Liebe Stillmamas!
Unser Sohn Johannes ist elf Monate alt und wird momentan noch zum einschlafen, morgens früh im Bett und gefühlte 780x pro Nacht gestillt. Tagsüber isst er gern und reichlich vom Familientisch.
Nun ist es so, dass ich ihn weiterhin gerne zum einschlafen stille, er soll auch morgens gerne noch beim kuscheln stillen, aber ich schaffe das nachts einfach nicht mehr. Er liegt in unserem Bett, ich stille im Liegen, trotzdem bin ich morgens einfach kein Mensch mehr, weil ich so müde bin.
Ich möchte Johannes also dieses Dauerstillen gerne abgewöhnen nachts. Sanft, langsam und ohne großen Stress für ihn und mich. Ich bin auf die Methode von Dr. Gordon gestoßen und habe mich etwas eingelesen, würde also sowieso frühestens in einem Monat mit dem Abstillen beginnen. Trotzdem jetzt schon meine Frage:
Wer von euch hat's so gemacht? Und wie waren eure Erfolge?
Ich freue mich über viele Antworten!
Nächtliches Stillen abgewöhnen nach Dr. Gordon - bei wem hat's geklappt?
Bin gespannt, habe gerade was ähnliches im still-Forum gepostet...
Hallo!
Ich hab gerade mal gegooglet, und mir scheint die Methode nach Elizabetz Panthley (Schlafen statt Schreien) irgendwie sanfter.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ein Baby verstehen kann, dass es jederzeit von der Mutter in den Schlaf gestillt werden kann, nicht aber nachts zwischen 23:00 und 6:00 - gerade in einer Zeit, wo es dunkel ist, wo es nichts sieht...
Elizabeth Panthley verfolgt einen anderen Weg: Sie sagt, dass ein Baby nachts alleine einschlafen lernt, wenn man die Assoziation stillen und einschlafen unterbricht. Das Baby soll nach ihrem "Programm" zunächst lernen, abends alleine einzuschlafen, in einem zweiten Schritt soll das Baby dann lernen, nachts wieder alleine in den Schlaf zu finden. Man soll dazu das Baby zunächst wie gewohnt stillen, dann aber die Brustwarze entziehen, sobald das Baby nicht mehr trinkt (natürlich bevor es einschläft). Damit das Baby nicht gleich wieder nach der Brustwarze sucht, soll man einen leichten Druck von unten gegen das Kinn ausüben. Zur Beruhigung kann man das Baby schaukeln, streicheln o.ä. und dann ablegen.
Natürlich wird das Baby weinen und meckern, man soll es dann nach sehr kurzer Zeit wieder an die Brust nehmen, sobald die Saugbewegungen wieder ruhiger werden aber wieder von vorne anfangen. So wird das Kind dann - ohne viel Geschrei aber mit viel Geduld - im eigenen Bettchen einschlafen. Und wenn man dieses Programm konsequent bei jedem zu Bett bringen durchzieht, werden die Wiederholungen (anlegen, abdocken, hinlegen, weinen, wieder anlegen...) immer weniger, bis das Kind irgendwann ohne Stillen einschlafen kann. Und wenn es das dann kann, lernt es oft schon parallel nachts nicht mehr an die Brust zu müssen.
Ich selber bin nicht mehr dazu gekommen, das Programm wirklich durchzuziehen, mein Sohn hatte plötzlich von alleine beschlossen, dass er nicht mehr an der Brust einschlafen möchte, wenn er satt ist. Aber ich hab schon viel positives über diese Methode gelesen.
Liebe Grüße!
Bei Gordon geht es aber nicht um Babys. Er will sein "Programm" nur bei Kinder angewendet wissen, die mindestens 12 Monate alt sind, im Familienbett schlafen und deren Mütter das nächtliche Stillen einfach nicht mehr leisten können.
Es geht also (im Gegensatz zu Panthleys Programm) nicht darum, dass ein Kind alleine einschlafen und im eigenem Bett schlafen soll.
