Hallo liebe Mamas.
Meine Frage steht bereits oben. Meine Tochter ist nun 20 Monate und entwickelt sich prächtig. Ist sehr reif für ihr Alter und kann sich sehr gut verständlich machen. Versteht unheimlich viel. Ich habe ihr bereits erklärt, dass sie sich behaupten kann und auch durchsetzen soll, wenn ihr Spielzeug weggenommen wird. Ist halt nur schwer ihr das so richtig begreiflich zu machen.
Heute war eine Situation, dass ein gleichaltriger Junge (kennt es nicht mit anderen Kindern zu spielen und abzugeben) ihr innerhalb von 10 Minuten 2 mal versucht und 2 mal dabei war ihr das Spielzeug wegzunehmen. Ich war dabei und habe den Jungen in ihrem Beisein darauf hingewiesen. Ich möchte, dass sie auch weiß, dass sie sich selbst helfen muss bzw. lernen muss in solchen Situationen zu agieren. Bin ja nun auch nicht immer dabei und kann sie in Watte packen. In anderen Sachen zeigt sie deutlich was sie will.
Ich hatte überlegt ihr das nochmal in Rollenspielen zu zeigen.
Was meint ihr? Mach ich mir da zu viele Sorgen?
Danke euch und schönen Start in sie Woche!
Wie kann man beim Kind unter 2 das Durchsetzungsvermögen stärken?
also auf solche ideen bin ich noch nie gekommen. mein sohn ist 19 monate und wenn er mit anderen kindern spielt dann lass ich ihn zum größten teil mal machen. wenn ein fragender blick von ihm kommt, kommentier ich die situation.
aber großartige erklärungen oder gar rollenspiele außerhalb der situation halte ich für wenig hilfreich und auch etwas übertrieben.
bin da eher für selbstregulation.
wenn deine tochter sehr passiv ist, würde ich sie eher in der situation ermuntern. aber auch nicht jedesmal für sie das spielzeug wiederholen.
ich bin der meinung, dass die kleinen mit der zeit schon ganz gut lernen, wie man in gruppen agiert.
Bei uns war es mit 18 Monaten gleich. Im Kiga hat er gesehen, dass sich andre Kinder wehren und hat daraus gelernt. Kinder lernen manche Sachen besser von andren Kindern. Du kannst aber auch dich wehren, wenn sie was von dir nehmen will, als Beispiel wirkt sehr stark
Wie hat sie denn auf die Wegnahme durch den Jungen reagiert? Gar nicht? Oder ist sie hilfesuchend zu Dir hin? Oder nur da gestanden und geweint?
Wenn Du immer eingreifst, wird sie nur daraus lernen, dass sie nichts machen muss, Mama wird es schon richten. Du musst dezent drüber hinweg schauen. Wenn sie kommt, z. B. einen Lösungsweg aufzeigen, wie sie selbst ihre Sachen wiederbeschafft.
Du hast recht. Danke für deine Antwort!
Wollte auch mal wissen wie ihr damit umgeht und mir andere Meinungen einholen. Möchte mich ja auch selbst als Mama reflektieren... mache ja auch nicht alles perfekt und möchte ja gern die Erfahrung anderer teilen bzw.
Lg
Hallo,
ist nicht böse gemeint, aber ich finde, du übertreibst.
Meiner Erfahrung nach, ist die beste Möglichkeit, sein Kind zu stärken (egal ob Selbstbewusstsein oder Durchsetzungsvermögen), es bereits in der "Erziehung" ernst zu nehmen und es nicht von oben herab zu behandeln. Der Rest kommt ganz von alleine.
Ich kenne mittlerweile einige 3-4 jährige seit sie Babys sind und man sieht teilweise jetzt schon ganz deutlich wo eine Großteils autoritäre Erziehung hin führt.
Darf sie sich denn bei dir auch behaupten und durchsetzen? Dann mach dir keine Sorgen, irgendwann wird sie das auch bei anderen Kindern tun.
Meiner Meinung nach, ist Vorleben für Kinder extrem wichtig.
