Hi ihr Lieben,
meine kleine Maus ist nun 23 Tage alt und sie ist das Beste, was uns je passieren konnte 💗 Trotzdem gibt es Phasen zu Hause, da rege ich mich tierisch auf, weil zB meine Brüste schmerzen und fange an zu heulen etc.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich diese sehr starke Bindung zu der Kleinen nicht habe 🤷🏼♀️
Hat das was mit der Geburt zu tun? Denn wenn ich zurückdenke, wird mir schlecht und ich kriege schon Angst, wenn ich an mein zweites Kind in der Zukunft denke (will nämlich noch eins).
Die Geburt lief folgendermaßen:
39+5 waren ich und meine Familie fett essen. Zurück im Haus merkte ich etwas feuchtes.
Ich ging auf Toilette und merkte, dass meine Fruchtblase geplatzt ist (gegen 22 Uhr).
Schnell machten wir uns auf den Weg ins KH. Dort trafen wir die Hebamme, dann CTG etc. Sie sagte mir, dass sich mein Muttermund „nur“ 1 cm geöffnet hätte und die Geburt nicht unbedingt an dem Tag losgehen muss und es ggf. auch 3 Tage dauern kann. Sie schickte meinen Mann nach Hause, damit er ausgeschlafen ist. Also tat er das auch (wie dumm diese Entscheidung von uns Unerfahrenen auch war).
Nun... ich kam in mein Zimmer und versuchte zu schlafen in voller Aufregung. - es war mittlerweile 1 Uhr (39+6). Gegen 3 Uhr merkte ich leichte Schmerzen. Ich dachte mir, dass ich das aushalten würde und traute mich nicht die Schwester zu rufen.
Gegen 4 Uhr waren die Schmerzen kaum auszuhalten - ich ging zu der Schwester und sie schickte mich alleine in den Kreissaal. Mit Schmerzen und kraftlos versuchte ich mich fort zu bewegen.
Ich bettelte um Schmerzmittel etc. Die Hebamme gab mit 2 Zäpfchen und dann war alles vorbei. Gegen 5 Uhr heulte ich nur noch rum und schrie vor lauter Schmerzen - Hebammen hatten schichtwechsel. Ich konnte weder stehen noch mich hinlegen. Die Hebamme war so doof! Ich konnte nicht mal auf Fragen antworten und sie „meckerte“ mich an, dass sie mich untersuchen muss und es im Stehen nicht geht. Also schaffte ich es iwie mich hinzulegen und - Muttermund 9cm geöffnet.
Schnell ging es in den Kreissaal. Mein Mann wurde angerufen - nicht erreicht, mit den Schmerzen rief ich ihn nochmal an und er ging ran - um 6:30 war er da. Meine Mascara vom Vortag war mit meinem Schweiß vermischt und ich sah aus wie ein Panda 😂 die Hebamme kam nicht mal auf die Idee mein Schweiß abzuwischen ( es tropfte als stehe ich unter der Dusche).
Nun... die Geburt ging los. Nabelschnur 2x um ihren Hals gewickelt - sie muss mit der Sauglocke gezogen werden. Alles ging schnell - manchmal schrie ich und die doofe Hebamme meckert zurück, dass ich nicht schreien sondern nur pressen soll. 🤦🏼♀️
Naja, um 7:30 Uhr war die Kleine gesund da. 💗
Ich fix und fertig mit den Nerven merke nur noch, wie es genäht wird. Dammriss und scheidenriss.. labienriss.... grad 2.
Ich finde es so traurig, dass ich das alles iwie alleine durchmachen musste. Mein Mann war „nur“ die eine Std da und er konnte nichts machen, als nur meine Hand anhalten. Ich hätte ihn mehr bei den Wehen gebraucht...
Manchmal schau ich mir die Kleine an und die Gedankrn von der Geburt kommen wieder... ich kriege Angst, Heulattacken... etc.
Wann legt sich das wieder? 🤷🏼♀️
Etwas Lang(!) - Geburtstrauma = Wochenbettdepression?
Liebe lini
Fühl dich gedrückt...
Es ist schrecklich zu hören wie die Hebammen mit dir umgegangen sind. Ich vermute (wie du ja auch selbst sagst), das du die Geburt noch nicht verkraften kannst. Evt. ist es noch der Babyblues, evt. eine postnatale Depression die sich entwickelt. Beobachte dies noch, es kann paar Wochen dauern bis sich die Hormone im Körper wieder stabilisieren. Falls dies nicht der Fall sein sollte, wende dich evt. an eine professionelle Hilfe, falls du dich nach einiger Zeit nicht besser fühlst. Frag deine Hebamme (falls du eine hast) nach Rat. Versuch deinen Alltag so ruhig wie möglich zu Gestalten.