Mein Sohn braucht das Einschlafstillen schon lange nicht mehr. Trotzdem stillt er nachts noch. Meistens dann, wenn er einen aufregenden Tag hatte, zahnt oder krank ist.
Ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht nachts nach Gordon abzustillen. Da mein Sohn aber eben nicht stillt, wenn ihm etwas fehlt, kann man sich wohl denken, wie er auf andere Beruhigungsversuche reagiert hat. Also bleibe ich eben beim Stillen. Irgendwann wird es schon aufhören.
Von dieser ganzen Einschlaf-Assosiationstheorie (die ja auch von E.Panthley verfolgt wird) halte ich persönlich nichts. Ich habe andere Erfahrungen gemacht, obwohl ich meinen Sohn lange in den Schlaf gestillt habe. Ich kenne auch viele Mütter, die ihre Kinder am Abend in den schlaf getragen, gewogen, ge"hüpft" haben und nachts konnten die Kinder trotzdem ohne diese Hilfen wieder einschlafen. Die Theorie klingt logisch, hat aber meistens mit der Realität nichts zutun.
Hallo!
Ich habe durchaus realisisert, dass Gordon sein Programm nur bei Kindern über einem Jahr anwenden will. Ich glaube allerdings nicht, dass das einen großen Unterschied macht.
Ich denke wir sind uns einig, dass ein Kind das nächtliche Stillen zum Trost braucht und dass das Stillen ihm Sicherheit gibt. Und diese Sicherheit braucht ein Kind meist nachts eher als tagsüber, wo es so viel zu erkunden gibt. Und gerade nachts soll es dann verstehen, dass Mama ihm diesen Trost und diese Sicherheit nicht geben will - das erscheint mir irgendwie unlogisch.
Welche Einschlaftheorie nun stimmt, kann wohl keiner sagen, sonst wären es ja keine Theorien. Vielleicht treffen auch verschiedene Theorien zu. Jedenfalls hat Panthleys Methode wahrscheinlich nicht mehr aber eben auch nicht weniger Erfolge zu verzeichnen als alle anderen Methoden.
Liebe Grüße!
Ich hab damals eine Mischung aus Gordon und Pentley gemacht. Ich erzähl mal.
Lou war damals 15 Monate. Er wurde nur noch nachts gestillt. Seit er ca. Ein Jahr war hab ich ihn Tagsüber nicht mehr gestillt. Er hat immer wieder gebissen und nicht getrunken und es war ok und er hat nie wieder gefragt. Einschlafstillen war immer mal aktuell aber ich meine so mit zehn Monaten ging es ohne. Auch ohne Schnuller. Er kannte es da mein Mann ist Elternzwit war sowieso ohne alles einzuschlafen und bei mir isser dann Nase an Nase eingeschlafen.
Aber die nächte waren wie bei dir. Ich hab dann tag für Tag immer später ihn gestillt er war ja meist nach der stunde das erste mal wieder wach. Also erst bis 21 uhr. Dann 22 uhr usw. Bis wir die ganze nacht hatten. Ich hab ihn damit sozusagen komplett abgestillt.
Ich hätte es damals nicht gemacht wenn er verzweifelt gewesen wäre. War er aber nie. Er hat geweint und sich im arm beruhigen lassen. Er verstand da auch schon was alle alle bedeutet. Ich denke man muss den richtigen zeitpunkt abpassen. Einschlafstillen muss man denke ich incht unbedingt Abgewöhnen. Bei uns hats nur einfach irgendwann nicht mehr geklappt. Er hat ewig genuckelt nur um dann doch nase an nase einzuschlafen
viel glück. Hör auf dein Kind. Dann wird alles gut.
Ps: er wurde dann trotzdem noch lange oft wach aber man konnte ihn mit kuscheln und hand halten beruhigen. Das fand ich persönlich bequemer.
Hey littlet,
Danke für deine Antwort! Deine Methode klingt tatsächlich auch gut. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für uns. Gerade ist sowieso nicht der richtige Zeitpunkt für uns. Ich bin gerade so müde, dass stillen immer noch die bessere Alternative als tragen, trösten, wach sein ist. Sobald ich ein bisschen Kraft getankt habe und der Kleine sich auch rundum gut fühlt, werde ich es angehen!
