Abstillen? Ausquartieren? Alternative?

Hallo ihr Lieben, Ich brauche mal eure Meinung. Die Situation ist so, dass mein Sohn (16,5 Monate) sein Bett neben meinem stehen hat und mein Mann im Gästezimmer schläft. Ich stille noch abends beim einschlafen, dabei schläft er aber nicht an der Brust ein sondern danach im liegen. In guten Phasen in seinem Bett, in schlechten Phasen in meinem Bett an mir dran. Nachts wird er noch circa dreimal wach und will dann auch gestillt werden. Jetzt habe ich wieder angefangen zu arbeiten und merke, dass mir die Nächte in den Knochen stecken. Weniger stillen und etwas mehr Schlaf wären schön. Habe mich jetzt mal testweise nachts nicht zu ihm gelegt, sondern im Kinderzimmer auf eine Matratze, um zu schauen, ob er ruhiger schläft, wenn er alleine ist. Ist aber auch nicht wirklich so… trotzdem zwei bis dreimal wach. Von allen Seiten höre ich, ich solle abstillen und ihn ausquartieren. Tatsächlich schlafe ich auch nicht gut, wenn er bei mir liegt, und das tut er im Moment eigentlich jede Nacht. Tja, was tun? Ich will nicht zwingend abstillen, wenn wir eine Alternative haben, oder er es schafft vielleicht nur einmal in der Nacht zu kommen, würde ich auch weiter stillen. Aber er isst tagsüber auch wirklich schlecht und holt sich alle seine Kalorien nachts. Einen Schnuller nimmt er generell an, aber wenn er gestillt werden will, schlägt er ihn weg. Genauso die Wasserflasche. Habe auch schon überlegt, auf Flasche umzustellen, aber da finde ich stillen noch weniger Aufwand, als nachts immer Flaschen zu machen. Und gut für die Zähne ist es ja auch nicht. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ist da abstillen wirklich die einzige Möglichkeit?

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Dann sag ihm doch einfach, dass er nachts nur noch ein mal wach werden soll :-)

Aber mal im ernst: die Nächte gehen dir an die Substanz und dein mann ist schon ausgezogen... was sagt dir das? Ja, ich würde ihn ausquartieren und das auch noch allein in seinem Zimmer. Wie das mit dem stillen weitergeht, würdest du dann ja sehen.

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Also die Situation, dass mein Mann dauerhaft woanders schläft, wäre für mich nicht tragbar.

Ich würde auch abstillen und evtl ausquartieren. Zwerg brauchte nach dem Abstillen noch 2-3 Flaschen nachts, das fand ich aber nicht so kräftezehrend wie das Stillen nachts. Gerade in dem Alter 14/15 Monate ist nochmal ein Schub und Zwerg brauchte bis 4 Flaschen nachts. Nun ist er 20 Monate inf braucht schon seit Eovhrn nachts nichts mehr.

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Also so knall hart alles auf einmal finde ich persönlich sehr schwer für das Kind aber auch für dich bei der Umsetzung.... Ich würde eins nach dem anderen machen....

Bei uns hat es gut geklappt wenn ich nur noch kurz angedockt habe bis so der erste Hunger Durst weg war und dann kleiner Finger in den Mund und abdocken... Hat nicht immer funktioniert aber immer öfter bis sie dann diese Mahlzeit nicht mehr gebraucht hat... Vll funktioniert das ja auch bei euch.

Wenn nicht wird er wohl wirklich grade in einem Schub stecken dann würde ich noch etwas warten und vll ne Woche später es nochmal probieren...

Gut ist, dass er das stillen nicht zum schlafen braucht. Das war bei uns auch nie Thema.

Und was das ausquartieren angeht... Hmm das habe ich selbst noch nicht in Angriff genommen, da sie mich im Schlaf nicht stört und mein Mann auch bei uns schläft... Aber ich muss gestehen, wir haben noch nicht mal ein eingerichtetes Kinderzimmer... Sie braucht es aktuell aber auch noch nicht ;) ich denke, sobald sie weiß das da ihr Bett steht, wird das auch irgendwann von alleine kommen :) oder mit dem geschwisterle zusammen :) mei, das ist halt unser Modell, wenn das nicht zu euch passt müsst ihr einen anderen Weg finden... Ich lasse immer gerne das meiste auf mich zukommen und handele dementsprechend und dann wird das schon...

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Ich würde das nacheinander machen. Erst nachts abstillen, dann ausquartieren. Dazu finde ich in dem Alter diese Uhr toll:

http://www.jako-o.de/produkte-baby-praktisches-fuers-baby-einschlafhilfen-nachtlichter-baby-schlafuhr-gro-clock--648083.html

Da kannst du ihm dann sagen, wenn die Sonne wieder aufgeht, dann stillen wir wieder. Sprich abends und morgens ihm Milch anbieten. Dazwischen Wasser. Erst wenn das wirklich zur Normalität geworden ist, also schon so 2 Monate laufen lassen, dann im Kinderzimmer einschlafstillen. Falls er nachts rüber will, würde ich es aber immer locker handhaben.

Lg

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Hallo,

er ist noch sehr klein. Wenn du jetzt abstillst, kannst du wahrscheinlich jede Nacht aufstehen zum Flasche machen. Das ist bestimmt noch nerviger.

