Ernährung/Panikmache/Artikel

Guten Abend ihr Lieben,
ich habe im Netz einen kleinen Beitrag zum Thema Ernährung gefunden den ich gerne mit euch teilen wollte.
Oft lese ich hier von Ernährungsfragen und Frauen die nahezu panische Angst haben, weil sie Salat im Restaurant gegessen haben.

Am Anfang meiner SS habe ich auch gegoogelt was ich nicht essen darf und was nicht, irgendwann hatte ich schon den Überblick verloren. Freundinnen von mir haben mir dann noch zusätzlich Angst gemacht, bis ich dann gegoogelt habe wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist sich z.B. mit Lästereien anzustecken, kann jeder beim RKI nachgucken.
Meine Frauenärztin war auch total relaxed meinte "...kein Alkohol, keine Zigaretten und auf rohes Verzichten!" Das hab ich mir dann auch angenommen und seitdem find ich es wirklich entspannter.

Mein Beitrag ist nicht böse gemeint und jeder muss den richtigen Weg für sich finden, klar ist der Artikel etwas überspitzt dargestellt. Ich finde nur manchmal wird auch zu viel Panik gemacht egal in welcher Hinsicht.

LG Lilie 23 SSW

Hier der Artikel:
http://www.brigitte.de/liebe/beziehung/schwangerschaft-und-ernaehrung--alles-kaese-10219324.html

Schwangerschaft und Ernährung: Alles Käse

Warum nur drehen so viele Frauen in der Schwangerschaft durch, wenn es um Ernährung geht, fragt sich BRIGITTE.de-Autorin Christine Ritzenhoff.

Rohmilchkäse? Hielt ich bis vor kurzem für völlig nebensächlich. Schlimmer noch: Ich wusste nicht einmal, dass er überhaupt existiert. Für mich war Käse gleich Käse, mal lecker, mal weniger lecker, aber ein, zwei davon hatte ich immer im Kühlschrank.

Diese laxe Haltung zum Thema Camembert-und Emmentaler musste ich jedoch kürzlich schlagartig überdenken: wegen Paul, Moritz, Johannes, Lukas und Tim, Lena-Marie, Lara und Eva. Garantiert einmal süße Kinder, allesamt. Aber im Bauch ihrer Mütter echte Quälgeister.
Mütter, die bis vor kurzem meine engsten Freundinnen waren. Lässige PR-Beraterinnen, Fotografinnen, Physiotherapeutinnen. Wahlweise verruchte Diven (Samstagnacht auf dem Kiez), aufmerksame Seelentrösterinnen (Sonntagnachmittag auf der Couch), kichernde Ich-muss-dieses-Kleid-haben-Mädchen (Freitagabend beim spontanen Last-Minute-Shopping). Die jetzt jedoch nur noch eins sind: werdende Mamis. Und ich, gezwungenermaßen: ein Rohmilchkäse-Experte.

Denn darin, und jetzt aufgepasst, könnten Listerien sein (wieder ein neues Wort für mich), so kompliziert ist das mit der Ernährung in der Schwangerschaft. Bakterien. Und, das weiß ich jetzt auch, die sind gefährlich fürs Baby.

Doch ich habe in den letzten Monaten noch mehr gelernt: Im Restaurant keinen Salat bestellen, der könnte nicht ordentlich gewaschen sein, und das ist - gefährlich fürs Baby. Tiramisu (rohe Eier), Mettwurst (rohes Fleisch), Sushi (roher Fisch): alles, Sie ahnen es, gefährlich fürs Baby. Daher gestrichen vom Speiseplan meiner Freundinnen - eigentlich Sushi-Fans, Tiramisu-Junkies und Käseliebhaber. Aber eben auch: werdende Mamis.
Und bei denen, so scheint es, legt sich, kaum dass zwei blaue Streifen auf ihrem Schwangerschaftstest leuchten, ein Schalter um - und sie gehen auf Mama-Pilot. Ersetzen, ohne mit der Wimper zu zucken, auf dem Nachtisch ihren Lieblingsroman von Charles Bukowski durch "Das Mami Buch". Sinnieren statt über die Weltwirtschaftskrise lieber stundenlang über Vor- und Nachteile einer Wiegewippe. Tragen, bis dato vehemente Anti-Ökos, plötzlich Armbänder aus Mondsteinen - die angeblich "fürs Baby sensibilieren". Und fragen bei jedem belegten Sandwich, jedem Salat, jedem Cheeseburger: Ist da Rohmilchkäse drin?
Im Krieg gab's für Schwangere auch nur gammelige Rüben!
Bei Paul (mittlerweile propere vier Monate alt) war ich noch voll des Verständnisses. Habe vor dem Besuch seiner Mutter gewissenhaft jede Packung im Kühlschrank auf Inhaltsstoffe untersucht, war mit ihr stundenlang im Babyladen Wippen-Testwackeln, habe ihren Elternkrankheiten zu- und mir angehört, was das "Mami-Buch" bei zaghaften Bäuerchen zu sagen hat.

