Mein 14-Jähriger Sohn hat in letzter Zeit starke Probleme beim Einschlafen. Er leidet ziemlich drunter und es hilft nichts so wirklich. Eine Bekannte hat mir zzzquil von Wick empfohlen. Der Kinderarzt, den ich jetzt doch nochmal deswegen gefragt hatte, war ziemlich unwillig und sagte mir bloß barsch, da solle ich in der Apotheke nachfragen, wäre nicht sein Bier, quasi.
In der Apotheke hieß es erst, das könne er nehmen, dann hatte ich es schon bestellt, danach hieß es plötzlich, das wäre doch erst ab 18. Auf der Seite von Wick steht dazu gar nichts.
Er ist so groß und schwer wie ein Erwachsener. Hat jemand von euch damit Erfahrung?
Zzzquil für Jugendliche
Hat der Kinderarzt vielleicht eine Alternative dazu? Ich würde das Thema noch einmal anschlagen. Wahrscheinlich hat s ihm nicht gepasst dass du direkt mit einem medi Vorschlag ankamst und er ist sicher auch dagegen Schlaftabletten zu verschreiben.
Dass er einmal barsch reagierte übergeh einfach, hartnäckig bleiben..
Blauchlichtfilter am Handy aktivieren und generell Handy Abstinenz vorm schlafen wenn möglich.. Kann auch helfen..
Alles gute
Ich hatte dazu was geschrieben, was aber leider verschwunden ist?
Vielleicht ist es sinnvoll, mal ein Schlaftagebuch vom Sohn führen zu lassen, um einen Überblick zu bekommen, wieviel Schlaf er überhaupt hat.
Es ist nicht immer das Handy, manchmal sind es Chips/Paprika, Cola oder der Energydrink …?
Da würde ich mal ansetzen, ansonsten müsste der Apotheker in der Lage sein, etwas für Kinder zu empfehlen. Da die Zulassungsvoraussetzungen für Präparate, die Kindern und Jugendlichen gegeben werden können, sehr hoch sind, scheuen viele Hersteller den Aufwand.
Der Arzt sollte aber Medikamente kennen, die zum Schlaf gegeben werden können, div. Neuroleptika sind als Sirup erhältlich und auch für Kinder zugelassen.
Neuroleptika bei einem Teenager mit Einschlafproblemen? Ernsthaft? Ich hoffe, jeder halbwegs vernünftige Arzt prüft vorher sämtliche anderen Optionen.
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte natürlich besonders gründlich abgewogen werden.
Bevor ich da zu irgendwelchen Schlafmitteln greife, würde ich ganz klassisch abends Mediation, autogenes Training, etc. machen.
Ich hatte selber eine Phase, die mich emotional extrem mitgenommen hat und meine Nerven waren sehr angegriffen. Richtig schlafen/einschlafen konnte ich auch nicht. Mir gingen zu viele Gedanken durch den Kopf.
Mein Arzt riet mir zu progressiver Muskelentspannung, alternativ sollte ich selber verschiedene Entspannungstechniken ausprobieren. Nicht alles ist für jeden geeignet. So Traumreisen, wo man das Gras wachsen spürt und "die Beine werden ganz schwer, der Körper wird schwer, die Gedanken kommen und gehen"....sind zum Beispiel überhaupt nichts für mich.
Ich mache jetzt jeden Abend, wenn ich von der Arbeit komme, für ne halbe Stunde progressive Muskelentspannung (gibt auf YouTube unzählige Anleitungen). Danach bin ich "wie neu geboren" und kann auch später sehr gut einschlafen.
Ich würd ja eher andere Techniken auswählen..
Wenn ihn ein Gedankenkarusell quält - alles aufschreiben, für den Abend damit abschließen und die Gedanken für nächsten Tag aufheben..
Meditationen - gibts viele auf YouTube zum Einschlafen etc.
Mal einen Termin beim Psychologen machen - die haben da super viele gute Tipps - und vll schläft er nach einem Gespräche ohnehin gleich besser..
Liebe Tessa6,
mein 8jähriger Stiefsohn leidet an ADHS und Tourette und bekommt (mit ärztlicher Erlaubnis) jeden Abend eine Wik ZZZquil. Er hat extreme Schwierigkeiten einzuschlafen und die Drops helfen ihm, runterzukommen.
Ich persönlich stehe dem (im Gegensatz zu den beiden Elternteilen) sehr kritisch gegenüber.
Denn hin und wieder verlangt mein Stiefsohn aktiv den Gummidrops, zum Teil fast aggressiv „Gib mir endlich mein Melatonin!!“. Das zeigt, wie sehr er sich mental auf diese Einschlafhilfe eingeschossen hat, was ich mit Bauchschmerzen beobachte. Ich frage mich, was es für ein Theater gibt bzw. welche Folgen es hat, wenn man irgendwann das Zeug absetzt.
Ich habe die ZZZquil-Dinger selbst auch schon genommen, meist wenn ich abends etwas unruhig war. Sie beruhigen und verhelfen mir zu einem tiefen Schlaf. ABER ich nehme sie trotzdem nicht gewohnheitsmäßig, sondern nur in Ausnahmefällen. Denn bei „akuter Kopfkirmes“ helfen auch die Drops nicht. Da liegt das Problem bei mir.
Es wäre bestimmt das Beste, wenn du deinen Sohn ärztlich durchchecken lässt. Vielleicht liegt ja hormonell bei ihm etwas im Argen. Wenn z.B. die Schilddrüse spinnt, kommt man einfach nicht zur Ruhe. Also stell ihn ruhig eurer Hausärztin vor, wenn er nicht mehr zu dem „barschen“ Kinderarzt möchte.
Und natürlich sollten alle anderen Faktoren wie Koffein, Zucker, Bildschirmzeit, Sorgen, Nöte, zu spätes und zu intensives Workout etc. in den Blick genommen werden.
Mein Sohn geht jeden Abend noch eine Stunde Joggen um abzuschalten, runter zu kommen und es hilft, nach einer schönen Dusche schläft er wie ein Stein. VG Lisa