In ein paar Monaten kann das schon ganz anders aussehen.

Wieviele Stunden arbeitest du? Jeden Tag? Ich habe zu der Zeit nur 2 Tage ab mittags bis abends gearbeitet, dann hatte ich die restlichen 3 Wochentage, um mich mit zum Mittagsschlaf hinzulegen.

Das hört sich immer so toll an, Kinder und Karriere, geht aber nicht mit allen Kindern.

Ich würde an deiner Stelle beruflich kürzer treten.

LG

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hey,

der text hätte von mir sein können!
unsere situation war so ziemlich identisch in allen punkten. der kleine hat zum teil echt miserabel geschlafen und wurde in schlechten nächten alle 90 minuten zum stillen wach.

haben vieles probiert, aber nix hat besserung verschafft. ausquartieren war stress pur für beide seite und brachte nur nachteile, aber keine schlaf verbesserung. ich hatte immer die hoffnung, dass es sich irgendwann automatisch regelt und er weniger stillt. aber es tat sich nix. mit 18 monaten konnte ich dann nicht mehr. ich brauchte schlaaaf.

also entschieden wir abzustillen. da ich beruflich zwei nächte und drei tage weg musste, nutzten wir die gelegenheit und der papa musste ran und abstillen. das ist jetzt zwei wochen her. und was soll ich sagen? gestern hat er das erste mal durchgeschlafen. :)
das abstillen mit papa hat recht gut funktioniert. allerdings hat er die vorher so verhasste flasche als ersatz eingeführt. als ich wieder da war, gab es zwei, drei harte momente aber es war auszuhalten. seit ich keine milch mehr in brust hab (hat so etwas über eine woche gedauert) hat er auch nicht mehr stillen wollen. ABER in der ersten woche hat er die flaschenmilch als kompletten ersatz gesehen, wollte alle zwei stunden nachts eine flasche, war ständig wach und hat bis zu einem liter milch in der nacht getrunken. ich war mega gefrustet. abgestillt und noch mehr stress als vorher. hab die milch in der nacht dann angefangen zu strecken, d.h. weniger pulver genommen. und er hat so direkt angefangen am tag mehr zu essen. so hat er dann jede nacht weniger getrunken und ist innerhalb von einer woche nun zum durchschlafen gekommen.
hatte auch direkt als ich wieder da war nochmal versucht ihn auszuquartieren, aber das ging total schief und er tat mir einfach auch unendlich leid. wollte ihm
nicht alles aufeinmal nehmen. so bleibt er jetzt erstmal bei mir bis sich das durchschlafen gefestigt hat und wenn er irgendwann dann auch alle zähne hat und fit ist gehen wir den umzug ins eigene zimmer nochmal in ruhe an.

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Hi:-)
Mein Sohn ist 16,5 Monate alt und bei und ist es mit dem Stillen genauso. Vorletzte Woche hat er dann zufällig das Wort "alle" sinngemäß gelernt und ich habe dann spontan entschlossen, dass er ab sofort nur noch zum Schlafen gestillt wird und dann ist die Brüste bis morgens "alle". Das erste Mal aufwachen war schwer, aber beim Zweiten mal hat er nur traurig gefragt"alle"? Wasser getrunken, angekuschelt und gut ist. Jetzt schläft er immer öfter durch! Allerdings schlafen wir alle in einem Bett. Gästebett geht mein Mann nur, wenn er früh raus muss und wir eine schlechte Nacht haben. Morgens wenn der Wecker klingelt darf er wieder stillen. Heute morgen saß er mit dem Wecker in der Hand neben mir und sagte immer:gleich Milch" :-D mega süß, manchmal stell ich den Wecker auch vor, wenn er früh ausgeschlafen hat. Wir schlafen seitdem übrigens auch ruhiger!

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Hey,

mein Sohn ist 23 Monate alt. Ich habe auch seit einer Woche versucht die Methode mit dem "alle" zu machen und nur noch abends und morgens einmal zu stillen.
Auch wir schlafen alle in einem Bett.

Wir haben seitdem sehr unruhige Nächte. Es ist definitiv kein Hunger oder Durst, es gibt starken Protest und lautes Geweine.

LG

ChaosSid

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Das hab ich auch schon überlegt, ob ich ihm begreiflich machen kann, dass die Milch jetzt alle ist. Bin mir aber nicht sicher, ob er das schon wirklich verstehen würde...

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Dein Mann schläft im Gästezimmer? Dein Ernst? Ich bin generell kein Fan vom Familienbett, aber den Mann komplett abschieben? Niemals. Ganz ehrlich, du bist doch nicht nur Mama, sondern auch noch ne Frau. Ich finde das total bedenklich. Ich würde abstillen und in sein Zimmer ausquartieren.

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Ich hab meinen Mann nicht abgeschoben, das war seine Idee und er ist froh, nachts in Ruhe schlafen zu können. Wir sehen das aber beide nicht als Lösung für immer, aber er hat es auch nicht eilig, zurückzukommen.

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Und: das Kind darf man ausquartieren, den Mann aber nicht?

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Vielen Dank für eure Erfahrungen und Meinungen! Da hab ich einiges zum Nachdenken... Ist interessant zu lesen, wie das bei anderen so ist bzw. war...