Hallo!
Seit einigen Wochen kann ich mich auf Arbeit nur noch ärgern... Ich muss mich selbst um eine Karenzvertretung kümmern bzw. alles mit dem Personalmanagement organisieren. Mein letzter Arbeitstag ist der 10.04.2017 und meine Stelle wurde noch nicht einmal ausgeschrieben weil mein Chef das Go bis heute nicht gab. Frühestens Anfang Februar, mit hoher Wahrscheinlichkeit Anfang März wird eine Neue anfangen können und ich soll die ja auch noch einlernen. Ich hab nicht einmal eine reguläre Vertretung die das im Ernstfall für mich übernehmen könnte. Und ich hab noch 18 Tage Urlaub über die ich gerne direkt vorm Mutterschutz konsumieren möchte - das werde ich wohl vergessen können. Ich hätte aber noch so gerne ein paar "unbeschwerte" Wochen vor der Geburt, zum Ende hin wird's eh beschwerlich und man weiß ja nie was kommt... Wie ist das bei euch so? Könnt ihr vorm Mutterschutz euren Urlaub noch verbrauchen? Alle die ich kenne können das machen, nur ich nicht
Dann passen ein paar andere Dinge hier einfach nicht mehr... die Arbeit kommt mir sinnlos vor und die Kollegen und der Chef nerven mich nur noch. Ich ärgere mich momentan jeden Tag über... einfach ALLES!
Wem geht es noch so?
LG Choosy, 15+0
Ärger mich nur noch über die Arbeit...
Klingt nicht nach einem Job den du wieder antreten willst wenn du aus Elternzeit zurueck kommst.Mir ging es aehnlich,ich habe mich dann ein paar Monate vor Ende der Elternzeit nach was neuem umgesehen,beim Arbeitgeber wo ich unzufrieden war hab ich laenger Elternzeit angemeldet.Der Chef hat mich dann auch so dumm angeredet...Ich gehe da nicht zurueck.
Wenn du Urlaub nehmen willst, dann reiche ihn ein und du wirst sehen, ob er dir gewährt wird.
Und ich selber habe meinen Urlaub aufgespart. In den 8 Wochen (6 Wochen regulär + 9 Tage übertragen) ist mir oft genug zu Hause langweilig gewesen. Da war ich froh das ich meinen Urlaub gespart habe.
Und aus der Erfahrung mit meinen beiden großen Kindern, reichen die Kindkranktage (hab nur 7) in der Krippenzeit nicht lange bzw. wird mal wieder gestreikt. Da habe ich lieber ein paar Tage auf Reserve.
Dann beantrage einfach Urlaub. Aber ich würde mir auch welchen übrig lassen für nach der Elternzeit. Vertretung ist nicht dein Problem. Wer macht denn deine Arbeit sonst, wenn du Urlaub hast oder krank bist??
Ich hab schon mit meinem Chef darüber gesprochen, er redet nur um den heißen Brei rum, ich schätze er will mit der Zusage abwarten bis feststeht, dass früh genug jemand eingestellt werden kann der in der Zeit dann schon so gut eingeschult ist, dass der alleine zu recht kommt - und daran zweifle ich.
Ja der Meinung bin ich auch, ich bin auch der Meinung dass Karenzvertretung nicht mein Problem ist, es wird aber alles gerade zu meinem Problem gemacht und das ist das, was mich ärgert.
Es gibt niemanden der meine Arbeit mache, die bleibt einfach liegen wenn ich im Urlaub bin und im Krankenstand bin ich fast nie... Ich hab keine Ahnung was die gemacht hätten, wenn ich mich in den ersten Wochen so wie viele andere nur übergeben hätte und nicht in die Arbeit hätte kommen können! Die hätten zaubern müssen! Und das ist das was mich so aufregt - es wird zu jeder Zeit zu 100% mit mir gerechnet, ich hab das Gefühl ich bin der Mülleimer hier in der Firma, kann zusätzlich zu meinen fixen Aufgaben noch für jeden die Deppenarbeit machen und jetzt muss ich mir sogar selbst um eine Karenzvertretung schauen! Ich bin einfach nur sauer.
Hallo,
Ich bin auch der Meinung, dass es letztendlich das Problem deines Chefs ist und nicht deines, falls es zeitlich mit der Einarbeitung nicht mehr klappt.
Wer weiß schon wie es dir bis kurz vor dem Mutterschutz überhaupt ergeht? Man weiß vorher nie, ob man nicht liegen muss etc. was wir alle nicht hoffen und niemandem wünschen, aber sowas kann passieren.
Auch dann muss der AG spontan reagieren.
Ich muss nur noch bis nächste Woche Mittwoch arbeiten und auch bei mir hätte es besser organisiert werden können, aber ist nicht mein Problem. Es muss auch ohne mich laufen und dafür bin ich nicht mehr verantwortlich.
Ich habe bis zum Schluss mein bestes gegeben und auch selbst die Einarbeitung vorangetrieben. Ich habe ein reines Gewissen und das solltest du auch haben.
Alles Gute
LG kayinchen 29+2
Hallo,
Ich spekuliere nicht auf Urlaub, sondern nehme ihn dann lieber nach der Elternzeit!
Warte mal ab vielleicht kannst du auch gar nicht bis zum Schluss arbeiten gehen! Sondern wirst krank geschrieben.... du hast ja noch eine lange Zeit!
Und mal ehrlich, wenn auf mich und mein Kind keine Rücksicht genommen wird, dann würde ich auch keine Rücksicht nehmen! Das dankt dir eh keiner!
