Irgendwie weiß ich gerade nicht mehr so recht weiter. Mein Sohn Maximilian ist fast 9 Monate alt und ich habe ihn bisher immer sehr gerne gestillt. Aber seit etwa einem Monat ist irgendwie der Wurm bei mir drin. Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber es fühlt sich einfach komisch an, wenn er bei mir an der
Brust trinkt. Ein Erklärungsversuch wäre vielleicht, dass er oft nicht mehr wie ein jüngeres Baby kräftig saugt, sondern nur sehr sanft trinkt, was ich irgendwie als total unangenehm empfinde. Früher habe ich auch oft ein Gefühl der Erleichterung verspürt, wenn er mir die prall gefüllten Brüste leergetrunken hat, aber seit bei mir die Milchbildung durch die Beikosteinführung zurückgegangen ist, habe ich oft das Gefühl, dass er mir meine schlaffen Brüste austrinkt, was ich ebenfalls als sehr unangenehm empfinde. Heute Nacht habe ich ihn ziemlich unsanft von der Brust abgedockt, und dabei ist es garnicht so, dass er jede halbe Stunde ran will. Vielleicht alle 3 Stunden, das war für mich auch immer in Ordnung, ich verstehe auch nicht was los ist, der kleine Mann bekommt das ja auch mit und ich habe ihn doch so lieb. Ich habe ihn dann trinken lassen, aber ich sage ganz ehrlich, ich habe es kaum ausgehalten. Es gab immer mal wieder Phasen, wo mich das Stillen genervt hat, aber das war nicht das selbe. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich meine Periode wieder bekommen habe. Ich habe ihn auch angemacht, er soll mich endlich mal in Ruhe lassen, dabei kann er gar nichts dafür. Es tut mir so leid, ich hab ihn doch so lieb. Aber davon wird die Sache leider auch nicht besser, das
Gefühl nicht mehr stillen zu wollen bleibt und ich habe einfach Angst, dass mir das wieder passiert, dass ich ihm gegenüber negative Gefühle zeige. Und selbst wenn es mir gelingen sollte diese nicht zu zeigen, so wird er es doch merken, dass ich sie habe, da bin ich mir sicher. Eigentlich wollte ich mindestens 1 Jahr stilllen, ich will es eigentlich auch jetzt noch, aber ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll, das Stillen ekelt mich an und ich weiß nicht warum, ich bin völlig verzweifelt und traurig. Außerdem habe ich Angst, dass Maximilian von meiner negativen Stimmung seelischen Schaden nehmen wird oder schon genommen hat. Einfach Abstillen geht leider auch nicht, er braucht ja noch die Milch nimmt aber keine Flasche. Außerdem möchte ich ja eigentlich gar nicht abstillen, aber momentan weiß ich einfach nicht mehr weiter.
LG Rosalie mit Maximilian (8.5.2013)
plötzlich will ich nicht mehr stillen
das Symbol ist sehr unpassend, ich wollte das heulende Trauergesicht nicht die Blume.
Nur in aller Kürze...die Brustwarzen können im Verlauf des Zyklus empfindlicher werden. Vielleicht macht auch das das unangenehme Gefühl?
Meine Tochter spielt manchmal auch mit der Zunge an der Brust. Da krieg ich auch zuviel, weil es irgendwie fast kitzelt (kann das nicht beschreiben). Ich Docke sie dann ab und biete ihr die andere Seite an. Dann geht es meistens wieder.
Besonders um die Tage rum ist die Brust oft empfindlich. Das vergeht wieder.
Still weiter. Es gibt immer wieder Phasen, in denen es einfach gerade blöd ist. Sie vergehen auch wieder. Versuche, anzunehmen, dass du stillen gerade nicht abkannst.
Deinem Sohn schadest du damit nicht. Er sieht, dass du einfach nur ein Mensch bist.
Hallo!
Du schreibst, dass Dein Kind mitunter gar nicht richtig saugt sondern sehr 'sanft' trinkt - heißt das, er nuckelt nur? Oder trinkt er dann trotzdem richtig?
Ich würde ihn in solchen Phasen, wo es Dir einfach nur unangenehm ist, abdocken und ihm etwas anderes anbieten, ablenken, spielen, kuscheln.... Nimmt er einen Schnuller? Ich kenne das von meiner Tochter auch. Ich habe sie letztendlich 26 Monate gestillt (das ist hier ausdrücklich NICHT der Maßstab) und es gab immer mal Phasen, in denen sie nicht getrunken sondern nur genuckelt hat - stundenlang, wenn ich sie ließ. Das IST unangenehm, und Du solltest das nicht aushalten, sondern ihn dann abmachen. Vielleicht trinkt er dann wieder ernsthafter, kräftiger und zügiger, wenn er wirklich die Milch will.
Das wäre für mich der erste Schritt. Schau, ob es damit besser wird.
Wie ist es denn nachts? Schläft er bei Dir im Bett, schlaft Ihr gemeinsam stillend weiter? Das war nämlich bei uns so. In den meisten Fällen war es toll, weil man einfach weiterschlafen konnte, aber manchmal (daran fühle ich mich gerade erinnert) bin ich irgendwann wieder aufgewacht, weil mir die Brust wehtat und siehe da - Madame hatte sie immer noch im Mund und war nicht bereit sie loszulassen. Vielleicht kannst Du für die Nacht die Zeiten begrenzen? Oder kann Dein Partner den Kleinen nachts übernehmen? Denn klar braucht er noch Milch, aber nicht mehr zwingend alle 3 Stunden, oder?
Also. Ich würde reduzieren, die Mahlzeiten klar begrenzen und gucken was passiert.
Viele Grüße!
danke für deine Antwort. Ja, Mäxchen schläft, nachdem er 2 -3 Stunden im eigenen Zimmer geschlafen hat bei mir im Bett und wir stillen nachts, so wie ihr im Liegen. Das mit den Stillmahlzeiten reduzieren ist leider nicht so ganz einfach, weil Maximilian mit seinen noch nicht mal 8 kg relativ leicht ist. Die Kinderkrankenschwester in der Stillgruppe meinte, es täte ihm gut, wenn ich ihn zwischen den mittlerweile ersetzten Mahlzeiten auch noch mal stillen würde, da MUMI sehr viele Kalorieen enthält. Dabei waren wir schon so weit, dass der kleine Mann teilweise 8 Stunden ohne Stillen ausgehalten hat und das gerne, darüber hatte ich mich schon so gefreut. Jetzt haben wir wieder nur Stillpausen von max. 5 Stunden von daher ist das garnicht so einfach, die Stillmahlzeiten zu reduzieren.
Verstehe... Naja, dann würdest Du Dir bzw. Euch mit Abstillen auch keinen Gefallen tun, oder? Ich meine, wenn er die Flasche dann nicht will, würdest Du ja auch riskieren, dass er erstmal weniger trinkt...
Vielleicht klappt es ja, wenn Du Dich nachts aufraffst zum Stillen und mitbekommst, wenn er nicht mehr trinkt sondern nur noch nuckelt? Ich meine, dass Du ihn schon stillen lässt, wenn er sich meldet, aber eben 'nur' für den Hunger.
Das ist so meine Idee dazu, aber wenn es tatsächlich ein Problem mit seinem Gewicht gibt, würde ich einfach nochmal mit der Kinderkrankenschwester über Dein konkretes Problem sprechen. Oder mit Deiner Hebamme, die ist ja auch bis zum Ende der Stillzeit Deine Ansprechpartnerin in diesen Fragen. Denn zu diesem speziellen Problem wird Dich keiner von uns Laien hier kompetent beraten können.
Alles Gute!