Ich hasse das Stillen :(

Hallo,

meine Kleine ist jetzt 17 Tage alt und ich stille sie voll.
Irgendwie ist das aber alles anders, als ich es mir vorgestellt habe. Schon die Geburt ist absolut anders verlaufen und war für mich echt scheiße, der Tag danach im Krankenhaus auch(keiner hat sich umuns gekümmert und niemand hat uns gezeigt, wie man anlegt etc.).

Und jetzt ist es so, dass ich das Stillen einfach nicht mag.

Ich weiß, es ist das beste für die Kleine, deswegen mache ich es ja auch, aber es geht mir extrem auf die Nerven. Ich fühle mich so, als müsse ich körperlich ständig verfügbar sein, und mein Freund kann mich einfach nur wenig entlasten, weil er ja nicht stillen kann.. ;/

Sie will einfach ständig trinken, oft aber auch einfach nur an der Brust nuckeln. Dabei schreit sie dann viel (sie hat Blähungen und Bauchweh), und das geht die ganze Nacht so, ab 3 Uhr. Morgens komme ich nicht Mal dazu, mir was zu essen zu machen zwischen 8 und 12, weil sie schreit sobald ich sie von der Brust nehme.
Tagsüber ist es ok, da schlft sie dann viel, immer so 3 oder 4 Stunden am Stück.

Ausserdem stille ich mit Stillhütchen (Habe Schlupfwarzen und im KH hat mir ja kein Mensch geholfen und ich war froh, dass es überhaupt irgendwie ging nach zwei Tagen dann, und jetzt krieg ich sie nicht mehr ohne Hütchen an die Brust, weil sie dann sofort anfängt zu schreien und gar nicht weiß, was sie mit dieser flachen Brustwarze anfangen soll..) und auch die gehen mir total auf die Nerven. Das ist immer total die Sauerei weil da immer was rausläuft, ausserdem ist das in der Öffentlichkeit auch echt einfach beknackt, weil man erst mal mit nacktem Busen da steht und sich das Stillhütchen drauffummeln muss.

Ou Mann, ich bin echt gefrustet. Was soll ich denn blos machen? Gibt es noch jemanden, dem es so geht?
Manchmal denke ich mir, Flaschnnahrung wäre irgendwie schön, dann könnte das füttern auch Mal jemand anders übernehmen und ich könnte mir auch mal ne Auszeit nehmen, wenn es mir zu viel wird. Vor allem auch nachts. Aber auch tags. Ich hab auch schon über Zwiemilch nachgedacht, hab dann aber ne Menge drüber gelesen und irgendwie sind ja die meisten der Meinung, dass das der Anfang vom Ende ist, also nicht auf Dauer funktioniert, deswegen hab ichs dann doch gelassen..

Wie ist es mit Milch abpumpen, damit eine Mahlzeit am Tag mein Freund geben kann? Vielleicht wäre das eine Lösung..
Oder vielleicht ein Schnulli? Wir haben ihr bisher keinen gegeben, aber eventuell würde sie das beruhigen und diese furchtbaren endlosen Nuckel-Schrei-Phasen, bei denen sie gar nicht trinkt sondern nur an der Brust hängt könnten vielleicht etwas abgedämpft werden.

Sorry, ist sehr lang geworden, danke an die, die es bis hierher gelesen haben. Ich bin echt dankbar für jeden Tipp!

Reeza

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Hallo Reeza!

Ich wollte hier nicht einfach nur lesen und wieder raushuschen.

Die Ubermuttis werden hier gleich wieder zicken und sagen, dass ich ja keine Ahnung habe, da ich eine von den "bösen" Flaschenmamis bin, aber ich wollte, so blöd es klingt, einfach Danke sagen. Danke, dass mal eine Stillmami ausspricht, dass es eben nicht alles toll mit rosa Wölkchen und ganz supi ist zu Stillen, sondern dass es auch mal scheiße ist. Find ich gut.