Jetzt, bei Lara und Eva (seit fünf Monaten im Bauch ihrer Mutter) erwische ich mich aber immer öfter bei dem Gedanken: Im Krieg gab‘s für Schwangere auch nur gammelige Rüben und Suppe aus Kartoffelschalen, die Babys haben‘s trotzdem überlebt! Okay, das ist garantiert nicht politisch korrekt. Aber vielleicht verständlich. Wenn man wie ich beim Wort "Listerien" langsam Tinnitus bekommt.
Die Folge: Auswärts Essen gehe ich nur noch mit meinen Single-Freundinnen. Die stochern zwar auch mit hochgezogenen Augenbrauen in ihrem Salat - erklären mir dabei aber nicht lang und breit, dass die Zwiebeln, die sie gerade mühsam herauspicken, Paulchen wie wild pupsen lassen. Und kontern mein Augenrollen auch nicht mit einem schnippischen: "Warte nur ab, wenn du selbst schwanger bist, wirst du genauso!" "Garantiert nicht", sage ich dann. Und denke heimlich: Vielleicht rede ich dann aber auch nur nicht ständig drüber. Denn ob Mutter oder Muttersöhnchen, soviel demonstratives Heckmeck ums Essen ist und bleibt für mich nur eins: Käse.

Baby und Schwangerschaft: Mehr Themen im Überblick
Text: Christine Ritzenhoff Foto: Getty Images

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Lästereien--> oh Gott ich meine Listerien

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Natürlich muss man aufpassen das man vor lauter Panik sich nicht die komplette Schwangerschaft vermiest und natürlich sollte man seinen Verstand einsetzen wenn man sich fragt ob man etwas essen darf oder nicht.

Aber es ist nunmal so das es listeriose gibt - zwar sehr selten aber es gibt sie. Was bringt einem das wissen das 999 Babys gesund auf die Welt kommen...und deins ist Nummer 1000 und ist infiziert. Meist bemerkt man es ja gar nicht und wenn man nicht schwanger ist und gesund passiert auch gar nichts.

2016 wurden schon im Januar 4 Babys mit einer listerioseinfektion geboren....ich hatte es zufällig gelesen...und mind. 2 davon sind verstorben.

Das soll niemanden Angst machen und jeder muss für sich selbst entscheiden was er isst und was lieber nicht. Artikel wie dieser der das ganze schon fast ein wenig ins lächerliche zieht finde ich persönlich dennoch unpassend.

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Ich bin Toxoplasmose negativ. Ich bestelle keinen Salat im Restaurant.

9 Monate zu verzichten ist doch nicht so schwierig.

Steckt sich das Baby im Bauch mit Toxoplasmose an kann es erblinden. Mmh, also ich verzichte gerne.

Klar, die Wahrscheinlichkeit ist nicht hoch. Aber sie ist auch nicht 0.

Wenn du meinst, machst du es halt anders. Deine Sache. Aber so zu tun als gäbe es kein Risiko und keine Konsequenzen? Muss nicht sein!

Viele Grüße

Julia

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Wenn dein frisch krabbelndes Baby mal vor einer steilen treppe sitzt, gehst du sicher auch nicht weg und denkst, warum sollte genau jetzt was passieren!
Verantwortung fängt inder Ss an und nicht erst danach.

Wenn du jetzt schon Ausreden suchst...

Lg Sparla

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Nein ich suche keinen Freifahrtsbrief für meine Schwangerschaft und schütte alles in mich rein wie es nur geht, das habe ich auch gar nicht behauptet.

Ich habe mich lediglich wieder erkannt als so jemand der sich zu Beginn total verrückt gemacht hat und ich hier oft Beiträge sehe wie " oh nein ich habe ausversehen xy gegessen!" und fand mich selber am Anfang nahezu hysterisch.
Mir nun Unverantwortung vorzuwerfen finde ich da auch etwas daneben!

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Auf solche Kommentare würde ich an deiner Stelle gar nicht antworten. Der Vergleich ist so dämlich das ich gerade extrem lachen musste

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Ganz ehrlich ich bin da voll bei dir. Vor 5 Jahren war in meiner ersten Schwangerschaft alles noch ganz locker kein Alkohol, keine Zigaretten und nichts rohes..

Daran halte ich mich jetzt immernoch. Fleisch esse ich ohnehin nicht und ich habe wirklich kein Bock bei jedem Bissen den ich esse nachzudenken oder nachzuschlagen ob ich das essen darf. Wie oft hätte man sich sonst im Leben dann schon was wegholen müssen.

Also lass es dir schmecken und die anderen sich den Kopf zerbrechen.

Lg Steffi

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Ich dachte schon ich bin alleine mit meiner Ansicht, :D sagte ja auch nicht " ist doch egal, esst und trinkt was ihr könnt " naja ^^

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Wenn alle schwangeren Frauen wüssten was sie so über den Tag anfassen. Da müsste man sich ja alle 5 min die Hände desinfizieren hihi :)
Fleischtheke! Gabel geht in die Salami und danach in die Brühwurst... hupppps

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Vielen Dank für den Artikel, mal ein anderer Blickwinkel, aus dem geschrieben wurde.

Allerdings finde ich den Artikel inhaltlich Käse ;-)
Werdende Mütter die Verantwortung für ihr ungeborenes übernehmen werden hier quasi als hysterische Schwangere dargestellt. Das wir Frauen einfach immer gegeneinander kämpfen müssen, wir wollen doch unser Frauenbild erweitern und verbessern stattdessen halten wir uns hier mit Banalitäten und Empfindlichkeiten einer genervten "Freundin" auf.

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Danke für den lustigen Artikel. Er ist natürlich etwas überzogen, aber an jedem Spaß steckt auch ein bisschen Wahrheit. Es gibt genug schwangere Frauen, die mit ihrem "Ernährungs- Listeriose - Toxoplasmose - überall - Wahn" ihren Familien und Freunden ganz schön auf den Wecker fallen. Das nervige ist ja nicht der Verzicht an sich, sondern das ständige thematisieren. Als hätte sich mit positivem Test das ganze Universum verschoben.