Der Countdown läuft

UHU: Noch hundert Tage Schwangerschaft

Ein Uhu ist eine Schwangere, die nur noch unter hundert Tage vom Entbindungstag trennen. Für viele Schwangere ein besonderer Moment. Du bist (bald) ein Uhu? Hier erfährst du, was jetzt gerade bei dir und dem Baby los ist.

Autor: Heike Byn
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Wann bist du ein Uhu?

Uhu-Teaser
Foto: © Fotolia / georgerudy

Eine Schwangerschaft dauert rein rechnerisch 40 Wochen, das sind also 280 Tage. Zum Uhu wirst du ab dem 181. Tag deiner Schwangerschaft, du bist dann in der 26. Schwangerschaftswoche.

26. SSW: Das passiert in deinem Körper

Jipeh, du näherst dich langsam dem dritten und damit letzten Trimester deiner Schwangerschaft! Zu Beginn des siebten Monats, also ab der 25. Schwangerschaftswoche, wächst dein Bauch sichtbar schneller. Schließlich wird nicht nur dein Baby immer größer, auch die Fruchtwassermenge steigt stetig an. Beides führt dazu, dass die Gebärmutter schwerer wird und sich nach vorne ausdehnt. Du bemerkst dass durch ein Ziehen im Unterbauch. Wenn du unsicher bist, ob du zu viel oder zu wenig zunimmst, kannst du deinen Frauenarzt oder die Hebamme um Rat fragen. Neben dem Gewicht von Baby, Fruchtwasser und zusätzlichen Wassereinlagerungen im Körper sind ein paar Extra-Kilos grundsätzlich auch gar nicht so schlimm. Denn die brauchst du auch, um genug Reserven für die Stillzeit zu haben.

Was macht eigentlich dein Uhu-Baby in der 26. SSW?

Wenn dein Kind jetzt in der 26. SSW zur Welt käme, hätte es als Frühchen bereits eine Überlebenschance von rund 85 Prozent. Inzwischen ähneln die Körperproportionen deines Babys immer mehr denen eines „geburtsreifen" Kindes, auch wenn der Kopf deines Babys im Verhältnis zum Rest des Körpers nach wie vor recht groß ist. Es wiegt jetzt rund 750 Gramm und ist etwa 34 cm groß – vom Kopf bis zu den Fersen.

Die größte Entwicklung in dieser Zeit durchläuft aber zweifellos sein Gehirn, das sich rasant entwickelt. Alle Nervenzellen an der Hirnoberfläche sind schon ausgebildet und beginnen jetzt, sich zu verzweigen und miteinander zu verknüpfen. Diese fortschreitende Gehirnentwicklung ist auch ein Grund dafür, warum dein Baby deutlich aktiver wirkt. Es reagiert mehr und mehr auf Reize von außen, wie z.B. Geräusche und Berührungen und antwortet darauf manchmal sogar mit einem kleinen Tritt gegen die Bauchdecke. Weil das Kleine viel im Bauch herumturnt, spüren jetzt auch die meisten Schwangeren zunehmend Kindsbewegungen. Der Körper deines Babys ist sehr beweglich und die Koordination seiner Hände gelingt ihm deutlich besser. Es greift nach allem, was es erreichen kann – wie beispielsweise die eigenen Füßchen oder die Nabelschnur. Und noch ein weiterer Sinn entwickelt sich in diesem Stadium: Dein Baby öffnet die Augen. Noch sieht es nicht viel, doch den Unterschied zwischen Hell und Dunkel sowie starke Kontraste kann es zunehmend erkennen und verarbeiten.


Typische Schwangerschaftsbeschwerden von Uhus

Ab jetzt nehmen die typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu: Weil dein Bauch in der 26. SSW durch das Volumen der Gebärmutter stark wächst, verschieben sich die Organe mehr und mehr nach oben. Das macht sich durch Atemnot, Sodbrennen und Rückenschmerzen bemerkbar. Vor allem wenn du im Job viel sitzt, ist das unangenehm. Ein Tipp fürs Büro: Leg dir ein Keilkissen auf den Stuhl. So sorgst du dafür, dass du aufrechter sitzt, das Becken entlastet und der Bauch weniger eingequetscht ist. Gegen Rückenschmerzen kannst du aktiv etwas tun. Ist vielleicht ein Yogakurs für Schwangere etwas für dich?

Auch Wassereinlagerungen gehören zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden in dieser Zeit. Viele Frauen bekommen angesichts des anschwellenden Gewebes in Beinen oder Armen Panik und versuchen, sich mit entwässernden Tees oder Säften selbst zu therapieren. Doch das ist keine gute Idee und hilft nur bedingt. Viel besser ist da eine eiweißreiche Ernährung mit Fisch und Fleisch, die übermäßigen Wasserdepots vorbeugt. Auch Stützstrümpfe verhindern, dass das Blut in die Beine sackt. Wenn du zudem mindestens zwei Liter Wasser und/oder Kräutertee täglich trinkst, wird das Wasser auf natürlichem Wege zum Großteil von selbst ausgeschwemmt.