Dass du so viele Probleme hast und im KH so allein gelassen wurdest, ist natürlich nicht gut. Und ich verstehe deine Überlegungen etwas an der Situation zu verändern.

Ich persönlich bin der Meinung, dass es der Mutter auch gut gehen muss, damit sie Ruhe etc. ausstrahlen kann für das Kind. Wenn man "gezwungen/widerwillig" stillt, kommt das imho nicht hin. Damit will ich aber nicht sagen, dass du abstillen sollst (Sonst fliegen hier sicher gleich Steine). Vielleicht ist die Idee abzupumen doch ganz gut. Du gibst dem Kind weiter Muttermilch, kannst aber auch entlastet werden von anderen Personen (Ehemann, Großeltern, etc.) wenn dein Akku mal leer ist. Und wenn du dann entspannter bist, kannst du ja immernoch mal antesten, ob sie die Brust noch will.

Ich drücke dir die Daumen!

Mit Fläschchengruß
Jeze + Herr Baby

#pc www.werkelschaf.de

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#pro

schliesse mich dir völlig an Jeze#winke

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Bin da auch vollkommen deiner Meinung, schön, wenn es jemand mal ausspricht. #danke

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Erstmal halte durch, es lohnt sich! Fand am anfang das stillen auch zum ko*** ;-)
Da du mit stillhütchen stillst, spricht von mir aus gesehen nichts gegen einen schnuller?!
Probier mal, 1 minute mit hütchen, kind weg von ser brust und hütchen weg, kind sofort wieder anlegen!
Alles gute!
Lg

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Hallo,
ja das mit dem Wegziehen habe ich auch schon probiert, klappt leider nicht, sie schreit sich nur in Rage weil sie nicht weiß, was sie ohne das Hütchen mahen soll, und das ist dann noch deprimierender :/

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Hallo,

es ist ganz normal, dass Dein Baby am Anfang andauernd an der Brust hängt. Aber ich kann Dir nachfühlen...Es ist wirklich belastend. #schwitz

Mein Sohn ist inzwischen 10 Wochen alt und ich muss zufüttern, weil er nicht satt wird. Ich würde Dir raten, es so lange wie möglich mit dem Stillen zu probieren. Es ist nachts auf jeden Fall angenehmer, als wenn Du immer aufstehen und eine Flasche zubereiten musst. #kratz Nur aus diesem Grund stille ich noch. Denn der Wechsel zwischen Stillen und Falsche ist auch nervig. Eine Alternative wäre abpumpen, aber das kann auch das Ende von Anfang bedeuten....

Hast Du eine Hebamme, die Dich noch unterstützen kann oder Du suchst vielleicht mal eine Stillberatung auf.

LG und Kopf hoch :-)

#winke

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Achso...gegen die Blähungen hilft Lefax super. Das kann Dir der Kinderarzt verschreiben:-)

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>>als wenn Du immer aufstehen und eine Flasche zubereiten musst.<<
Ich musste nie aufstehen, um eine Flasche zu machen #schein

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Ohje, das klingt nicht gerade sehr schön. Ich stille meine Tochter auch voll und es ist wirklich sehr anstregend, weil man das Füttern nicht mal jemanden überlassen kann.

An deiner Stelle würde ich auch Abpumpen und mit der Flasche füttern, wenn sie das auch annimmt. Und du kannst ja auch zwischendurch, wenn du wieder Kraft hast die Brust geben. Probieren kannst du es auf jeden Fall.

Alle Liebe!

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Hallo,

Ich habe zwar ein Extremfrühchen mit Trinkschwäche, aber jetzt egal.

Ich muss ganz ehrlich gestehen, wenn mein Kind normal geboren wäre dann hätte ich auch nicht gestillt. Ich weiß, das ist das beste für das Baby, aber ich mag es einfach nicht. Bin nicht der Typ dafür.

