Tochter 15 Monate lehnt Papa ab

Hallo alle zusammen,

Wie oben schon beschrieben lehnt unsere 15 monate alte Tochter ihren Papa ab. Das ist eigentlich seit ihrer Geburt so. Mal mehr mal weniger stark ausgeprÀgt. Aktuell darf er sie nicht anfassen, hochnehmen, wickeln oder ins Bett bringen. Sie geht von 0 auf 100. Spazieren gehen darf er, wobei ich sie in den Kinderwagen setzten muss, sonst geht gar nichts. Auch wenn ich nicht da bin lÀuft es so ab. Ins Bett bringen ist mit viel weinen und schreien verbunden. Wacht dann auch öfter auf und brÌllt bei papa bestimmt 20 minuten. Wenn sie bei mir aufwacht leg ich die hand drauf und pennt in der nÀchsten Minute wieder ein.
Bei der Tagesmutter und deren Mann gibt es ÃŒberhaupt kein Problem und auch bei Freunden, die sie kennt hat sie das nicht. Mit 13 Monaten hat sie sich selbst abgestillt.

Mein Mann war immer da. Er hatte die ersten 4 Wochen Elternzeit. Er geht vollzeit arbeiten ist aber Abend fast immer zu Hause und ließt eine Gut Nachtgeschichte vor. Wenn er doch mal einen Abenstermin hat vermisst sie ihn nicht und oder ist auch nicht verwundert, wenn ich die Gutenacht geschichte vorlese. Am Wochenende ist er auch zu Hause, ist nie auf Dienstreise oder anderweitig lange weg. Er tut mir so leid, da er das mittlerweile doch sehr persönlich nimmt und nicht weiß was er falsch macht.

Wir haben bereits einiges probiert, dass ich bspw. komplett weg bin, vorher ganz viel Mama Zeit, papa-Tochterzeit eingefÃŒhrt, aber nichts hilft. In guten Zeiten darf er mit ihr spielen und sie durch die Wohnung tragen. Aber schlafen, wickeln, baden ist weiterhin schwierig.

Habt ihr einen Tipp, wie wir damit umgehen sollen?
Viele GrÌße

1

Hey, akzeptieren und immer wieder probieren.
Bei uns ist es das gleiche. Mal mehr mal
Weniger ausgeprÀgt.
Ins Bett bringen klappt nur wenn ich nicht zu Hause bin. Ansonsten werde ich eigentlich immer bevorzugt. Aktuell hat sie eine kleine papa Phase. Also Papa soll beispielsweise das Essen pusten. Manchmal darf er ihr Essen gar nicht berÃŒhren. Ändern kann man es leider nicht.
Alles gute.


2

Hallo,

meine Tochter hat mich quasi 18 Monate abgelehnt. KS-Geburt, der Papa hat sich gekÌmmert, Stillen klappte nicht, Papa gab die Flasche. Ich war nur fÌrs Abpumpen zustÀndig. Trösten, wickeln, kuscheln musste der Papa Ìbernehmen, weil sie mich nur widerwillig akzeptierte, quasi wenn es gar nicht anders ging, weil mein Mann nicht da war.

Zum GlÌck war sie mein 2. Kind. Beim 1. Kind wÀre ich totunglÌcklich gewesen und hÀtte wohl arg an mir gezweifelt.

Meine Mutti wurde ebenfalls abgelehnt 🀷🏻‍♀ Nur der Papa und der Opa waren ok und ihre Tagesmutti.

Aber egal, auch die Phase ging vorÃŒber. Jetzt ist sie fast 7 und wechselt immer mal zwischen meinem Mann und mir. Gekuschelt wird nun aber meistens mit mir 🥰

LG

Bearbeitet von asl80
4

Oh das war bestimmt anstrengend. Aber es ist schön zu hören, dass es scheinbar eine Phase ist. Vielen lieben Dank. 😊

3

Bei uns war es Àhnlich. Zwischendurch klappte es mal ganz gut. Da war er wohl so kurz vorm 2. Geburtstag. Dann kam wieder eine lange anstrengende Phase. Und jetzt mit fast 3 Jahren darf der Papa auch vieles.

Ich fÃŒrchte da hilft nur durchhalten und abwarten.


5

Auch wenn es sicher manchmal schwierig ist, es nicht persönlich zu nehmen: Es ist nichts persönliches. In diesem Alter gibt es (in der Regel) eine Hauptbezugsperson. Wenn du das bist, kann sich der Papa ein Bein rausreißen, du wirst immer die erste Wahl sein.
Jemand hat es mal mit dem Lieblingsessen verglichen. Wenn das Lieblingsessen da ist, wieso sollte ich dann was anderes essen, egal wie gut es schmecken wÃŒrde?
Was hilft:
Ein dickes Fell, sich immer wieder anbieten und in Akzeptanz Ìben, dass es nunmal gerade so ist, wie es ist. Umso Àlter das Kind (in der Regel), umso bindungsflexibler wird es.

Bewusst haben: Nur weil es dich gerade lieber hat, heißt das nicht, dass es ihn nicht auch lieb hat.

Kinder mögen RegelmÀßigkeit und Rituale: Gibt es etwas, was immer der Papa machen kann?

Exklusivzeit einzurÀumen. Als Mama auch mal nicht da sein und den Beiden Zeit miteinander geben

Als Mama gut ÃŒber den Papa sprechen, liebevolle ÜbergÀnge schaffen.

Kurz: Vermutlich lehnt sie ihn nicht ab, sondern zieht dich einfach vor. Du könntest nochmal beobachten, wie du auf dieses Verhalten reagierst? Bist du deinem Mann gegenÌber vertrauensvoll, lÀsst du ihn machen, unterstÌtzt du ihn, mit deiner Tochter in der Situation zu bleiben und seine eigenen Lösungen zu finden? Oder springst du gleich ein? Das wÌrde dann eher nicht dazu fÌhren, dass die beiden eine Beziehung aufbauen können, in der sich eure Tochter sicher fÌhlt. Auch da gibt es vielleicht noch eine kleine Möglichkeit nachzujustieren.

Bearbeitet von EsIstWieEsIstx2