Ich hab das selbe Problem, ( schon im anderen Forum gepostet )
Mein Problem dabei ist, dass ich nichtmal die Kraft habe, Nachts wach zu werden, oder gar meine kleine zu beruhigen, ich bin einfach fertig und müde von 13 Monaten ( und 10 Monaten Beschiss**** schlaf in der Schwangerschaft )
das schlaucht und ist ein doofer kreis, ich bin gespannt, wann es besser wird, denn aktiv ändern kann ich es nicht ( und abstillen will ich auch noch gar nicht )
LG
So gings mir auch - ich hab daher meinem Mann das nächtliche Abstillen überlassen (er hatte Urlaub).
Wir haben ausgemacht, dass er sich um Sohni kümmert wenn er nachts wach wird und Wasser (Becher) anbietet, ansonsten Nuckel rein und trösten. Wenn er dolle weinte, dann gab er ihn mir rüber, ich hab ihn gestillt und mein Mann hat dafür gesorgt, dass ich wach bleibe. Sobald die Saugbewegungen ins Nuckeln übergingen hab ich abgedockt und mein Mann hat wieder übernommen.
Das haben wir in einem bestimmten Zeitrahmen gemacht und diesen dann ausgeweitet.
Es hat super geklappt. Sohni hat wenig geweint und kurz danach (nahezu) durchgeschlafen.
Hey Savaha!
So hatte es mir meine Hebamme auch geraten. Mein Mann und mein Sohn sind tagsüber das beste Team, aber nachts will und will mein Sohn sich nicht beruhigen lassen von ihm. Wir hatten das schon mehrere Male so geplant, aber ich mache immer wieder einen Rückzieher, weil ich Angst habe dass Johannes sich gar nicht beruhigen lässt. Du hast dann in nem anderen Zimmer geschlafen, richtig? Wie alt war euer Sohn, als ihr das gemacht habt? Und wie lang hat der ganze Prozess gedauert? War es denn dann auch noch ok, als ihr wieder zusammen in einem Bett geschlafen habt? Fragen über Fragen!
Ich freue mich über Antwort!
Bei uns! War aber nicht nach Gordon, sondern so, wie ich es gern wollte, hab von Herrn Gordon erst später erfahren. Habe gerade einen halben Roman gepostet irgendwo in Kleinkinder ich kopiere es dir eben:
wie du siehst, handhabt das jeder etwas anders. Ich kann dir nicht sagen, was richtig oder falsch ist, aber ich beschreibe dir einfach mal, wie es bei uns war.
Ich habe immer nach Bedarf gestillt, tags und nachts. Irgendwann (auch so ca. mit 13/14 Monaten hatte ich nachts keine Lust mehr, genau wegen der Situation, wie du sie beschreibst.
Ich hatte dann Magen-Darm und war völlig außerstande zu stillen. Nach einigem Protestgeschrei hat der kleine Mann sich mit dem großen Mann ins Bett gelegt und geschlafen. Ist zwar mehrfach aufgewacht und hat Papa enttäuscht und eingermaßen wütend angebrüllt, dann aber wieder weitergeschlafen. Das hat mir bewiesen, dass es geht.
Ich habe dann konsequent nachts nicht mehr gestillt. Eine Nacht war ganz gruselig. Gefühlt jede Stunde wachte er auf und wollte an die Brust. Habe ihm immer Wasser angeboten, was er dann auch getrunken hat. Ab der zweiten Nacht war das Kind wie ausgewechselt. Irgendwie hatte er das Spiel sofort kapiert. Das Aufwachen wurde sofort seltener und auch die Reaktion auf meine Bewegungen im Bett. Wenn es nichts mehr gibt, ist es auch weniger wichtig was du machst und der Anreiz aufzuwachen verringert sich.
