Abstillen schwergemacht durch papa?

Hallöchen,

mein Sohn zeigt schon seit einiger Zeit weniger Interesse an der Brust und ich habe nichts dagegen,wenn wir langsam abstillen. Er ist 10 Monate und isst eigentlich alles vom Familientisch.
So nun haben mein Mann und ich heute Nacht das erste mal getauscht. Er schlief beim Baby und ich beim großen im Schlafzimmer.
Heute morgen meinte er,war alles gut . Jedesmal wenn er gemeckert hat,hat er ihm die Flasche gegeben und es war Ruhe. Zur Erklärung: er trinkt Hafermilch,da Pulver jeglicher Art abgelehnt wird ( ist ärztlich abgeklärt)...
Natürlich hat die Windel dem nicht standgehalten. Was mich allerdings echt stört bzw meine bedenken sind: bekommt das Baby nicht das falsche Signal?
" Ich fange etwas an zu meckern und bekomme Nahrung!". Ich habe es so gehandhabt,dass ich immer erst Mal mit Nuki beruhige und wenn das nicht geklappt hat war es Hunger. Also gab es die Brust oder Flasche.
Ich weiß,dass Babys nachts noch zum Teil Nahrung brauchen.das ist ja ok, aber bei jedem mu und möff? Auch Hafermilch ist eher Nahrung als Getränk. Nun hatte ich mit meinem eine Diskussion,dass ich eigentlich nicht möchte,dass das Baby permanent " nachts isst"! Sehe ich das richtig? Oder macht es den kleinen doch nichts aus und ich kann mich entspannen und ihn machen lassen? Ich meine,ich will meinem Mann nicht beschneiden in der Art wie er das Baby beruhigt bekommt. Aber ständig essen zuführen, fühlt sich falsch an.
Das Ziel ist ja auch,dass das Baby irgendwann ohne Milch nachts auskommt.

Klärt mich bitte auf. Dankeschön
Audrey

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Also dein Sohn ist ja erst 10 Monate alt. Es ist sehr selten, dass ein Kind sich ohne äußeren Einfluss (zb Schnuller, Flasche oder aktives Abstillen) von selbst in diesem jungen Alter abstillt. Und wenn es für dich notwendig ist sogar nachts woanders zu schlafen, damit er nicht stillt, dann scheint der Bedarf nach stillen schon noch da zu sein. Es ist vollkommen ok, dass er nachts die Brust will und dabei geht es nicht nur ums satt werden, sondern um viel mehr. Ich rate dir ihn in diesem jungen Alter noch nicht abzustillen und ihn nach Bedarf zu stillen. Wenn er weniger will, dann will er eben weniger. Heißt ja nicht, dass man komplett abstillen muss. Dafür könnt ihr euch noch entspannt Zeit lassen.

NewMami mit 17 Monate altem Stillkind

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Nein, bitte bitte nicht falsch verstehen. Meine Überschrift war total blöd formuliert.Mein Sohn hat natürlich noch ein saugbedürfnis und der wird in allen Richtungen gestillt. Tagsüber lege ich ihn auch an aber wenn er dann Mal effektiv an der Brust trinkt ist das nur für 3 Minuten kurz vorm Schläfchen. Sonst null Interesse. Satt wird er davon jedenfalls nicht. Nachts hat er einen Nuki und wenn ich neben ihm liege Stille ich ihn zur Beruhigung,falls nichts anderes mehr hilft. Das Ding ist,dass mein Mann nicht mehr neben dem großen schlafen kann und wir quasi getauscht haben. Das Baby hat nachts also einen Nuki und eine Flasche. Die ist ja auch noch nötig,weil er Hunger bekommt. Mir ging es nur darum,dass Papa ihm nicht JEDES Mal die Flasche geben soll. Sondern maximal 2-3 Mal. Der kleine Magen kommt doch gar nicht zur Ruhe.

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Hallo,

ich habe das so gehandhabt wie du. Meine Kleine schläft, seitdem sie wenige Monate alt ist, komplett durch. Im Alter deines Sohnes ca 12 Stunden.
Kann natürlich Zufall sein und ist von Kind zu Kind verschieden; ich wollte sie aber auch daran gewöhnen, die Mahlzeiten tagsüber (5, alle 3 Stunden ca zwischen 9 und 21 Uhr) zu sich zu nehmen. Und es klappt perfekt.

LG

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Ich würde auch nicht nachts jedesmal eine Flasche geben. Ich denke, dass er das Nuckeln braucht um zwischen den Schlafphasen zu wechseln. Die Brust kann man auch trocken nuckeln, aber bei der Flasche kommt unweigerlich was raus. Ich würde an deiner Stelle mit deinem Mann absprechen wie ihr beide das handhabt. Wenn er einen Schnuller hat, dann muss es keine Flasche sein. Reicht der Schnuller nicht, dann wird sich das Kind schon melden. Alle paar Stunden Hafermilch ist wirklich schlecht für die Zähne. Muttermilch ist zwar auch zuckerhaltig, aber hat zumindest wertvolle Inhaltsstoffe.

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Ja den Nuki nimmt er auch. Mein Mann später auch eingesehen,dass es zu viel war nachdem die zweite Windel recht schnell durch war und er ihn gewickelt hat.
Hafermilch hat sogar weniger Zucker als Muttermilch. Mir geht's halt im die dauerhafte Nahrungsaufnahme in der Nacht. Der Magen muss ja auch Mal zur Ruhe kommen .;-)

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Ihr macht ja im Moment quasi eine Umgewöhnung von Stillen zu Flasche in der Nacht. Wir hatten das damals genauso gemacht. Wenn sie wach wurde, hat mein Mann kurz Schnuller probiert, ging das nicht, direkt Flasche. Diese war innerhalb weniger Tage etabliert. Über die Menge hab ich mir erstmal keine Gedanken gemacht, gestillt hab ich zu der Zeit sogar noch öfter.

Wir haben dann später, das war so zwei Monate nach dem ersten Geburtstag, angefangen die Flasche zu verdünnen. Sprich, immer mehr Wasser rein. Irgendwann waren wir dann bei nur noch Wasser und das wurde dann kaum mehr eingefordert. Vielleicht wäre das ja eine Option!?!

Viele Grüße,
Mellie

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Hmm...ja, jetzt zwei Tage später bin ich auch wieder entspannter. Zum einen ,weil mein Mann die zweite Nacht quasi nur noch eine Flasche verfüttert hat und zum anderen,weil ich letzte Nacht neben Babysohn lag, ihn nicht stillen musste und auch eine Flasche verteilt über die Nacht angeboten habe

Ich meine ,ich habe beide Kinder immer gestillt und absolut kein plan ,wieviel ein Baby Nachts braucht. Aber ich ich fand 450ml in der Nacht schon ganz schön viel 🤣

Verdünnen ist ne super Idee,wenn er dann ein Jahr wird.
Dankeschön 😊