat mich auch überall mit hingeschleppt und mich dann einfach schlafen gelegt. So ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt. Nicht ständig klar, aber ich will nicht ans Haus gefesselt sein :-(

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Kann sein, dass wir an die Kindersache zu naiv ran gehen. Aber ich bin auch der Meinung, dass man sein Leben relativ normal weiter leben kann. Klar muss man sich hier und da neu organisieren und es muss sich am Anfang alles einspielen, aber das wird schon klappen.

Mein Mann spielt im Verein und ist auch sonst sehr im Vereinsleben sehr aktiv. Familie, Freunde und Arbeitskollegen haben auch schon gefragt ob er sich vom Verein abgemeldet hat, da er in Zukunft mit den Zwillingen keine Zeit mehr haben wird. Als er meinte nö waren alle ganz empört, als er dann noch meinte, dass er sich zwei Wochen nach der Entbindung für einen Schirilehrgang angemeldet hat war es endgültig vorbei. Falls es mir oder den Kindern nicht gut gehen sollte oder sonst etwas sein sollte, wird er natürlich zu Hause bleiben. Aber das kann man dann auch spontan entscheiden.

Tipps und Ratschläge finde ich toll und nehme sie auch gerne an. Aber wenn man sich ins Leben einmischen will und beleidigt ist, wenn man es nicht nach deren Nase machen will, kann ich nicht leiden. Aber auch das wird sich nie ändern. :D

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Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei uns ist es nicht anders. Wir haben auch eine lange Zeit auf unsere Bauchmäuse gewartet, bevor ich schwanger war hieß es, ihr müsst Kinder bekommen, Kinder sind sowas wunderbares. Kaum war ich schwanger kamen auch die ganzen Erzählungen von Fehlgeburten und alles andere was deine Freunde auch so erzählt haben.

Aber mach dir keinen Kopf und lass dich nicht verunsichern. Klar werden unsere Kinder unser Leben verändern und gerade die Anfangszeit wird sehr schwer. Aber vertraut in euch selber ihr werdet das schon meistern. Und außerdem niemand ist perfekt. Ich denke jeder hat vor der Geburt seine Ängste, Bedenken und Zweifel. Aber schau dich um wieviele um dich herum a) Kinder bekommen haben und b) diese super großziehen.

Wir schaffen das schon!

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Danke :-) Ja das stimmt :-D

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Guten Morgen, du liebe. =)
Lass dich erst mal Drücken #liebdrueck
Das ist ja totaler Quatsch. ;)
Natürlich ist es anders, aber unendlich schön.

Meine erste Tochter ist mittlerweile sieben und jede Zeit war eine tolle Zeit.
Man wächst wirklich mit seinen Aufgaben. Gerade zu Anfang hast du noch genug Zeit für alles. Schlafe oder putze oder mach etwas schönes, wenn das Baby schläft. Da hast du noch genug Zeit für. =)
Ansonsten empfehle ich immer gerne, nicht alles total zu verändern dadurch, dass nun ein Baby dabei ist. Man kann es (fast) überall mit hin nehmen. Einkaufen, shoppen, Weihnachtsmärkte.... Es ist wunderschön und ich finde überhaupt nicht, dass sich groß was verändert hat.

Was mir noch in Erinnerung geblieben ist, ist, dass man lernen sollte schnell wieder einzuschlafen, dann ist die Nacht meist gar nicht so kurz wie die meisten sagen. Kind weint, du holst es, stillst es (oder machst Flasche und fütterst), wickelst es und legst es wieder hin. Lass das alles eine halbe Stunde dauern und du hast die nächsten vier Stunden wieder Ruhe.

Lass dich nicht verrückt machen. Es wird wunderschön werden und ihr werdet eure Sache toll machen. =)

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Guten Morgen

Danke ich dachte schon ich bin die einzige

Ich bin ebenfalls mit meinem ersten Kind schwanger , und musste mir schon die eine oder andere horrorstory über Geburten anhören . Naja das es kein Kinderspiel wird is glaub ich jedem bewusst doch aufbauen und motivieren tun ein die Storys ja leider nicht .
Und ja das sich das Leben nach der Geburt um 180grad dreht hört sich meiner Meinung nach schlimmer an als es ist , zumal wir tun das ja für unsere Babys .
Ich hab auch bisschen Bammel davor das alles liegenbleibt , doch ich geh da der positiv ran da es wird ein keiner übel nehm die erste Zeit nicht mehr 100% für andere da zu sein , ich denke echt die erste Zeit wir schwer aber alles wird sich einspielen . Und wir sind Frauen wir schaffen das :D
Lg Aylina und Levi-Louys im Bauch 34ssw

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Oh man diese "ah du bist schwanger! Ich muss dir da jetzt mal was übles erzählen" Typen.... Ich mag das auch nicht.