Schlaflos durch die Nacht? Stillkissen helfen!

Die Zeiten des ungestörten Schlafes sind langsam vorbei: Durch den wachsenden Babybauch fällt es dir nicht mehr so leicht, eine entlastende Schlafposition zu finden. Die Rückenlage ist nicht so toll, weil das Gewicht von Baby und Gebärmutter dann zu stark auf die Wirbelsäule drückt. Auf dem Bauch zu schlafen erweist sich bald als unangenehm und kann dir manchmal sogar regelrecht wehtun. Am besten ist immer noch die linke Seitenlage. Warum? Weil in dieser Position der Druck von der unteren Hohlvene genommen wird, die zu den wichtigsten Venen im Körper gehört und das Blut vom unteren Teil des Körpers bis zum Herzen transportiert. Außerdem unterstützt sie die Nieren dabei, Schadstoffe aus dem Körper zu filtern. Für dich bedeutet das im besten Fall, morgens keine dicken Beine mehr zu haben. Um dabei einen geraden Rücken zu behalten, kannst du dir ein Kissen zwischen die Beine legen – am besten ein Stillkissen.

Uhus und ihre Gesundheit: Weitere Vorsorgetests

Damit es dir auch im Rest deiner Schwangerschaft weiterhin gut geht, checkt dein Frauenarzt zwischen der 24. und 28. SSW mit einem Glukosetoleranztest und dem darin bestimmten Insulinwert, ob du anfällig für eine Schwangerschaftsdiabetes bist oder vielleicht sogar schon darunter leidest und eine Behandlung brauchst. Zwischen der 24. und 27. SSW wird – wie schon bei der Erstuntersuchung – zudem wieder ein Antikörper-Suchtest durchgeführt, damit der Arzt eine Rhesusunverträglichkeit ausschließen kann. Wenn nötig erhältst du dann eine so genannte Rhesusprophylaxe, damit es während der Geburt nicht zu Problemen kommt.

Zeit für den Geburtsvorbereitungskurs

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt gekommen, um mit einem Geburtsvorbereitungskurs im Krankenhaus, Geburtshaus oder bei einer Hebamme zu beginnen. Am besten meldest du dich gleich gemeinsam mit deinem Partner dort an. So kann er viel besser nachvollziehen, was in dir vor sich geht und wie er dich bei der Geburt unterstützen kann. Neben Angeboten, die über mehrere Wochen laufen gibt es auch Wochenend-Crashkurse, die du auch zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft besuchen kannst. So ein Geburtsvorbereitungskurs ist eine gute Gelegenheit, dir eine Klinik oder ein Geburtshaus für die Entbindung auszusuchen. Denn jetzt kannst du die Suche nach dem passenden Ort noch in Ruhe angehen.

Schwanger im Job: Pläne für die Babypause schmieden

So langsam solltest du dir auch Gedanken darüber machen, wie lange deine Babypause nach der Geburt dauern soll und ob du anschließend Voll- oder Teilzeit arbeiten möchtest. Informiere die Personalabteilung und deinen Chef über deine Pläne – so zeigst du nicht nur Verantwortungsgefühl, sondern kannst mit allen Beteiligten in Ruhe über mögliche Details reden. Wichtig: Du brauchst keine Sorgen zu haben, dass du dich damit endgültig festlegst! Schließlich können sich deine Pläne immer noch je nach Verlauf der weiteren Schwangerschaft oder nach der Geburt noch einmal ändern.

Phänomen Nestbautrieb: Streichen, Möbel kaufen, dekorieren

Nicht nur der Körper, auch die Seele gibt dir Signale dafür, dass sich dein Leben verändert – und ein großer Umbruch bevorsteht: Viele Schwangere entwickeln gerade jetzt den berühmten Nestbautrieb, schließlich fällt das Herrichten des Kinderzimmers jetzt noch leichter als Wochen später. Wer will schon mit dickem Bauch große Renovierungsaktionen oder Shoppingtouren starten? Der Nestbautrieb, oder die Lust am ausgiebigen Shopping von Babyklamotten lässt sich zwar wissenschaftlich nicht erklären, befällt aber praktisch jede Schwanger früher oder später. Kein Wunder: Du freust dich auf dein Baby und möchtest ihm wortwörtlich einen Raum in deinem Leben geben. Landauf, landab streichen jetzt Schwangere und ihre Partner zukünftige Kinderzimmer in hellen und freundlichen Farben, kaufen neue Möbel und hängen bunte Vorhänge und Mobiles über Bettchen und Wickeltische. Nur zu! Hauptsache, du übernimmst dich nicht und lässt dir von deinem Partner, der Familie oder Freunden helfen.

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