Bücher

Kennt ihr Bücher in denen ganz unaufgeregt mal ein Rollstuhlfahrer vorkommt oder andere "Behinderungen", oder mal der schwule Onkel?

Nicht als Hauptthema sondern eben ganz normal und nebenbei.

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Huhu,

Wir haben ein pixi Buch über den Bauernhof da wird dann erzählt das die Bäuerin mit ihrer Frau zusammen den Hof führt.
Aber ansonsten wüsste ich jetzt nichts.

Lg

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Genau. Sowas in der Art. :)

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Huhu. Wir haben ein wimmelbuch "unser Kindergarten". Da gibt es eine Seite wo die Kinder eine Aufführungen spielen. Dort sitzt auch ein Kind im Rollstuhl. Meine Tochter (2)hat ihn auch schon "bemerkt"... So konnte man dann schon etwas dazu sagen.

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Hallo,

ich finde dass bei dem Thema ein Buch ein ungeeignetes Medium ist. Bücher nimmt man - finde ich - eher für nicht alltägliche Dinge, aussergewöhnliches. Wenn man eben keine Lust hat stundenlang dem Müllauto bis in die Verbrennungsanlage hinterherzufahren. Nur weil etwas in einem Buch ist wird es nicht "normal", Dein Kind wird einen Löwen angaffen und bestaunen auch wenn sie ihn 100 mal im Buch gesehen hat, weil es eben nicht alltäglich ist.

Deine Intension ist denke ich Behinderungen und "andere" Lebenseinstellungen als normal und alltäglich zu "verkaufen", das schafft man nur in dem man ihnen im RL begegnet und es zu was normalem, integriertem macht. Wir sind regelmäßig reiten auf einem Hof der auch Therapiereiten anbietet, daher kann ich sagen dass nix so gut funktioniert wie die Begegnung mit Menschen aus Fleisch und Blut. Und ich habe noch keinen Rollifahrer gesehen der komisch reagiert hat auf die offenen Fragen des Kleinen, im Gegenteil, sie fanden es alle gut dass sie ihm mit eigenen Worten sich so darstellen konnten wie sie gerne gesehen werden.

LG
WuschElke

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Puh ... naja, du hast natürlich Recht.

Das heißt aber nicht, dass ich meinem Kind ausschließlich Mutter, Vater, Kind Geschichten vorlesen muss, mit rosa Prinzessinnen und blauen Prinzen. Das ist nämlich Quatsch.

Denn zum einen sind diese Dinge, die bei dir "normal" sind tatsächlich normal. Ohne Anführungszeichen!
Ich muss meinen Kind nichts als normal "verkaufen" .... oh je.

Zum.anderen sind Bücher dazu da den Horizont zu erweitern, meiner Meinung nach auch ruhig schon den von Kleinkindern. Und nicht um Eltern die Fahrt zur Verbrennungsanlage zu ersparen.

Naja, jedenfalls hilft es mir doch auch, wenn wir vorher mal drüber gesprochen haben und ich nicht wie Ochs vorm Berg steh ... "Äh, ja... die Frau kann nicht so gut laufen .. ähm."

Und ... Kinder gaffen nicht. Das tun nur Erwachsene.

Fertig. TLTR: es schadet doch nicht, wenn im Buch Mal ein Rollstuhlfahrer oder ein lesbisches Pärchen auftaucht.

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Das "normal" und verkaufen in Anführungsstriche war missverständlich. Ich fand nur du klingst da etwas verkrampft. Ich denke alleine die Tatsache dass Menschen sich darüber Gedanken machen zeigt dass der Umgang damit für viele noch nicht im Alltag angekommen ist, und deswegen finde ich Bücher langfristig den falschen Weg. Um anfängliche Unsicherheit zu beheben ... ok, an sowas habe ich ehrlich nicht gedacht.. Ich hatte das Glück mit beidem aufgewachsen zu sein, mein langjährig bester Freund ist schwul, ich hab das alles mit ihm durch, Aufklärungsbücher zusammen gelesen, das Coming Out vorbereitet, am Tag x meine eingeweihten "offenen" Eltern mit ner Flasche Rotwein losgeschickt damit sie seine Eltern "betreuen" und wie soll ich sagen, ihre Gedanken in die richtige Richtung lenken ... ein tage wenn nicht wochenlang vorbereiteter Schlachplan ... Mein anderer Bekannter hat am Tag meiner Geburt ein Bein verloren, auch damit bin ich aufgewachsen, kenne es nicht anders, und da er ein Spaßvogel vor dem Herren ist und sehr locker damit umging machten wir auch teils derbe Spässe auf "seine Kosten", auf die Ideen dazu brachte er uns ... Für mich IST das normal und deswegen ... ich kann Dein Ansinnen mit dem Buch im "zweiten Anlauf" verstehen, als erster Schritt, aber wollte eben dazu anregen dich "ins Getümmel" zu werfen. Nur regelmäßiger Kontakt lässt "Anderssein" zur Normalität werden, verhindert dass die nächste Generation auch wieder wie du so schön sagst wie der Ochs vorm Berg steht. Alleine Deine Sorge spricht ja schon für eine gewisse Unsicherheit im Umgang damit, und das verliert man nur durch regelmäßigen Kontakt.

Ich finde es toll dass Du Dir Gedanken machst, aber soviel musst Du Dir nicht machen, mach Dich locker ;-) Rollstuhlfahrer können besser mit stotternden Müttern ab als stotternde Mütter mit der Situation ;-)

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Hallo

Spannende Frage. Wir haben wirklich viele Bücher, aber mir ist spontan nur eins eingefallen mit einem Rollstuhlfahrer, ein Buch über den Zoo. Ich muss zugeben, dass ich da bis jetzt noch gar nicht drauf geachtet habe. Beim nächsten lesen werde ich die anderen Bücher aber mal genauer anschauen.

Liebe Grüße

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Wir haben ein Pixi Buch in einem Starterpaket von der Stadt bekommen, "alle sind dabei" oder so, da ist auch vollkommen nebenbei in einer nebenrolle ein Mädchen im Rollstuhl.