LG
Ich denke, dass ich sie nicht von oben herab behandel. Sie ist genau wie alle hier ein gleichwertiges Familienmitglied. Auf ihre Interessen und Wünsche wird genauso eingegangen wie auf alle anderen auch. Sie wird altersgerecht gefördert. Sie wird gesehen und wir haben einen respektvollen sowie liebevollen Umgang. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Gerade auch in ihrer Autonomiephase wird auf sie eingegangen und keine unnötigen Nebenkriegsschauplätze eröffnet (wenn du verstehst was ich meine). Das hat aber nichts mit meiner Frage zu tun... mir ging es halt nur darum wie man sie außer ermuntern und ermutigen unterstützen kann. Sie hat viel soziale Feinfühligkeit und ist eher zurückhaltend. Nur leider kommen mir oft auch Mamas unter, die ihren Kindern es nicht zeugen wie man sich sozial verhält. Und die Kinder lernen es nicht. Ich möchte einfach auch meinem Kind die Möglichkeit geben, dass es sich zu behaupten lernt und weiß... Denn ich glaube nicht, dass die bestehende Ellenbogen - Gesellschaft irgendwann endet.
Eine autoritäre Erziehung wäre das Letzte! Ich versuche ihr Werte und Normen zu vermitteln sowie Freiheit und Standhaftigkeit. Vor allem auch ihre Meinung irgendwann vertreten zu können.
Bei uns setzt sie sich auch durch... Natürlich. Soll sie auch. Wie du sagtest, wir sind Vorbilder.
Ok... dann versuche ich mir mal nicht so viel n Kopf drum zu machen.
Danke für deine Antwort.
Lg
Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass du sie in dieser Hinsicht noch nicht aktiv fördern oder unterstützen kannst. Es gibt außerdem Dinge, die sind auch einfach Charaktersache.
Meine Tochter war bis kurz vor ihrem dritten Geburtstag sehr zurückhaltend. Auch anderen Kindern gegenüber. Das hat sich schlagartig geändert. Manchmal bringt sie auf dem Spielplatz sogar die älteren Kinder dazu nach ihrer Pfeife zu tanzen und sie weiß sich zu behaupten. Da hat so viel Entwicklung stattgefunden, bei der ich sie nicht aktiv, sondern nur grundlegend unterstützen konnte. Weißt du was ich meine?
Wenn du denkst, ihr seid auf einem guten Weg, dann warte einfach ab. Natürlich würde ich auch einschreiten, wenn es überhand nimmt, aber so lange meine Tochter etwas nicht gestört hat, habe ich mich nicht eingemischt.
Das Einzige was ich ihr immer mal wieder sage, ist, dass sie keiner zwingen kann, Küsschen zu geben oder zu umarmen. Und wenn sie das nicht möchte, unterstütze ich sie auch darin. Letztens sagte sie meiner Mutter, dass sie sie nicht umarmen möchte und ich sagte direkt, dass sie das auch nicht muss und ich es gut finde, wenn sie jemandem ihre Meinung sagt. Das Verständnis hierfür kommt aber erst jetzt und auch erst langsam, denn dummerweise gibt es Dinge, die muss sie eben schon, Zähne putzen zum Beispiel.
Was ich damit sagen möchte: Irgendwann kannst du ihr Dinge erklären und es kommt auch mehr an. Aber auch dann muss das wohl dosiert sein. Meine Tochter schaltet sonst einfach auf Durchzug, weil sie komplexere Aussagen noch überfordern.
Mit 20 Monaten kann man, wie gesagt, meiner Meinung nach einfach nur Vorbild sein.
LG
Ich kann dir nur raten mach dein Kind nicht älter als es ist, du überforderst sie.
In solchen Situation wie du sie schilderst musst du als Elternteil einfach noch eingreifen dabei ganz ruhig bleiben, erklären dem anderen Kind das man Dinge nicht einfach wegnimmt sondern erkläre ihm das man fragen muss und frage deine Tochter selber ob sie teilen möchte.. dann reagierst je nachdem wie antwortet entweder er darf das spielzeug dann haben oder nicht.
Aber ganz ehrlich oft ist es in dem Alter sogar so Kinder gerne teilen, ein Kind will nehmen ein anderes Kind lässt es zu, denn würde es was dagegen haben dann würde es sich schon bemerkbar machen.
Bei deinem Post habe ich ein wenig das Gefühl dass du möchtest dass kein anderes Kind das Spielzeug nimmt indem Fall empfehle ich im eigenen Garten zu spielen und keine Sachen auf öffentliche Plätze zu nehmen.
Ok. Ist schwer anonym etwas zu bewerten, daher nehme ich das mit deinem Gefühl über meinen Post als sachliche Kritik auf. Aber an dem ist nicht so... wie ich oben schilderte, ist mein Kind oft zurückhaltend und meine Bedenken gingen dahin, dass es irgendwann "untergeht", wenn sie sich eher passiv verhält. Ich denke, du hast recht, dass sie schon wehrt, wenn sie das möchte und muss...
Danke für deinen Beitrag.
Lg