Klar wollen die einen darauf vorbereiten dass nicht alles rosa ist mit Baby, sie meinen es nur gut und bei manchen hab ich auch das Gefühl, die wollen sich einfach nur auskotzen und denken dich interessiert es.

Ich sag inzwischen immer schon am Anfang der Story STOP und bitte recht deutlich um einen Themenwechsel. Dann lächeln und auf nach die Geburt verweisen. Ich will mich darüber erst unterhalten, wenn ich mitreden kann. ;-)

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Ach her je nach das hört sich ja an,.... Wie aufmuntern für euch #kratz

Lasst euch nicht verunsichern.
Natürlich ist es Grade an Anfang eine totale Umstellung. Das Baby ist jetzt der Mittelpunkt und demnach schläft man halt auch wenig, ist gerädert, das duschen nicht mehr wie sonst um acht morgens vllt erst um halb elf aber mein gott. Der Haushalt rennt auch nicht weg.

Euer Baby braucht diese liebe , Zuneigung, Aufmerksamkeit und das ist GUT so #verliebt

Es werden nicht umsonst so viele Paare ss und warten sehnlichst auf IHR #baby .....

SIE werden auch älter und das leider viel zu schnell.

Angst , bedenken hinsichtlich darüber ob man das alles schafft usw sind absolut normal aber IHR Bekommt das größte was Ihr euch gewünscht habt.

Macht euch nicht so viele Gedanken #hicks

GENIEßT EINFACH DIE ZEIT #baby #liebdrueck

LG sina mit 2 kiddis und baby inside 15+4

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Danke für eure Antworden, das hat mir echt Mut gemacht. :-)

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Lass dich erstmal ganz lieb drücken, ich kann dich da total verstehen!! Mir ging es während der SS auch schon hundert mal so, zumal meine beiden Schwestern 2016 auch schwanger waren. Die große relativiert ihre Aussagen immer, meine mittlere ist da knallhart. Aber die nimmt auch vieles einfach persönlich. Klar, ändert sich viel, das heißt aber nicht dass ihr das nicht super meistern werdet. Heutzutage wird aber auch wirklich aus allem ein Drama gemacht... "Du kannst dir nicht vorstellen wie anstrengend es ist, ein Haus zu bauen, Kind zu bekommen, ein Schulkind zu haben, eine Reise zu planen bla bla bla was auch immer"

Ich kann dir nur raten: schalte auf Durchzug! Sicher wird es mal anstrengend werden, aber das heißt nicht, dass ihr das nicht meistern werdet!!

Ich hab mal meine Eltern gefragt, weil ich auch schon dachte "oh mein Gott, ich hab kein Leben mehr!!" Und die haben mir folgendes gesagt:
Nicht so viel denken, einfach machen! Die haben sich keine Gedanken gemacht um sich. Und die haben vier Kinder, drei davon mit jeweils 3 Jahren Abstand. Und fanden es nicht anstrengend, denn sie haben sich bewusst dafür entschieden. Ich meine, ich hab gut reden, wir erwarten auch unser erstes kind. Aber mein Mann hat die gleiche Einstellung wie meine Eltern, wir freuen uns nur drauf und lassen solche Kommentare überhaupt nicht an uns ran. Was andere machen ist doch egal, es ist wichtig wie ihr dazu steht. Ihr werdet das ganz toll machen und wenn es mal anstrengend wird, holt euch Hilfe bei Freunden und Verwandten, soweit ihr könnt, gönnt euch eine Auszeit zum ausschlafen und dann wieder ran an den Speck! Euer Zwerg wird euch mit seiner Liebe für alles entschädigen :) alles Gute für euch und Kopf hoch: wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird!!!