Ich hoffe das es dir bald besser geht und du dann die Zeit mit deinem Wunder geniessen kannst.
Ganz liebe Grüsse Claudia mit Alyah (bald 14 Monate)
Hallo, meine Geburt verlief ähnlich, wie deine. Ich hatte aber Gott sei Dank eine nette Hebamme und meinen Mann dabei, aber ich fand die Saugglocke ähnlich traumatisch wie du. Ca. 8 Wochen nach der Geburt erkannte ich, dass irgendwas nicht stimmt. Habe eine postnatale Depression entwickelt. Ich kann heute sagen, dass diese garnichts mit der Geburt zu tun hatte. Mittlerweile habe ich diese gut bearbeiten können und bin quasi damit im Reihnen. Da ich bezüglich meiner Depression keine Hilfe bei meiner Hausärztin bekommen habe, habe ich mich weiter durchgesucht und im Internet die Seite Schatten und Licht gefunden. Da geht es nur um das Thema Wochenbett Depression. Dort gibt es viele Texte und man findet Ansprechpartner vor Ort. Letztendlich war ich mit meinem Kind in einer Mutter - Kind Klinik, die darauf spezialisiert war und mir geht es heute super! Die schwierige Phase haben wir beide gut überstanden und unsere Verbindung ist super eng, aber es hat etwas gedauert. Ich rate dir, informiere dich einfach. Hol dir Meinung von Fachärzten ein und warte nicht zu lange. Lieber zu viel Leute wildmachen und letztendlich nur Babyblues haben, als es zu ignorieren und die Depression stärker werden zu lassen! Wochenbettdepression ist heilbar! Drücke dir aber ganz doll die Daumen, dass du es nicht hast.
Es tut mir so leid , dass Du eine so traumatische Geburt erlebt hast. Ich glaube, das Schlimmste ist dass man bei einer Geburt so "ausgeliefert " ist, und wenn man dann noch solche empathielosen Geburtshelfer hat, dann wird die Geburt zu einem Horrorerlebnis. Ich glaube (und hoffe) aber nicht, dass du deshalb keine Bindung zu deinem Baby aufbauen kannst. Schau mal die Geburt ist doch erst 3 Wochen her und du bist mitten im Hormonchaos. Setz dich nicht so unter Druck, und lass es langsam angehen. Dann packst du das !
Vllt hilft es Dir das Erlebte zu verarbeiten, indem du der Krankenhausabteilung einem Brief schreibst und ihnen klar machst, was sie dir mit ihrer Empathielosigkeit eigentlich angetan haben. Versteh überhaupt nicht wieso manche Hebammen diesen Beruf gewählt haben...
Ich wünsche Dir und deiner Tochter alles Liebe !!
Hallo!
Erstmal herzlichen Glückwunsch. Das ist unmöglich wie die Hebamme mit dir umgegangen ist. Die hat ihren Job auch verfehlt.
Bei unserer ersten Tochter hatte ich eine schwere Schwangerschaftsvergiftung in der 29. SSW. Ich hatte einen Not-KS. Alles ging sehr schnell. Ich hatte eine Vollnarkose und danach war ich nur am kotzen und es ging mir sehr schlecht. Unsere Kleine auf der Intensivstation. Erst am 2. Tag konnte ich sie sehen. So klein und zart. Leider verstarb sie am 4. Lebenstag an einer Blutvergiftung. Danach wollte ich keine Kinder mehr. Mein Mann schon. Es verging ein wenig Zeit und siehe da ich war wieder schwanger. Die Schwangerschaft war begleitet mit großen Ängsten dass es wieder passiert.
Ich habe meine zweite Tochter sogar übertragen. Als es los ging fuhren wir ins LKH. Ich lag 18 Stunden in den Wehen und konnte nicht mehr. Der Arzt meinte auch es hat keinen Sinn, dass Kind muss jetzt raus. Wieder KS aber diesmal mit Spinalanästhesie. Ich habe alles mitbekommen. Ich war danach auch sehr sehr traurig und viel am Weinen weil ich eine natürliche Geburt wollte. Hätte ich eine verständnisvolle Hebamme gehabt bin ich heute noch davon überzeugt, hätte ich normal geboren.
Unsere dritte Tochter kam dann wieder per KS zur Welt wegen der Narbe, die sehr dünn war. Jede Frau wünscht sich eine schöne Geburt, leider kommt es vielmals anders wie man denkt.
Ich wollte dir nur schreiben du bist nicht alleine und versuch dich an den schönen Dingen zu erfreuen, denk nicht zuviel darüber nach.
LG GAbi
Ohje du arme..
Meine erste Geburt war auch traumatisch... damals hab ich den Krankenhausbericht über meine Geburt angefordert. So konnte ich mir alles nochmal durchlesen aus Sicht der Hebammen. Mir hat es geholfen..
Lg