Und jetzt nicht mit Steinen werfen, aber das muss jede Mama für sich entscheiden. Ich würde an deiner Stelle die Milch abpumpen und mit der Flasche geben und dann so langsam auf Pulvermilch umsteigen.

Zwinge dich nicht zum stillen, du gehst doch emotional kaputt. Dir soll es als Mama auch gut gehen.

Lass es wenn du es nicht möchtest. Ich kann dich da absolut verstehen. All meine Freundinnen haben Flasche gegeben, keiner hat gestillt. Lass dir da nicht rein reden.

Lg Nancy

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Hallo Reeza,

so wie dir ging es mir nach meinem ersten Kind. Die Schwestern waren auf meiner Station völlig überlastet und hatten einfach nicht so viel Zeit für jede Mama wie es einfach gebraucht hätte. Das Stillen hat dann nach zwei Tagen doch ganz gut geklappt und ich bin mit meinem Sohn nachhause.

Zuhause dann stillte ich 6 Wochen war aber total unglücklich damit. Ich hatte es mir auch besser vorgestellt und war echt entsetzt über mich selber wie schei..... ich es fand. Ich empfand es als totale Last und unangenehm war es auch für mich. Ich bin an den Brustwarzen eh voll empfindlich und fand es fast schon leicht schmerzhaft. Diese befriedigung sein Kind zu nähren die ich schon oft von anderen Müttern gehört hatte, empfand ich nicht!

Für mich war es lästig und einengend. Und klar der Partner kann nicht helfen hat ja keine Brüste :-p. Auch das hat mich gestört, dieses ständige verfügbar sein zu müssen. Ich habe dann auch abgepummt und mit dem Fläschchen gefüttert um auch mal das Haus länger ohne Baby verlassen zu können. Aber nach 6 Wochen saß ich auf der Couch und habe abgepumpt und auf einmal ging es nicht mehr, ich habe völlig ohne Grund angefangen zu weinen und habe meinen Mann angeschrien er soll sofort zum Schlecker fahren und Milchpulver holen.

Er ist auch gleich gerannt ich glaube der hatte wirklich Angst vor mir :-(. Denn normalerweise bin ich ne ganz liebe #schock. Na ja was ich damit sagen will ist das ich natürlich ein schlechtes Gewissen hatte, weil ja Muttermilch das beste ist, aber sogar mein Kinderarzt hat gemeint, das mann sich heutzutage sicherlich nicht mehr quälen muss und das Pulver auch sehr gut ist.

Und bei meiner Tochter hab ich gleich die Flasche gegeben und aus beiden ist was geworden :-D. Also setzt dich nicht unter Druck, gibt dem Baby die Flasche wenn du dich so unwohl fühlst. Das wichtigste für dein Kind ist eine ausgeglichene, glückliche Mama und sonst gar nichts.
Das Leben läuft einfach oft nicht so wie in unseren Vorstellungen und wir Mamas müssen einfach von diesem ich muss stillen, natürlich gebären, nur gesund kochen, Holzspielzeug verwenden etc. sonst versage ich Trip herunterkommen.

Lg

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..... jawoll!!!!!#pro#pro#pro

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Hey, vielen Dank für Deine Antwort! Das hätte wirklich auch alles ich schreiben können. Und die Situation mit dem Schlecker und dem Milchpulver, hehe, ob dus glaubst oder nicht, da waren wir auch schon, nur dass wir es dann doch nicht benutzt haben und es jetzt hier steht ;)
Auf alle Fälle tut es wirklich gut zu hören, dass auch andere Frauen so empfinden und ich nicht absolut eigenartig bin!