Und glaub mir: jeder ist ersetzbar! Und Vorallem soll das nicht dein Problem sein!
Lg
Ich habe auf 3 Wochen des MuSchu verzichtet. Freiwillig. Und ich hab es gern gemacht, da ich mich zu Hause gelangweilt hätte.
Ist es rechtens auf Mutterschutz zu verzichten ? Ich kenne mich nicht aus, aber ich glaub nicht !!! Dafür gibt es ja "Mutterschutz"
Und jeder ist ja anders ... aber Applaus hast du sicherlich auf der Arbeit dafür nicht bekommen oder ?
Ja, das muss die Schwangere dann aber ausdrücklich formulieren (schriftlich) und ist jederzeit widerrufbar.
Ich hätte es nicht gemacht, da mich die Arbeit am Ende dann doch richtig geschlaucht hat und ich froh war, mehr Ruhe zu haben und zuhause in Ruhe alles richten zu können - aber jeder ist anders und jede Schwangerschaft ist anders. Wenn es geht und man es unbedingt will, dann macht sich niemand strafbar...
Hi,
Ich glaube ich verstehe, was Du meinst - mir ging es in den SSW ähnlich (inzwischen bin ich im Mutterschutz) - hatte das Gefühl, dass niemand außer mir das dringend fand, eine Vertretungsregelung zu finden (Einarbeitung dauert bei uns ist so lange, dass es mit ner Neuanstellung eh nicht funktioniert). Es ging mir auch nicht darum, dass ich nicht mehr arbeiten wollte, habe gerne bis zum Beginn des Mutterschutzes mit 40 Stunden die Woche gearbeitet - die ca. 20 Tage Urlaub nehme ich gerne mit bis nach der Elternzeit, weil ich die freien Tage mit Kleinem wertvoller finde als ohne... Aber ich bin halt auch der Typ, der die Kollegen nicht gerne hängen lässt und vor der Schwangerschaft auch öfter 10 bis 11 Stunden gearbeitet habe und Angst hatte, dass ich mich aus Pflichtbewusstsein dazu genötigt fühlen würde, gegen Ende der Schwangerschaft zuviel zu arbeiten oder irgendjemanden hängen lassen muss, weil ich es gesundheitlich nicht schaffen würde...
Geholfen hat mir im Endeffekt nur, dass ich akzeptiert habe, dass das bzw. die Entscheidung, das voranzutreiben, nicht in meiner Verantwortung liegt und damit auch die Konsequenzen. Was in meiner Verantwortung liegt (und auch in Deiner), ist, dass du so arbeitest, wie es Dir und Deinem/Deiner Kleinen gut geht und nicht zu Lasten Eurer beider Gesundheit. Und dass Du in diesem Bereich Dein Bestes gibst, Deine Arbeit gut zu übergeben. Alles Andere liegt nicht in Deiner Macht und damit muss dann Dein Arbeitgeber leben - das liegt nämlich in seiner Verantwortung.
Ich wünsche Dir alles Gute und lass Dich nicht so stressen
Ich verstehe dich - meine Position gibt es im Unternehmen leider auch nicht mehrfach, so dass ich nie eine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung habe. Daher habe ich auch schon in der zehnten SSW meinen Chef informiert, obwohl mir das eigentlich zu früh war, damit genug Zeit bleibt, eine Elternzeitvertretung zu finden und einzuarbeiten.
Ende September habe ich ein von meiner Ärztin geratenes volles BV abgelehnt, da ich ja sooo wichtige Dinge vor der Elternzeit erledigen wollte und immer noch kein Ersatz in Sicht war... EINE Woche vor Beginn meines Mutterschutzes gab es dann endlich jemanden, wir hatten zwei halbe Tage miteinander für die Übergabe der wichtigsten Themen. Und was passiert? Einen Tag, nachdem ich weg war, entscheidet mein Chef, dass er das Geld ein Jahr lang sparen will und die Aufgaben soweit möglich umverteilt bzw. auf Eis legt, bis ich zurück bin! Meine Kollegen sind schockiert - ganz zu schweigen von der Vertretung, die nun doch nicht anfangen durfte...
Weisst du was? Ich hab mich auch immer superverantwortlich gefühlt, aber je näher der ET rückt, desto mehr verschieben sich die Prioritäten und es ist mir langsam egal. Chef hat entschieden, ich hab getan, was ich konnte, und die Firma wird auch ohne mich weiter existieren.
Erfülle deine Aufgaben, aber achte dabei auf deine und Babys Gesundheit und versuche, die Schwangerschaft bestmöglich zu genießen. Den Job kann man wechseln, aber Mutter bist du bald für immer.
Alles Gute!
Ich habe noch 7 Tage bis zum Mutterschutz, meine Vertretung kommt erst im Januar und die, die es bis dahin machen soll, habe ich erst 2-3 Tage einarbeiten könnnen..
Also bei uns läuft es oft so, aber was soll ich daran ändern? Ich mache viele selbst erklärende Aufzeichnungen und stehe ansonsten gerne noch für Fragen zur Verfügung.
Wüsste jetzt nicht wieso mich das nerven/ärgern sollte. Ist in 7 Tagen ja nicht mehr mein Problem Vor der letzten SS konnte ich keinen Urlaub mehr nehmen, dieses Mal schon. Ist aber auch nichts, was mich gestört hätte. Man muss einfach lernen, dass eben nicht alles so läuft wie man es will.