Als nächstes haben wir das Einschlafstillen abgeschafft, indem Papa den Kleinen eine Woche lang ins Bett gebracht hat. Danach ging es auch bei mir, ohne, dass er je wieder versucht hat zu trinken. Das ging völlig ohne Protestgeschrei.
Wichtig ist vor allem wohl, dass man es wirklich will und durchhält. Wir haben den kleinen nie alleine gelassen mit seinem Protest, ihn beruhig und sind dabei gewesen (zumindest mein Mann, bei dem außer Wasser nichts zu holen war...)
Unser Sohn hat auch nie einen Schnuller genommen und sich das glücklicherweise auch beim erst nachts und (viel) später abends Abstillen nicht angewöhnt. In dem Alter sind wir dann auch nicht mehr auf Flaschenmilch umgestiegen, wozu auch, es gibt seither morgens ein Glas Milch, mit Strohhalm oder ohne, aber das trinkt er auch häufig gar nicht, aber ich biete es an.
So gesehen sind wir echt super aus der Geschichte rausgekommen und echt froh, dass es so gut gelaufen ist.
Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg bei eurem Vorhaben!
Ach ja, mit fast 2 geht unser Sohn noch nicht alleine ins Bett, muss er auch nicht. Er kuschelt mit einem von uns, wir reden noch etwas, hören Musik im dunklen Schlafzimmer und nach ca. einer halben Stunde (eine Kasettenseite) wird er in sein Bettchen gelegt, mal schon schlafend, aber häufig auch noch wach aber schon sehr müde, wo er dann durchaus auch alleine einschläft. Ohne "Jedes Kind kann schlafen"-Konditionierung...
Hups, was für ein Roman, hoffe, es ist wenigstens eine Anregung!
Hey Aglaya!
Vielen Dank für's reinkopieren, ich hatte Deinen Text tatsächlich auch schon im Kleinkindforum gelesen! Ich denke, so wie ihr werden wir es auch machen. Ich hatte auch schon diese "Papa beim Kind, Mama auf der Couch"-Variante nachgedacht, aber irgendwie glaube ich da nicht so recht an den Erfolg. Mein Sohn lässt sich nachts schon ohnehin ungern von Papa beruhigen. Keine Milch mehr und Mama ist auch noch ganz weg? Den Gedanken finde ich irgendwie selbst schon schrecklich genug. Ich denke ich werde also einige Nächte stark sein müssen, durchhalten, aber wenigstens bei ihm sein! So wie Du es auch gemacht hast.
Vielen Dank für Deine Antwort. Falls wir Erfolg haben, werde ich es Euch alle wissen lassen
Hallo pilasch
Ich berichte mal von unserer Methode etwas an Gordon angelehnt.
Als mausi 14 Monate alt wahr fand ich das es ihr durchaus zuzumuten ist nachts nichtmehr alle 20 min zu nuckeln.
Ich machte mir tazächlich die Arbeit auf die Uhr zu schauen nachts. Bei und läuft es so das Mausi nach dem Einschlafstillen (ja leider noch immer wenn ich zu Hause bin) alleine weiter schläft bis sie aufwacht dann komm ich zu ihr.
Ich habe Wochenlang sie nichtmehr nachts vor 2 Uhr gestillt das gab zwar erstmal gebrüll der geliebten Gewohnheit wegen aber das legte sich schnell sie wahr dann mit nachts in mamas arm einschlafen zufrieden. Nach 2 Uhr durfte sie wieder. mit der Zeit wurde es länger 3Uhr, 4 Uhr und dann eben bis zum aufstehen um 6-7.
Sie hat das akzeptiert wenn sie sehr krank wahr durfte sie nachts wieder nuckeln. leider schlief sie denoch nicht durch sie wachte genauso oft auf und wollte kuscheln. Ich arbeite wieder und bin die meiste Zeit abends nicht da Papa bringt sie dann ins Bett und sie hat erst jetzt mit 21 Monaten ab und zu mal durchgeschlafen leider.
Stillen gibt es nachts seit dem nichtmehr am tag wahren wir auch schon bei nur noch einmal mittags einschlafstillen ist aber leider wieder häufiger geworden.