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Hallo

klar , ich fand stillen praktisch und schön... auch wenn man mal mit kind ne std im bett lag

aber jetzt mal ehrlich.. wenn es dir nicht gefällt... wieso stillst du nicht ab... wieso gibst du nicht die flasche.. zu bist doch nicht gezwungen zu stillen.. dann quäl dich doch nicht

es gibt mütter die sagen von vornherein das sie nicht stillen..

ist doch alles ok.. jeder entscheidet für sich

LG

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Hallo Reeza,

ich fand den ersten Monat Stillen beim ersten Kind auch schlimm. Ich hatte das Gefühl, dass ich nur noch am Stillen bin und gar nichts anderes mehr auf die Reihe kriege. Beim zweiten war ich gelassener, weil ich wusste, dass es bald besser wird.

Wenn Du wirlich Stillen willst, dann halte noch ein bisschen durch. Mit der Übung wird es einfacher. Und dann ist es wirklich einfacher, v.a. kannst Du ungeplant irgendwo auch mal länger bleiben, Du hast ja alles dabei, was Dein Zwerg braucht.

Für den Moment empfehle ich:
- eine Stillberaterin - dort kannst Du Deine Probleme und Sorgen los werden und sie wird gemeinsam mit Dir eine Lösung suchen
- Hilfe: ich war im ersten Monat nicht allein, mein Mann musste leider nach einer Woche wieder arbeiten, aber meine Eltern und Schwiegereltern haben sich abwechselnd um mich gekümmert. So konnte ich den ganzen Tag mit Stillen zubringen und hatte dennoch leckeres Essen.

Wenn es Dir einfach zuviel wird und es Dich zu sehr stresst, dann steige um. Wie schon jemand schrieb, nur eine entspannte Mutter kann sich optimal kümmern.

Abpumpen hat bei mir nicht funktioniert (ich mag es aber auch gar nicht), da kamen immer nur ein paar ml.

Liebe Grüße
Nina

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Hallo,

gönn Dir viel Ruhe und Entspannung.

Dein Mann möchte Dich entlasten, kann aber nicht stillen? Stimmt, aber er könnte Dir hoffentlich irgendwann zwischen 8 Uhr und 12 Uhr mal etwas zum Frühstücken bringen, oder? NAch 17 Tagen muss sich noch gar nichts perfekt eingespielt haben. Warum bist Du direkt nach einem Tag aus dem Krankenhaus "geflüchtet"? Dort hätte man Dir ausreichend zu essen gegeben und Dir das Bett gemacht. Du hättest Dich voll auf das Stillen und alles andere neue Konzentrieren können.

Wenn Du mit der Situation überlastet bist, ruf eine Stillberaterin an. Das kann man sogar während des Stillens. Ich habe zu Beginn auch mit Stillhütchen gestillt (Frühchenzwillinge) und habe die Dinger auch nicht gemocht. Allerdings kenne ich meine Brust, da musste ich nicht groß fummeln. Seine Brustwarze findet man doch ohne hinzuschauen, oder? Ich habe zumindest nie mit entblösster Brust irgendwo sitzen müssen....

Schnulli und mIlch aus der Flasche würde ich persönlich nicht so früh einführen.

LG, Andrea

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Hallo,

mein Mann macht schon super viel, aber leider muss er halt auch arbeiten, und obwohl er jeden Tag früh raus muss geht er nachts mit der Kleinen rum und wickelt sie etc., damit ich mal kurz ne Pause hab in der Nacht. Irgendwie überfordert mich die Situation leider trotzdem. Und im Krankenhaus hab ich mich einfach absolut unwohl gefühlt weil da alle total unfreundlich waren und auch nach mehrmaligem Nachfragen keiner Mal kam und geholfen hat beim Anlegen etc, da wollte ich da nur noch weg!

Mit der Brust hast du recht, klar, ich find die Stelle auch ;) Vielleicht bin ich einfach zu ungeübt. Die Kleine halten und das Hütchen aufsetzen und sie andocken lassen, sodass sie es nicht mit ihren Ärmchen einfach wieder runterhaut - irgendwie klappt das nicht ganz so, jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, wenn ich mich irgendwie beobachtet fühle.

Das mit der Stillberaterin werde ich machen!